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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Montag, 9. Februar 2009

Der Kinderschutzbund kritisiert die CDU-Forderung nach einem zweiten kostenlosen Kita-Jahr.

Die Vorsitzende des Bundes, Kristin Drechsler, sagte, es sei sinnvoller das Geld direkt in die Betreuung der Kinder zu investieren. Das kostenlose Jahr würde nur einem Teil der Eltern nützen. Der CDU-Vorschlag würde nur mittelständischen Familien helfen. Denen würde die Entlastung zwar auch gut tun, ärmere Familien würden aber nicht profitieren. Für die übernehme sowieso das Jugendamt die Kitagebühren. Prinzipiell sei es zwar gut die Eltern zu entlasten. Im Moment sei es aber wichtiger die Bildung der Kinder zu verbessern. Dafür seien zum Beispiel mehr Betreuerinnen nötig. Der Finanzausschuss hat am Wochenende dem CDU-Vorschlag für ein kostenloses zweites Kita-Jahr zugestimmt. Ob der Entwurf vom Stadtrat verabschiedet wird ist aber unklar, da Linke und SPD den Vorschlag ablehnen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat auf einer Versammlung in Leipzig einen Wechsel in der Rentenpolitik gefordert.

Wie der DGB mitteilte, sollen Renten und Mindestlöhne zu einem Thema im so genannten Superwahljahr werden. Unter anderem sollten Geringverdiener und Langzeitarbeitslose besser ab gesichert werden. Auch Mindestlöhne von 7,50 Euro seien nötig. Verdi-Chef, Frank Bsirske, sagte Mindestlöhne seien die Voraussetzung für eine ausreichende Rente für alle Arbeitnehmer. Unter dem Motto „Rente muss zum Leben reichen“ trafen sich auf der Neuen Messe über 1.000 Gewerkschaftler aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Leipzig ist der Auftakt einer Reihe von Regionalkonferenzen zur Rentenpolitik.

Auf der Buchmesse wird erstmals die Deutsche Hörspielnacht veranstaltet.

Nach Angaben der Messe soll die Nacht ein Treffpunkt für die ganze Branche sein. Erwartet werden neben Autoren und Verlagen auch Sprecher, Regisseure und Komponisten. Insgesamt sollen rund 500 Gäste an der Veranstaltung teilnehmen. Die Hörbuchnacht ist ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer Hörbuchverlage. Die Buchmesse findet in fünf Wochen statt.

Der neue Förderverein des Eishockey-Oberligisten Blue Lions erwartet Hilfe von der Stadt.

Dem Verein zufolge kann eine Pleite nur mit zusätzlichen Geldern abgewendet werden. Dazu seien weitere Sponsoren notwendig. Der Vorsitzende, Holger Tschense, sagte, sie seien auch auf das Entgegenkommen der Betreibergesellschaft der Messehalle 6 angewiesen. Die jährliche Stadion-Miete von 200.000 Euro könnten die Blue Lions nicht weiter bezahlen. Eishockey habe in Leipzig nur eine Zukunft, wenn die Stadt die Blue Lions unterstütze. Da ihr die Messehalle 6 gehöre, ginge das am besten über einen Mieterlass. Tschense sagte weiter, der Verein müsse sein Budget insgesamt senken. Die zurzeit 900.000 Euro seien in Zukunft nicht zu finanzieren. Das Finanzamt hatte vor drei Wochen gegen die Betreibergesellschaft des Leipziger Eishockey-Vereins einen Insolvenz-Antrag gestellt.

 

Die Leipzigerin Grit Jurack ist Handballerin des Jahres

Das haben die Leser der Fachzeitschrift „Handballwoche“ entschieden. Die deutsche Rekord-Torschützin ist damit bereits zum fünften Mal zu Deutschlands bester Handballerin gewählt worden. Die 31jährige spielt derzeit beim dänischen Spitzenverein Viborg HK. Mit dem HC Leipzig wurde Jurack vor ihrem Wechsel nach Dänemark Deutscher Meister und Pokalsieger. Bei den Männern gewann der französische Weltmeister Nikola Karabatic vom THW Kiel.

 

Frühnachrichten

In den Leipziger Kindertagesstätten soll ein zweites kostenloses Kita-Jahr eingeführt werden.

Die Mitglieder des Finanzausschusses hatten sich am Wochenende mehrheitlich für den CDU-Vorschlag ausgesprochen. Trotz der Zustimmung im Finanzausschuss steht das kostenlose zweite Kita-Jahr auf wackligen Beinen, denn im Stadtrat herrschen andere Mehrheitsverhältnisse. Nur in einem sind sich die Fraktionen einig, die Eltern sollen bei der Kinderbetreuung entlastet werden. Geht es nach dem Willen der CDU sollen für das vorletzte Jahr vor der Einschulung keine Elternbeiträge erhoben werden. Bisher kostet die Kinderbetreuung monatlich etwa 130 Euro pro Kind. Sollte der Stadtrat in zwei Wochen dem Vorschlag zustimmen, dann entfielen die Elternbeiträge ab März. Laut CDU kostet das die Stadt rund 2,5 Millionen Euro. Dem würden FDP und Grüne zustimmen. SPD und Linke lehnen den CDU-Vorschlag jedoch ab. Die SPD hält eine Verteilung der Entlastungen auf alle Betreuungsjahre für effizienter.

Der insolvente Leipziger Eishockey-Verein Blue Lions soll von einem neuen Förderverein unterstützt werden.

Wie der Vorsitzende des neuen Vereins, Holger Tschense, mitteilte, haben sich 28 aktive Sponsoren zusammengeschlossen, um Geld für den angeschlagenen Eishockey-Oberligisten zu sammeln. Ziel sei es eine Betreibergesellschaft zu gründen. Der Leipziger Oberligist hatte im vergangenen Monat Insolvenz angemeldet. Grund dafür seien drei Jahre alte Schulden aus der ersten Spielzeit der Blue Lions. Dem Vereinsvorsitzenden zufolge gibt es aber verschiedene Pläne die Schulden des Eishockey-Oberligisten wieder abzubauen. Für die laufende Saison sei der Spielbetrieb gesichert.

Die Handballerinnen des HC Leipzig haben im Achtelfinale des Europapokalwettbewerbs eine Niederlage einstecken müssen.

Sie verloren vorgestern in Baia Mare mit 23:27 gegen die Rumäninnen. Beim Rückspiel am kommenden Sonntag können die Leipziger jedoch ihren Rückstand aus der Hinrunde aufholen. Mit einem Sieg in der Leipziger Grube-Halle können die HCL-Damen doch noch ins Viertelfinale des EHF-Pokals einziehen.

An den berufsbildenen Schulen in Leipzig ist die Zahl der Schüler gestiegen.

Dem Statistischen Landesamt zufolge lassen sich in diesem Jahr insgesamt mehr als 26.000 Schüler an den berufsbildenen Schulen in der Stadt ausbilden. Das sind rund 1.100 mehr als noch im vergangenen Jahr. Damit entwickeln sich die Schülerzahlen in der Stadt entgegen dem sachsenweiten Trend. Im gesamten Freistaat sank die Zahl durchschnittlich um sieben Prozent. Dem Landesamt zufolge ist die rückgängige Bevölkerungsentwicklung der Grund für die sinkenden Schülerzahlen im Land.