Kontakt
Tel.: 0341 / 97 37 954
Fax: 0341 / 97 37 999
news(ät)mephisto976.de
Spätnachrichten vom Freitag, 5. Februar 2010
- Haftbefehl gegen mutmaßlichen Brandstifter erlassen
- HTWK in europäischen Universitätenverband aufgenommen
- Schwimmhalle Nordost bis auf weiteres geschlossen
- Warnung vor brüchigen Eisflächen
- Winterferien in Sachsen
- Familien Spiele Fest im Neuen Rathaus
Nach der Serie von Brandanschlägen hat das Amtsgericht Leipzig gegen einen mutmaßlichen Täter Haftbefehl erlassen.
Wie die Staatsanwaltschaft Leipzig mitteilte, besteht gegen den 24-Jährigen der dringende Tatverdacht vor fünf Tagen einen BMW in Brand gesetzt zu haben. Des Weiteren soll der Verdächtige gestern Morgen versucht haben in ein Computerfachgeschäft einzubrechen. Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz sagte, derzeit können keine weiteren Aussagen gemacht werden. Ob der Tatverdächtige im Zusammenhang mit der so genannten "Militanten Gruppe Leipzig" stehe und etwas mit den drei weiteren Fahrzeugbränden zu tun habe, könne zur Zeit noch nicht gesagt werden. Der Verdächtige habe noch keine Aussage zu den Vorwürfen gemacht. Trotz der Festnahme werde weiter ermittelt, sowohl in Richtung der so genannten „Militanten Gruppe Leipzig“ als auch darüber hinaus. In den vergangenen zwei Wochen wurden im Leipziger Süd-Osten mehrere Brandanschläge verübt.
Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) ist in den europäischen Universitätsverband EUA aufgenommen worden.
Wie die HTWK mitteilte, ist sie damit im Verband die erste ostdeutsche Fachhochschule. Nach eigenen Angaben wurde die Hochschule wegen ihrer Forschungsstärke und des Engagements in der Nachwuchsförderung aufgenommen. Die EUA vertritt über 800 Universitäten aus 46 Ländern in Brüssel. Der Verband setzt sich für die Interessen der Hochschulen in Europa ein. Die HTWK Leipzig ist mit etwa 6.800 Studenten die größte Fachhochschule in Sachsen.
Die Schwimmhalle Nordost in der Schönefelder Allee ist bis auf Weiteres geschlossen.
Grund dafür ist nach Angaben der Sportbäder Leipzig ein Wasserrohrbruch. Die begonnenen Reparaturen werden durch die derzeitige Witterung beeinträchtigt. Wann das Bad für Besucher wieder geöffnet werde, ist noch nicht bekannt. Die Sportbäder Leipzig empfehlen ihren Badegästen daher auf andere Schwimmhallen, wie die Schwimmhalle Nord in der Kleiststraße oder das Sportbad an der Elster, auszuweichen.
Die Stadt warnt vor dem Betreten der Eisflächen auf dem Karl-Heine-Kanal.
Nach Angaben des Gewässeramtes haben sich vor allem in dem Abschnitt zwischen der König-Albert und der Luisenbrücke Hohlräume unter dem Eis gebildet. Dadurch bestehe höchste Einbruchgefahr. Die Hohlräume waren durch einen Wasserstau an der Baustelle König-Albert-Brücke entstanden. Der sei jedoch inzwischen beseitigt worden.
In Sachsen haben heute die Winterferien begonnen.
Wie das sächsische Kultusministerium mitteilte, haben die Schüler nun zwei Wochen schulfrei. Am Vormittag erhielten sie ihre Halbjahreszeugnisse. In Leipzig gibt es rund 35.000 Schüler an allgemein bildenden Schulen.
Morgen wird das Familien Spiele Fest im Neuen Rathaus veranstaltet.
Nach Angaben der Stadt sind Familien eingeladen ab 13 Uhr in das Rathaus zu kommen. Dort können Kinder rund 800 verschiedene Spiele spielen, unter anderem Computerspiele und Brettspiele. Das Familien Spiele Fest wird zum dritten Mal infolge veranstaltet.
Frühnachrichten
- Warnstreiks im Technischen Rathaus und der Stadtbibliothek
- Erster Verdächtiger nach Brandserie festgenommen
- Mehr rechtsmotivierte Gewalt in der Region
- Thomaner sollen in Wohncontainer umziehen
- Ärzte verweigern Teilnahme an kommender Tarifverhandlungsrunde
- Dachsanierung am Leipziger Stadtbad beginnt
- Start der Motorradmesse
Am Morgen sind Teile des Technischen Rathauses und der Stadtbibliothek bestreikt worden.
Grund für den Warnstreik sind die stockenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst. Dazu hatten sich seit dem Morgen rund 100 Mitarbeiter von Stadtverwaltung und Stadtbibliothek vor dem Technischen Rathaus versammelt. Die Geschäftsführerin des ver.di-Bezirks Leipzig-Nordsachsen, Ines Jahn, sagte, der Betrieb in der Stadtbibliothek werde jedoch kaum beeinträchtigt. Sie rechne nicht mit einer ganztätigen Schließung der Bibliothek. Der Warnstreik sei nicht auf acht Stunden angelegt, sondern laufe lediglich von Beginn der Arbeitszeit bis kurz nach 10 Uhr. Mit dem Warnstreik will die Gewerkschaft ver.di den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die hatten in den bisherigen Verhandlungsrunden noch kein Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Lohnerhöhung um fünf Prozent. Die Verhandlungen sollen voraussichtlich am kommenden Mittwoch fortgesetzt werden.
Nach einer Serie von Brandanschlägen auf Autos hat die Polizei einen ersten Tatverdächtigen ermittelt.
Wie die Leipziger Staatsanwaltschaft mitteilte, wurde ein 24 Jahre alter Mann bei einer Wohnungsdurchsuchung vorläufig festgenommen. Er sei zumindest in einem der Fälle dringend tatverdächtig. Weitere Einzelheiten zu Person, Motiv und den Hintergründen seien noch nicht bekannt. In Leipzig hatte es in den vergangenen zwei Wochen vier Brandanschläge auf Autos gegeben.
Die rechtsmotivierte Gewalt in der Region hat zugenommen.
Das teilte die Opferberatungsstelle RAA mit. Demnach sei die Entwicklung brutaler Angriffe in den Landkreisen Nordsachsen und Leipzig im vergangenen Jahr besorgniserregend. Dort gebe es zunehmend Angriffe im direkten Wohnumfeld der Opfer. Außerdem habe die rechtsmotivierte Gewalt im Fußballbereich deutlich zugenommen. Insgesamt seien die Angriffe aggressiver und vermehrt mit Hilfe gefährlicher Gegenstände verübt worden. In ganz Sachsen hat die Beratungsstelle im vergangenen Jahr rund 260 solcher Angriffe registriert.
Wegen der geplanten Bauarbeiten am Thomaneralumnat sollen die jungen Sänger in Wohncontainer umziehen.
Einer Beschlussvorlage der Stadtverwaltung zufolge sollen die Container in der Sebastian-Bach-Straße aufgestellt werden und zum 1.Oktober bezugsfertig sein. Grund für den Umzug sei der geplante Um- und Ausbau des Alumnats in der Hillerstraße. Dieser soll bis zum 800-jährigen Bestehen des Thomanerchores in zwei Jahren fertig sein. Bis dahin wolle die Stadt die Container mieten. Die Gesamtkosten des Umzugs beliefen sich auf rund zwei Millionen Euro. Über die Pläne soll endgültig der Stadtrat in seiner kommenden Sitzung in knapp drei Wochen entscheiden.
Die Ärzte des Universitätsklinikums wollen nicht am nächsten Termin für Tarifverhandlungen teilnehmen.
Nach Angaben der Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat das eine Ärztevollversammlung beschlossen. Mit der Aktion wollen die Ärzte den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Grund dafür ist der ausgelaufene Haustarifvertrag des Klinikums. Der gilt für knapp zwei Drittel der rund 670 Ärzte am Klinikum. Sie verdienen laut Marburger Bund deutlich weniger als ihre Kollegen. Diese sind direkt bei der Universität beschäftigt und werden damit vom Land bezahlt. Die nächste Verhandlungsrunde sollte am Dienstag stattfinden.
Am Vormittag beginnen die Sanierungsarbeiten am Leipziger Stadtbad.
Wie die Förderstiftung mitteilte, wird das Dach des Bades nach energieeffizienter Bauart saniert. Die Kosten von knapp 1,8 Millionen Euro werden mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II getragen. Mit der Dachsanierung soll der Verfall des denkmalgeschützten Gebäudes verhindert werden. Zum hundertjährigen Bestehen des Bades in sechs Jahren soll es wieder für Besucher zugänglich sein. Das Stadtbad steht seit rund sechs Jahren leer und wird nur noch sporadisch für Veranstaltungen genutzt.
Auf dem Neuen Messegelände hat die „Motorradmesse Leipzig“ begonnen.
Wie die Messe mitteilte, werden bis Sonntag 40 neue Modelle vorgestellt. Außerdem seien alle großen Motorradhersteller auf der Messe vertreten. Insgesamt präsentieren sich über 200 Aussteller. Die Messe erwartet für das Wochenende 60.000 Besucher. Die Veranstaltung findet bereits zum 15. Mal statt.



