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Spätnachrichten vom Freitag, 29. Mai 2009
- Urabstimmungen finden heute im Einzelhandel statt
- Paulus-Medaille an Universitätsgemeinde überreicht
- Welt-Verkehrsforum geht am Abend zu Ende
- Generationenpreis erstmals vergeben
- Marketingkonzept der Universität Leipzig ausgezeichnet
- Ministerpräsident Tillich wird Tierpate
Im Tarifkonflikt im Einzelhandel finden heute Urabstimmungen statt.
Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi laufen die Befragungen in rund 100 Betrieben in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Mit der heutigen Urabstimmung will Verdi die Streikbereitschaft im Einzelhandel testen. In den Tarifverhandlungen fordert die Gewerkschaft einen Mindestlohn von 8,50€. Zudem sollen die Löhne um sieben Prozent steigen. Ein Ergebnis der Abstimmung soll Mitte nächster Woche vorliegen. Die Tarifverhandlungen für den Einzelhandel waren Anfang der vergangenen Woche in zweiter Runde ergebnislos unterbrochen worden. Sie gelten für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Mitte Juni soll weiter verhandelt werden. Im Leipziger Einzelhandel sind davon rund 30.000 Menschen betroffen.
Die erste Nachprägung der Paulus-Medaille ist an die Universitätsgemeinde überreicht worden.
Wie die Leipziger Stiftung Universitätskirche St. Pauli mitteilte, möchte sie damit an die Sprengung der ehemaligen Universitätskirche erinnern. Die Medaille soll im Fundament des künftigen Altars der neuen Universitätskirche vergraben werden. An gleicher Stelle sei vermutlich im frühen 16. Jahrhundert die Original-Medaille eingelassen worden. Die Paulus-Medaille ist die erste von 250 Nachbildungen. Vorbild ist eine von noch drei vorhandenen Original-Münzen. Die wird in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ausgestellt.
Am Abend geht das Welt-Verkehrsforum in der Stadt zu Ende.
Wie der Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee mitteilte, haben sich die teilnehmenden Minister für internationale Verkehrs-Lösungen ausgesprochen. So sei der Masterplan des wissenschaftlichen Beirats „Güterverkehr und Logistik“ vorgestellt worden. Er sehe mehr Investitionen im Schiffs- und Zugverkehr vor. Das Weltverkehrsforum ist die weltweit größte Konferenz für Verkehr und Transport. Dieses Jahr hat sie zum zweiten Mal in Leipzig stattgefunden.
Sachsen wird erstmals einen Generationenpreis vergeben.
Nach Angaben der Staatskanzlei sollen Initiativen und Vereine für generationsübergreifende Projekte geehrt werden. Unter den zwölf Nominierungen ist auch der Förderverein Altershilfe Muldental. Die Preisverleihung soll in drei Wochen in Dresden stattfinden.
Die Universität Leipzig hat mit ihrem Marketingkonzept um studentischen Nachwuchs den Wettbewerb „Schneller ins Studium“ gewonnen.
Nach Angaben der Hochschulinitiative Neue Bundesländer wird sie für ihr Konzept „Abenteuer-WG“ geehrt. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert. Der Wettbewerb war Teil der Kampagne „Studieren in Fernost“. Damit wollte die Hochschulinitiative Neue Bundesländer Vorurteile gegenüber dem Studium im Osten abbauen. Bei dem Wettbewerb konnte sich die Universität Leipzig gegen 25 andere ostdeutsche Hochschulen durchsetzen.
Sachsens Ministerpräsident Stanislav Tillich wird Pate für Leipziger Giraffendame Tanisha.
Der Ministerpräsident löst damit sein Versprechen vom Februar ein. Offiziell will Tillich die Patenschaft Anfang Juni antreten und dafür den Zoo besuchen. Die Giraffendame Tanisha wurde Mitte Dezember im vergangenen Jahr im Leipziger Zoo geboren.
Frühnachrichten
- Unterschriften für Erhalt der Karstadt-Filiale werden gesammelt
- EnBW vergrößert Anteile an Braunkohlekraftwerk Lippendorf
- Keine zusätzliche Stadtratssitzung
- Red Bull sponsert den SSV Makranstädt
- Kinderhilfswerk zieht auf Ex-"Riverboat"-Gelände
Der Betriebsrat und die Filialleitung der Karstadt-Filiale in der Innenstadt sammeln Unterschriften für den Erhalt des Warenhauses.
Wie Karstadt mitteilte, beteiligen sich heute bundesweit Filialen an dem Aktionstag. Der Betrieb des Kaufhauses an der Peterstraße läuft heute normal weiter. Nur mit einem Unterschied: Vor dem Eingang steht ein kleiner Tisch mit Flyern und Unterschriftenlisten. Die Unterschriftenlisten werden hinterher dem Bundeswirtschaftsministerium übergeben. 5.000 Leipziger haben sich bereits den Forderungen von Karstadt nach Staatshilfen angeschlossen. In der vergangenen Woche hatte das Unternehmen um Staatshilfen in Höhe von über 650 Millionen Euro gebeten. Das Geld brauche Arcandor, um Mitte Juni eine Kreditrate in dreistelliger Millionenhöhe zu zahlen. Sonst steht das Unternehmen nach eigenen Angaben vor der Insolvenz.
Der baden-württembergische Energiekonzern EnBW hat mehr Anteile an dem Braunkohlekraftwerk Lippendorf gekauft.
Einem Bericht der Leipziger Volkszeitung zufolge übernimmt EnBW die Anteile des niedersächsischen Unternehmens E-On. Damit halte EnBW an dem sogenannten S-Block des Braunkohlekraftwerks südlich von Leipzig 100 Prozent. Wie die LVZ berichtet, kauft EnBW die Anteile, weil der Konzern mehr Strom verkauft als er produziert. Der Kaufpreis habe bei mehr als 800 Millionen Euro gelegen. Das Bundeskartellamt prüfe derzeit den Kauf. Zuvor hatte das Energieunternehmen aus Baden-Württemberg versucht, Anteile an der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (Mibrag) zu kaufen. Das Angebot überbot jedoch ein tschechisches Unternehmen.
In der kommenden Woche wird es keine zusätzliche Stadtratsversammlung zum Konjunkturpaket II geben.
Wie Oberbürgermeister Burkhard Jung mitteilte, gibt es noch keine weiteren Entscheidungen über beantragte Gelder aus dem Konjunkturpaket. Jung werde die Stadtratsversammlung Mitte Juni umfassend über den Stand der Anträge informieren. Mit den Geldern aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung sollen die Kommunen in Bildung und Infrastruktur investieren. So sollen die Folgen der Wirtschaftskrise abgeschwächt werden.
Der Fußball-Oberligist SSV Makranstädt wird ab kommendem Jahr von Red Bull gesponsert.
Wie der Verein mitteilte, warten sie noch auf die Unterschrift des österreichischen Getränke-Unternehmens. Der wolle sie ab der Saison 2010/2011 fördern. Dann soll der Verein als „Rasenball Leipzig“ spielen. Der Verein will momentan noch keine Aussage dazu machen, wie er ab kommendem Jahr strukturiert sein wird.
Das Berliner Kinderhilfswerk „Arche“ zieht auf das MDR-„Riverboat“-Gelände.
Arche-Sprecher Wolfgang Büscher zufolge sollen dort bis zu 100 bedürftige Kinder und Jugendliche betreut werden. Das Angebot umfasse Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitaktivitäten. Die Arbeit solle im Herbst kommenden Jahres beginnen. Vorher werde das Gebäude umfassend renoviert.
Bis Mitte vergangenen Jahres hatte der Mitteldeutsche Rundfunk die Talk-Sendung „Riverboat“ vom Gelände am Nebenarm der Weißen Elster ausgestrahlt.



