Livestream

Geburtstag

Nachrichtenarchiv

Ressortleiter

Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke

Kontakt

Tel.: 0341 / 97 37 954
Fax: 0341 / 97 37 999
news(ät)mephisto976.de

Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Dienstag, 31. März 2009

Der Betreiber der Abfallanlage Pohritzsch in Nordsachsen will weitere rechtliche Schritte gegen die Gutachten der Umwelthilfe einleiten.

Der Geschäftsführer des Betreibers SDR Biotec Jörg Schmidt sagte, das von der Deutschen Umwelthilfe veröffentlichte Gutachten entspreche nicht den gesetzlichen Anforderungen. Unter anderem seien Messpunkte und Probenprotokolle ungenau ausgezeichnet. Schmidt sagte, er erwäge weitere rechtliche Schritte. Gutachten müssten auf eine fachlich fundierte und gesetzeskonforme Grundlage gestellt werden, bevor sie veröffentlicht würden. Schmidt zeigte sich empört, dass er bisher vom Landratsamt als zuständiger Prüfbehörde nicht informiert worden sei. Die Umwelthilfe hatte am Freitag ein Gutachten veröffentlicht, das eine erhöhte Belastung durch Schwermetalle im Umfeld der Anlage feststellt. Das Landratsamt bestätigte gestern die Messwerte. Eine einstweilige Verfügung des Betreibers gegen ein früheres Gutachten der Umwelthilfe hatte das Landgericht Leipzig abgelehnt.

Die Bewerbung von Michael Koelsch für das Amt des Kulturbürgermeisters hat bei den Stadtratsfraktionen unterschiedliche Reaktionen ausgelöst.

Der langjährige Stadtrat und Vorsitzende des Kulturausschusses hatte gestern seine Bewerbung für den Posten eingereicht. Koelschs eigene Fraktion der Grünen schätzt seine Chancen eher gering ein. Der Fraktionschef der CDU, Alexander Achminow, hält die Wahl dagegen für völlig offen. Seine Fraktion werde wahrscheinlich für Koelsch stimmen, das werde aber erst auf der morgigen Fraktionssitzung besprochen. Für Volker Külow von der Fraktion Die Linke ist Koelsch ein ernstzunehmender Bewerber, die Fraktion wolle aber weiter Michael Faber unterstützen. SPD und Linke hatten sich auf den Verleger Michael Faber als Kandidaten verständigt, beide Fraktionen haben eine knappe Mehrheit im Stadtrat. Der neue Kulturbürgermeister soll in der April-Sitzung gewählt werden.

Die Leipziger Beschäftigten des Druckmaschinenherstellers Heidelberger Druck wollen sich gegen die geplanten Kündigungen wehren.

Laut Betriebsratschef Lutz Stefan ist noch unklar, wie viele der 300 Angestellten in Leipzig betroffen seien. Die Geschäftsleitung wolle den Betriebsrat morgen über genauere Zahlen informieren. Stefan sagte, die Angestellten würden die Kündigungen nicht einfach akzeptieren. Der Betriebsrat wolle Entlassungen durch Ausweitung der Kurzarbeit oder durch Umschulungen der Mitarbeiter verhindern. Stefan sagte weiter, rund 50 Beschäftigte würden am Donnerstag an Protesten am Hauptwerk des Unternehmens im baden-württembergischen Wiesloch teilnehmen.

Wegen der schlechten Auftragslage hatte Heidelberger Druck angekündigt, insgesamt 5.000 Stellen abzubauen.

Der umstrittene Thor-Steinar-Laden in der Leipziger Innenstadt muss bis Ende Juni geräumt werden.

Nach Angaben des Oberlandesgerichts Dresden haben sich der Ladenbetreiber und die betroffene Immobilienfirma darauf in einem Vergleich geeinigt. Ursprünglich wollte das Gericht heute das Urteil im Berufungsprozess verkünden. Der Betreiber hatte gegen ein Urteil des Landgerichts Leipzig Einspruch eingelegt. Das hatte bereits im November vergangenen Jahres die Räumung des Ladens verfügt. Der Immobilienfirma zufolge hat der Betreiber verschwiegen, dass er im Laden die in der rechtsextremen Szene beliebte Marke „Thor Steinar“ vertreibe. Deswegen war er von der Firma wegen arglistiger Täuschung verklagt worden.

 

Durch die starke Nachfrage nach Kurzarbeitergeld ist die Arbeitslosigkeit in der Region nur leicht gestiegen.

Laut dem Chef der Leipziger Arbeitsagentur Wolfgang Steinherr haben dieses Jahr über 500 Betriebe Kurzarbeit angemeldet oder eine Umstellung auf Kurzarbeit angekündigt. Ohne Kurzarbeitergeld würde die Arbeitslosenzahl in der Region deutlich höher ausfallen. Nach Angaben der Arbeitsagentur sind im Bezirk Leipzig knapp 60 Menschen mehr als im Vormonat arbeitslos gemeldet. Insgesamt sind das rund 60.700 Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote liegt damit im Bezirk Leipzig unverändert bei 15,4 Prozent, im Stadtgebiet ebenfalls unverändert bei 16 Prozent.

Die Stadt will ein Bürgertelefon einrichten.

Nach eigenen Angaben will sie damit den Service und die Erreichbarkeit der Verwaltung verbessern. Bürger könnten dann unabhängig von den Sprechzeiten der Fachämter Auskünfte erhalten. Ebenso soll die Vermittlung an zuständige Ansprechpartner effizienter gestaltet werden. Ein Probebetrieb sei für das kommende Jahr geplant. Der Stadt zufolge soll das Projekt in der Mai-Sitzung des Stadtrats beschlossen werden.

 

Im Leipziger Neuseenland werden Sehenswürdigkeiten und Freizeitziele künftig einheitlich ausgeschildert.

Der Tourismusverein Leipziger Neuseenland teilte mit, das solle vor allem Touristen die Orientierung erleichtern. Bis zum Herbst wolle der Verein ein entsprechendes Informations- und Leitsystem erarbeiten. Die Kosten für das Konzept belaufen sich demnach auf rund 30.000 Euro. Im kommenden Jahr sollen die Kommunen dann mit dem Aufstellen der Schilder beginnen. Das Projekt wird zu einem großen Teil vom Bund und dem Land Sachsen gefördert. Ein entsprechender Bescheid war dem Verein gestern von der Landesdirektion übergeben worden.

 

Frühnachrichten

Die Zahl der Arbeitslosen in Leipzig und Umgebung ist im März nur leicht gestiegen.

Nach Angaben der Arbeitsagentur haben im Agenturbezirk Leipzig knapp 60 Menschen mehr als im Vormonat keine Arbeit. Insgesamt sind das etwa 60.700 Arbeitslose und etwa 0,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt damit unverändert bei 15,4 Prozent, im Stadtgebiet ebenfalls unverändert bei 16 Prozent. Dem Chef der Leipziger Arbeitsagentur, Wolfgang Steinherr, zufolge sind die Zahlen eine Überraschung. Aufgrund der schlechten Wirtschaftslage habe er mit einer höheren Arbeitslosenquote gerechnet.

Bei der Neubesetzung des Kulturbürgermeisterpostens geht ein neuer Kandidat ins Rennen.

Der Grünen-Stadtrat, Michael Koelsch, hat eigenen Angaben zufolge gestern seine Bewerbung eingereicht. Er fühle sich aufgrund seiner langjährigen Erfahrung als Stadtrat und als Vorsitzender des Kulturausschusses für das Amt qualifiziert. Bisher war der Leipziger Verleger Michael Faber als Spitzenkandidat im Gespräch. Linke und SPD hatten sich bereits auf Faber geeinigt. Beide Parteien habe eine knappe Mehrheit im Stadtrat. Bereits im vergangenen Jahr sollte der amtierende Kulturbürgermeister Georg Girardet abgelöst werden. Dieser wollte sich in den Ruhestand verabschieden. Das Verfahren scheiterte jedoch. Nun geht die Suche nach einem Nachfolger in die zweite Runde.

Nachdem bei der Recyclinganlage in Pohritzsch Schwermetalle nachgewiesen wurden, fordern die Grünen die Abfallanlagen in ganz Sachsen zu überprüfen.

Das sagte der Umweltpolitische Sprecher der Grünen im Landtag, Johannes Lichdi. Der Fall Pohritzsch habe gezeigt, dass die Kontrollen der Umweltbehörden nicht ausreichen würden. Man könne die Anzahl der Anlagen überblicken, die gefahrengeneigt seien und in denen solche hochgiftigen Stoffe anfielen. Die Behörden bräuchten ein Programm, das gefährliche Stoffe messen könne. Lichdi mangele es aber an der politischen Bereitschaft auf Kreis- und Landesebene solche Kontrollen durchzuführen. Die Interessen der Investoren scheinen wichtiger zu sein als die Gesundheit der Anwohner, so Lichdi. Das Landratsamt bestätigte gestern, dass die Grenzwerte in Pohritzsch unter anderem für Blei mehrfach überschritten werden.

Das Zentralstadion ist als Ausweichstadion für den Fußball-Bundesligisten Hertha BSC unwahrscheinlich.

Laut dem Geschäftsführer des Zentralstadions, Winfried Lonzen, wurde das Stadion nur als eine von mehreren Alternativen besprochen. Man habe lediglich grobe kalkuliert, falls Hertha BSC die Qualifikation zur Champions League in Leipzig spielen müsse. Das ist laut Lonzen aber unwahrscheinlich, da der Verein in der Bundesliga genau auf dem dritten Platz landen muss. Hertha BSC sucht eigenen Angaben zufolge momentan ein Ausweichstadion für einige Bundesligaspiele und das Qualifikationsspiel zur Champions League. Noch sei unklar, ob das Berliner Olympiastadion in diesem Zeitraum zur Verfügung stehe. Dort laufen dann die Vorbereitungen zur Leichtathletik-Weltmeisterschaft. Hertha BSC ist derzeit Tabellenführer in der Bundesliga.

In diesem Jahr fällt die Gala zur Verleihung des "Bild"-Medienpreises in der Stadt aus.

Dem Chefredakteur der "Bild"-Zeitung zufolge wird die Veranstaltung aufgrund der Wirtschaftskrise nicht stattfinden. Geehrt wurden in diesem Jahr der frühere Bundeskanzler, Helmut Kohl, der ehemalige Präsident der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, und der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten, Georg Bush senior. Sie werden von der Zeitung für ihr Engagement zur Wiedervereinigung Deutschlands ausgezeichnet. Die Preise seien bereits an die Preisträger übergeben worden. Der "Bild"-Medienpreis ist in diesem Jahr zum 16. Mal verliehen worden. Er wird jährlich an Persönlichkeiten vergeben, die sich um das Zusammenwachsen Deutschlands verdient gemacht haben.

In der Gottschedstraße finden Dreharbeiten für eine Fernsehreihe mit verfassungsfeindlichen Symbolen statt.

Wie die Polizei mitteilte, wird in der Gaststätte "Sinfonie" eine Folge der Reihe "Spur der Ahnen" gedreht. Im Zuge der Produktion wird dort eine Ortsgruppensitzung der NSDAP nachgestellt. Die Schauspieler tragen Uniformen und Requisiten mit Hakenkreuzen und SA-Symbolen sowie Nachbildungen von Schusswaffen. Die Dreharbeiten dauern bis zum frühen Nachmittag. Die Sendung "Spur der Ahnen" läuft im MDR-Fernsehen und geht Familiengeschichten auf den Grund.