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Spätnachrichten vom Dienstag, 3. November 2009
- Kompromiss für Umweltzone in Sicht
- Investitionsförderung sichert Arbeitsplätze
- Stimmung im Handwerk optimistisch
- 370.000 Euro für Mahler-Festival 2011
- Leipziger Verlag mit Initiativpreis ausgezeichnet
- Maria M. Novak erhält Seume-Literaturpreis
- "euro-scene Leipzig" beginnt
Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal hält eine stufenweise Einführung der Umweltzone für möglich.
Ursprünglich sahen die Pläne der Stadt vor, zum 1. Januar 2011 eine strenge Umweltzone umzusetzen. Statt den sonst möglichen vier Stufen, hätten nur noch Fahrzeuge mit der grünen Plakette im Innenstadtring fahren dürfen. Die Pläne hatten zu Kritik unter anderem aus der Wirtschaft geführt. Laut Rosenthal sind nun doch verschiedene Stufen der Umweltzone im Gespräch. Das Umweltdezernat habe das öffentliche Beteiligungsverfahren jetzt abgeschlossen. In den nächsten drei Wochen werde nun geprüft, inwieweit bei der Größe der Umweltzone nachjustiert werden könne. Der fertige Plan gehe dann Anfang Dezember an den Stadtrat zur Kenntnis. Anschließend werde er im Amtsblatt veröffentlicht und dann über Dresden und Berlin nach Brüssel in der Endfassung übergeben, so Rosenthal. Davon hänge ab, ob die die strenge Umweltzone komme oder mehrere Stufen möglich sein. Dadurch könnte die lokale Wirtschaft dann entlastet werden.
Das sächsische Wirtschaftsministerium bewertet die gelockerten Regeln bei der Investitionsförderung als positiv.
Die sieht vor, dass auch solche Unternehmen eine Förderung erhalten, die mit dem Geld keine neuen Arbeitsplätze schaffen. Anfang des Jahres wurde die Regel neu eingeführt. Seit dem wurden insgesamt 640 Förderanträge gestellt. Das entspreche einem Investitionsvolumen von 1,7 Milliarden Euro. Etwa ein Fünftel der Anträge kommen von Firmen aus dem Leipziger Regierungsbezirk und der Stadt. Nach Angaben der sächsischen Förderbank beantragen die Firmen der Region insgesamt rund 170 Millionen Euro. Damit seien fast 3.000 Arbeitsplätze in der Region gesichert worden. Die Regeln bei der Investitionsförderung wurden gelockert, um die Betriebe in der Wirtschaftkrise zu unterstützen.
Das regionale Handwerk zeigt sich trotz Wirtschaftskrise optimistischer als erwartet.
Das geht aus den Ergebnissen der Herbst-Konjunkturbefragung der Leipziger Handwerkskammer hervor. Unter den befragten Betrieben beurteilten knapp ein Drittel ihre Geschäftslage als gut. Der Geschäftsklima-Index ist um 5,3 Prozentpunkte gestiegen. Im Jahresvergleich blieb der Wert konstant bei 77,8 Prozent. Der Präsident der Handwerkskammer, Joachim Dirschka, zeigte sich überrascht von dem Ergebnis. Die Entwicklung sei besser als erwartet. In aktuellen Konjunkturzeiten gehe das Handwerk im Kammerbezirk robust durch die Krise. Im Kammerbezirk Leipzig gibt es fast 12.000 Betriebe. Befragt wurden jedoch nur etwas mehr als drei Prozent.
Die Stadt will das internationale Mahler-Festival 2011 in Leipzig fördern.
Eigenen Angaben zufolge, stellt sie hierfür knapp 370.000 Euro zur Verfügung. Das Festival wird anlässlich des 100. Todestages des Komponisten Gustav Mahler vom Gewandhaus veranstaltet. Mahler war Ende des 19. Jahrhundert zweiter Kapellmeister am Leipziger Stadttheater.
Der Initiativpreis für Kunst und Kultur geht an einen Leipziger Verlag.
Wie die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen mitteilte, wurde der Lubok Verlag für sein innovatives Vertriebskonzept von Kunst ausgezeichnet. Der Verlag biete Künstlern eine Plattform, sich selbst zu vermarkten. Die Kunstschaffenden sollen damit nicht mehr auf Galerien angewiesen sein, die sonst den Verkauf der Kunst übernehmen. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird jedes Jahr vergeben. Vor vier Jahren wurde unter anderem die Schaubühne Lindenfels ausgezeichnet.
Eine ehemalige Leipziger Studentin ist mit dem Seume-Literaturpreis 2009 ausgezeichnet worden.
Nach Angaben des internationalen Johann-Gottfried-Seume-Vereins „Arethusa“ erhält Helga M. Novak als erste Frau den Preis. Sie wird für ihre Gedichtsammlung „wo ich jetzt bin“ ausgezeichnet. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Die Deutsch-Isländerin Helga M. Novak wurde 1935 in Berlin geboren und hat in Leipzig Journalistik studiert. Heute lebt Novak in Polen.
Am Abend beginnt das Tanz- und Theaterfestival "euro-scene Leipzig".
Nach Angaben der Veranstalter findet das alljährliche Festival unter dem Motto "Sonnenfinsternis" statt. Den Auftakt bildet das Ballett-Stück "Point of Eclipse" in der Oper. Bis zum Sonntag präsentieren sich verscbiedene Tanz- und Theaterensembles aus zehn europäischen Ländern - unter anderem mit acht Deutschlandpremieren. Das Festival "euro-scene" findet in diesem Jahr zum 19. Mal statt.
Frühnachrichten
- Leipziger Quelle-Versandzentrum voll ausgelastet
- Unternehmensmesse für Hochschulabsol- venten
- Universität Leipzig beste Hochschule Ostdeutschlands
- Fahrkartenautomaten der LVB aufgebrochen
- Städtische Spielplätze werden saniert
- Ausstellung über die Geschichte des "Uni-Riesen"
Der Ausverkauf des Quelle-Konzerns sorgt im Leipziger Versandzentrum für volle Auslastung.
Nach Angaben des Insolvenzverwalters waren bereits am ersten Tag des Ausverkaufs mehr als 60.000 Bestellungen eingegangen. Die Mitarbeiter des Leipziger Versandzentrums arbeiten auf Hochtouren: Rund 18 Millionen Artikel sollen bis zum Jahresende an die Kunden gebracht werden. Die meisten davon lagern in Leipzig. Für die noch rund 650 Beschäftigten des Versandzentrums bedeutet der Ausverkauf, dass sie wohl noch ein paar Wochen weiter arbeiten können. Um dem Ansturm gerecht zu werden, wurde die Schicht um eine Stunde verlängert.
Am Vormittag hat im Congress Center eine Unternehmensmesse für Hochschulabsolventen begonnen.
Nach Angaben des Veranstalters stellen sich bis zum Nachmittag rund 50 mitteldeutsche Unternehmen vor. Gemeinsam hätten sie mehr als 5.000 offene Stellen im Angebot, davon 1.000 in der Region. Außerdem bietet die Messe den Studierenden unter anderem Lebenslauf-Checks und Bewerbertrainings. Die Organisatoren rechnen mit rund 2.000 Besuchern. Die Absolventenmesse findet zum zweiten Mal statt.
Die Universität Leipzig zählt zu den besten Hochschulen Ostdeutschlands.
Einem Ranking der Jiaotong-Universität Shanghai zufolge, rangiert Leipzig in Ostdeutschland auf Platz eins, gemeinsam mit der Universität Halle-Wittenberg. Im weltweiten Vergleich landeten die Hochschulen im ersten Drittel. Kriterien für die Rangfolge sind unter anderem die Zahl der Absolventen, die einen Nobelpreis erhalten haben und die Größe der Hochschulen. Die Universität Shanghai ermittelt jährlich die 500 besten Hochschulen weltweit.
Unbekannte Diebe haben am Wochenende Fahrkartenautomaten der Leipziger Verkehrsbetriebe aufgebrochen.
Wie das Unternehmen mitteilte, wurden dabei acht Automaten zerstört. Der dabei entstandene Schaden beläuft sich auf insgesamt 70.000 Euro. Seit Anfang des Jahres haben die unbekannten Täter schon 29 Automaten aufgebrochen. Die Verkehrsbetriebe bitten die Leipziger Bürger um Mithilfe zur Aufklärung der Straftaten.
Die Sanierung von zehn städtischen Spielplätzen hat begonnen.
Nach Angaben der Stadt verlaufen die Arbeiten auf den Spielplätzen derzeit parallel. Saniert werden unter anderem die Spielplätze auf dem Hildebrandtplatz im Leipziger Süden und im Reudnitzer Park. Dort soll ein Skaterpark entstehen. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Anfang kommenden Jahres.
Eine Ausstellung widmet sich ab heute der Geschichte des ehemaligen Leipziger Uni-Hochhauses.
Nach Angaben der Universität eröffnet Rektor Franz Häuser die Schau unter dem Titel „Vom Uni-Riesen zum City-Hochhaus“. Im 28. Stock des Gebäudes werden unter anderem Fotos vom Bau, Presseberichte und Zeichnungen. Die Ausstellung ist bis Mitte Dezember kostenlos zu sehen.



