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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Montag, 1. Februar 2010

Der City-Tunnel soll Ende 2013 in Betrieb genommen werden.

Nach Angaben des sächsischen Wirtschaftsministeriums ist das das Ergebnis einer Überprüfung des Zeitplans. Die bisherige Planung hatte vorgesehen, mehrere Firmen parallel arbeiten zu lassen. Das hätte jedoch ein großes Risiko dargestellt. Der Verkehrsminister, Sven Morlok, sagte, der geplante Termin könne nicht eingehalten werden. Der jetzige sei relativ verlässlich. Im Moment würden sich die Arbeiten auf den Innenausbau beschränken. Die Tunnelröhre und die Stationen seien fertig. Die Kosten stünden jedoch noch nicht abschließend fest. Ingesamt kostet der Bau knapp 900 Millionen Euro. Bis Ende vergangenen Jahres wurde davon rund 550 verbaut. Die Überprüfung wurde durch den Projektträger DEGES und Deutsche Bahn Projektbau vorgenommen. Außerdem prüft seit Jahresbeginn der Sächsische Rechnungshof. Der City-Tunnel ist der zentrale Baustein in der

Neuordnung des Eisenbahnsystems im Großraum Leipzig.

Im Leipziger Quelle-Versandzentrum gibt es noch Arbeit.

Wie das Unternehmen mitteilte, werden noch Warencontainer für Großkunden in ganz Europa zusammengestellt und abgefertigt. Deshalb bleibe das Logistikzentrum länger in Betrieb. Ursprünglich sollte in dem Versandzentrum Ende Januar Schluss sein. Jetzt werde jedoch bis voraussichtlich Ende Februar weitergearbeitet. Dazu habe sich das Unternehmen mit dem Vermieter des Gebäudes geeinigt. Derzeit gebe es noch keine Nachmieter. Der Eigentümer sei momentan überregional auf der Suche nach neuen Interessenten.

Der Quelle-Mutterkonzern Arcandor hatte im Juni Insolvenz angemeldet. Seit drei Monaten wird das Unternehmen abgewickelt. Von ehemals 800 Angestellten arbeiten derzeit noch 200 Menschen am Standort.

Der Eishockey-Verein Blue Lions Leipzig meldet Insolvenz an.

Das teilte der Geschäftsführer des Vereins, René Franke, der Deutschen Presseagentur mit. Aussagen zum weiteren Spielbetrieb könne er jedoch noch nicht geben. Insolvenz angemeldet hatten die Blue Lions 2009 und deren Vorgängerverein „EHC Leipziger Eislöwen“ 2005. Er hatte sich nach der ersten Insolvenz unter dem Namen „Blue Lions Leipzig“ neu gegründet. Beim zweiten Mal musste der Verein auf die Teilnahme an den Play Offs um den Aufstieg in die zweite Bundesliga verzichten.

Im neuen Rathaus hat der Oberbürgermeister, Burkhard Jung, neu eingebürgerte Leipziger empfangen.

Wie die Stadt mitteilte wurden mehr als 250 Personen Bürger der Stadt. Das sind knapp 20 weniger als im Jahr davor. Insgesamt rund 100 kämen aus dem Irak, Vietnam und der Ukraine. Voraussetzung für die Einbürgerung von ausländischen Staatsbürgern ist unter anderem, dass sie seit acht Jahren rechtmäßig in Deutschland leben. Seit Ende 2008 ist außerdem ein Einbürgerungstest notwendig.

Das Leipziger Schulmuseum hat am Nachmittag die Ausstellung „Schulen im Widerstand“ eröffnet.

Wie das Museum mitteilte, wird darin dokumentiert, wie sich Lehrer und Schüler an städtischen Schulen gegen das NS- und DDR-Regime gewehrt haben. Die Aisstellung beschäftigt sich außerdem mit der heutigen Bedeutung von Mut und Zivilcourage. Die Schau ist bis Ende Juni geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos.

Die Polizei hat eine Serie von Bombendrohungen in Sachsen und Sachsen-Anhalt aufgeklärt.

Nach Angaben der Polizeidirektion Dessau-Roßlau waren Tatorte unter anderem Delitzsch, Eilenburg und Leipzig. Die Verdächtige sei eine 41-Jährige. Sie sei anhand der Auswertung von Spuren ermittelt worden. Die Frau soll in der Zeit von 2003 bis 2009 telefonisch mit Bombenexplosionen gedroht haben. Betroffen gewesen seien knapp 15 Finanzunternehmen und öffentliche Einrichtungen.

 

Frühnachrichten

Die Finanzierung der städtischen Bäder ist vorerst gesichert.

Das bestätigte der technische Geschäftsführer der Sportbäder Leipzig, Joachim Helwing. Oberbürgermeister Burkhard Jung habe das am Wochenende beim Ball des Sportes versichert. Ende vergangenen Jahres war bekannt geworden, dass die Schwimmhalle Mitte, das Freibad Schönefeld und das Ökobad Lindenthal von der Schließung bedroht sind. Für die Aufrechterhaltung aller Bäder werden dem Sprecher der Kommunalen Wasserwerke, Jarno Wittig, zufolge 5,3 Millionen Euro benötigt. Der städtische Zuschuss lag bisher bei 4,3 Millionen Euro. Bereits Ende 2008 hatte wegen der gestiegenen Energie- und Personalkosten die Schließung von zwei Bädern gedroht. Das konnte damals durch die Erhöhung des städtischen Zuschusses verhindert werden. Das Unternehmen „Sportbäder Leipzig“ betreibt im Auftrag der Stadt acht Schwimmhallen und fünf Freibäder.

Das Verfahren gegen den ehemaligen Sportbürgermeister, Holger Tschense, wird fortgesetzt.

Heute soll unter anderem ein Rechnungsprüfer als Zeuge aussagen.Tschense wird Untreue bei der Austragung des Handball-Supercups vor sechs Jahren vorgeworfen. Der ehemalige Sportbürgermeister soll ohne Genehmigung des Stadtrats Geschäfte mit der Eventfirma Pentacom abgeschlossen haben. Sie sollte das Kostenrisiko für das Turnier tragen. Die Verträge wurden jedoch vom damaligen Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee gekündigt. Dabei entstanden Kosten von mehr als 100.000 Euro. Die Schulden wurden von der Stadt gezahlt. Zuletzt hatte Tiefensee den Angeklagten mit seiner Aussage entlastet. Er sagte, Tschense hätte nicht gegen die Gemeindeordnung verstoßen. Als Sportbürgermeister habe er die Kompetenzen für derartige Entscheidungen gehabt. Tschenses Anwalt plädiert auf Freispruch. Ein weiterer Verhandlungs-Termin ist für kommenden Mittwoch angesetzt.

Die Zahl der Hartz IV Verfahren am Leipziger Sozialgericht ist zurückgegangen.

Nach Angaben des Sozialgerichts waren die Klagen von 2005 bis 2008 um etwa 4000 auf knapp 5000 gestiegen. Im vergangenen Jahr sei die Zahl um ungefähr 250 Beschwerden gesunken. Der Grund sei aber unklar. Ebenso sei eine Prognose für das laufende Jahr und die zu erwartenden Klagen nicht möglich. Mit der Arbeitsmarktreform war unter anderem das Arbeitslosengeld II eingeführt worden.

Die Pfeilerhalle des Grassi-Museums ist gestern feierlich eingeweiht worden.

Nach Angaben des Museums wurde die Halle von 2000 bis 2005 stückweise rekonstruiert. Die vollständige Sanierung konnte vor zwei Wochen abgeschlossen werden. Die Kosten dafür beliefen sich insgesamt auf knapp eine Million Euro. Ein Teil davon wurde unter anderem vom Bund getragen. Die Pfeilerhalle war im Zweiten Weltkrieg größtenteils zerstört worden. Charakteristisch für sie sind die roten Dreieckspfeiler und die blattvergoldete Galerie.

In der Nacht zum Sonntag ist im Leipziger Osten ein Auto angezündet worden.

Wie die Polizeidirektion Leipzig mitteilte, brannte der Geländewagen komplett aus. Der Schaden belaufe sich auf ungefähr 90.000 Euro. Zu dem Brandanschlag sei ein Bekennerschreiben einer „Militanten Gruppe“ eingegangen. Die Gruppierung hatte sich bereits zu zwei Anschlägen vor gut einer Woche bekannt. Zu diesem Zeitpunkt waren ein Cabrio und ein Sattelschlepper angezündet worden.