Kontakt
Tel.: 0341 / 97 37 954
Fax: 0341 / 97 37 999
news(ät)mephisto976.de
Spätnachrichten vom Dienstag, 2. Februar 2010
- Stadt hat ausgeglichenen Haushaltsentwurf für 2010 erarbeitet
- Richtfest für Werferhaus gefeiert
- Benefizkonzert für Erdbebenopfer
- Störungen im Zugverkehr
Die Stadt hat für das laufende Jahr einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf mit einem Plus von mehr als einer Million Euro erarbeitet.
Der letzte Entwurf war im Oktober erstellt worden. Er hatte ein Minus von mehr als zehn Millionen Euro vorgesehen. Der kommissarische Finanzbürgermeister, Dirk Müller, sagte, der Haushalt sei veränderlich. Bis Ende Januar habe die Verwaltung den Entwurf noch einmal korrigiert. Dabei hätten sich Verbesserungen ergeben. Sie kämen unter anderem aus Rücklagen und Mehreinnahmen im Bereich der Einkommenssteuer und der Grundsteuer B. So ergebe sich eine Gesamtverbesserung um 18 Millionen Euro. Zu diesem Plus komme jedoch ein Minus von mehr als sieben Millionen Euro. Unter anderem erwarte die Stadt einen Rückgang der Einnahmen um drei Millionen Euro durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz der Bundesregierung. Nach Angaben der Stadt werden aus dem Plus unter anderem 250.000 Euro für den Erhalt der städtischen Bäder verwendet.
Am Nachmittag ist für das neue Werferhaus am Sportforum das Richtfest gefeiert worden.
Wie die Stadt mitteilte, konnte der Rohbau nach vier Monaten Bauzeit fertig gestellt werden. Sachsens Landestrainer der Leichtathletik, Joachim Erdmann, sagte, mit Hilfe des Werferhauses würden sich die Bedingungen für Wurf-Athleten verbessern. Viele Dinge, die mit dem Werfen aus der Werferhalle benötigt wurden, seien nun gelöst. Es sei angestrebt gewesen, auch das Kugelstoßen in einer Halle zu ermöglichen. Das sei aus finanziellen Gründen nicht möglich. Erdmann ist der Meinung, man habe für die Werfer eine deutliche Verbesserung geschaffen. Erdmann sagte weiter, derzeit würden vier Bundeskader am Stützpunkt trainieren. Durch die verbesserten Bedingungen soll weiteren Talenten der Weg in die Nationalmannschaft ermöglicht werden. Vorher hatten die Werfer mit den anderen Leichtathleten in der Leichtathletikhalle trainiert. Der Abschluss der Bauarbeiten ist für Mai geplant. Die Kosten belaufen sich auf knapp 800.000 Euro.
Für die Erdbebenopfer von Haiti wird am Abend in der Thomaskirche ein Benefizkonzert veranstaltet.
Nach Angaben des Veranstalters ist der Eintritt frei. Es wird jedoch um Spenden für die Erdbebenopfer gebeten. An dem Konzert wollen sich rund 150 Musiker beteiligen. Darunter sind auch der Universitätsorganist Daniel Beilschmidt, das Mendelssohnorchester und der Thomanerchor. Das Konzert beginnt 19.30 Uhr. Das Erdbeben ereignete sich vor drei Wochen. Medienberichten zufolge fielen ihm rund 200 000 Menschen zum Opfer.
Wegen Bauarbeiten können sich in der Nacht Züge verspäten.
Wie die Deutsche Bahn mitteilte, wird die Leit- und Sicherheitstechnik erneuert. Unter anderem können sich die ICEs von München und Frankfurt/Main um ungefähr einen halbe Stunde verspäten. Außerdem werden die Züge nach Gera, Weißenfels und Halle streckenweise durch Busse ersetzt. Die Störungen können in der Nacht zwischen halb elf und halb fünf auftreten.
Frühnachrichten
- Leipziger Abgeordnete ziehen Bilanz nach einhundert Tagen Bundesregierung
- Ehemaliger Sportbürgermeister Tschense von Zeugen entlastet
- Richtfest für Werferhaus
- Preis der Goerdeler-Stiftung für Petra Pfisterer
- Benefizkonzert für Haiti in der Thomaskirche
Einhundert Tage nach dem Amtsantritt der schwarz-gelben Bundesregierung haben die Leipziger Abgeordneten ein unterschiedliches Fazit gezogen.
Die Vertreter der Regierungsparteien stellten vor allem Erfolge in den Vordergrund. Die Abgeordneten der Opposition dagegen kritisieren die ersten Monate der Bundesregierung dagegen als Fehlstart. Die FDP räumt zwar Startschwierigkeiten ein, beansprucht aber auch Erfolge für sich. Der wichtigste für Leipzig ist nach Meinung des CDU-Abgeordneten Thomas Feist der Beschluss des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes. Die SPD-Abgeordnete Daniela Kolbe dagegen kritisiert das Gesetz. Die Steuersenkungen gingen zu Lasten der Kommunen - das werde auch Leipzig bald zu spüren bekommen. Die Grünen-Abgeordnete Monika Lazar wirft der Regierung deshalb Klientelpolitik vor.
Der frühere Sportbürgermeister Holger Tschense ist im Verfahren wegen Untreue von Zeugen entlastet worden.
Einem Bericht der Leipziger Volkszeitung zufolge verzichtet das Gericht deshalb auf die Vernehmung weiterer Zeugen. Tschense wird Untreue bei der Austragung des Handball-Supercups vor sechs Jahren vorgeworfen. Er soll ohne Genehmigung des Stadtrates Geschäfte mit der Eventfirma Pentacom abgeschlossen haben. Dadurch entstanden für die Stadt Kosten von rund 100.000 Euro. Den Aussagen der Zeugen zu Folge hat Tschense mit der Entscheidung jedoch nicht gegen die Gemeindeordnung verstoßen. Als Sportbürgermeister habe er die Kompetenzen für diese Entscheidung gehabt. Das hatte bereits der ehemalige Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee ausgesagt. Das Urteil soll in der kommenden Woche fallen.
Am Mittag wird das Richtfest für das neue Werferhaus im Sportforum gefeiert.
Wie die Stadt mitteilte, konnte der Rohbau nach gut fünf Monaten Bauzeit fertig gestellt werden. Im Mai soll die Anlage fertig sein. Sie soll die Trainingsbedingungen für Kugelstoßer, sowie Speer-, Hammer- und Diskuswerfer verbessern. Für die hatte es bei schlechten Witterungsbedingungen bisher keine geeignete Sportanlage gegeben. Insgesamt kostet der Neubau knapp 800.000 Euro. Ein Großteil davon stammt aus Fördermitteln von Bund und Land.
Am Nachmittag wird der Preis der Goerdeler-Stiftung verliehen.
Nach Angaben der Stadt ist die diesjährige Preisträgerin Petra Pfisterer. Sie habe sich in ihrer Arbeit mit modernen Entwicklungen kommunaler Strukturen und Dezentralisierungsprozesse auseinandergesetzt. Die Auszeichnung wird zu Ehren des ehemaligen Leipziger Oberbürgermeisters Carl Goerdeler und seiner Frau verliehen. Sie wird für hervorragende Arbeiten im Bereich der Kommunalpolitik und -verwaltung vergeben und ist mit 2.000 Euro dotiert.
In der Thomaskirche findet am Abend ein Benefizkonzert für die Erdbebenopfer von Haiti statt.
Nach Angaben der Kirchgemeinde werden sich rund 150 Musiker am Konzert beteiligen. Darunter der Universitätsorganist Daniel Beilschmidt, der Thomanerchor und das Mendelssohnorchester. Der Eintritt ist frei. Es wird jedoch um Spenden für die Menschen in Haiti gebeten. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr.



