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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Mittwoch, 2. Dezember 2009

Die Universität Leipzig hat ihr 600-jähriges Bestehen gefeiert.

Der Universität zufolge kamen dazu rund 800 Gäste. Unter ihnen war auch Bundespräsident Horst Köhler. Er kritisierte in seiner Rede die Umsetzung der Hochschulreform. Insgesamt feiert die Universität ihr Jubiläum seit Mai unter anderem mit der Ausstellung „Die Erleuchtung der Welt“. Die Leipziger Universität ist die zweitälteste Hochschule Deutschlands. Sie wurde heute vor 600 Jahren von Prager Studenten und Professoren gegründet. Am frühen Abend findet im Paulinum ein Festkonzert anlässlich des Jubiläums statt.

Bei seiner Rede zum 600-jährigen Bestehen der Universität hat Bundespräsident Horst Köhler die Förderung der Hochschulen kritisiert.

Köhler sagte, staatliche Förderung der Hochschulen sei seit Jahren unterdurchschnittlich. Die chronische Unterfinanzierung würde in schlechten Betreuungsquoten, maroden Gebäuden und mangelnder Infrastruktur in Forschung und Lehre sichtbar. Das sei eine Botschaft an die Studierenden - aber es sei die falsche Botschaft. Köhler sagte weiter, die Länder müssten das Thema Bildung zur Chefsache machen. Sie könnten die Verantwortung nicht an die Hochschulen abschieben. Alle Beteiligten müssten sich nun zusammensetzen.

Das Spiel des FSV Brandis gegen Roter Stern Leipzig wird wiederholt.

Das zuständige Sportgericht hat sich heute für die Neuauflage des Spiels entschieden. Ein Termin dafür steht noch nicht fest. Vor eineinhalb Monaten wurde das Spiel beider Mannschaften kurz nach Spielbeginn abgebrochen. Der Grund: Rechtsextreme hatte das Spielfeld gestürmt und auf Fans mit Eisenstangen eingeschlagen. Das Sportgericht entschied, das Spiel zu wiederholen, da keinem Verein Fehler nachzuweisen seien. Außerdem sei das Spiel aufgrund der kurzen Spielzeit nicht aussagekräftig. Beide Vereine haben eine Woche Zeit, Widerspruch einzulegen. Bei den Auseinandersetzungen im Oktober waren mehrere Personen verletzt worden. Die Polizei hatte in der vergangenen Woche fünf Tatverdächtigen festgenommen.

Ein neues Sendekonzept könnte die freien sächsischen Radios retten.

Nach Angaben von Radio Apollo ist es der Sächsischen Landesmedienanstalt (SLM) gestern vorgestellt worden. Genaue Details sind aber noch nicht bekannt. Radio Apollo und die SLM haben Stillschweigen vereinbart, bis das Konzept den freien Radios kommenden Montag präsentiert wird. Die Radios nutzen derzeit die Frequenz des privaten Kulturradios Apollo. Zum Jahresende endet der Vertrag über die Finanzierung der Sendeleitungskosten. Dadurch droht den drei freien Radios in Sachsen das Aus. Unter Ihnen ist auch der Leipziger Sender Radio Blau.

Mehr als 60 Studenten haben vor dem neuen Hörsaalgebäude der Universität protestiert.

Die Studierenden der Fachrichtung Ethnologie haben in einer spontanen Zusammenkunft symbolisch ihren Studiengang zu Grabe getragen. Mit Kerzenlichtern und Trommelmusik machen die Demonstrierenden auf ihre Situation aufmerksam. Sie kritisieren, in ihrem Fach käme lediglich ein Professor auf 350 Studenten.

Im Fall der aufgebrochenen Fahrkartenautomaten hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen.

Wie die Polizei mitteilte, hat sie zwei Personen am frühen Morgen bei Aufbrechen eines Automaten ertappt. Einem Täter gelang daraufhin die Flucht.

Seit September sind 39 Fahrkartenautomaten der Leipziger Verkehrsbetriebe aufgebrochen worden. Dabei entstand ein Gesamtschaden von rund 250.000 Euro.

Das Leipziger Gesundheitsamt will eine Selbsthilfegruppe für Stalking-Opfer gründen.

Nach Angaben des Amtes werden dafür noch Betroffene gesucht. Als Stalker werden Menschen bezeichnet, die ihren Opfern auflauern und sie mit Liebesbekundungen und Drohungen belästigen. Betroffene können sich bei der Selbsthilfekontakt- und Informationsstelle melden.

Am Rossplatz ist ein Autofahrer in eine Gruppe Fußgänger gefahren.

Der Polizei zufolge wurden dabei zwei Personen leicht und drei schwer verletzt. Der Autofahrer kam Neues Rathaus. Er hatte eine rote Ampel missachtet und die Fußgänger beim Überqueren der Straße erfasst. Der Straßenbahnverkehr ist mittlerweile wieder freigegeben. Direkt am Unfallort staut sich noch der Verkehr.

 

Frühnachrichten

Die Universität Leipzig feiert ihr 600-jähriges Bestehen.

Wie die Universität mitteilte, werden zum Festakt in der unfertigen Aula "Paulinum" rund 800 Gäste erwartet, darunter auch Bundespräsident Horst Köhler. Seit Mai dieses Jahres wird das Universitäts-Jubiläum gefeiert, unter anderem mit der Ausstellung "Die Erleuchtung der Welt" im Alten Rathaus. Im Vorfeld gab es aber auch Kritik: Studenten protestierten gegen die hohen Kosten der Feierlichkeiten. Die würden zu Lasten der Lehre fallen. Die geplanten sechs Millionen Euro werden zu 90 Prozent von externen Förderern übernommen, 10 Prozent müss die Hochschule selbst zahlen. Die Leipziger Universität ist die zweitälteste Hochschule in Deutschland, in der ununterbrochen gelehrt wurde. Sie wurde heute vor 600 Jahren von Prager Studenten und Professoren gegründet.

Die Leipziger Karstadt-Filiale bleibt zunächst bestehen.

Einem Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks zufolge, haben sich Insolvenzverwaltung und der Eigentümer des Gebäudes, Oppenheim-Esch, auf einen neuen Mietvertrag geeinigt. Damit bleibe die Filiale auch nach Jahresende bestehen. Die Einigung sei aber vorerst nur eine Grundlage. Ob das Warenhaus darüber hinaus betrieben werde, müssten am Ende die Anleger von Oppenheim-Esch entscheiden. Bislang sei kein Stellenabbau bei den rund 300 Leipziger Angestellten geplant. Die Warenhauskette Karstadt ist eine Tochter des insolventen Handelskonzerns Arcandor.

Anderthalb Jahre nach Inbetriebnahme des Luftfrachtdrehkreuzes Leipzig/Halle, hat die DHL-Geschäftsleitung ein positives Fazit gezogen.

Geschäftsführer Eric Malitzke sagte, in diesem Jahr sind täglich etwa 1.100 Tonnen Fracht verladen worden. Das seien 50 Starts und Landungen pro Tag.

Die Entwicklung des DHL-Standortes laufe nach Plan. Derzeit seien rund 2.100 Mitarbeiter beschäftigt. Ein freiwilliges Angebot zur Kurzarbeit hätten nur etwas mehr als 100 Mitarbeiter in Anspruch genommen. Steigende Frachtmengen führten jedoch eher dazu, dass DHL weitere Mitarbeiter einstelle, so der Geschäftsführer des DHL Standortes am Flughafen Leipzig/Halle. Malitzke sagte außerdem, es sollen ab jetzt rund 150 Mitarbeiter eingestellt werden. Weitere 240 würden im kommenden Jahr folgen. DHL hatte im März vergangenen Jahres den Betrieb aufgenommen. Damals starteten und landeten täglich 60 Frachtflugzeuge. Das entsprach rund 2.000 Tonnen Fracht, 900 Tonnen mehr als 2009.

Zwei ehemalige Zwangsarbeiter haben heute sich in das Goldene Buch der Stadt eingetragen.

Dem Rathaus zufolge sind Maria Kosk und Mordechai Weinryb seit drei Tagen in Leipzig zu Besuch. Zu NS-Zeiten mussten sie in der Metallwarenfabrik HASAG, das als KZ-Außenlager diente, arbeiten. Sie überlebten auch weitere KZ-Aufenthalte und Todesmärsche. Der Besuch ist Teil der Leipziger Erinnerungskultur, die vor neun Jahren vom Stadtrat beschlossen wurde. Seitdem werden regelmäßig ehemalige Zwangsarbeiter in die Stadt eingeladen.

Ende des Schuljahres sollen die Berufsschulzentren 5 und 6 fusionieren.

Nach Angaben der Stadt werden Klassen des Schulzentrums 6 in Grünau ins Schulzentrum 5 im Leipziger Osten wechseln. Die Berufsschule in Grünau solle als neuer Standort für das Schulzentrum 7 in Eutritzsch genutzt werden. Im Januar entscheidet der Stadtrat über die Pläne. Die Zusammenlegung der Schulen ist laut Rathaus notwendig, weil seit dem Schuljahr 2008/09 die Schülerzahlen stark zurückgegangen sind.