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Spätnachrichten vom Freitag, 19. Februar 2010
- Unister zieht nach Magdeburg
- Flugkosten bei Ausfällen können rückerstattet werden
- EU-Förderung für Projekte mit Leipziger Beteiligung
- Baustelle Gondwanaland kann besichtigt werden
- BBVL trifft auf Rhein-Main-Baskets
- Lok Leipzig plant kurzfristig Testspiel
Die Internetfirma Unister wird ihren neuen Hauptstandort in Magdeburg aufbauen.
Das ist das Ergebnis eines Treffens mit Sachsen-Anhalts Wirtschaftsstaatssekretär Detlef Schubert. Der Sprecher von Unister, Konstantin Korosides, sagte, Magdeburg empfange die Firma mit offnen Armen. Das erlebe Unister in Leipzig nicht. Stattdessen erfahre die Firma hier öffentliche Beleidigungen, Unterstellungen, Verleumdungen und teilweise leider auch Lügen. Die Stadt habe Unister auch einen Image-Schaden zugefügt, den sie nicht bereit seien hinzunehmen. Die Entscheidung für Magdeburg sei die Konsequenz aus dem Verhalten der Stadt Leipzig. Unister habe das Vertrauen in die Führung von Leipzig verloren. Magdeburg biete außerdem auch eine eigene IT-Fakultät. Der Plan sei nun, die rund 100 neuen Mitarbeiter dort anzusiedeln und gegebenenfalls später noch weitere einzustellen. Ursprünglich wollte Unister die neue Firmenzentrale in der Nähe der Oper bauen. Gegen die Pläne gab es baurechtliche Bedenken seitens der Stadt. Sie war für eine Stellungnahme nicht mehr zu erreichen.
Bei gestrichenen Flügen der Lufthansa-Tochter Germanwings, sollen sich Betroffene mit der Lufthansa in Verbindung zu setzen.
Dazu rät die Verbraucherzentrale. Germanwings zufolge ist der Grund für die Flugausfälle der Streik der Piloten in der kommenden Woche. Deswegen hat die Fluggesellschaft einen Notfallplan vorgelegt. Aus dem geht hervor, dass knapp die Hälfte der Verbindungen des Flughafens Leipzig/Halle gestrichen werden. Die Sprecherin der Verbraucherzentrale, Marion Schmidt, sagte, Flugreisende könnten verschieden auf die Ausfälle reagieren. Werde der Flug annulliert, gebe es zwei Möglichkeiten. Entweder müsse die Fluggesellschaft einen Ersatzflug organisieren oder der Flugkunde könne von der Reise zurücktreten und sein Geld zurück verlangen. Wenn der Flug tatsächlich gestrichen wurde, dann werde das Geld voll zurückerstattet. Außerdem müssten die Flugkunden eine Reiserücktrittserklärung vorgelegt werden.
Zwei europäische Projekte, an denen auch Leipzig beteiligt ist, erhalten eine EU-Förderung.
Wie die Organisatoren mitteilten, stammen die Mittel aus dem EU-Förderprogramm „Central Europe“. Die beiden Projekte „Creative Cities“ und „Second Chance“ haben einen kulturellen Schwerpunkt. So soll „Second Chance“ ehemalige Industriestandorte für kulturelle Zwecke aller Art wieder beleben, während „Creative Cities“ Künstlern helfen wolle, in der Stadt Fuß zu fassen. Die beiden Projekte werden jeweils mit knapp drei Millionen Euro gefördert und laufen etwa drei Jahre.
Die Zoo-Baustelle Gondwanaland kann erkundet werden.
Wie der Zoo mitteilte, können Interessierte von März an den Hallenrohbau besuchen. Möglichkeit dazu bestehe immer sonntags, wenn nicht gebaut werde. Besucher könnten dann in 10er-Gruppen eine Führung buchen. In der fast zwei Hektar großen Halle entsteht ein tropischer Regenwald. Er wird für rund 300 Tiere ein neues Zuhause bieten. Die Eröffnung der Halle ist offiziell für das kommende Jahr geplant.
Die Basketball-Damen des BBV Leipzig werden morgen die Rhein-Main-Baskets empfangen.
Mit einem Sieg könnte der BBVL etwas mehr Sicherheit im Abstiegskampf bekommen. Momentan sind die Damen auf Platz 10 und damit nur einen Platz von den Abstiegsrängen entfernt. Die Rhein-Main-Baskets sind Tabellenletzter. Sie haben aber das Hinrundenspiel gegen den BBVL gewonnen.
Der Fußball-Oberligist 1. FC Lokomotive Leipzig wird morgen kurzfristig gegen den Regionalligisten Goslarer SC spielen.
Mit dem Testspiel will Lok Leipzig die pflichtspiellose Zeit überbrücken. Das Spiel wird im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion in Grimma stattfinden. Auch die beiden anderen Leipziger Vereine, FC Sachsen und Rasenballsport, haben für morgen Testspiele angesetzt. Ihre ursprünglich geplanten Oberligapflichtspiele waren Anfang der Woche wegen Unbespielbarkeit der Plätze abgesagt worden.
Frühnachrichten
- Fahrrad Club kritisiert Sanierungsplan der Liebigstraße
- Germanwings streicht Flüge
- Immobilienmesse gestartet
- Einschränkungen im Bahnverkehr am Wochenende
- Ein-Meter-Brett-Meisterschaften vergeben
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) Leipzig hat die Pläne zur Sanierung der Liebigstraße kritisiert.
Dem ADFC zufolge, ist die geplante Fahrbahnbreite zu groß. Im Gegenzug zur schmaleren Fahrbahnbreite soll der Gehweg entsprechend verbreitert werden, damit zwei Rollstühle darauf fahren könnten. Parkplätze für Autos sollten sich auch nur auf einer Seite der Straße befinden. Sonst könnte es zu einer Behinderung des Verkehrs kommen. Auch seien die geplanten Fahrradstellplätze in der Liebigstraße zu gering. Die Planung sieht Stellplätze für 600 Räder vor. Benötigt würde aber mindestens das Doppelte. Die Liebigstraße soll komplett saniert und verbreitert werden. Die Bauarbeiten dafür sollen im Juli beginnen.
Das Lufthansa-Tochter Germanwings streicht in der kommenden Woche rund die Hälfte ihrer Flüge ab dem Flughafen Leipzig/Halle.
Das geht aus dem Notfallplan von Germanwings hervor. Grund sei der Streik der Piloten in der kommenden Woche. Sie wollen von Montag bis Donnerstag ihre Arbeit niederlegen. Neben Lohnerhöhung wollen sie auch für eine Jobgarantie streiken.
Am Vormittag hat die Immobilienmesse gestartet.
Der Leipziger Messe zufolge liegt dabei der Schwerpunkt auf ökologischem Bauen. Rund 75 Aussteller informieren über Bauen und Sanieren. Die Immobilienmesse findet neben der Freizeitmesse Haus-Garten-Freizeit, der Mitteldeutschen Handwerksmesse und der Wassersportmesse Beach and Boat. Alle vier Messen enden am Sonntag.
Ab morgen Abend kommt es zu Einschränkungen im Bahnverkehr.
Wie die Deutsche Bahn mitteilte, wird ein Teil der Software in der Nacht auf Sonntag umgestellt. Dadurch kommt es zu Fahrplanänderungen und Schienenersatzverkehr. Betroffen sind unter anderem die ICE-Strecken München-Leipzig-Berlin und Leipzig-Dresden sowie die S-Bahn-Strecke Leipzig-Halle. Fahrgäste können sich an Bahnhöfen und im Internet genauer informieren.
Die deutschen Meisterschaften im Wasserspringen vom Ein-Meter-Brett ist vergeben worden
Dabei hat Sascha Klein seinen 14. Titel geholt. Bei den Frauen wurde Uschi Freitag deutsche Meisterin. Bei den Synchronspringerinnen gewann das Duo Christin Steuer und Nora Subschinksi. Bei den deutschen Meisterschaften im Wasserspringen kämpfen 62 Athleten um die Meisterschaft in der Sprunghalle Mainzer Straße. Das Turnier dauert noch bis Sonntag.



