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Spätnachrichten vom Freitag, 18. Dezember 2009
- Umweltzone soll mit gelockerten Auflagen in Kraft treten
- Quelle-Versandzentrum schließt Ende Januar
- Neuer Bauabschnitt an B 6 und B 87
- Verwenden von Streusalz teils ordnungswidrig
- Notunterkünfte für Bedürftige
- BBVL spielt gegen New Baskets
Die Umweltzone soll in einem Jahr mit gelockerten Auflagen in Kraft treten.
Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal sagte, die Umweltzone werde kleiner ausfallen, als ursprünglich geplant. So seien etwa landwirtschaftliche Nutzflächen im Osten und Norden der Stadt ausgenommen von der strengsten Einstufung. Rosenthal sagte, zusätzlich werde es für Betroffene Ausnahmeregelungen geben. Wesentlich, um in den Genuss einer Ausnahme zu kommen, sei, dass sich das Fahrzeug nicht umrüsten lasse und dass das Fahrzeug vor dem 1. März 2007 erworben wurde. Außerdem müsse es entweder für den wirtschaftlichen kleinen Betrieb eine existenzielle Gefährdung darstellen oder für den Betroffenen eine soziale Härte sein. Rosenthal denke hier vor allem an Hartz IV-Empfänger. Die Umweltzone sei nur ein Teil des Luftreinhalteplans. So sollen in Zukunft unter anderem mehr Bäume in der Stadt gepflanzt werden. Bis zum Monatsende musste die Stadt den Luftreinhalteplan vorlegen. Morgen tritt er in Teilen in Kraft. Dadurch soll die Feinstaubbelastung gesenkt werden. Erfüllt die Stadt die Vorgaben nicht, droht eine Geldstrafe der Europäischen Union.
Das Leipziger Quelle-Versandzentrum schließt voraussichtlich Ende Januar.
Wie der Sprecher des Insolvenzverwalters von Arcandor, Thomas Schulz, mitteilte, werden bis dahin die Lager geleert. Im Moment werden Schulz zufolge täglich noch 20.000 bis 25.000 Pakete verschickt. Das soll bis Weihnachten abgeschlossen sein. Anfang des kommenden Jahres würden dann die übrigen Artikel an Geschäftskunden verkauft. Was mit den Mitarbeitern im Versandzentrum geschieht ist weiterhin unklar: fast ein Viertel der Beschäftigten wurden bereits entlassen. Zu den restlichen wollte Schulz keine Stellung nehmen. Morgen schließt der insolvente Versandhändler Quelle. Sein Mutterkonzern Arcandor hatte im Juni Insolvenz angemeldet. Anfang Oktober war bekannt geworden, dass es für Quelle keine Rettung gibt.
Die Bauarbeiten an den Bundesstraßen 6 und 87 in Wahren gehen in einen neuen Bauabschnitt.
Die dortigen Eisenbahngleise sollen in Zukunft über den Bundesstraßen verlaufen. Wie die Stadt mitteilte, werden zum Jahreswechsel zwei Hilfsbrücken für die Bauarbeiten eingesetzt. Mit ihnen werde der Bau der Eisenbahnüberführung vorbereitet. Dazu werde von morgen an die Zugstrecke gesperrt. In einem Jahr soll der komplette Abschnitt fertig sein. Die Stadt rechnet mit Kosten von mehr als 50 Millionen Euro.
Der „Ökolöwe Umweltbund Leipzig“ weist darauf hin, dass das Verwenden von Streusalz großteils verboten ist.
Eigenen Angaben zufolge schädigt Streusalz die Umwelt und könne Haustiere vergiften. Als Alternative könnten auch Sand oder Splitt verwendet werden. Wer dennoch Streusalz verwende, müsse mit einer Geldstrafe von bis zu 500 Euro rechnen. Laut der Leipziger Winterdienstsatzung zählt Streusalz zu den chemischen Auftaumitteln. Solche Mittel dürfen jedoch nur auf Treppen und bei besonderen Witterungsbedingungen wie Blitzeis eingesetzt werden.
Wegen der kalten Wintertage weist die Stadt auf Notunterkünfte für Bedürftige hin.
Eigenen Angaben zufolge gibt gibt es für Männer und Frauen täglich insgesamt knapp 90 Plätze. Dort erhalten Bedürftige einen Schlafplatz sowie Essen, Getränke und Bekleidung. Die Wohnungslosen könnten sich in den Notunterbringungen aufhalten, bis sie eine reguläre Unterkunft fänden. Zudem ruft das Sozialamt Leipziger auf, Obdachlose auf die Angebote hinzuweisen, vor allem wenn sie sich in Abbruchhäusern aufhielten. Notunterbringungen gibt es unter anderem in der Südvorstadt in der Scharnhorststraße 27, in Leutsch in der Rückmarsdorfer Straße 7 oder im Zentrum Ost in der Chopinstraße 13.
Die Basketballerinnen des BBV Leipzig Eagles spielen morgen gegen die New Baskets aus Oberhausen.
Für die Mannschaft ist es das letzte Spiel im laufenden Jahr. Im Spiel am vergangenen Wochenende mussten die Leipzigerinnen eine Niederlage gegen TSV 1880 Wasserburg einstecken. Derzeit belegt der BBVL den elften Tabellenplatz in der ersten Bundesliga der Basketball Damen.
Frühnachrichten
- Verdi wirft Amazon überzogene Kontrolle vor
- Neuer Jugendstrafvollzug in Sachsen
- José Carreras Gala sammelt Spenden
- UT Connewitz kann mit Spendengelder überwintern
- Deutsche Handballerinnen WM-Siebenter
Die Gewerkschaft Verdi wirft dem Internet-Versandhändler Amazon eine überzogene Kontrolle seiner Mitarbeiter vor.
Einem Bericht der Leipziger Volkszeitung zufolge sollen rund 1.000 Beschäftigte durchsucht worden seinen. Verdi zufolge gab es für die Durchsuchungen keinen bestimmen Verdacht. Ebenso sei der Betriebsrat nicht informiert worden. Er hätte einer Kontrolle aber zustimmen müssen. Der Betriebsrat erfuhr dann erst hinterher von der Durchsuchung. Das ist, laut Verdi, arbeitsrechtlich sehr bedenklich und verstoße gegen das Betriebsverfassungsgesetz. Eine Sprecherin des Internet-Versandhändlers hat die Vorwürfe dem Bericht zufolge zurückgewiesen. Amazon würde alle gesetzlichen Vorgaben einhalten. Das Versandzentrum Leipzig hat rund 1.000 Angestellte. Während der momentanen Weihnachtzeit arbeiten noch 3.000 Menschen zusätzlich in dem Unternehmen.
Der Freistaat Sachsen plant einen neuen Jugendstrafvollzug.
Das sächsische Justizministerium beauftragte damit den Verein Prima. Er will nun das Projekt am Hainer See bei Espenhain realisieren. Das Projekt sieht vor, dass Jugendstraftäter in einem offenen Vollzug auf das Leben in Freiheit vorbereitet werden. Der Prisma Verein setzt sich seit mehr als sechs Jahren für die Resozialisierung von Jugendstraftätern ein. In Baden-Württemberg betreibt der Verein bereits zwei derartige Projekte. Sollten die Stadt Borna und die angrenzenden Kommunen zustimmen, könnte das Projekt in zwei Jahren starten.
In der José Carreras Gala sind am Abend Spenden für die Leukämieforschung gesammelt worden.
Nach Angaben der Veranstallter wurden dabei rund 6,3 Millionen Euro gesammelt. Im vergangenen Jahr hatten die Zuschauer 5,6 Millionen Euro gespendet. Der spanische Opernsänger José Carreras sammelte zum 15. Mal Spenden für Leukämie-Erkrankte. Insgesamt sind bei seinen Galaabenden schon 86 Millionen Euro für die Leukämieforschung zusammen gekommen.
Die Veranstaltung fand gestern Abend in der Leipziger Messehalle 1 statt.
Das UT Connewitz kann mit Spendengeldern überwintern.
Einem Medienbericht zufolge, wurden in den vergangenen Wochen rund 18.000 Euro Spendengelder gesammelt. Mit ihnen würden die Technik und die Heizungsanlage saniert. Für einen zweiten Bauabschnitt benötige das Kino erneut rund 18.000 Euro. Auch hier würden die Betreiber auf die Hilfe der Leipziger hoffen. Das UT Connewitz gilt als ältestes original erhaltenes Kino in Deutschland.
Die deutschen Handballerinnen haben bei der Weltmeisterschaft den siebten Platz belegt.
Im Platzierungsspiel bezwang die deutsche Mannschaft den Gastgeber Rumänien mit 35 zu 25. Für das deutsche Handballteam gingen insgesamt drei Frauen vom Handballclub Leipzig an den Start. Katja Schülke stand im Tor. Ebenfalls waren Ania Rösler und Susann Müller in Rumänien dabei.



