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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Freitag, 29. Januar 2010

Der Sozialbürgermeister der Stadt, Thomas Fabian, bezeichnet die geplante Erhöhung der Beiträge in Kitas als notwendig.

Am Morgen war bekannt geworden, dass die Stadt die Beiträge für Krippen- und Kitaplätze erhöhen will. Fabian sagte, die Spielräume im Haushalt würden immer enger. Es müssten Prioritäten gesetzt werden. Es sei nicht möglich Eltern in hohem Maße zu entlasten und gleichzeitig Kapazitäten zu erweitern und Impulse für die pädagogische Arbeit zu geben. Die Stadtverwaltung sieht derzeit eine Erhöhung der Beiträge für Kinderkrippen um knapp neun und für Kindergärten um knapp fünf Euro vor. Möglich wäre nach dem sächsischen Kita-Gesetz eine Erhöhung um bis zu knapp 26 und 29 Euro. Im März soll der Stadtrat über die Erhöhung entscheiden.

Der russische Energie-Versorger GAZPROM soll weitere Aktien an dem Leipziger Gasimporteur VNG erhalten.

Wie die VNG mitteilte, haben das die Aktionäre der VNG in einer außerordentlichen Hauptversammlung entschieden. Nach dem Beschluss soll der Anteil GAZPROMs um knapp fünf Prozent steigen. Bisher hielt eine Tochter der französischen Firma Gas de France Suez die Firmenanteile. Sie gehen jetzt an GAZPROM. So hält die Firma nun rund 10 Prozent der VNG-Aktien. Zusammen mit der BASF-Tochter Wintershall verfügt GAZPROM somit über eine so genannte Sperrminorität. Damit könnten die Unternehmen in der Hauptversammlung der VNG Entscheidungen blockieren. Der Übertragung der Aktien muss das Bundeskartellamt noch zustimmen. Neben GAZPROM und Wintershall sind weitere Aktionäre die EWE Oldenburg und zehn kommunale Anteilseigner. Die VNG ist der drittgrößte Erdgasimporteur in Deutschland.

Die Stadt Altenburg muss ihren Ausstieg aus dem Flughafen Leipzig-Altenburg zurücknehmen.

Das hat der Stadtrat gestern Abend beschlossen. Die Stadt hält einen 19-Prozent-Anteil über seine Stadtwerke an dem Flughafen. Ende vergangenen Jahres hatte Oberbürgermeister Michael Wolf den Ausstieg aus dem Flughafen vorgeschlagen. Der Altenburger Stadtrat lehnte das jedoch ab. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke kündigte die Anteile trotzdem. Diese Entscheidung erklärte der Stadtrat nun für unwirksam. Außerdem sollen die Stadtwerke einen zusätzlichen Zuschuss von rund 260.000 Euro an die Flugplatzgesellschaft zahlen. Wolf sperrt sich derzeit noch gegen die Entscheidung. Er wolle den Beschluss zunächst prüfen. Hintergrund für die angestrebte Kündigung der Anteile sei der hohe Zuschussbedarf des Flughafens.

Der allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (adfc) fordert die Beräumung der wichtigsten Fahrradwege in der Stadt.

Der Vorsitzende des adfc Leipzig, Ulrich Patzer, sagte Leipziger Radfahrer müssen deutlich mehr Einschränkungen hinnehmen, als Autofahrer. Deswegen bliebe ihnen nur die Möglichkeit auf die Straßen und Gehwege auszuweichen. Die Radwege und Radfahrstreifen seien bis auf wenige Ausnahmen nicht geräumt worden. Das größte Problem sei aber, dass ungefähr drei Wochen nach dem Schneefall die Straßen wieder gut befahrbar seien. Die Radwege hingegen seien aber fast alle völlig unbenutzbar. Patzer sagte weiter, es sollten wenigstens die wichtigsten Fahrradwege wie die der Grünewaldstraße, die Prager Straße und die Jahnallee beräumt werden. Die Stadt war für eine Stellungnahme nicht mehr zu erreichen.

Das Leipziger Sportforum hat im vergangenen Jahr ungefähr genauso viele Besucher gezählt wie im Jahr davor.

Dem Sportforum zufolge lag die Besucherzahl im vergangenen Jahr bei rund 600.000 Menschen. Das entspreche mit einem leichten Rückgang in etwa den Zahlen aus dem Vorjahr. Für das laufende Jahr seien bereits so viele Veranstaltungen angemeldet wie im vergangenen Jahr. Zum Sportforum gehören Arena, Zentralstadion und Festwiese. Insgesamt fanden dort im vergangenen Jahr knapp 150 Veranstaltungen statt. Die meisten Besucher lockten AC/DC, das Fußballländerspiel Deutschland gegen Liechtenstein und Depeche Mode.

Der Handballclub Leipzig hat den Vertrag mit der Rückraumspielerin Anne Ulbricht verlängert.

Wie der Verein mitteilte, spielt sie schon seit neun Jahren beim HCL. Der Vertrag wurde bis Juni 2011 verlängert. Die Handball-Damen liegen derzeit auf dem ersten Tabellenplatz der Bundesliga, außerdem spielen sie in der Endrunde der Champions League.

Der FC Sachsen Leipzig spielt morgen gegen den VfB Sangerhausen.

Das Testspiel findet am Nachmittag im Alfred-Kunze-Sportpark statt. Die Leutzscher bereiten sich auf die Rückrunde der Fußball-Oberliga vor. Derzeit liegen sie auf dem achten Tabellenplatz. Der 1. FC Lokomotive Leipzig musste sein Testspiel wegen Krankheits- und Verletzungsausfällen des Gastgebers ZFC Meuselwitz absagen. Lok Leipzig belegt Platz elf der Fußball Oberliga.

Die Basketballdamen des BBV Leipzig spielen morgen Abend gegen den TV Saarlouis Royals.

Das Bundesligaspiel findet 19 Uhr in der Sporthalle in der Brüderstraße statt. Die Leipziger Basketball-Damen liegen derzeit auf dem 9. Tabellenplatz. In dem Spiel stehen sie dem Tabellen-Ersten aus Saarlouis gegenüber. Das Hinspiel gewannen die Royals mit 82 zu 60 Punkten.

 

Frühnachrichten

Die Eltern-Beiträge für Kinderbetreuung in Leipzig sollen steigen.

Dem Sozialdezernat zufolge soll der Stadtrat über die Höhe der Steigerung entscheiden. Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) hat vier Varianten erarbeiten lassen. Entscheidet sich der Stadtrat für die kleinste Anhebung, verteuert sich ein Krippen-Platz um 8,78 Euro monatlich. Ein Kita-Platz würde 4,63 Euro teurer werden. Im Maximalfall läge die Steigerung bei rund 27 beziehungsweise 28 Euro. Der Stadtrat entscheidet jährlich über die Höhe der Elternbeiträge. Sie betragen laut sächsischem Kindertagesstättengesetz zwischen 20 und 30 Prozent der jährlichen Betriebskosten.

Die Träger der Jugendarbeit in Leipzig befürchten Kürzungen.

Einem Bericht der Leipziger Volkszeitung zufolge will das sächsische Sozialministerium Einsparungen vor allem durch Kürzungen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe erreichen. Die Geschäftsführerin des Leipziger Stadtjugendrings, Anja Michael sagte, die Jugendarbeit leide bereits jetzt unter einem zu geringen Budget. Sie sehe daher kein Potenzial für Kürzungen, das bisherige Budget des Stadtjugendrings sei bereits zu gering. Vor allem die fehlende Lobby der Kinder- und Jugendarbeit sei ein Problem. Dem Bericht zufolge könnten bis zu 150 Projekte in der Stadt bedroht sein. Das Sozialministerium soll nach Vorgabe des Finanzministers dieses Jahr insgesamt rund 14 Millionen Euro einsparen.

Das Quelle-Versandzentrum in Leipzig arbeitet nun doch bis Ende Februar weiter.

Nach Angaben des Sprechers der Insolvenzverwaltung, Thomas Schulz, werden im Februar die letzten Container mit Waren abgefertigt. Geschäftskunden hatten die Restbestände aufgekauft. Etwa 200 von ehemals 800 Mitarbeitern werden in den kommenden Wochen an der Räumung beteiligt sein. Der Mietvertrag läuft bereits Ende Januar aus. Der Vermieter habe aber Nutzungsrechte für Februar eingeräumt. Im März soll der Betrieb im Versandzentrum endgültig eingestellt werden.

Beim Leipziger Gasimporteur Verbundnetz Gas AG (VNG) findet ab Mittag eine außerordentliche Hauptversammlung statt.

Nach Angaben des Unternehmens geht es um die Zustimmung der Aktionäre zur Übertragung von VNG-Aktien von einer französischen Firma an den russischen Energiekonzern Gazprom. Mit der Übertragung würde Gazprom seinen Anteil an der VNG auf rund zehn Prozent steigern. Zusammen mit dem Anteil seines Partners Wintershall verfüge das russische Unternehmen damit über eine so genannte Sperrminorität. Damit könnte es wichtige Entscheidungen in der Hauptversammlung der VNG blockieren.

Die Medienstiftung Leipzig hat am Abend zwei österreichische Journalisten mit dem Axel-Eggebrecht-Preis ausgezeichnet.

Nach Angaben der Medienstiftung werde mit dem Preis die Arbeit von Richard Goll und Alfred Treiber in der ORF Feature-Redaktion gewürdigt. Die beiden Autoren hätten sich mit ihrem Feature „Der lange Weg durch die Instanzen“ gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Insgesamt lagen der Jury Werke von elf Kandidaten vor. Der Axel-Eggebrecht-Preis wird alle zwei Jahre verliehen. Er wird für das Lebenswerk eines Hörfunk-Feature-Autors vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert.

Der Fußball-Bezirksligist Roter Stern Leipzig will zum Wiederholungsspiel gegen den FSV Brandis antreten.

Der Verein will das Spiel eigenen Angaben zufolge jedoch auf neutralem Platz austragen. Gegen eine Spielwiederholung hatte Roter Stern zunächst Berufung eingelegt, diese war am Mittwoch abgelehnt worden. Das Spiel soll nun am 6. Februar stattfinden. Während der Begegnung vor rund drei Monaten hatten 50 Angreifer Spieler und Fans des Leipziger Vereins attackiert. Dabei waren mehrere Personen verletzt worden. Roter Stern Leipzig will die Einnahmen des Spiels den Opfern spenden.