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Spätnachrichten vom Freitag, 17. April 2009
- DGB warnt vor mehr Mini-Jobs
- Studenten protestieren über das Wochenende weiter
- Ministerium will Geistes- und Sozialwissenschaften fördern
- Müll-Sammelaktion an Karl-Heine-Kanal und Weißer Elster
- Streetballplatz im Friedenspark wieder bespielbar
- FC Sachsen spielt gegen FC Magdeburg
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warnt vor mehr Mini-Jobs.
Wie der DGB-Leipzig mitteilte, sind im vergangenen Jahr 40 Prozent mehr Leipziger in Mini-Jobs beschäftigt gewesen als 2001. Das sind rund 32.000 Menschen. Der Vorsitzende des DGB Leipzig, Bernd Günther, warnt vor den langfristigen Folgen. Denn für Mini-Jobs zahlen Arbeitgeber keine Sozialabgaben, was auch zu geringen Renten führt. Zudem seien die Stundenlöhne bei Mini-Jobs gering, weil es keine gesetzliche Obergrenze der Wochenarbeitszeit gebe. Lediglich eine Lohngrenze von 400 Euro im Monat. Günther fordert daher die Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes.
Nach den Protesten im Geisteswissenschaftlichen Zentrum und im Neuen Seminargebäude wollen die Studenten auch über das Wochenende bleiben.
Nach Angaben der Veranstalter soll es weitere Diskussionen über die Ziele des Protestes geben. Dafür wollen die Organisatoren weitere Workshops und Gesprächskreise veranstalten. Mit dem Protest setzen sich die Studenten für bessere Studienbedingungen ein. Nach Veranstalterangaben ist der Studienbetrieb aber nicht behindert worden. Vor zwei Tagen hatten Studenten das Geisteswissenschaftliche Zentrum der Universität besetzt. Gestern haben sie den Protest in das Neue Seminargebäude in der Innenstadt verlegt.
Das Sächsische Wissenschaftsministerium will die Geistes- und Sozialwissenschaften mehr fördern.
Das kündigte die Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange bei der Sitzung der Sächsischen Akademie in Leipzig an. So sollen Kooperationsprojekte zwischen Hochschulen und externen Einrichtungen mit zwei Millionen Euro unterstützt werden. Die Ausschreibung läuft ab Oktober. Die Universität Leipzig hat die größte Fakultät für Sozialwissenschaften in Sachsen, mit rund 3.600 Studenten.
Am Karl-Heine-Kanal und der Weißen Elster wird morgen Müll gesammelt.
Dem Verein Wasser-Stadt-Leipzig und den Kommunalen Wasserwerken zufolge werden Taucher helfen, Müll aus beiden Flüssen zu bergen. Auch die Böschung wird gereinigt. Die Müllsammlung findet bereits zum neunten Mal statt. Der Verein Wasser-Stadt-Leipzig sucht noch freiwillige Helfer.
Auf dem Streetballplatz im Friedenspark kann wieder gespielt werden.
Der Stadtreinigung zufolge wurde der Platz neu asphaltiert, weil die Fläche stark abgenutzt war. Zusätzlich hat die Stadtreinigung den zweiten Streetballständer wiederaufgebaut. Die Sanierung kostete rund 13.000 Euro.
Im Freitagsspiel der Regionalliga spielt der FC Sachsen Leipzig gegen den FC Magdeburg.
Bei den vergangenen fünf Begegnungen hat der FC Sachsen gegen Magdeburg vier Mal verloren. Im März dieses Jahres hatten die Leipziger Insolvenz anmelden müssen. Deshalb spielen sie in der nächsten Saison in der Fußball-Oberliga.
Frühnachrichten
- Ehemalige DRK-Mitarbeiter in Borna starten Protestmarsch
- Wirtschaftsverbände befürworten private Schulsanierung
- Volksbank Leipzig steigert Betriebsergebnis
- Leipziger Kunsthistoriker erhält Wissenschaftspreis
- Leipzig-Marathon vor Teilnehmerrekord
Die ehemaligen Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Borna sind am Vormittag zu einem Protestmarsch nach Dresden gestartet.
Laut der Sprecherin der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi Nordsachsen, Ines Jahn, wollen die entlassenen Angestellten damit gegen ihre Kündigung protestieren und für die Einhaltung ihrer Arbeitnehmerrechte. Nach sechs Etappen solle der Protestmarsch in der kommenden Woche vor dem Dresdner Landtag enden. Das DRK in Borna hatte im Dezember Insolvenz angemeldet. Deswegen war den rund 40 Angestellten gekündigt worden.
Mehrere Wirtschaftsverbände haben sich für das geplante Privatisierungs-Projekt der Stadt bei Schulsanierungen ausgesprochen.
In einem offenen Brief an die Stadtratsfraktionen stellen die Verbände jedoch Bedingungen für ihre Unterstützung. Die Verbände fordern bei der Umsetzung des Projekts eine faire Preisgestaltung. So sollen auch mittelständische Unternehmen in das Projekt eingebunden werden. Laut dem Präsidenten der Handwerkskammer Leipzig, Joachim Dirschka, seien private Investitionen ohnehin nötig. Der städtische Haushalt könne die Sanierung der Schulen nicht alleine tragen. Im Rahmen des Projekts sollen private Firmen fünf Leipziger Schulen sanieren und 25 Jahre lang unterhalten. Im Gegenzug soll die Stadt eine gleichbleibende Miete dafür zahlen. Sie erhofft sich davon zusätzliche Einsparungen in Millionenhöhe. Der Stadtrat soll in der kommenden Woche über das Projekt abstimmen.
Die Volksbank Leipzig hat im vergangenen Jahr ihr Betriebsergebnis gesteigert.
Wie die Bank mitteilte, hat sie rund 2,6 Millionen Euro erwirtschaftet. Das sei knapp eine Million Euro mehr als noch 2007. Grund seien vor allem die sicherheitsorientierten Anlagen der Bank, die sich in der aktuellen Finanzkrise bewährt hätten. Für das laufende Jahr erwartet die Bank eigenen Angaben zufolge ein ähnliches Ergebnis. Die Volksbank Leipzig beschäftigt rund 100 Angestellte.
Am Vormittag wird der Kunsthistoriker Frank Zöllner mit dem Leipziger Wissenschaftspreis ausgezeichnet.
Nach Angaben der Stadt erhält Zöllner den Preis für seine Arbeit am Institut für Kunstgeschichte der Universität. Besonders gewürdigt werde sein Bemühen, Leipzig als Wissenschaftsstadt bekannt zu machen. Die Auszeichnung wird zum vierten Mal gemeinsam von Stadt, Universität und der Sächsischen Akademie der Wissenschaften vergeben. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und geht vor allem an Arbeiten aus der Region.
Die Organisatoren des Leipzig-Marathons rechnen mit einem neuen Teilnehmerrekord.
Nach eigenen Angaben werden zum Lauf am Sonntag rund 7.500 Läufer erwartet. Bislang hätten sich etwa 6.200 angemeldet. Das seien rund 400 Läufer mehr als im Vorjahr. Die Teilnehmer können zwischen Marathon, Halbmarathon und einer Zehn-Kilometer-Strecke wählen. Während des Laufs sind unter anderem die Erich-Zeigner-Allee und die Jahnallee gesperrt, Umleitungen seien ausgeschildert.



