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Spätnachrichten vom Mittwoch, 9. Juni 2010
- Sächsische Lehrerausbildung ab Herbst nur in Leipzig
- Tarifstreit an kommunalen Kliniken beigelegt
- Jobticket für Stadtangestellte
- Kita in Grünau ist originellste in Sachsen
Die Lehrerausbildung in Sachsen soll ab Herbst ausschließlich an der Universität Leipzig erfolgen.
Nach Angaben des Wissenschaftsministeriums wird damit eine sieben Jahre alte Hochschulvereinbarung umgesetzt. Ab dem kommenden Wintersemester werden die neuen Masterstudiengänge für das Lehramt an Grund- und Mittelschulen nur in Leipzig angeboten. Darauf haben sich das Ministerium und das Uni-Rektorat geeinigt. In der Vereinbarung hatte sich die Universität im Jahr 2003 verpflichtet, auch Bachelor-Absolventen aus Dresden zu übernehmen. Für die Aufstockung der Masterstudienplätze erhält die Universität bis 2012 Fördermittel von insgesamt rund 1,4 Millionen Euro.
Der Tarifstreit der Ärzte an kommunalen Kliniken ist beigelegt.
Wie Steffen Forner vom Marburger Bund bestätigte, haben sich die Ärztegewerkschaft und die Arbeitgeber auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Die insgesamt rund 55.000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern sollen zwei Prozent mehr Gehalt bekommen. Darüber hinaus erhalten sie einmalig 400 Euro. Ebenso würden künftig auch die Bereitschafts- und Notdienste besser bezahlt. Im Raum Leipzig betrifft das momentan nur die Ärzte der Muldentalkliniken in Grimma und Wurzen. Die Gewerkschaft will jedoch erreichen, dass der neue Vertrag auch für die Ärzte am Leipziger St. Georg-Klinikum gilt. Die Klinik war im vergangenen Jahr aus dem kommunalen Arbeitgeberverband ausgetreten.
Mitarbeiter der Stadtverwaltung können künftig ein so genanntes Jobticket der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) nutzen.
Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben einen entsprechenden Vertrag mit der Stadt geschlossen. Danach könnten die rund 10.000 städtischen Angestellten mit einem Jobticket in öffentlichen Verkehrsmitteln bis zu 13 Prozent weniger zahlen. Das Ticket ist personengebunden und kann sowohl im Stadtgebiet als auch darüber hinaus genutzt werden. Das Angebot gilt ab dem kommenden Monat.
Die Kita „Häschengrube“ in Grünau ist einer der originellsten Kindergärten Sachsens.
Wie das Kultusministerium mitteilte, wurden insgesamt 30 Kitas in Sachsen ausgezeichnet. Die Kindertagesstätten hätten vor allem durch kreativ gestaltete Außenanlagen gepunktet. An die Einrichtungen geht ein Preisgeld von je 400 Euro. In einer zweiten Runde werden aus den 30 Kitas nun noch drei Landessieger gekürt. Der Wettbewerb soll Kindergärten anregen, einen naturnahen und gesunden Außenraum für Kinder zu gestalten.
Frühnachrichten
- Aktueller Verfassungsschutzbericht vorgestellt
- Waldbrandgefahr in Sachsen steigt
- Widerspruch gegen den Baustopp des Outlet-Centers in Wiedemar
- Zoo vergibt Gutscheine an Soldaten
In Dresden ist der aktuelle Verfassungsschutzbericht vorgestellt worden.
Dem Bericht zufolge formieren sich die Rechtsextremen in Sachsen neu, gleichzeitig stieg die Zahl der linksextremen Straftaten. Nach Ansicht des Verfassungsschutzes verliert die rechtsextreme NPD in Sachsen an Mitgliedern. Das Lager der sogenannten Freien Kräfte sei mit rund 950 Mitgliedern erstmals stärker als das der rechtsextremen Parteien. Nach der Wahlniederlage bei den Landtagswahlen versuche die rechtsextreme Partei jetzt, mit Werbekampagnen und über Vereine vermehrt junge Mitglieder zu werben. Die Zahl der linksextremen Straftaten dagegen sei im vergangenen Jahr um elf Prozent auf 511 Fälle gestiegen. Die linksextremistische Szene in Sachsen schätzt der Verfassungsschutz auf rund 740 Personen.
Wegen der anhaltend heißen Temperaturen steigt in den kommenden Tagen die Waldbrandgefahr in Sachsen.
Thomas Rother vom Staatsbetrieb Sachsenforst sagte, ab morgen gelte in den nordsächsischen Wäldern die höchste Waldbrandwarnstufe. Die Gefahr sei schon sehr groß. Witterungsereignisse, also Blitzeinschläge, könnten von natürlicher Seite her zu Waldbränden führen. Auf der anderen Seite sei insbesondere in den trockenen Kieferngebieten davon auszugehen, dass ein kleiner Funke relativ schnell zu einem großen Waldbrand führen könne. Deswegen sollte man sich eben diesbezüglich auch vorsehen. Im Landkreis Nordsachsen dürften Wälder mit der höchsten Warnstufe nicht mehr betreten werden. In den übrigen Wäldern sollten die Menschen zur eigenen Sicherheit auf befestigten Wegen bleiben. Rauchen und Umgang mit offenem Feuer sind in Sachsens Wäldern das ganze Jahr über verboten.
Im Streit um das geplante Outlet-Center in Wiedemar haben der Landkreis Nordsachsen und die Gemeinde Widerspruch gegen den Baustopp eingelegt.
Nach Angaben der Gemeinde Wiedemar soll mit dem Widerspruch der vorläufige Baustopp aufgehoben werden. Das Leipziger Verwaltungsgericht hatte Anfang Mai die Unterbrechung der Bauarbeiten angeordnet. Die Städte Delitzsch, Schkeuditz und Leipzig befürchten durch den Bau des Outlet-Centers an der Autobahn 9 Umsatzeinbußen in ihren Innenstädten. In dem 50 Millionen Euro teuren Verkaufs-Center sollen auf rund 16.000 Quadratmetern mehr als 70 Marken angeboten werden.
Der Leipziger Zoo vergibt Eintritts-Gutscheine an zurückgekehrte Bundeswehrsoldaten.
Wie der Zoo mitteilte, können 400 Bundeswehrsoldaten und ihre Familien kostenlos den Tierpark besuchen. Dazu übergibt der Zoo-Direktor Jörg Junhold am Vormittag die Gutscheine stellvertretend an den Kommandeur der 13. Panzergrenadierdivision. Die Soldaten waren dieses und vergangenes Jahr in Auslandseinsätzen auf dem Balkan und in Afghanistan eingesetzt.



