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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Donnerstag, 30. April 2009

Centraltheater-Intendant Sebastian Hartmann hofft auf gute Zusammenarbeit mit dem künftigen Kulturbürgermeister Michael Faber

Hartmann sagte, er wünsche sich, dass Faber auf die Leipziger Kulturschaffenden zugehen werde. Hoffentlich nehme er die Kulturschaffenden ernster als Oberbürgermeister Burkhard Jung. Außerdem hofft Hartmann, dass sich sein Eindruck, Faber sei für den Posten ungeeignet, nicht bestätige. Er selbst könne mit Kritik gut umgehen. Sie müsse jedoch berechtigt sein. Zuvor hatte Faber Medienberichten zufolge Hartmann wegen seiner modernen Inszenierungen kritisiert. Faber weist diese Vorwürfe jedoch zurück.

Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange spricht sich für eine Verlängerung des Bachelorstudiums aus.

Der Ministerin zufolge soll dadurch die Qualität des neuen Abschlusses verbessert werden. Die Hochschulen müssten ihre Studiengänge überpüfen, so die Ministerin. Denn Bachelor-Studenten müssten zu viele Klausuren schreiben. Außerdem würden sie deutlich seltener ins Ausland gehen. Die Studienreform sollte aber genau das Gegenteil bewirken. Stange schlägt daher vor, sich am Beispiel Englands zu orientieren. Hier hätten Studenten mehr Zeit bis zum ersten Abschluss. Der Vorschlag sei jedoch keine Reaktion auf die Kritik der Leipziger Studenten am Bachelor-Studium. Seit zwei Wochen protestieren in Leipzig Studenten gegen die Studiengangreform. Sie haben in der Innenstadt Teile des Neuen Seminargebäudes besetzt.

Ab Herbst sollen sechs weitere digitale Fernsehsender in Leipzig empfangbar sein.

Wie die sächsische Landesmedienanstalt mitteilte, handelt es sich um vier Privatsender und zwei Bezahlsender der RTL-Gruppe. Um die Programme zu empfangen, ist ein zusätzliches Gerät notwendig, der Preis dafür liegt bei etwa 100 Euro. DVB-T ist Digitalfernsehen über Antenne. Die Technik ist in Leipzig vor etwa dreieinhalb Jahren eingeführt worden. Bisher sind in der Stadt über DVB-T 12 öffentlich-rechtliche Kanäle empfangbar.

Das Bewerbungsverfahren für den Trainerposten beim Fußball-Oberligisten FC Lok Leipzig ist angelaufen.

Nach Angaben des Vereinssprechers sei einer der Kandidaten Thomas Köhler, der derzeitige Trainer des VfL Pößnecks. Mit Köhler habe der Verein bereits Gespräche geführt. Es gebe aber noch weitere Bewerber, eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Vor Ende der Saison werde der Verein auch keine weiteren Details zum Bewerbungsverfahren bekanntgeben. Vor wenigen Tagen hat Lok Leipzig angekündigt, den Vertrag mit Rainer Lisiewicz zum Saisonende nicht zu verlängern. Lisiewicz trainiert Lok Leipzig seit 2003.

 

Frühnachrichten

Der Leiter des Instituts für Virologie Uwe-Gerd Liebert sieht Leipzig für einen möglichen Ausbruch der Schweinegrippe gut vorbereitet.

Es lasse sich nicht absehen, ob und wann die Grippe in Leipzig ausbreche. Liebert zufolge gibt es aber genaue Pläne wie die Behörden im Falle eine Pandemie vorgehen müssten. Personen mit Krankheitssymptomen würden schnellstmöglich auf Infektionsstationen isoliert werden. Außerdem müssten Kontaktpersonen der Kranken identifiziert werden, um die Verbreitung der Grippe zu verhindern. Im schlimmsten Fall müssten Großveranstaltungen abgesagt und Schulen geschlossen werden. Panik sei aber unangebracht. Zurzeit sei es wichtig, dass Menschen mit Grippesymptomen zum Arzt gehen. Ein Verdachtsfall auf Schweinegrippe in der Region Leipzig hat sich gestern nicht bestätigt. In Deutschland sind zurzeit drei Menschen erkrankt.

Im Agenturbezirk Leipzig gibt es weniger Arbeitslose.

Nach Angaben der Arbeitsagentur ist die Zahl der Erwerbslosen im Vergleich zum Vormonat um knapp 130 Personen auf über 60.500 gesunken. Im Vorjahr waren es knapp 500 Personen weniger. Die Arbeitslosenquote liegt konstant bei etwa 15,4 Prozent. In der Stadt gibt es über 40.000 Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote liegt bei 16,1 Prozent.

In den kommenden zwei Monaten soll es beim Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck in Leipzig keine Entlassungen geben.

Laut Betriebsratschef, Lutz Stefan, läuft der Tarifvertrag noch bis Ende Juni. Der sichere die Arbeitsplätze vorerst. Anfang des Monats hatte Heidelberger Druck bekannt gegeben, dass über 60 Stellen in der Stadt gestrichen werden sollen. Deutschlandweit sollen fast 5.000 Arbeitsplätze wegfallen.

Beim Antirassismus-Konzert „Leipzig. Courage zeigen.“ am Abend darf kein Alkohol getrunken werden.

Wie das Ordnungsamt mitteilte, darf auf dem Veranstaltungsgelände niemand Alkohol, Glasflaschen oder Getränkedosen bei sich haben. Das Verbot gilt von Donnerstagnachmittag bis Freitagmorgen und umfasst einen Bereich vom Völkerschlachtdenkmal bis nach Reudnitz. Das Konzert „Leipzig. Courage zeigen“ findet bereits zum 12. Mal statt und richtet sich gegen Rechtsextremismus. In den vergangenen Jahren gab es im Umfeld des Konzerts gewalttätige Ausschreitungen.

Die Finanzierung der A 72 zwischen Leipzig und Chemnitz ist gesichert.

Wie die CDU- und SPD Fraktionen des Sächsischen Landtages bekannt gaben, wird der Bau der Autobahn wie geplant fortgesetzt. Dazu werden Mittel aus dem Konjunkturpaket II verwendet. Unerwartete Mehrkosten für den Bau des Leipziger City-Tunnels hatten den Bau der Autobahn gefährdet.

Die Leipziger Baumwollspinnerei eröffnet ihren traditionellen Frühjahrsrundgang.

Wie die Veranstalter mitteilten, zeigen 15 Galerien unter anderem Kunstwerke Malerei und Fotografie. Ein Höhepunkt des Rundgangs ist die mexikanische Ausstellung „Imperium“. Sie zeigt die Werke von fast 20 internationalen Künstlern, darunter Damien Hirst und Daniel Buren. Die Ausstellung ist bis Samstag geöffnet. Die Veranstalter erwarten bis zu 7.000 Besucher.

Der ehemalige Muldentalkreis liegt bei der Kleinkindbetreuung bundesweit an zweiter Stelle.

Wie das statistische Bundesamt mitteilte, gibt es im Altkreis Muldental für jedes zweite Kind unter drei Jahren einen Betreuungsplatz. Im bundesweiten Durchschnitt findet nur jedes fünfte Kind einen Platz in Kindertagesstätten, Krippen oder bei Tageseltern. Die Bundesregierung will in den kommenden vier Jahren erreichen, dass für jedes dritte Kleinkind in Deutschland einen Betreuungsplatz zur Verfügung steht.

Der Fußball-Regionalligist FC Sachsen hat im Zentralstadion gegen den FC Plauen verloren.

Die Leipziger unterlagen in dem Nachholspiel mit 3:0. Fünf Minuten vor Spielende trat der FC-Sachsen-Präsident Winfried Lonzen zurück. Er hatte bereits vor einem Monat seinen Rücktritt angekündigt. Der neue Vorstand des Vereins steht bereits fest. Vor zwei Monaten hatte der FC Sachsen Insolvenz angemeldet. Er steht sportlich und aus finanziellen Gründen als Absteiger in die Oberliga fest.