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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Mittwoch, 2. September 2009

Ein Forschungsprojekt der Universität Leipzig beim Münchner Oktoberfest wird untersucht.

Einem Fernsehbericht der Sendung Report München zufolge, wurde beim Oktoberfest vor fünf Jahren Besuchern Blut abgenommen, ohne dass sie ihr Einverständnis gegeben hätten. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt nun wegen des Verdachts auf Körperverletzung. Das bayrische Rote Kreuz war laut Bericht beim Oktoberfest für die Entnahme der Blutproben zuständig. Die Versuchsreihe wurde jedoch von Wissenschaftlern der Universitäten Dortmund und Leipzig in Auftrag gegeben. Mitautor der Studien ist unter anderem ein Leipziger Arzt. Alle Menschen, denen Blut abgenommen wurde, sollen eine Bestätigung unterschrieben haben. Bis jetzt konnte der Leipziger Arzt aber nur die Hälfte der Bestätigungen vorzeigen. Die Studie soll außerdem durch die Ethikkommission der Universität Leipzig genehmigt worden sein. Das Schreiben dazu konnte bis jetzt aber auch nicht vorlegt werden. Die Universität Leipzig will nun wegen des Vorfalls eine Stellungnahme der Ethikkommission und des Studienleiters einfordern.

Für die insolvente Kaufhauskette Woolworth sind zwei Käufer gefunden worden.

Wie das Unternehmen mitteilte, werden der Textildiscounter NKD und die Drogeriemarktkette Schlecker ein Drittel der mehr als 300 Filialen kaufen. Weitere 160 Filialen sollen vom Mutterkonzern in einem neuen Unternehmen zunächst weiter geführt werden. Darunter auch die Leipziger Filiale im Paunsdorf Center. Die 160 Filialen werden in den kommenden vier bis acht Wochen für zehn Millionen Euro saniert. Danach sollen sie an einen Investor verkauft werden. Wer das sein werde, ist noch unklar. Woolworth musste im April Insolvenz anmelden. Grund dafür waren unter anderem Umsatzrückgänge.

Der Verein Theatrium hat eine Fachaufsichtsbeschwerde an das Innenministerium geschickt.

Wie der Verein mitteilte, wurde die Beschwerde am Montag auch an die Polizeidirektion Leipzig gesendet. Grund für die Beschwerde ist ein Vorfall im Theatrium am vergangenen Freitag. Dabei hatte eine Gruppe von betrunkenen Jugendlichen randaliert und Besucher geschlagen. Der Verein hatte mehrfach die Polizei angerufen. Sie sei aber erst nach einer dreiviertel Stunde gekommen und erklärte die Verspätung mit einem hohen Einsatzaufkommen an dem Abend. Dem Verein zufolge hat sich mittlerweile schon ein Polizeibeamter persönlich für den Vorfall entschuldigt. Das Innenministerium konnte den Empfang der Beschwerde nicht bestätigen. Bei der Polizei gab es über das Schreiben unterschiedliche Aussagen.

Die Förderstiftung des Leipziger Stadtbads sucht nach Zeitzeugen.

Nach Angaben der Stiftung werden Menschen gesucht, die über eine persönliche Geschichte zum Stadtbad berichten können. Die Erinnerungen sollen die Zeitzeugen dann zum Tag des offenen Denkmals erzählen. Alle Geschichten sollen später in einer Chronik des Leipziger Stadtbads zu lesen sein. Der Tag des offenen Denkmals ist Mitte September.

Im Museum der bildenden Künste ist eine Ausstellung zum Kunstsammler Gottfried Winckler eröffnet worden.

Nach Angaben des Museums hatte Winckler im 18. Jahrhundert eine der bedeutendsten Privatsammlungen. Dazu zählten unter anderem Werke von Albrecht Dürer und Rembrandt. Nach Wincklers Tod wurde die Sammlung in die ganze Welt zerstreut. Ein Teil der Werke ist wieder nach Leipzig zurückgekehrt und wird in der Ausstellung gezeigt. Von den anderen Werken werden Reproduktionen ausgestellt. Die Ausstellung geht bis November.

Im Schulbiologiezentrum haben die 14. Naturerlebnistage begonnen.

Wie die Schulverwaltung mitteilte, stellen sich über zwanzig Projekte vor. Themen sind unter anderem der Klimawandel, Energie und der Tropische Regenwald. Außerdem können sich Interessierte bei einem Rundgang durch den Botanischen Garten über Flora und Fauna informieren. Die Naturerlebnistage finden bis morgen Nachmittag statt.

 

Frühnachrichten

Nach dem eröffneten Insolvenzverfahren beim Mutterkonzern Arcandor bleibt die Situation für die Quelle-Mitarbeiter in Leipzig vorerst unverändert.

Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di werde sich die Insolvenz bei den Löhnen und Arbeitsbedingungen nicht bemerkbar machen. Die Löhne würden nun nach Ablauf der Schonfrist wieder von Quelle gezahlt, nachdem die Gehälter in den vergangenen drei Monaten von der Arbeitsagentur übernommen worden waren. Die Gewerkschaft hoffe darauf, dass ein neuer Investor gefunden wird, um Kündigungen zu vermeiden. Im Quelle-Versandzentrum in Leipzig arbeiten rund 1.200 Beschäftigte.

Im Prozess um verschmutztes Trinkwasser bei der Leipziger Brauerei Bauer ist ein Mitarbeiter freigesprochen worden.

Wie das Amtsgericht bestätigte, reichten die Beweismittel für eine Verurteilung nicht aus.Dem Mitarbeiter war vorgeworfen worden, das verunreinigte Wasser aus dem brauereieigenen Brunnen trotz Verbot des Gesundheitsamts verwendet zu haben. Das Amt hatte mehrfach bei dem verwendeten Wasser einen erhöhten Sulfatgehalt festgestellt. Dies kann nach dem Trinken abführend wirken. Daraufhin hatte die Behörde der Brauerei die Produktion von Bier und alkoholfreien Getränken vor zwei Jahren verboten. Nach Angaben des Amtgerichts kann gegen das Urteil noch Berufung eingelegt werden.

Der Fußball Zweitligist Energie Cottbus spielt am Abend für den guten Zweck gegen den FC Eilenburg.

Wie die Vereine mitteilten, gehen alle Einnahmen des Spiels an die Familie von Corinna. Das neunjährige Mädchen fiel vor gut einem Monat einem Gewaltverbrechen zum Opfer. Anpfiff des Spiels ist um 18 Uhr im Ilburg–Stadion in Eilenburg.

Die Stiftung „Bürger für Leipzig“ spendet 5.000 Euro an die Ringelnatz-Grundschule in Grünau.

Nach Angaben der Stiftung ist die Spende für das Schulprojekt „Die kleinen Paganinis“ bestimmt. Es dient der musikalischen Bildung der Grundschüler. Mit dem Geld sollen neue Streichinstrumente angeschafft und die Leihkosten für Instrumente gesenkt werden. An der Ringelnatz-Schule erhalten über 60 Kinder Instrumentalunterricht.

Die Fans des FC Sachsen drohen mit einem Boykott des Sachsenpokal-Derbys gegen RB Leipzig.

Grund des Fan-Ärgers ist der Umzug ins Zentralstadion. Die Fans sehen sich so um den Heimvorteil im Kunze-Sportpark gebracht. Vorstandssprecher Lars Ziegenhorn sagte, er könne die Wut nachvollziehen. Jedoch spiele auch die finanzielle Lage des Vereins eine wichtige Rolle. Um den Verein zu retten, müsse jeder finanzielle Spagat vermieden werden. Daher sei die Spielverlegung ins Zentralstadion notwendig. Die Vereinsspitze wolle aber im Gespräch mit dem Fanbeauftragten nach einer Lösung suchen. Die Begegnung der beiden Teams findet am Sonntag statt.