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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Freitag, 5. März 2010

Die Stadt bekommt im kommenden Jahr bis zu 100 Millionen Euro weniger vom Land als 2010.

Nach Angaben von Holger Gassen, Mitglied des Finanzausschusses im Stadtrat, folgt das aus den gesunkenen Einnahmen des Freistaates. Insgesamt werden deshalb 700 Millionen Euro weniger an die Kommunen überwiesen als noch in diesem Jahr. Vor zwei Tagen hatte die Landesregierung eine Kürzung des Haushalts beschlossen. Endgültig darüber entscheidet der Landtag.

Die Stadt akzeptiert das Urteil des Verwaltungsgerichts zum Schulstreit Böhlitz-Ehrenberg.

Das Gericht hatte entschieden, dass die Grund- und die Mittelschule im Ort erhalten bleiben müssen. Für die Sanierung der baufälligen Gebäude sei die Stadt weiterhin verantwortlich. Sozialbürgermeister Fabian will dieser Pflicht jetzt nachkommen. Wenn es Mängel gebe, dann müssten die behoben werden. Ansonsten halte die Stadt den Eingemeindungsvertrag nach wie vor ein. Es sei denn, der Ortschaftsrat wäre bereit, sich mit ihr auf eine Lösung zu verständigen. Er sei jederzeit zu weiteren Gesprächen bereit. Der Ortschaftsrat von Böhlitz-Ehrenberg hatte sich mit der Klage gegen die Pläne der Stadt gewehrt, die Mittelschule nach Leutzsch zu verlegen. Das war im Eingemeindungsvertrag von 1999 ausgeschlossen worden.

Universitätsrektor Franz Häuser hofft auf gute Zusammenarbeit mit dem neuen Hochschulrat.

Dieser hatte sich gestern als Aufsichts- und Beratungsgremium der Universität gegründet. Laut Rektor Franz Häuser ist jedoch noch nicht absehbar, wie genau der Rat seine Aufgaben umsetzen wird. Beim Hochschulrat handele es sich um ein neues Gremium, deshalb seien die Überlegungen zur Arbeit des Hochschulrats prognostisch. Man könne nur hoffen, dass es zu einer guten Zusammenarbeit mit dem Hochschulrat komme. Er sei sehr zuversichtlich. Er sehe eine Chance, durch die Arbeit des Hochschulrates die Position der Universität in der Öffentlichkeit zu stärken. Zu den Aufgaben des Gremiums zählt unter anderem, dem Wirtschaftsplan und der Entwicklungsplanung der Hochschule zuzustimmen. Der Hochschulrat besteht aus führenden Vertretern von Kultur, Justiz und Bildung.

Der Fußball-Regionalligist Hallescher FC wird in der kommenden Saison wahrscheinlich im Zentralstadion spielen.

Nach Angaben des Betreibers gibt es einen Vorvertrag, der dem Verein die Nutzung des Stadions zusichert. Das derzeitige Ausweichstadion des Vereins in Halle erfülle die Sicherheitsstandards für besonders brisante Spiele nicht. Vor allem im Falle eines Aufstiegs in die dritte Liga werde der HFC darum wohl einen Großteil seiner Heimspiele im Zentralstadion austragen. Auch Rasenballsport Leipzig plant, in der kommenden Saison dort zu spielen. Nach Einschätzung des Betreibers könnte deshalb ab dem Sommer jede Woche ein Spiel im Zentralstadion stattfinden.

Die Basketball-Damen des Bundesligisten BBV Leipzig spielen morgen gegen die Spielgemeinschaft BBZ Opladen.

Die Leipzigerinnen müssen das Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht aus Opladen gewinnen. Sollten sie verlieren, stünden sie zwei Spieltage vor Saisonende selbst an letzter Stelle der Bundesligatabelle.

Das Sportgymnasium Leipzig hat bei „Jugend trainiert für Olympia“ zwei Bronze-Medaillen gewonnen.

Nach Angaben des Kultusministeriums erreichten sowohl die Mädchen- als auch die Jungenmannschaft der Schule beim Judo den dritten Platz. „Jugend trainiert für Olympia“ ist der größte Schulsport-Wettbewerb der Welt. Er soll als Sprungbrett vom Schul- in den Vereinssport dienen und die Olympioniken von morgen fördern.

Die Ursache der zwei lauten Knallgeräusche am Morgen ist geklärt.

Nach Angaben der Polizei wurden sie von drei Flugzeugen verursacht. Die hatten gegen neun Uhr rund 14.000 Meter über der Stadt die Schallmauer durchbrochen. Die Knalle waren in ganz Leipzig und im Umland zu hören. Anwohner hatten von wackelnden Wänden und einer Druckwelle berichtet.

 

Frühnachrichten

Die Stadt will die drohenden Verluste aus den spekulativen Finanzgeschäften der Kommunalen Wasserwerke vorerst nicht zahlen.

Oberbürgermeister Burkhard Jung will zunächst die Entscheidung der Gerichte abwarten. Dazu hatten die Wasserwerke vor einer Woche Klage gegen die beteiligten Banken eingereicht. Jung sagte, sie hätten wissen müssen, dass die Geschäfte illegal seien. Deswegen werde die Stadt mit aller Macht versuchen, die Verträge für nichtig erklären zu lassen. Er werde nicht zulassen, dass in einer für ihn augenscheinlich konzertierten Aktion von Bänkern, Beratern und anderen und durch zwei illegal abgegebene Unterschriften eine Stadt ausgeplündert werde. Im vorläufigen Abschlussbericht zu den Finanzgeschäften werden Verluste von bis zu 290 Millionen Euro veranschlagt. Außerdem seien rund 28 Millionen US-Dollar als Honorare an Finanzberater geflossen. Vor rund vier Jahren sollen die ehemaligen Geschäftsführer, Andreas Schirmer und Klaus Heininger, ohne Zustimmung der Kontrollgremien riskante Finanzgeschäfte abgeschlossen haben. Vergangene Woche hatte der Stadtrat beschlossen für die Verluste aufzukommen, damit die Wasserwerke nicht zahlungsunfähig werden.

Der Erdgas- und Erdölproduzent Wintershall will enger mit dem Leipziger Gasimporteur VNG zusammenarbeiten.

Einem Bericht der Leipziger Volkszeitung zufolge bezieht sich das auf die Förderung von Gas in Norwegen. Dafür gebe es bereits mehrere Projekte. Unter anderem soll im Fall des Erdgasspeichers im niedersächsischen Jemgum zusammengearbeitet werden. Das Unternehmen ist der drittgrößte Gasversorger Deutschlands.

Der Hochschulrat der Universität Leipzig hat sich gegründet.

Wie die Universität mitteilte, besteht das neue Gremium aus sieben Mitgliedern, von denen fünf universitätsextern sind. Als Vorsitzende wurde Generalbundesanwältin Monika Harms gewählt. Ihr Stellvertreter ist der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Ernst Rietschel. Der Hochschulrat ist das Aufsichts- und Beratungsgremium der Universität. Unter anderem schlägt er dieses Jahr, zusammen mit dem Senat, den Nachfolger des Universitätsrektors vor.

Der älteste Amurtiger des Leipziger Zoos ist gestern gestorben.

Die 18 Jahre alte Tigerdame war aus einer Narkose nicht mehr aufgewacht. Der Leichnam des Tieres wurde bereits obduziert. Demnach ist die Tigerdame an Organversagen gestorben. Sie litt an einer chronischen Nierenentzündung. Während der Narkose sollten der Tigerin die Krallen geschnitten werden. Weil sie sich nur noch selten bewegt hatte, nutzten sie sich nicht mehr von selbst ab. Amurtiger sind die größten Katzen der Welt. Sie leben in der Pazifikregion Russlands und in den angrenzenden Gebieten Nordkoreas und Chinas. Der Leipziger Zoo hält fünf Amurtiger.