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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Mittwoch, 3. Februar 2010

Oberbürgermeister Burkhard Jung will am Abend über das weitere Vorgehen der Stadt bei den Kommunalen Wasserwerken informieren.

Zuvor hatte vergangene Woche der Ältestenrat getagt. Seit heute Nachmittag berät der Verwaltungs- und Finanzausschuss. Dabei geht es unter anderem um die Konsequenzen für die Stadt und welche Schritte sie unternehmen wird. Die beiden ehemaligen Geschäftsführer der Wasserwerke, Klaus Heininger und Andreas Schirmer, sollen hinter dem Rücken des Aufsichtsrates geheime Finanzgeschäfte abgeschlossen haben. Durch die Verträge droht der Stadt ein Schaden von bis zu 290 Millionen Euro.

In den laufenden Tarifverhandlungen hat das Leipziger Universitätsklinikum dem Marburger Bund ein Angebot vorgelegt.

Das Klinikum bietet an, den Gesamtetat für die betroffenen Ärzte um 20 Prozent zu steigern. Das soll schrittweise in den kommenden drei Jahren geschehen. Einer Sprecherin zufolge sei mehr nicht möglich, sonst bekomme das Krankenhaus wirtschaftliche Probleme. Wie viel jeder Arzt dann mehr bekomme, wollte das Klinikum nicht aufschlüsseln. Eine Reaktion des Marburger Bundes wird in den kommenden Tagen erwartet. Die Tarifverhandlungen betreffen etwa zwei Drittel der 670 Ärzte an der Universitätsklinik. Sie sind mit einem Haustarifvertrag angestellt und verdienen teilweise weniger als ihre Kollegen. Diese werden direkt von der Universität beschäftigt und vom Freistaat bezahlt.

In Leipzig soll wieder ein Sechs-Tage-Rennen ausgetragen werden.

Beim gestrigen Saisonfinale der Radsportveranstaltung in Berlin gab es dazu erste Gespräche mit der Leipziger Messe. Der Chef des Sechs-Tage-Rennens in Berlin, Heinz Seesing, sagte, ein möglicher Termin sei im Dezember kommenden Jahres. Durch die Absage in München sei ein Termin frei, der in den Plan der Messe gut hineinpasse. Deswegen könnte nun hoffentlich der seit Jahren bestehende Wunsch realisiert werden, ein Rennen in Leipzig zu veranstalten. Deswegen gebe es nun Gespräche unter welchen Bedingungen es veranstaltet werden könne. Leipzig habe zuletzt 1998 ein Sechs-Tage-Rennen ausgetragen. Allerdings seien nur sehr wenige Zuschauer da gewesen. Von den europaweit 17 Austragungsorten für Sechs-Tage-Rennen stehen für das kommende Jahr bisher nur Berlin und Bremen fest. Grund dafür sei, dass das Rennen zu wenige Zuschauer anziehe und zu wenige Sponsoren Interesse hätten. Früher wurden Sechs-Tage-Rennen ohne Unterbrechung ausgetragen. Aufgrund der starken Belastung für die Fahrer finden die Rennen mittlerweile nur noch in den Abendstunden statt. Dabei gibt es eine Mischung aus verschiedenen Mannschafts- und Einzelwettbewerben.

Bei dem Benefizkonzert in der Thomaskirche sind knapp 8.850 Euro gesammelt worden.

Das Geld soll den Erdbebenopfern in Haiti zugute kommen. Die Thomaskirche spendet den Erlös der Organisation „Bündnis Entwicklung hilft – Gemeinsam für Menschen in Not“. Das Konzert gestern Abend besuchten etwa 1.000 Menschen. Mitgewirkt haben unter anderem der Thomanerchor, das Mendelssohnorchester und der Universitätschor.

Bei Durchsuchungen in ganz Deutschland haben Fahnder auch ein Bordell in Leipzig kontrolliert.

Nach Angaben des Landeskriminalamtes wurde dabei nach Frauen aus Westafrika gesucht, die Opfer von Menschenhändlern geworden waren. In dem Leipziger Bordell seien aber keine Hinweise auf Schleuser und Menschenhändler gefunden worden. Gestern Abend hatte die Polizei bundesweit rund 600 Betriebe kontrolliert. Anders als in Leipzig gab es laut LKA in etlichen Fällen Hinweise auf Straftaten.

In der ersten Winterferienwoche haben Leipzigs Schwimmhallen länger geöffnet.

Nach Angaben der Sportbäder Leipzig haben vor allem die Schwimmhalle Nord, die Grünauer Welle und das Sportbad an der Elster ihre Öffnungszeiten verlängert. In der zweiten Ferienwoche sind die Bäder wieder normal geöffnet. Denn dann werden die Hallen wieder von den Sportvereinen genutzt. Die Sportbäder Leipzig betreiben im Auftrag der Stadt acht Schwimmhallen.

Die Damenmannschaft des Handballclub Leipzig (HCL) spielt am Abend auswärts gegen den VfL Sindelfingen.

Derzeit liegen die HCL-Damen auf dem ersten Tabellenplatz. Zuletzt gewannen sie gegen „Frisch Auf Goeppingen“ mit 34 zu 24. In der kommenden Woche treten die HCL-Frauen gegen den norwegischen Meister Larvik HK in ihrem erstes Champions-League-Gruppen-Spiel an.

 

Frühnachrichten

Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs sollen in Sachsen die Wasserpreise überprüft werden.

Nach dem Urteil können nun Kartellbehörden die Preise der Wasserversorger kontrollieren und gegebenenfalls auffordern ihre hohen Preise zu begründen. Die sächsische Verbraucherzentrale begrüßt die Möglichkeit die monopolistischen Wasseranbieter zu überprüfen. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums liegen die sächsischen Wasserpreise im oberen Drittel des bundesweiten Durchschnitts. Die Überprüfung soll im Frühjahr beginnen. In Leipzig liegt der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch für einen Ein-Personen-Haushalt bei 82 Euro pro Jahr. Dazu kommt noch ein monatlicher Grundpreis von rund 12 Euro. Damit ist der Leipziger Wasserpreis im Vergleich zu Chemnitz und Dresden am günstigsten.

Für den Leipziger Standort der Automobilzulieferers Halberg Guss werden Investoren gesucht.

Der Betriebsratsvoristzende des Halberg Guss Standorts Leipzig, Thomas Jürs, sagte, momentan werde mit potentiellen Inverstoren verhandelt. Derzeit seien drei Investoren an dem Werk interessiert. Jürs sei zuversichtlich, dass der Verkauf bis zum ersten April abgewickelt werde. Der soll ein normaler Betriebsübergang werden, bei dem sich für die Mitarbeiter auch in Zukunft nichts ändern soll. Das Unternehmen hatte im Juni vergangenen Jahres Insolvenz angemeldet. Im Leipziger Standort sind rund 500 Arbeiter beschäftigt. Seit Herbst 2008 befindet sich das Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten. Damals wurden etwa 200 Leiharbeiter entlassen und Kurzarbeit angemeldet.

Die Tarifverhandlungen für die Mehrheit der Ärzte am Universitätsklinikum werden fortgesetzt.

Nach Angaben der Ärztegewerkschaft Marburger Bund fordern sie unter anderem fünf Prozent mehr Lohn. Vor allem gehe es der Gewerkschaft aber um gleiche Bedingungen für alle am Klinikum beschäftigten Ärzte. Der nun ausgelaufene Haustarifvertrag galt für knapp zwei Drittel der rund 670 Ärzte am Klinikum. Sie verdienen dem Marburger Bund zufolge deutlich weniger Geld als ihre Kollegen. Die sind direkt bei der Universität beschäftigt und werden damit vom Freistaat bezahlt.

Nach mehreren Brandanschlägen auf Autos beschäftigt sich nun eine Ermittlergruppe unter Leitung des Landeskriminalamtes mit dem Fall.

Nach Angaben des Amtes wird unter anderen eine linksextremistische Gruppe verdächtigt. Die so genannte Militante Gruppe Leipzig habe sich mehrfach im Internet zu den Anschlägen bekannt. Zuletzt wurde am Wochenende ein Geländewagen im Leipziger Osten angezündet. Zuvor hatte sich die Militante Gruppe unter anderem zu einem Brandanschlag auf einen Sattelschlepper bekannt, der zwei neue Polizei-Kleinbusse geladen hatte.

Im Museum der Bildenden Künste wird die Max-Schwimmer-Ausstellung eröffnet.

Der Anlass ist dem Museum zufolge der 50. Todestag des Malers und Buchillustrators. Die Ausstellung trägt den Titel "Die Arbeit ist Wollust und holde Qual". Gezeigt werden unter anderem Malereien, Illustrationen und Zeichnungen Schwimmers. Für die Ausstellung hat das Bildermuseum mit den Städtischen Bibliotheken zusammengearbeitet. Sie verwalten seit 15 Jahren den künstlerischen Nachlass Max Schwimmers.

Das Wiederholungsspiel zwischen dem FSV Brandis und dem Roten Stern Leipzig ist vertagt worden.

Nach Angaben des Roten Sterns wird das Fußballspiel nicht am 6. Februar veranstaltet. Grund sei, dass der vorgesehene Platz nicht bespielbar ist. Ein neuer Termin sei noch nicht angesetzt worden. Das Spiel der Bezirksklasse war im Oktober kurz nach Beginn abgebrochen worden. Rund fünfzig Personen hatten das Spielfeld gestürmt und mit Eisenstangen auf Fans des Roten Sterns eingeschlagen. Das zuständige Sportgericht hatte eine Wiederholung des Spiels beschlossen.