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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Freitag, 12. März 2010

Der erste Prozesstag im Mordfall Corinna aus Eilenburg ging am Nachmittag zu Ende.

Dabei hat der mutmaßliche Täter geschwiegen. Unter anderem sagten zwei Beamte aus, die den mutmaßlichen Täter verhört hatten. Einem der Polizisten hatte der Verdächtige die Tat gestanden. Dabei habe er einen nüchternen Eindruck gemacht. Nach einem Bluttest hatte der Verdächtige aber rund 2,4 Promille. Deshalb zweifelt sein Anwalt stark ob das Geständnisses verwertbar sei. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Verdächtigen vor, das Mädchen im Juli vergangenen Jahres erst ermordet und danach sexuell missbraucht zu haben. Der Prozess wird in einer Woche fortgesetzt. Es gibt noch vier weitere Verhandlungstage. Das Urteil soll voraussichtlich Ende März gefällt werden.

Der Streit um das Dach des Paulinum geht weiter.

Nach Angaben des Sächsischen Finanzministeriums wird weiterhin mit dem ehemaligen Architekten Erick van Egeraat außergerichtlich verhandelt.

Eine große Tageszeitung hatte heute von einer Einigung berichtet. Demnach soll das Paulinum ein Dach aus Stein und Glas bekommen. Das konnte das Ministerium aber nicht bestätigen. Der holländische Architekt van Egeraat war ursprünglich mit dem Bau des Paulinums beauftragt. Er musste jedoch im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden und den Auftrag abgeben. Ein neuer Architekt änderte den Bauplan für das Dach. Dagegen klagte van Eggraat. Das Oberlandesgericht Dresden entschied verlangte allerdings, dass sich der Freistaat als Bauherr außergerichtlich mit van Egeraat einigt.

Am Wochenende fahren weniger Züge nach Leipzig.

Die Deutsche Bahn hat mit den Bauarbeiten am Knotenpunkt Leipzig begonnen. Dabei soll der City-Tunnel an das Verkehrsnetz der Bahn angeschlossen werden. Deshalb kommt es bis Montagmorgen zu Behinderungen und Verspätungen im Zugverkehr. Für die Regionalstrecken Leipzig-Halle, Leipzig-Gera-Hof und Leipzig-Eilenburg-Torgau fahren Busse. Die ICE-Züge von Hamburg nach München und von Frankfurt nach Dresden fahren den Leipziger Bahnhof nicht an. Stattdessen halten sie in Halle oder Bitterfeld. Nach Leipzig kommen die Fahrgäste dann mit Bussen.

Durch den kalten Winter sind in den Leipziger Gewässern viele Fische gestorben.

Wie die Stadt mitteilte, waren davon zwölf Teiche und Seen besonders betroffen. Vor allem im Johannapark und im Schwanenteich an der Oper verendeten viele Tiere, weil es in den Gewässern zu wenig Sauerstoff gibt. Ursache dafür ist die dicke Eisschicht auf den Seen seit Dezember. Um das Sterben zu begrenzen, werden die Gewässer jetzt beispielsweise zusätzlich mit Frischwasser versorgt. Insgesamt gibt es in der Stadt 130 Teiche und Seen.

Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat sein Oberligaheimspiel gegen den FSV Zwickau abgesagt.

Wie der Verein mitteilte, kann die Polizei die Sicherheit der Fans nicht garantieren. Grund sei die Absage des Regionalligaspiels des SG Dynamo Dresden. Die Beamten rechnen deswegen mit vielen Dresdner Fußballfans, die das Spiel besuchen wollen. Allerdings sei das Sicherheitskonzept für das Bruno-Plache-Stadion nicht auf so viele Zuschauer ausgelegt. Auch der FC Sachsen Leipzig musste sein Spiel für das Wochenende absagen. Der Platz des 1. FC Gera ist wegen Schnee nicht bespielbar. Rasenballsport Leipzig kann dieses Wochenende aber spielen. Er tritt am Abend gegen den FSV Budissa Bautzen an.

Die Blue Lions treten am Abend ihr letztes Heimspiel der Saison an.

Der Eishockey-Verein bestreitet die Partie auf der Alten Messe gegen die Black Dragons aus Erfurt. Im Anschluss ist eine Feier geplant. Momentan belegen die Blue Lions uneinholbar den ersten Tabellenplatz der Regionalliga. Der Aufstieg ist trotzdem ungewiss, da der Verein Insolvenz angemeldet hat.

Die Damen des Handballclubs Leipzig spielen morgen gegen die Norwegerinnen des Larvik HK.

Es ist ihr vorletztes Spiel in der Champions League. Die vier vorherigen Spiele hatte der HCL alle verloren und damit den Einzug ins Halbfinale verpasst. Auch in den noch ausstehenden Spielen kann der Verein den Punktrückstand nicht aufholen.

 

Frühnachrichten

Zum Prozessauftakt um den Mordfall Corinna haben am Morgen zwei Polizisten ausgesagt.

Die beiden Beamten hatten den mutmaßlichen Täter nach dessen Festnahme vernommen. Einer der beiden Polizisten habe der Verdächtige die Tat gestanden und den Ablauf detailliert geschildert. Dabei habe er keinen angetrunkenen Eindruck gemacht. Später wurde jedoch festgestellt, dass er bei seiner Aussage alkoholisiert gewesen war. Sein Anwalt zweifelt deshalb an, dass das Geständnis überhaupt verwertbar sei. Nach Angaben des Leipziger Landgerichts wird dem Verdächtigen vorgeworfen, das Mädchen im Juli vergangenen Jahres sexuell missbraucht und ermordet zu haben. Für den Prozess sind vorerst fünf Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil soll voraussichtlich Ende März gefällt werden.

Die Fraktionen im Leipziger Stadtrat haben die vom Land beschlossene Haushaltskürzung in der Kultur kritisiert.

Das sächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst muss nach eigenen Angaben dieses Jahr rund 24 Millionen Euro einsparen. Inwieweit Leipziger Einrichtungen davon betroffen sein werden, ist noch unklar. Die Fraktion der Grünen sieht die kulturelle Vielfalt der Stadt bedroht. Die Kürzungen im Kulturbereich gingen auf Kosten der finanziell schwächeren Initiativen. Ohne staatliche Unterstützung könnten diese nicht existieren. Die SPD spricht von einem „Rasenmäherprinzip“ der sächsischen Landesregierung. Auch die Linksfraktion sieht die Einsparungen als verheerend an. Leipzig könne die Abstriche nicht kompensieren. CDU und Bürgerfraktion konnten zum jetzigen Zeitpunkt keine Auskunft zum Thema geben. Neben den Sparplänen im Kulturbereich muss auch das Kultusministerium in diesem Jahr rund 38 Millionen Euro weniger ausgeben.

Ab Mittag kann die Sporthalle in der Raschwitzer Straße nach der Sanierung wieder genutzt werden.

Nach Angaben der Stadt steht die Halle dem Schul- und Vereinssport nun wieder zur Verfügung. Der Fußboden und die Decke wurden modernisiert. So wurde unter anderem eine Fußbodenheizung eingebaut. Die Gesamtkosten betragen rund 320.000 Euro. Ein Teil des Geldes stammt aus dem Konjunkturpaket II. Die Bauarbeiten dauerten rund fünf Monate.

Am Morgen hat die Weltmeisterschaft in Verhandlungsführung der Leipziger Handelshochschule (HHL) begonnen.

Nach Angaben der HHL treten bei dem Wettbewerb zwölf Teams aus mehreren Ländern gegeneinander an. Sie verhandeln auf Englisch über aktuelle Themen aus Wirtschaft und Politik. Eine Jury entscheidet darüber, welches Team überzeugender argumentiert. Der Wettbewerb wird in fünf Runden ausgetragen. Das Finale findet morgen im Bundesverwaltungsgericht statt.

Am Nachmittag wird in Neustadt-Schönefeld die vierte Werkstatt des Leipziger Buchkinder-Vereins eröffnet.

Wie der Verein mitteilte, können Kinder ab sechs Jahren dort lernen, Bücher zu schreiben und deren Entwicklungsprozess mitzugestalten. Weitere Werkstätten befinden sich im Zentrum-Ost, Lindenau und in der Südvorstadt. Den Verein Buchkinder gibt es seit neun Jahren.