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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Montag, 1. März 2010

Die Kommunalen Wasserwerke lehnen im Fall der riskanten Finanzgeschäfte einen gerichtlichen Vergleich ab.

Mit der eingereichten Klage sollen die Geschäfte der ehemaligen Geschäftsführer Klaus Heininger und Andreas Schirmer für unwirksam erklärt werden. Der Dachverband der Wasserwerke ist die Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft. Deren Geschäftsführer, Josef Rahmen, sagte, von Seiten der Banken hätten die Geschäfte nie abgeschlossen werden dürfen. Deswegen seien die Verträge auch nicht gültig. Sollten die Wasserwerke einem gerichtlichen Vergleich zustimmen, würden sie anerkennen, dass die Geschäfte der ehemaligen Manager doch rechtens gewesen seien. Das Unternehmen sei aber überzeugt, dass die Geschäftsführer das nicht durften, da die Regeln nun einmal so seien. Die Banken müssten davon gewusst haben, da sie die KWL und die kommunalen Konstrukte kennen. Sie wüssten, dass bei Verträgen solcher Art die Zustimmung des Aufsichtsrates nötig sei. Ob die Klage zugelassen wird, muss Rahmen zufolge das Landgericht in Leipzig jetzt prüfen. Die beiden ehemaligen Geschäftsführer der Wasserwerke sollen vor vier Jahren ohne Zustimmung der Aufsichtsgremien riskante Finanzgeschäfte abgeschlossen haben. Dadurch können auf die Stadt Forderungen von bis zu 290 Millionen Euro zukommen.

Auf dem Markt haben sich am Nachmittag rund 150 Menschen zu einem so genannten Flashmob versammelt.

Dabei kamen die dunkel gekleideten Teilnehmer spontan zusammen und ließen Seifenblasen steigen. Die Aktion lief in mehreren sächsischen Städten gleichzeitig ab, so auch in Chemnitz, Zwickau und Dresden. Mit dem Flashmob soll auf die Kürzung im Jugendbereich aufmerksam werden. Weil der Etat um 4,7 Millionen Euro reduziert wird, müssen unter anderem landesweit Jugendclubs und soziale Einrichtungen geschlossen werden.

Insgesamt 31 sächsische Steuersünder haben sich mittlerweile selbst angezeigt.

Wie das Finanzministerium mitteilte, weisen alle Anzeigen einen Bezug zu Schweizer Bankkonten auf. Die nacherklärten Einkünfte liegen bei 2,6 Millionen Euro. Daraus ergeben sich 265.000 Euro hinterzogene Steuern. Der Betrag kann sich laut Ministerium aber noch ändern. Nicht in allen Anzeigen seien die entsprechenden Beträge benannt worden. Wie viele Steuersünder es in der Region Leipzig gibt, will das Ministerium nicht sagen. Auch die Leipziger Finanzämter dürfen keine Auskunft geben. Medienberichten zufolge soll es im Raum Leipzig vier Selbstanzeigen geben. Unterdessen prüft das Land auch, ob es sich an den Kosten für die von Nordrhein-Westfalen aufgekaufte Steuersünder-CD beteiligt.

Das Land will mit einer Werbekampagne erneut Ärzte dafür gewinnen, im Freistaat zu arbeiten.

Nach Angaben der Landesärztekammer werden vor allem Mediziner in Österreich geworben. Aber auch Medizinstudenten in Dresden und Leipzig sollen gezielt angesprochen werden, um sie in Sachsen zu halten. Gebraucht werden überwiegend Allgemeinärzte. Davon gibt es im Freistaat mit knapp 1.700 Medizinern zu wenige.

Der gebürtige Leipziger René Adler hat gute Chancen bei der Fußball-WM in Südafrika Torwart der deutschen Mannschaft zu sein.

Wie der Deutsche Fußballbund mitteilte, habe Adler momentan die Nase vorn. Sollte er in den kommenden Wochen und Monaten weiter konstant gute Leistungen zeigen, werde er in Südafrika im Tor stehen. Beim Testspiel gegen Argentinien am Mittwoch ist Adler dem DFB zufolge gesetzt. Der 25-Jährige hatte beim ehemaligen VfB Leipzig zu spielen begonnen. Mittlerweile ist er Torwart beim Bundesligisten Bayer Leverkusen. Um den Platz als Torwart bei der Fußball-WM kämpfen auch noch Tim Wiese von Werder Bremen und Manuel Neuer von Schalke 04. Die Fußball-WM wird von Mitte Juni bis Mitte Juli ausgetragen.

Die Abwehrspielerin Sara Eriksson bleibt beim Handball-Club Leipzig.

Dem Verein zufolge hat die Schwedin ihren Vertrag bis Ende Juni kommenden Jahres verlängert. Damit spielt sie die dritte Saison infolge beim HCL. Am Mittwoch tritt die Mannschaft das nächste Mal zu Hause an, gegen den Buxtehuder SV.

 

Frühnachrichten

Das Sturmtief Xynthia hat in der Region keine größeren Schäden verursacht.

Nach Angaben der Polizei hat der Sturm in einigen Orten zwar für kurzzeitige Stromausfälle und umgestürzte Bäume gesorgt. Verletzt worden sei aber niemand. Bis zum Nachmittag warnt der Deutsche Wetterdienst noch vor Sturmböen. Das Sturmtief Xynthia hatte vor allem im Westen Deutschlands für schwere Schäden gesorgt. Dabei starben fünf Menschen.

Die Kommunalen Wasserwerke haben beim Landgericht Klage gegen die am Finanzskandal beteiligten Banken eingereicht.

Das hat nach Angaben des Unternehmens der Aufsichtsrat entschieden. Mit der Klage wollen die Wasserwerke erreichen, dass die Finanzgeschäfte ihrer beiden ehemaligen Manager für unwirksam erklärt werden. Sie sollen in den Jahren 2006 und 2007 hoch riskante Finanzwetten abgeschlossen haben, ohne die zuständigen Gremien zu informieren. Damit haben sie nach Ansicht des Aufsichtsrats ihre Befugnisse weit überschritten. Das sei auch den Banken von Anfang an bewusst gewesen. Der Schaden aus den Finanzgeschäften der beiden Manager beträgt Schätzungen zufolge bis zu 290 Millionen Euro.

Der Stadtverband der SPD hat einen neuen Vorsitzenden gewählt.

Wie die Partei mitteilte, stimmten rund 60 Prozent der Mitglieder für Michael Clobes. Der Rechtsanwalt tritt damit die Nachfolge von Gernot Boriss an. Er war zurückgetreten, weil die SPD bei der Kommunal- und Landtagswahl so schlecht abgeschnitten hatte.

Die Prager Straße ist ab heute wegen Bauarbeiten in beide Richtungen teilweise gesperrt.

Grund dafür sind nach Angaben der Leipziger Verkehrsbetriebe Gleisbauarbeiten in Probstheida. Deshalb sei der Abschnitt zwischen Chemnitzer Straße und Franzosenallee komplett gesperrt. Stadteinwärts bedeute das eine Umleitung über Zuckerhausen, Holzhausen und Stötteritz. Trotz Verzögerungen durch die lange Frostperiode sollen die Bauarbeiten im Dezember fertig gestellt sein.

Die Eishockeyspieler der Blue Lions sind Meister der Regionalliga Ost geworden.

Die Mannschaft gewann am Abend 12:2 gegen den EHV Schönheide. Durch diesen Sieg und die Niederlage des Tabellenzweiten „Saale Bulls“ aus Halle sicherte sich das Team bereits drei Spieltage vor Saisonende den Titel. Die Blue Lions hatten im Januar 2010 zum dritten Mal Insolvenz angemeldet. Die Zukunft des Vereins ist deshalb ungewiss.