Kontakt
Tel.: 0341 / 97 37 954
Fax: 0341 / 97 37 999
news(ät)mephisto976.de
Spätnachrichten vom Dienstag, 29. September 2009
- Prozess um Mordfall Michelle fortgesetzt
- Völkerschlachtdenkmal wirt trotz Streichung von Fördermitteln weiter saniert
- Wilfried Mohren zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt
- Stanislaw Tillich bleibt sächsischer Ministerpräsident
- Eilenburg erhält Fördermittelbescheid zum Straßenausbau
Der Prozess um den Mordfall der achtjährigen Michelle ist heute fortgesetzt worden.
Vor dem Landgericht Leipzig hatte sich unter anderem eine Sachverständige geäußert. Sie soll den mutmaßlichen Mörder als sozial zurückgeblieben geschildert haben. Daneben hatten auch zwei Polizisten ausgesagt. Einer davon hatte den mutmaßlichen Mörder nach seiner Festnahme verhört. Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt, dann soll auch das Urteil verkündet werden. Der Tatverdächtige hatte bereits gestanden, Michelle im August vergangenen Jahres ermordet zu haben.
Trotz der Streichung von Fördermitteln wird das Völkerschlachtdenkmal weiter saniert.
Der zweite Vorsitzende des Fördervereins des Denkmals, Gerhard Langner, sagte im Interview mit mephisto 97.6, der Bau verzögere sich dadurch nicht. Mit der Gewissheit, dass das Geld im kommenden Jahre nicht ausbleibe, könnten die Arbeiten reibungslos weitergehen. 75.000 Euro seien eine große Summe, aber im Gesamtkontext zu verkraften. Die Stadt hatte das Geld abgezweigt, um das Lichterfest am Jahrestag der Friedlichen Revolution zu finanzieren. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf insgesamt 9,5 Millionen Euro. In vier Jahren sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Das Landgericht hat den ehemaligen Fernseh-Sportchef des Mitteldeutschen Rundfunks, Wilfried Mohren, zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.
Wie das Gericht mitteilte, muss Mohren zusätzlich eine Geldstrafe von mehr als 8.000 Euro zahlen. Am Vormittag hatte der 51-jährige ein Geständnis abgelegt. Ihm wurde Betrug, Bestechlichkeit und Steuerhinterzeihung vorgeworfen. Er soll gegen Geld Veranstaltungen und Sponsoren im MDR-Programm platziert haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Stanislaw Tillich bleibt sächsischer Ministerpräsident.
Der CDU-Politiker erlangte bereits im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit. Damit setzte sich Tillich gegen den SPD-Kandidaten Martin Dulig und Johannes Müller von der rechtsextremistischen NPD durch. Tillich ist seit vergangenem Jahr Sächsischer Ministerpräsident. Das Parlament wählte außerdem Matthias Rössler von der CDU zum neuen Landtagspräsidenten. Er löst damit Erich Itgen ab, der das Amt 19 Jahre innehatte. Der sächsische Landtag wurde vor einem Monat zum fünften Mal gewählt. Heute kamen die Abgeordneten erstmals zu einer konstituierenden Sitzung zusammen.
Die Kurt-Bennewitz-Straße im Eilenburger Stadtteil Wedelwitz kann ausgebaut werden.
Die Stadt hat nach eigenen Angaben am Morgen den Fördermittelbescheid erhalten. Sobald sie die Eigenmittel aufgebracht habe, beginne der Ausbau. Die Kosten würden sich auf 1,7 Millionen Euro belaufen. Der Ausbau der 750 Meter langen Straße solle innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein.
Frühnachrichten
- 3. Prozesstag im Mordfall Michelle
- Messechef Marzin wurden Befugnisse entzogen
- Neuer Landtag trifft sich zum ersten Mal
- Halloren will Export ausbauen
- Pöppelmannbrücke wird wiederhergestellt
Am Landgericht wird seit dem Morgen der Prozess um den Mord an der achtjährigen Michelle fortgesetzt.
Dem Gericht zufolge werden heute Zeugen gehört. Dabei soll unter anderem ein Polizist zur Spurenauswertung befragt werden. Außerdem wird eine Gutachterin der Opferschutzorganisation „Weißer Ring“ dazu sprechen, wie Michelles Familie den Tod zu verarbeiten versucht. Im Gericht wollen die Eltern des Mädchens selbst nicht anwesend sein. Michelle wurde im August vergangenen Jahres ermordet aufgefunden. Ein halbes Jahr später hatte der 19-jährige Tatverdächtige bei der Polizei ein Geständnis abgelegt. Er ist wegen Mordes und Vergewaltigung angeklagt. Das Urteil soll am Freitag verkündet werden.
Die Leipziger Messe hat ihrem Chef Wolfgang Marzin mehrere Befugnisse entzogen.
Marzin darf die Messe nicht mehr nach außen vertreten und Verträge abschließen. Diese Arbeiten werden künftig vom zweiten Messegeschäftsführer Martin Buhl-Wagner geführt. Die Entscheidung darüber trafen die Messegesellschafter, die Stadt Leipzig und der Freistaat Sachsen. Der Messe zufolge, ist Marzin aber nicht beurlaubt. In der vergangenen Woche hatte Marzin mitgeteilt, dass er zur Messe nach Frankfurt am Main wechseln wolle. Dort soll er den derzeitigen Messechef Michael von Zitzewitz ablösen, der in den Ruhestand geht. Wer die Stelle von Marzin in Leipzig übernehmen wird, ist weiterhin unklar. Mediengerüchten zufolge ist momentan Martin Buhl-Wagner der aussichtsreichste Kandidat.
Knapp vier Wochen nach der Landtagswahl trifft sich am Vormittag zum ersten Mal das neue Kabinett.
Dabei wird der neue Ministerpräsident gewählt werden. Nominiert dafür ist von der CDU/FDP-Fraktion der bisherige Amtsinhaber Stanislav Tillich. Seine Wiederwahl gilt so gut wie sicher. Denn CDU und FDP habe 72 der 132 Mandate. Beide Parteien hatten sich in der vergangen Wochen auf eine Koalition geeinigt. Dabei übernimmt die FDP das Ministerium für Wirtschaft und das Justizministerium. Gestern Abend hatte der FDP-Fraktionschef Holger Zastrow bereits bekannt gegeben, dass er auf ein Ministeramt verzichten werde. Bei der Landtagswahl Ende August hatte die CDU mit rund 40 Prozent der Stimmen die Wahl gewonnen. Die FDP erhielt zehn Prozent.
Der Schokoladenhersteller Halloren will den Export im ehemaligen Delitzscher Schokoladenwerk ausbauen.
Wie das Unternehmen mitteilte, soll das Geschäft nach Osteuropa deutlich erweitert werden. In Ländern wie Bulgarien oder Rumänien besteht eine große Nachfrage nach Produkten aus Delitzsch. Aber auch der Export nach Skandinavien, Kanada und in die USA soll erweitert werden. Im sächsichen Halloren-Werk in Delitzsch werden derzeit 40 Schokoladenprodukte hergestellt. Dazu gehören Tafelschokolade und Weinbrandbohnen. Vor einem Jahr hatte Halloren das Werk aus der Insolvenz übenommen.
In Grimma wird die Pöppelmannbrücke wiederhergestellt.
Wie die Stadt Grimma mitteilte, ist am Vormittag dafür der symbolische Spatenstich erfolgt. Die Kosten von rund 6,5 Millionen Euro übernimmt der Freistaat. Beim Augusthochwasser vor sieben Jahren wurde die Stadt Grimma von den Muldefluten überschwemmt. Dabei wurde auch die Brücke zerstört. Sie ist nun noch das letzte verbliebene Projekt nach dem Hochwasser. Wegen Finanzierungsschwierigkeiten hatte es sich immer wieder verzögert.



