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Spätnachrichten vom Freitag, 18. September 2009
- Positive Bilanz der Mendelssohn-Festtage
- Stadt gibt "Handbuch für Familien" heraus
- Mehr Handwerksbetriebe in der Region Leipzig
- Hamburger Künstler suchen Atelierräume in der Stadt
- Uni-Studie: Zahlreiche Wähler rechtsextremer Parteien arbeitslos
- Stadt ruft zu Grippeschutzimpfung auf
- 23. Deutscher Bürgertag beginnt
- Schienenersatzverkehr auf Straßenbahnlinie 11
Die Veranstalter der Mendelssohn-Festtage haben eine positive Bilanz gezogen.
Der Geschäftsführer der Mendelssohn-Stiftung, Jürgen Ernst, sagte, zu den knapp 70 Veranstaltungen seien rund 40.000 Besucher gekommen. Das sei ein beeindruckendes Ergebnis. Ernst sagte, durch die Europatournee des Gewandhausorchesters hätten noch mehr Zuschauer die Mendelssohn-Stücke gehört. Der Gedanke der Festtage werde damit quer durch Europa getragen. Das Gewandhausorchester hätte unter anderem in Paris, London und Luzern gastiert. Ernst sagte, die reichhaltige Musiktradition Leipzigs sei unter Europas Großstädten einzigartig. Durch den Erfolg der Festtage hoffe er, mittelfristig ein jährliches Musikfestival in der Stadt etablieren zu können. Durch eine Einbindung der Oper und der Kirchenmusik solle die musikalische Vielfalt der Stadt präsentiert werden. Die Mendelssohn-Festtage dauerten knapp vier Wochen und gehen am Abend mit der Oper „Elias“ des Gewandhausorchesters zu Ende.
Die Stadt Leipzig hat ein „Handbuch für Familien“ herausgegeben.
Wie die Stadt mitteilte, enthält das Buch Informationen und Kontaktmöglichkeiten bei Problemen im Familienalltag. Laut Bürgermeister Thomas Fabian hilft das Handbuch, Unterstützungsangebote in Leipzig kennen zu lernen. Wer bei Fragen der Erziehung und Versorgung seiner Kinder beraten und unterstützt werden möchte, finde Hinweise auf geeignete Ansprechpartner. Das Handbuch richte sich aber auch an Leipziger, die beruflich mit Kindern und Familien zusammenarbeiten. Der Ratgeber entstand im Rahmen des Leipziger Netzwerkes für Kinderschutz unter Leitung des Jugendamtes. Er erscheint in einer Auflage von 5000 Exemplaren. Erhältlich ist das Handbuch unter anderem bei Kliniken, Kinderärzten oder dem Jugendamt.
In der Region Leipzig gibt es mehr Handwerksbetriebe.
Wie die Handwerkskammer Leipzig mitteilte, gab es Ende Juni in der Region rund 11.800 Handwerksbetriebe. Das seien gut 50 mehr als zu Beginn des Jahres. Die Zahl sei damit gegen den bundesweiten Trend gestiegen. Vor allem im Friseurgewerbe sowie bei Fliesenlegern und Gebäudereinigern gebe es mehr Betriebe. In der Region sind rund 94.000 Menschen im Handwerksbereich beschäftigt.
Hamburger Künstler suchen morgen in Leipzig nach Räumen für Ateliers.
Dem Bürgermeister für Stadtentwicklung, Martin zur Nedden, zufolge, habe die Stadt einige Künstler dazu eingeladen. Die Hamburger sollen auf die zahlreichen preiswerten Räume für Ateliers in der Stadt aufmerksam gemacht werden. Eines von vielen Beispielen sei das Gelände der Baumwollspinnerei, so zur Nedden. Im vergangenen Monat hatten 200 Künstler in der Hamburger Innenstadt leerstehende Gebäude besetzt und dort unter anderem Galerien eingerichtet. Dadurch wollten sie auf die Raumnot für Ateliers und Galerien aufmerksam machen.
Ein Drittel der Wähler von rechtsextremen Parteien ist arbeitslos.
Das geht aus einer aktuellen Studie der Universität Leipzig hervor. Der Studie zufolge könne bereits die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, zu Sympathien für Rechtsextreme führen. Zudem seien die Wähler rechtsextremer Parteien zu zwei Dritteln Männer. Allerdings sei der Frauenanteil unter jenen Wählern in den vergangenen drei Jahren um zehn Prozent gestiegen. Für die Studie wurden 2500 Ost- und Westdeutsche im Alter zwischen 14 und 94 Jahren befragt.
Die Stadt ruft die Leipziger auf, sich gegen Grippe impfen zu lassen.
Nach Angaben der Stadt steht der Impfstoff bereits bei den Haus- und Fachärzten zur Verfügung. Das Gesundheitsamt empfiehlt, sich bis Ende November impfen zu lassen. Die Impfung werde von den Krankenkassen bezahlt. Ab Ende Oktober könnten sich die Leipziger auch gegen die Schweinegrippe impfen lassen.
Am Abend beginnt im Neuen Rathaus der 23. Deutsche Bürgertag.
Dem Verband Deutscher Bürgervereine zufolge treffen sich rund 300 Vertreter von Bürgervereinen aus ganz Deutschland bis zum Sonntag in Leipzig. Unter dem Thema „20 Jahre Deutsche Einheit“ will der Verband auf die anhaltenden Differenzen zwischen West- und Ostdeutschen aufmerksam machen. Gastredner sind unter anderem Pfarrer Friedrich Magirius und der Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums, Rainer Eckert.
Die Straßenbahnlinie 11 fährt am Wochenende nicht bis zur Endhaltestelle in Markkleeberg.
Nach Angaben der Leipziger Verkehrsbetriebe werden zwischen den Haltestellen Klemmstraße und Markkleeberg-Ost Busse eingesetzt. Grund dafür ist der behindertengerechte Umbau zweier Haltestellen in der Bornaischen Straße. Zusätzlich werden in dem Streckenabschnitt die Gleise erneuert.
Frühnachrichten
- Koalitionsvertrag stößt auf Kritik
- City-Tunnel öffnet für Besucher
- Bauarbeiten rund um Stadthafen eingeschränkt
- LWB will Wohnungen verkaufen
- Einheitspreis für Leiter des Stasi-Museums
- Robert-Schumann-Denkmal saniert
Der vereinbarte Koalitionsvertrag von CDU und FDP ist auf Kritik gestoßen.
Mehrere Parteien sowie Gewerkschaften kritisierten unter anderem die Bildungs- und Umweltpolitik des neuen Vertrages. Die SPD befürchtet durch die neue Koalition deutliche Ungerechtigkeiten im sächsischen Bildungssystem. Die geplante Hochschulpolitik sei eine Kampfansage gegen ein chancengerechtes Studium. Die Leipziger Stadtratsfraktionen von Grüne und Linke kritisieren das Verhalten der Leipziger FDP. Entgegen ihres Wahlversprechens, eine Umweltzone in Leipzig zu verhindern, sehe der Koalitionsvertrag nun doch vergleichbare Regelungen vor. Für die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di bedeutet der Vertrag eine Verschlechterung der Arbeits- und Lebensbedingungen. Durch die geplanten Zuschüsse für Niedriglöhne würde Lohndumping weiter gefördert.
Der Leipziger City-Tunnel öffnet am Mittag für interessierte Besucher.
Das sächsische Wirtschaftsministerium rechnet bis morgen mit mindestens 10.000 Besuchern. Neugierige können die erste im Rohbau fertige Station am Bayrischen Bahnhof besichtigen. Für die Besucher geht es zunächst 20 Meter unter die Erdoberfläche. Dann führt der Weg einen halben Kilometer über das Gleisbett, auf dem später die Züge fahren werden. Unterwegs stünden Mitarbeiter für Fragen zum Tunnel zur Verfügung. Die Besichtigung erfolge auf eigene Gefahr. Daher seien festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung für alle Teilnehmer Pflicht. Auf Höhe des Fußwegs Kohlenstraße geht es für die Besucher dann wieder ins Freie. Der City-Tunnel soll in den kommenden drei Jahren fertig gestellt werden.
Die Stadt schränkt Bauarbeiten rund um den geplanten Stadthafen ein.
Wie das Stadtplanungsamt mitteilte, verhängte es eine so genannte Veränderungssperre. Die Stadt müsse zunächst den Flächenbedarf für die notwendige Infrastruktur des Stadthafens prüfen. Die Sperre läuft zunächst zwei Jahre, könne bei Bedarf jedoch verlängert werden. Ein Baustopp bedeute diese Maßnahme aber nicht. An Projekten, die schon von der Stadt genehmigt wurden, kann weiterhin gebaut werden. Die Sperre betreffe private Bauvorhaben, die nicht in die Stadthafenplanung passen.
Die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) plant den Verkauf von Wohnungen.
Nach Angaben der LWB sollen mindestens 150 Wohnungen an Mieter und Privatpersonen verkauft werden. Damit will das Unternehmen einen Teil seiner Schulden abbauen. Außerdem soll dadurch das Angebot an Eigentumswohnungen für Mieter erhöht werden. Momentan würden noch geeignete Wohnungen für den Verkauf besichtigt und ausgewählt. Falls die Aktion erfolgreich verlaufe, könne sich die LWB weitere Wohnungsverkäufe vorstellen.
Der Leiter des Museums "Runde Ecke", Tobias Hollitzer, erhält den diesjährigen Bürgerpreis zur Deutschen Einheit.
Wie die Bundeszentrale für politische Bildung mitteilte, wird Hollitzer für seine Aufklärungsarbeit zur Vergangenheit der DDR ausgezeichnet. Der Jury zufolge habe er einen herausragenden Beitrag zur Aufklärung der Geschichte des Ministeriums für Staatssicherheit geleistet. Hollitzer erhält den Preis stellvertretend für das von ihm mitbegründete Leipziger Bürgerkomitee.
Der Einheitspreis wird am 3. Oktober verliehen und ist mit 2500 Euro dotiert.
Die Stadt hat das Robert-Schumann-Denkmal saniert.
Wie die Stadt mitteilte, wurde das Denkmal in den vergangenen Wochen gereinigt und teilweise neu vergoldet. Anlässlich des Schumann-Jahres im kommenden Jahr sollte es wieder in einen guten Zustand gebracht werden. Das Denkmal steht auf der Rückseite der Moritzbastei und wurde 1875 eingeweiht.



