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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Donnerstag, 19. März 2009

Für den Neubau der Universität ist ein neuer Architekt gefunden worden.

Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um das Büro Fischer und Werner aus Leipzig. Offiziell wurde das jedoch noch nicht bestätigt. Grund sei eine 14-tägige Einspruchsfrist für die anderen Bewerber. Der ursprünglich mit dem Bau beauftragte Architekt Erick van Egeraat hatte im Januar Insolvenz angemeldet. Dadurch kam es zu Verzögerungen beim Neubau der Universität.

Die Leipziger Messe will den geplanten Umbau der Kongresshalle am Zoo unterstützen.

Laut Geschäftsführer Martin Buhl-Wagner muss die Messe dafür 20 Millionen Euro aufbringen. Über die Finanzierung müsse jedoch noch beraten werden. Weitere zehn Millionen Euro will die Stadt aus den Mitteln des Konjunkturpaketes II beisteuern. Buhl-Wagner sagte, bis Ende April müsse ein Finanzierungsplan stehen. Dies sei eine sehr kurze Frist, die von der Bundesregierung gesetzt wurde. Die Messe müsse sich jetzt mit ihren Gesellschaftern abstimmen, wie weiter vorgegangen werden soll. Buhl-Wagner sagte weiter, die Kapazität für Tagungen in der Stadt sei ausgeschöpft. Daher sei ein neuer Veranstaltungsort nötig.

Die Stadt hat das Modell für die Demokratieglocke am Augustusplatz vorgestellt.

Die Glocke soll die Form eines kippenden Eies erhalten und an die friedliche Revolution im Jahr 1989 erinnern. Oberbürgermeister Burkhard Jung sagte, der Glocken-Standort sei bewusst gewählt worden. Der Augustusplatz habe für die Menschen damals eine besondere Bedeutung gehabt. Daher soll die Glocke am Ausgang der Grimmaischen Straße zum Augustusplatz aufgestellt werden. Jung sagte weiter, die Glocke solle dieses Jahr zum 20. Jahrestag der Revolution am 9. Oktober eingeweiht werden. Die Glocke kostet rund 80.000 Euro, die Hälfte davon übernimmt der Bundesverband der Deutschen Gießer. Die übrigen 40.000 Euro sollen durch Sponsoren finanziert werden.

Die Gespräche über einen Sozialplan für die Mitarbeiter des Leipziger Straßenbauers Kirchhoff sind vertagt worden.

Nach Angaben des Betriebsrates sind bei den Verhandlungen mit dem Mutterkonzern Strabag zahlreiche neue Fragen aufgekommen. Die wollen beide Seiten zunächst intern klären. Die Gespräche sollen in drei Wochen wieder aufgenommen werden. Der Betriebsrat erwarte dann Vorschläge von Strabag, was mit den Mitarbeitern geschehen soll. Der Baukonzern Strabag hatte angekündigt, Kirchhoff Ende September zu schließen. Dadurch würden über 100 Arbeitsplätze wegfallen.

Die Auswahl aus Sachsen-Anhalt hat das U16-Fußballturnier in Leipzig gewonnen.

Im Finale besiegte die Mannschaft das Team aus Thüringen mit 1:0. Dritter wurde die Landesauswahl aus Sachsen, Platz vier ging an Brandenburg. Der Wettbewerb diente den Mannschaften als Vorbereitung auf das deutschlandweite Nachwuchsturnier im April in Duisburg.

Die Straßenbahnlinie 16 wird ab morgen umgeleitet.

Grund sind Gleisbauarbeiten auf der Delitzscher Straße zwischen den Haltestellen Chausseehaus und Eutritzsch-Zentrum. Daher wird die Linie vom Hauptbahnhof aus über den Leuschnerplatz zum Eutritzscher Zentrum umgeleitet. Ab kommenden Dienstag fährt die Linie wieder regulär. Die Haltestelle Chausseehaus ist weiterhin mit den Linien 10 und 11 erreichbar.

 

Frühnachrichten

Der Stadtrat hat die Verteilung der Gelder aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung beschlossen.

Insgesamt rund 80 Millionen Euro stehen für Investitionen zur Verfügung. Knapp ein Viertel davon muss die Stadt aufbringen. Rund 50 Millionen Euro investiert die Stadt in Bildungseinrichtungen. Damit kommt die Stadt den Forderungen des Bundes nach den Grossteil der Gelder für deren Sanierung und Ausstattung auszugeben. Außerdem beschloss der Stadtrat den Bau des Stadthafens an der Käthe-Kollwitz-Straße. Dafür stehen knapp vier Millionen Euro zur Verfügung. Auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei soll ein Stadtwald angepflanzt werden. Für den Umbau der Kongresshalle am Zoo will die Stadt zehn Millionen Euro ausgeben. Diese Entscheidung wurde jedoch unter Vorbehalt getroffen. Denn die Leipziger Messe, als spätere Betreiberin, müsste für das Bauprojekt weitere 20 Millionen aufbringen.

Die Stadt erhebt für die Nutzung von Freisitzflächen weniger Gebühren.

Darauf hat sich der Stadtrat geeinigt. Damit wurde der Vorschlag der Stadtverwaltung für höhere Gebühren abgelehnt. Die hatte gefordert, die Abgaben für Sitzplätze außerhalb der Gaststättenräume anhand von Straßenklassen festzulegen. Jetzt solle die Stadt in drei Zonen aufgeteilt werden. Die Zone innerhalb des Stadtrings sei dabei die mit den höchsten Gebühren.

Im vergangenen Jahr hatte die Stadt durch die Abgaben der Gaststätten 280.000 Euro eingenommen. Für das laufende Jahr sei jetzt mit deutlich niedrigeren Einnahmen zu rechnen.

Die Stadt stellt für die Sanierung des Gewandhauses rund dreieinhalb Millionen Euro bereit.

Das Geld kommt aus dem Konjunkturpaket II des Bundes. Damit sollen die Fassade und das Dach erneuert werden. Die Arbeiten sollen bis zu den Mendelssohn-Festtagen im Sommer abgeschlossen sein. Im Dezember hatte ein Gutachten ergeben, dass durch undichte Stellen im Dach die Gefahr von Kurzschlüssen bestehe. Seitdem war bei jeder Vorstellung zur Sicherheit des Publikums ein Feuerwehrmann anwesend.

Die Geldmenge aus dem Konjunkturpaket II für den Leipziger Sport wurde erhöht.

Damit konnten sich die Fraktionen von SPD und Linke in der gestrigen Stadtratssitzung durchsetzen. Insgesamt stünden jetzt rund sechs Millionen Euro für den Sport zur Verfügung. Mit den zusätzlichen Geldern soll eine Dreifelder-Sporthalle gebaut und das Dach der Radrennbahn saniert werden. Ursprünglich waren knapp zwei Millionen Euro für Sportinvestitionen vorgesehen. Dagegen hatten gestern während der Stadtratssitzung 300 Vertreter der Leipziger Sportvereine protestiert.

Der Delitzscher Fleischwarenproduzent Silberthaler-Havema ist erneut zahlungsunfähig.

Nach Angaben des Amtsgerichtes Leipzig hat einer der Gläubiger den Insolvenzantrag gestellt. Die Produktion wurde zunächst heruntergefahren. Der niedersächsische Fleischproduzent Meemken zeige sich jedoch interessiert am Delitzscher Unternehmen. Er wolle die rund 40 Mitarbeiter übernehmen und das Werk langfristig erhalten. Die Firma Silberthaler hatte bereits im Oktober Insolvenz angemeldet. Damals war das Unternehmen zunächst von der Leipziger Fleischerei Havema gepachtet und weiter betrieben worden.

In der Lützener Straße wurden vermehrt zu hohe Feinstaubbelastungen gemessen.

Wie das Umweltamt Leipzig bestätigte, wurde der Grenzwert am Brühl im laufenden Jahr bereits an 16 Tagen überschritten. Der Grenzwert darf pro Jahr maximal an 35 Tagen überschritten werden. Aufgrund der dortigen Baustelle rechne man mit zahlreichen weiteren Überschreitungen.

Die Spielerinnen des Handballclubs HC Leipzig haben am Abend deutlich gegen den BVB Dortmund verloren.

Sie unterlagen vor heimischer Kulisse mit 18:23. Es ist die siebte Niederlage in dieser Saison. Dennoch bleibt der HCL Tabellenzweiter. Im Kampf um die Playoffs verschenkte der Vereien damit jedoch wichtige Punkte. Am Sonntag trifft der HCL im Europapokal-Viertelfinale auf den franzöischen Club Issy les Moulineaux.

Der insolvente Volleyball-Bundesligist VC Leipzig muss nach der gestrigen Niederlage auch sportlich absteigen.

Der Verein verlor am Abend gegen Generali Haching mit 0:3. Nach Angaben des Trainers Steffen Busse war der Klassenunterschied deutlich zu spüren gewesen. Der zahlungsunfähige Verein werde trotzdem die letzten beiden Saisonspiele bestreiten.