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Spätnachrichten vom Donnerstag, 1. April 2010
- Sozialbericht veröffentlicht
- Freistaat zahlt erneut für Landesbank
- Bibliothek Grünau-Mitte wird renoviert
- Straßenbahnhaltestellen in Paunsdorf werden renoviert
Jedes dritte Kind in der Stadt lebt von Sozialgeld.
Das geht aus dem Leipziger Sozialbericht für das vergangene Jahr hervor. Der Sozialbürgermeister, Thomas Fabian, sagte, außerdem sei die Einwohnerzahl im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Die demographische Entwicklung zeige, dass es wieder mehr Geburten in der Stadt gebe. Es würden aber auch die sozialen Probleme zu nehmen. In bestimmten Stadtteilen wären diese Probleme besonders hoch. Dem Sozialbericht zufolge leben zum Beispiel in Volkmarsdorf und Grünau-Nord mehr als 18 Prozent Arbeitssuchende - im Zentrum-Nordwest und Wiederitsch aber nur rund sechs Prozent. Der vollständige Sozialbericht kann auf der Internetseite der Stadt einsehen werden.
Der Freistaat hat erneut Geld für die Landesbank gezahlt.
Dem Finanzministerium zufolge wurden 2,3 Millionen Euro gezahlt. Damit liegt die Summe der Garantiezahlungen mittlerweile bei mehr als zehn Millionen Euro. Die Landesbank Baden-Württemberg hatte vor drei Jahren die Sachsen LB mit Sitz in Leipzig gekauft. Sie hatte sich auf dem US-amerikanischen Hypothekenmarkt verspekuliert. Für finanzielle Ausfälle durch diese Geschäfte bürgt Sachsen mit fast drei Milliarden Euro.
Die Bibliothek in Grünau-Mitte wird nach Ostern wegen Bauarbeiten geschlossen.
Dabei sollen alle Fenster erneuert und Wände neu gestrichen werden. Der Bibliothek zufolge können ausgeliehene Bücher dann an allen anderen Stadtteilbibliotheken zurückgegeben werden. Sie werden auch Leihfristen verlängern. Die Bibliothek in Grünau-Mitte wird bis Ende April geschlossen bleiben.
Mehrere Straßenbahnhaltestellen in Paunsdorf werden renoviert.
Nach Angaben der Leipziger Verkehrsbetriebe sind es die Haltestellen Am Vorwerk, Ahornstraße und Paunsdorf-Nord. An den Haltepunkten soll unter anderem das Blindenleitsystem erneuert werden. Aus diesem Grund werden die Straßenbahn Linien 7 und 8 ab Samstag umgeleitet. Sie fahren zwischen Wiebelstraße und Sommerfeld wie die Linie 3. Streckenweise wird auch ein Schienenersatzverkehr eingesetzt. Die Bauarbeiten dauern bis Mitte Mai. Die Kosten liegen bei insgesamt 1,6 Millionen Euro. Mehr als eine Million Euro wird von Bund und Land bezahlt.
Frühnachrichten
- ICE-Züge sollen im Einstundentakt fahren
- Neue Frachtfluggesellschaft am Flughafen Leipzig/Halle
- Ex-Leiter von Markkleeberger Jugenddorf unter Missbrauchsverdacht
- Anke Kästner verlässt SPD-Stadtratsfraktion
ICE-Züge werden Leipzig weiterhin im Einstundentakt anfahren.
Medienberichten zufolge gilt das für die Strecke München-Leipzig-Berlin. Das sehen die Notfallpläne vor. Sie sollen gelten falls die Neigetechnik der ICEs bis Dezember nicht repariert ist. Die Strecke Dresden-Frankfurt würde dann aber im 40- und 80-Minutentakt über Leipzig befahren werden. Die Deutsche Bahn verhandle momentan noch mit der Landesregierung. Es soll an weiteren Verbesserungen gearbeitet werden. Am Vormittag wird ein Bündnis von Berufspendlern 2.000 Unterschriften an Oberbürgermeister Burkhard Jung übergeben, mit der Bitte sie an Bahnchef Rüdiger Grube weiterzuleiten.
Die Frachtfluggesellschaft European Air Transport (EAT) hat die Betriebsgenehmigung für den Flughafen Leipzig/Halle erhalten.
Wie das Luftfahrtbundesamt mitteilte, ist das Unternehmen mit elf Flugzeugen am Flughafen vertreten. Die Fluggesellschaft gehört zur Deutschen Post und hatte bisher nur Wartungsarbeiten von Frachtflugzeugen übernommen. EAT Leipzig wird jetzt die Posttochter DHL im Frachtbetrieb unterstützen.
Der ehemalige Leiter des Caritas Kinder- und Jugenddorfes Markkleeberg steht unter dem Verdacht des Kindesmissbrauchs.
Dem Caritasverband Leipzig zufolge soll er die Tat bereits in den 70er Jahren begangen haben. Damals war er in einer Stiftsschule in Amöneberg in Hessen angestellt und wurde danach sofort entlassen. Da die Vorfälle nicht aktenkundig wurden, wurde er im Jugenddorf in Markkleeberg angestellt. Das leitete er von Mitte der 90er Jahre bis 2003. Hier soll es aber zu keinen Übergriffen gekommen sein. Das habe eine ausführliche Untersuchung ergeben. Ausschließen wollte es der Caritasverband aber nicht.
Die Stadträtin Anke Kästner ist aus der SPD-Stadtratsfraktion ausgetreten.
Nach Angaben der Partei war das der persönliche Wunsch von Kästner. Grund sollen Meinungsverschiedenheiten gewesen sein. Sie bleibe aber weiterhin Mitglied der SPD. Ebenso will sie sich auch weiterhin im Stadtrat engagieren.



