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Spätnachrichten vom Donnerstag, 19. Februar 2009
- Nissan doch auf der Automobilmesse
- Betriebsausschuss Kulturstätten prüft Schauspiel-Investitionen
- Weiterhin keine Spur von Michelles Mörder
- Semesterticket für Sommersemester erhältlich
- FC Leipzig trifft auf Union Berlin
Der japanische Fahrzeughersteller Nissan hat seine Absage für die diesjährige Automobilmesse AMI zurückgezogen.
Das hat die Messeleitung bekannt gegeben. Nissan und andere große Autohersteller hatten ihre Teilnahme an der AMI wegen der Wirtschaftskrise abgesagt. Bei der Vorstellung des diesjährigen AMI-Programms konnte Messechef Wolfgang Marzin am Vormittag mitteilen, dass Nissan doch teilnimmt. Der Autohersteller hatte seine Absage ursprünglich mit Kosteneinsparungen begründet. Marzin sieht die Zusage von Nissan als positives Zeichen und hofft, dass andere Unternehmen wie BMW, Chrysler oder Mitsubishi ihre Absagen überdenken. Auf der Messe sind knapp zehn Autohersteller weniger als im Vorjahr vertreten. Wolfgang Marzin hofft dennoch auf rund 300.000 Besucher. Soviele Menschen hatten die AMI im vergangenen Jahr besucht.
Der Betriebsausschuss Kulturstätten tagt zu nicht bewilligten Ausgaben des Schauspiels Leipzig.
Ausschussmitglied, Alexander Achminow von der CDU, sagte, es solle geklärt werden, wie das Schauspiel mit seinen Geldern umgegangen sei. So seien die Investitionen in die Spielstätte "Weisses Haus“ nicht genehmigt gewesen. Achminow sagte, es hätte eine Investitionssumme in der Höhe von ungefähr 200.000 Euro gegeben. Diese wäre für das Vorjahr genehmigt gewesen, konnte dann aufgrund eines Intendantenwechsels nicht mehr ausgegeben werden. Sie sei dann später getätigt worden, sodass zu diesem Zeitpunkt keine Genehmigung mehr vorlag. Achinow sei zuversichtlich, dass der Ausschuss alle Fragen klären könne. Über mögliche personelle Konsequenzen am Schauspiel solle Kulturbürgermeister Georg Giradet entscheiden. Anfang der Woche hatte der Verwaltungsleiter des Schauspiels, Gerhard Nodurft, Fehler beim Umgang mit den Finanzen des Hauses eingeräumt.
Auch ein halbes Jahr nach dem Mord an der achtjährigen Michelle fehlt der Polizei eine konkrete Spur von dem Täter.
Wie die Polizei mitteilte, arbeiten derzeit 75 Beamte in einer Sonderkommission an dem Fall. Mehr als 1.700 Hinweise und über 1.000 Zeugenbefragungen lägen den Ermittlern vor. Trotz einer Vielzahl von gesicherten Spuren gebe es weiterhin keinen konkreten Hinweis auf den Mörder. Michelle war im September vergangenen Jahres entführt und wenige Tage später im Stötteritzer Wäldchen ermordet aufgefunden worden.
Studenten können das Semesterticket für das kommende Sommersemester kaufen.
Das Ticket kosten für das Stadtgebiet Leipzig rund 70 Euro. Für das gesamte Netz der Leipziger Verkehrsbetriebe müssen Studenten knapp 80 Euro ausgeben. Damit können die Käufer den Nahverkehr rund um die Uhr nutzen. Im vergangenen Wintersemester nutzten rund 13.000 Studierende das Ticket. Zum Kauf berechtigt ist jeder, der an der Leipziger Universität oder den Hochschulen für Musik oder Handel eingeschrieben ist.
Die Fußballer des FC Sachsen Leipzig treffen am Wochenende auf den 1. FC Union Berlin.
Wie der FC Leipzig mitteilte, wird das Testspiel am Sonntag gegen den Drittligisten aus Berlin im Zentralstadion stattfinden. Am vergangenen Wochenende war ein Unions-Punktspiel gegen Wacker Burghausen ausgefallen. Die Berliner Mannschaft will durch das Spiel gegen Leipzig weiter im Spielrhythmus bleiben. Die Partie findet aus Sicherheitsgründen ohne Zuschauer statt. Dem FC Sachsen Leipzig zufolge, könne für die nötige Sicherheit kurzfristig nicht gesorgt werden.
Frühnachrichten
- Höfe am Brühl werden gebaut
- Fraunhofer Institut wird erweitert
- Mehr Besucher in Leipziger Museen
- Fußball-Länderspiel im Zentralstadion ausverkauft
- Neuer Disko-Krieg-Prozess im April
- Überfall auf Angestellte in Grimma
Die Finanzierung für das neue Einkaufszentrum am Brühl ist gesichert.
Medienberichten zufolge soll der Vertrag zwischen dem Essener Investor MfI und der Stadt in der kommenden Woche unterzeichnet werden. Zuletzt war fraglich, ob die „Höfe am Brühl“ wirklich gebaut werden. Ein Teil der Finanzierung fehlte zwischenzeitlich. Grund war der Rückzug eines Geldgebers. Der kanadische Pensionsfonds hatte wegen der Finanzkrise seine Beteiligung gestoppt. Nun hat der Essener Bauherr offenbar Ersatz gefunden. Näheres soll dem Stadtrat in der kommenden Woche mitgeteilt werden. Insgesamt soll das Einkaufszentrum 200 Millionen Euro kosten. Es soll fünf Stockwerke hoch sein und neben Geschäften und Wohnungen auch Gaststätten und eine Kindertagesstätte umfassen.
Das Fraunhofer Institut an der Alten Messe soll im Sommer erweitert werden.
Wie das Institut für Zelltherapie und Immunologie mitteilte, wird ab Juni eine 1.000 Quadratmeter große Erweiterung gebaut. Der Bau soll das Gelände des Instituts mit der benachbarten Bio-City verbinden. In einem Jahr sollen die neuen Labore fertig sein. So sollen rund neue 30 Arbeitsplätze entstehen. Zurzeit arbeiten beim Fraunhofer Institut 120 Angestellte. Insgesamt kostet der Bau und die neue Technik knapp 11 Millionen Euro. Der Großteil wird über Förderungen von Bund, Land und EU finanziert.
Im vergangenen Jahr haben über eine Million Menschen die Leipziger Museen besucht.
Wie das städtische Amt für Statistik mitteilte, sind das etwa 70.000 Besucher mehr als 2007. Beliebtestes Ziel war mit rund 190.000 Gästen das zeitgeschichtliche Forum. Auf Platz zwei kam das Völkerschlachtdenkmal. Die wenigsten Besucher hatte das Sportmuseum. Dort wurden 74 Gäste gezählt.
Für das Fußball-Länderspiel Deutschland gegen Liechtenstein im Zentralstadion gibt es keinen Karten mehr.
Dem Deutschen Fußball-Bund zufolge, sind bereits über 39.000 Eintrittskarten verkauft worden. Die restlichen 5.000 seien vorbestellt. Das Qualifikationsspiel für die Weltmeisterschaft in Südafrika findet Ende März statt.
Im April beginnt der neue Prozess um den so genannten Leipziger Disko-Krieg.
Wie die Leipziger Volkszeitung berichtete, müssen sich ein 24jähriger Armenier und drei Mitangeklagte vor Gericht verantworten. Ihnen wird vorgeworfen an Angriffen auf Diskotheken in der Innenstadt beteiligt gewesen zu sein. Dabei gab es vier Verletzte, darunter zwei Türsteher. Der ursprüngliche Prozess begann bereits im Januar, musste aber wegen einer Erkrankung der Richterin abgesagt werden. Damals hatte sich keiner der Angeklagten zu den Vorwürfen geäußert.
Am Abend wurde vor einer Bank in Grimma eine Frau überfallen.
Nach Angaben der Polizei, wollte die Angestellte die Tageseinnahmen ihrer Firma bei einer Bank einzahlen. Vor der Bank entrissen ihr zwei maskierte Täter die Tasche. Sie erbeuteten 9000 Euro. Die Frau blieb unverletzt.



