Kontakt
Tel.: 0341 / 97 37 954
Fax: 0341 / 97 37 999
news(ät)mephisto976.de
Spätnachrichten vom Donnerstag, 4. März 2010
- Weniger Straftaten in Leipzig
- Neuer Termin für Finanzbürgermeisterwahl
- Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie abgeschlossen
- Abschlussbericht zu den Finanzgeschäften der KWL
- Vorausscheid des Wettbewerbs "Jugend forscht" entschieden
- Urteil nach Überfall auf "Bunte Platte"
- Neue Spielerin für den HCL
In Leipzig gab es im vergangenen Jahr weniger Straftaten.
Nach Angaben der Polizeidirektion Leipzig lag die Zahl erstmals unter 60.000. Das ist der niedrigste Stand seit Beginn der Statistik vor zehn Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr waren das rund 3.000 Straftaten weniger. Polizeipräsident Horst Wawrzynski sagte, im vergangenen Jahr konnten mehr als die Hälfte aller angezeigten Verbrechen aufgeklärt werden. Gewisse Straftatenbereiche seien auch angestiegen - etwa Raubdelikte und Einbrüche. Das seien Themen, die das Sicherheitsgefühl der Bürger sehr massiv beeinträchtigten. Deshalb werde eine große Offensive starten, um die Leute aufzuklären. Sie sollten mehr für die Sicherung ihres Eigentums unternehmen. In diesem Jahr wolle die Leipziger Polizei unter anderem durch mehr Fußstreifen Präsenz zeigen und besser mit der Stadt zusammenarbeiten. Außerdem sollen Projekte, wie die Registrierung von Fahrrädern, fortgesetzt werden.
Für die Wahl des Finanzbürgermeisters steht ein neuer Termin fest.
Oberbürgermeister Burkhard Jung zufolge wird die Wahl auf der Tagesordnung des Stadtrates Ende März stehen. Die Fraktionen könnten nun erneut Kandidaten vorschlagen. Bei der Abstimmung vergangene Woche scheiterte der einzige Kandidat, CDU-Stadtrat Torsten Bonew. Ihm fehlten zwei Stimmen zur Mehrheit. Es war das erste Mal, dass die Wahl nicht zu einer Entscheidung führte. Ein zweiter Wahldurchgang fand nicht statt. Bonew erklärte, er werde zur Wahl erneut zur Verfügung stehen. Die Fraktionen der CDU, der Linken und der Grünen waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Die SPD-Fraktion wird sich dazu nächste Woche beraten, die FDP heute Abend. Die Bürgerfraktion legte sich bereits darauf fest, selbst keinen Kandidaten nominieren zu wollen. Das Amt des Finanzbürgermeisters ist seit Oktober unbesetzt und wird kommissarisch von Dirk Müller geleitet.
In den Tarifverhandlungen der sächsischen Metall- und Elektroindustrie einigten sich die Parteien auf einen Tarifabschluss.
Wie die IG Metall mitteilte, wird dieser aus Nordrhein-Westfalen übernommen. Dort einigten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Tarifstreit der Metaller vor zwei Wochen. Die Einigung sieht vor, dass es im laufenden Jahr keine Lohnerhöhung gibt. Erzielt wurde aber ein einmaliger Bonus von 320 Euro. Von April kommenden Jahres an sollen die Löhne dann um 2,7 Prozent steigen. In der Region Leipzig vertritt die IG Metall rund 3.000 Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie.
Am Abend wird ein vorläufiger Abschlussbericht zu den illegalen Finanzgeschäften bei den Kommunalen Wasserwerken (KWL) vorgestellt.
Die Stadt hatte Ende vergangenen Jahres eine Unternehmensberatung damit beauftragt, den Finanzskandal zu untersuchen. Die Ergebnisse waren zuvor in einer nicht-öffentlichen Sitzung des Finanz-Fachausschusses diskutiert worden. Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen die illegalen Finanzgeschäfte der ehemaligen Geschäftsführer Andreas Schirmer und Klaus Heininger. Sie hätten sich bei der Aufklärung jedoch nicht kooperativ gezeigt. Derzeit wird vor Gericht geprüft, ob die Banken die Geschäfte hätten abschließen dürfen.
Im Landeswettbewerb „Jugend forscht“ stehen die Sieger des Vorausscheids aus Leipzig fest.
Nach Angaben der Veranstalter haben sich drei Schüler qualifiziert. Sie konnten sich in den drei Kategorien Technik, Physik sowie Mathematik/Informatik durchsetzen. Die Gewinner dürfen nun am Landeswettbewerb teilnehmen. Dieser findet Ende März in Chemnitz statt. Wer dort erfolgreich ist, kommt in den Bundessausscheid. Dieses Jahr steht „Jugend forscht“ unter dem Motto „Entdecke neue Welten“.
Zwei Männer wurden wegen eines Überfalls auf das alternative Jugendzentrum „Bunte Platte“ verurteilt.
Nach Angaben des Amtsgerichts mussten sie sich wegen Beihilfe zur Körperverletzung verantworten. Sie müssen Geldstrafen von 500 und 2.100 Euro zahlen. Die Männer hatten vor drei Jahren gemeinsam mit weiteren Jugendlichen das Jugendzentrum in Grünau angegriffen. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt. Außerdem sah es das Gericht als erwiesen an, dass die Verurteilten den Opfern den Fluchtweg versperrt hatten. Die Täter werden dem rechtsradikalen Spektrum zugeordnet. Das Jugendzentrum „Bunte Platte“ war bereits mehrfach Ziel von Übergriffen durch Neonazis.
Der Handballclub Leipzig hat für die kommende Saison eine neue Spielerin verpflichtet.
Nach Angaben des Vereins kommt die 22-jährige Louise Lyksborg vom dänischen Tabellenführer FC Kopenhagen. Die Spielerin habe einen Vertrag über zwei Jahre unterzeichnet. Außerdem gab der Verein bekannt, dass die Abwehrspielerin Renate Urne länger ausfällt. Sie hatte sich beim gestrigen Spiel gegen den Buxtehuder SV einen Bänderriss zugezogen. Urne kann deswegen auch am Sonntag zum Champions-League-Spiel gegen Ljublijana nicht teilnehmen. Der HCL steht an der Tabellenspitze der Handball-Bundesliga.
Frühnachrichten
- Urteil im Schulstreit Böhlitz-Ehrenberg
- Bis Mai schlaglochfreie Hauptstraßen
- Viereinhalb Fußballfelder Graffiti entfernt
- Mutmaßliche Autoschieber vor Landgericht
- Literaturpreis geht an Leipziger Magazin Poet
- Leipziger Maler porträtiert Papst Benedikt XVI
Das Verwaltungsgericht Leipzig hat ein Urteil im Schulstreit Böhlitz-Ehrenberg gefällt.
Nach Angaben des Gerichts müssen die Grund- und Mittelschule im Ortsteil erhalten bleiben, die Baugenehmigung für die aus Containern erbaute Grundschule wird verlängert. Ein Anspruch auf einen Neubau der sanierungsbedürftigen Grundschule gebe es nicht. Für die Sanierung sei die Stadt verantwortlich. Die Stadt Leipzig hatte vor zwei Jahren geplant die Grundschüler in das Gebäude der Mittelschule in Böhlitz-Ehrenberg umziehen zu lassen. Die Mittelschüler sollten dann nach Leutzsch verlegt werden. Grund dafür waren Kapazitätsengpässe an der Mittelschule. Einen Anbau habe sich Leipzig nicht leisten können. Gegen den Umzug hatte sich der Ortschaftsrat gewehrt. In dem Eingemeindungsvertrag von 1999 war festgelegt worden, dass Schulen in Böhlitz-Ehrenberg erhalten bleiben müssen.
Bis Mitte Mai sollen die Schlaglöcher auf den Hauptstraßen beseitigt sein.
Eigenen Angaben zufolge behebt das Straßenbauamt seit Januar die Winterschäden im Stadtgebiet. Die Schlaglöcher werden dafür erfasst und in Dringlichkeitsstufen eingeteilt. Am Wichtigsten seien die Straßen im Stadtzentrum. Mit Reparaturen der Anlieger- und Nebenstraßen sei erst im Sommer zu rechnen. Für die Reparaturen stehen aus dem Haushalt rund 2,2 Millionen Euro zur Verfügung.
Das Ordnungsamt hat im vorigen Jahr Graffiti mit einer Gesamtfläche von viereinhalb Fußballfeldern entfernt.
Wie die Stadt mitteilte haben sechs Mitarbeiter des Ordnungsamts die 32.000 Quadratmeter Graffiti gesäubert. Dieses Jahr werden sie weiterarbeiten. So sieht der Haushalt für die Reinigungstrupps 280.000 Euro vor. Für das Ordnungsamt arbeiteten auch rund 150 Mitarbeiter aus dem „Kommunal Kombi“-Programm. Sie sollen auch in 2010 öffentliche Wege, Plätze und Parks in der Stadt sauber halten. Von Ende März bis Ende April ruft die Stadt alle Bürger unter dem Motto „Leipzig putzt sich raus“ zum Frühjahrsputz auf.
Zwei mutmaßliche Autoschieber stehen ab heute vor dem Leipziger Landgericht.
Medienberichten zufolge sind eine 46-Jährige und ein 33-Jähriger des Betrugs angeklagt. Sie sollen zwischen 2004 und 2007 Luxuswagen nach Marokko gebracht haben. Die Kredite, mit denen die Angeklagten die Autos kauften, seien bis heute nicht getilgt worden. Ein Schaden von zwei Millionen Euro sei entstanden. In voraussichtlich zehn Verhandlungstagen wird ein Urteil erwartet.
Das Leipziger Literaturmagazin Poet erhält einen Literaturpreis aus Baden-Württemberg.
Nach Angaben der Calwer Herrmann-Hesse-Stiftung wird das Magazin mit 15.000 Euro ausgezeichnet. Die Jury lobte das beispielhafte Konzept des halbjährlich erscheinenden Magazins. Der Poet ist das Printprodukt der Internetplattform Poetenladen und unterstützt vor allem unbekannte Autoren. Der Literaturzeitschriftenpreis wird alle zwei Jahre in Calw, der Geburtsstadt von Hermann Hesse, verliehen.
Der Leipziger Maler Michael Triegel hat begonnen den Papst Benedikt XVI zu porträtieren.
Medienberichten zufolge hat der Leipziger gestern erste Skizzen des katholischen Kirchenführers bei einer Generalaudienz angefertigt. Das Gemälde soll im Hochformat mit einem Meter Länge gemalt werden. Den Auftrag dafür hatte der Maler vor rund 18 Monaten vom Bistum Regensburg erhalten. Triegel hat sein Atelier in der Baumwollspinnerei in Leipzig-Plagwitz.



