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Spätnachrichten vom Montag, 15. Februar 2010
- Profi-Radrennen der Neuseen Classics möglicherweise in Gefahr
- Tödlicher Rodelunfall nicht vorhersehbar gewesen
- 17 Selbstanzeigen von Steuersündern
- Stadt weist Behauptungen von Internetfirma Unister zurück
- VNG-Tochter baut Biogas-Anlage
- Machern entscheidet über Klage
- FC Sachsen sagt Heimspiel ab/ Spiel von Lok Leipzig fällt auch aus
Das Profi-Radrennen bei den Neuseen Classics steht möglicherweise auf der Kippe.
Der Renndirektor Harald Redepenning sagte, es gebe zu wenige Sponsorengelder. Um das Profirennen veranstalten zu können, fehlen noch 50.000 Euro. Es sei legitim in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, dass Sponsoren ihre Etats kürzen. Dieser Situation müssten sich die Veranstalter stellen. Das Problem gebe es in vielen Sportarten. Vor allem Leipzig sei ein gutes Beispiel dafür. In vielen Ballsportarten seien Vereine in Insolvenz gegangen, weil Sponsoren weniger gezahlt hätten. Redepenning zufolge, gibt es bis Mitte März jetzt noch Mal Gespräche. Dann werde klar sein ob und in welcher Form das Profirennen ausgetragen werden könne. Es gebe auch schon Alternativen. Das Jedermann – und Nachwuchsrennen seien allerdings nicht in Gefahr und werden im Mai stattfinden. Die Neuseen-Classics sind ein Ein-Tages-Rennen für Radrennfahrer. Seit sechs Jahren wird es ausgetragen und führt durch die Neuseenlandschaft südlich von Leipzig.
Der tödliche Rodelunfall im kanadischen Vancouver war nicht vorhersehbar gewesen.
Der Leipziger Konstrukteur der Bobbahn, Udo Gorgel, sagte, es gebe stets eine Menge an Fahrfehlern, die nicht einkalkuliert werden könnten. Eine Situation wie diese habe es aber in den vergangenen dreißig Jahren nicht gegeben. Auf die Sicherheitsvorkehrungen nach dem Unfall in Vancouver, habe Gorgel keinen Einfluss gehabt. Die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen seien im Projekt enthalten, aber nicht lokal definiert. Letzten Endes entscheide der Betreiber, was notwendig sei, da er die Situation besser beurteilen könne. Das ist Gorgel zufolge in Vancouver auch geschehen. Am Freitag war der georgische Rennrodler, Nodar Kumaritaschwilli, auf der Strecke tödlich verunglückt. In der letzten Kurve war er aus der Bahn geflogen und gegen einen Metallpfeiler geprallt. Ursache für den Unfall soll aber nicht die Bahnkonstruktion gewesen sein. Sondern ein Fahrfehler den Kumaritaschwilli bei rund 140 Kilometern pro Stunde begannen hatte.
In Sachsen haben sich 17 Steuersünder selbst angezeigt.
Nach Angaben des sächsischen Wirtschaftsministeriums weisen alle Anzeigen eine Verbindung zu Schweizer Bankkonten auf. Die Summe der hinterzogenen Steuern liege bei mehr als 160.000 Euro. Die Zahl könne aber noch steigen, da nicht in allen Anzeigen angegeben ist, wie viel Geld nicht versteuert wurde. Ein weiterer Zwischenstand soll am kommenden Montag bekannt gegeben werden. Grund für die Selbstanzeige ist die Debatte und der vermutliche Kauf einer CD mit Daten deutscher Steuerhinterzieher. In der Region Leipzig hatten sich vier Personen selbst angezeigt. Wie viele Steuersünder es aus Leipzig gibt, darf das städtische Finanzamt nicht nennen.
Die Stadt hat die Behauptungen der Internetfirma Unister zurückgewiesen, dass sie den Bau einer neuen Firmenzentrale verzögern würde.
Der Geschäftsführer des Unternehmens, Thomas Wagner, sagte am Wochenende in einem Interview mit der Leipziger Volkszeitung, dass die Stadtverwaltung eine Hinhaltetaktik vollziehe. Seit mehr als einem halben Jahr gebe es noch keinen bestätigten Bebauungsplan. Wagner wirft der Stadt außerdem vor, dass es den Planern vorrangig um das Stadtbild gehe und nicht um die entstehenden Arbeitsplätze. Oberbürgermeister Burkhard Jung reagierte heute schriftlich auf die Vorwürfe. Die Stadt sei sehr wohl an neuen Arbeitsplätzen interessiert. Allerdings gebe es auch baurechtliche Bestimmungen, die eingehalten werden müssen. Dazu gehöre, dass in der Innenstadt eine bestimmte Gebäudehöhe nicht überschritten werden darf. Sonst füge sich der Neubau nicht in die vorhandene Gebäudelandschaft ein. Die bisherigen Verzögerungen begründet die Stadt damit, dass Unister den Neubau immer wieder verändert habe. Das neue Firmengebäude soll an der Goethestraße Ecke Brühl entstehen.
Eine Tochter des Leipziger Erdgasimporteurs VNG hat mit dem Bau einer Biogasanlage in Oschatz begonnen.
Nach Angaben des Unternehmens sollen dadurch künftig etwa 2.400 Haushalte versorgt werden. Die Anlage werde dafür mit pflanzlichen Rohstoffen aus der Region beliefert. Der Bau kostet rund 14 Millionen Euro. Künftig soll die Anlage jährlich 55 Millionen Kilowattstunden Biogas in das Netz des Energieunternehmens Mitgas einspeisen. Das Unternehmen versorgt in der Region Leipzig mehr als 80.000 Haushalte.
Der Gemeinderat in Machern entscheidet am Abend über eine mögliche Klage gegen das Land.
Medienberichten zufolge geht es darin um die Rückzahlung eines Millionen-Darlehens. Die rund drei Millionen Euro waren der Gemeinde vor sieben Jahren gewährt worden, um den Haushalt auszugleichen. Nun wirft ihr das Land vor, sich nicht an vereinbarte Sparauflagen gehalten zu haben und fordert die Rückzahlung. Die Gemeinde Machern ist laut den Berichten damit aber nicht einverstanden und berät Montagabend darüber, in Widerspruch zu gehen.
Der 1. FC Sachsen Leipzig hat sein Heimspiel am kommenden Samstag abgesagt.
Dem Verein zufolge ist der Platz im Alfred-Kunze-Sportpark immer noch nicht bespielbar. Damit verschiebt sich der Rückrundenauftakt der Fußballer um eine weitere Woche. Geplant war die Partie gegen die zweite Mannschaft von Dynamo Dresden. Bereits das Spiel gegen FSV Budissa Bautzen am vergangenen Wochenende musste wegen der schlechten Bedingungen abgesagt werden. In der Oberliga Süd stehen die Fußballer des FC Sachsen derzeit auf dem achten Tabellenplatz. Der Nordostdeutsche Fußball-Verband hat außerdem die Partie der zweiten Mannschaft von Rot-Weiß Erfurt gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig abgesagt. Wegen des schlechten Wetters sei der Platz in Erfurt ebenfalls nicht bespielbar. Lok Leipzig steht auf Platz elf in der Tabelle.
Frühnachrichten
- Leipziger Bobbahn-Konstrukteur weist Vorwuf zurück
- positive Zwischenbilanz der Messe Haus-Garten-Freizeit
- Liebigstraße wird saniert
- Asien Mittelpunkt des Außenwirtschaftstages
- RB gewinnt Testspiel
- Stadtarchiv-Lesesaal bleibt geschlossen
Der Leipziger Konstrukteur der Bobbahn im kanadischen Vancouver hat den Vorwurf einer Fehlplanung zurückgewiesen.
Am Freitag war der georgische Rennrodler Nodar Kumaritaschwilli auf der Strecke tödlich verunglückt. In der letzten Kurve war er aus der Bahn geflogen und gegen einen Metallpfeiler geprallt. Einem Bericht der Leipziger Volkzeitung zufolge war aber nicht die Konstruktion der Strecke die Ursache für den Unfall. Sondern ein Fahrfehler den Kumaritaschwilli bei rund 140 Kilometern pro Stunde begannen hatte. In dem Zeitungsbericht weißt der Leipziger Konstrukteur Udo Gorgel alle Vorwürfe zurück. Dass die Metallstangen ungeschützt neben der Strecke postiert waren, sei nicht seine Schuld. Schutzwände würden von den Bobsportverbänden festgelegt. Es sei ein großer Kampf zwischen Sicherheit und einer freien Bobbahn für Kameras und Zuschauer. Auch seien die Bahnen in den vergangenen Jahren immer schneller geworden. Die Schlitten würden heute fast 40 Kilometer pro Stunde schneller sein als früher. Der Zeitung zufolge hat Gorgel die Bahn nicht als die Schnellste der Welt konstruiert oder angepriesen. Das hätten die Veranstalter in Vancouver getan. Die Bahn für die Olympischen Winterspiele in Russland würde nun langsamer geplant.
Die Messe Haus-Garten-Freizeit zieht eine positive Zwischenbilanz.
Wie die Leipziger Messe mitteilte, kamen bisher rund 40.000 Besucher. Das decke sich mit den Erwartungen. Die Messe hat noch bis Sonntag geöffnet. Neben der Messe Haus-Garten-Freizeit findet auch noch die Mitteldeutsche Handwerksmesse statt. Ende der Woche kommen dann noch die Wassersportmesse Beach & Boat und die Immobilien-Messe hinzu.
Die Liebigstraße am Universitätsklinikum soll saniert werden.
Einem Bericht der Leipziger Volkszeitung zufolge werden dafür rund zwei Millionen Euro von der Stadt bereitgestellt. Grund sei der miserable Zustand der Straße. Die Straße soll verbreitert werden und Gehwege auf beiden Seiten bekommen. Die Bauarbeiten sollen im Juli beginnen und bis 2012 dauern.
Asien steht im Mittelpunkt des Außenwirtschaftstages in Leipzig.
Nach Angaben der Messe sollen vor allem kleine und mittelständische Unternehmen für Kasachstan, China und Vietnam interessiert werden. In Vorträgen werde über Marktchancen, Finanzierung und rechtliche Fragen informiert. Der Außenwirtschaftstag findet Mitte März statt.
Der Fußball-Oberligist Rasenballsport Leipzig hat sein Testspiel gegen den 1. FC Erzgebirge Aue gewonnen.
RB Leipzig siegte 3 zu 2. Am Mittwoch geht es in der Oberliga weiter. Dann trifft RB Leipzig zuhause auf die zweite Mannschaft des FC Carl Zeiss Jena. Das Oberligaspiel des 1. FC Sachsen Leipzig gegen FSV Budissa Bautzen wurde am Freitag abgesagt. Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat am Wochenende nicht gespielt.
Der Lesesaal des Stadtarchivs bleibt weiterhin geschlossen.
Nach Angaben der Stadt sind zu viele Mitarbeiter weiterhin erkrankt. Von Mittwoch an sollen wieder die regulären Öffnungszeiten gelten. Bis dahin könnten Rechercheanfragen aber weiterhin schriftlich an das Archiv gerichtet werden.



