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Ressortleiter

Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Tel.: 0341 / 97 37 954
Fax: 0341 / 97 37 999
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Donnerstag, 26. November 2009

Die Blockade des Rektorats der Universität Leipzig ist aufgehoben.

Laut einer Sprecherin der studentischen Besetzer, die sich selbst Alex Müller nennt, kam es dank der Vermittlung durch ein Mitglied des Studentenrates zu einer vorläufigen Einigung. Sie hätten darauf bestanden, dass es eine schriftliche Stellungnahme des Rektorats geben solle. Diese Stellungnahme hätten sie nun erhalten und sie hofften, dass es jetzt auf dieser Basis interne Diskussionen, aber auch Gespräche mit dem Rektorat gebe. Inhaltlich seien sie mit der Stellungnahme des Rektorats noch unzufrieden.

Der Sächsische Landtag muss über die Aufhebung der Immunität der SPD-Abgeordneten Petra Köpping entscheiden.

Wie eine Sprecherin mitteilte, kam der dafür eingesetzte Immunitätsausschuss am Morgen zu keiner einstimmigen Entscheidung. Nun muss das Plenum mit allen Abgeordneten abstimmen. Dazu soll es voraussichtlich bei einer Sitzung Mitte Dezember kommen. Die Aufhebung der Immunität von Köpping hatte die Staatsanwaltschaft Leipzig beantragt. Sie ermittelt gegen Köpping und andere wegen eines möglichen Subventionsbetruges. Hintergrund ist die Frage, ob die Spenden mehrerer Leipziger Unternehmen für ein Schulprojekt rechtmäßig verwendet wurden. Köpping ist stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion und war von 2001 bis 2008 Landrätin des Landkreises Leipzig.

Die Stadt will im kommenden Jahr 70 neue Auszubildende einstellen.

Nach eigenen Angaben sollen die Ausbildungsplätze bei der Leipziger Stadtverwaltung geschaffen werden. Unter anderem würden die Azubis zu Diplomverwaltungswirten und Diplombetriebswirten, aber auch zu Brandmeisteranwärtern und Forstwirten ausgebildet. Die Gesamtkosten für die drei Ausbildungsjahre beliefen sich auf rund zweieinhalb Millionen Euro.

Der Exil-Iraner Akbar Ganji nimmt am Abend den „Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien“ entgegen.

Einem Sprecher der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig zufolge, sollte Ganji bereits vor zwei Jahren geehrt werden, konnte damals aber nicht zur Preisverleihung anreisen. Der Journalist und Schriftsteller erhält die Ehrung für seinen Einsatz für Demokratie und Pressefreiheit im Iran. Wegen so genannter „Propaganda gegen den Gottesstaat“ war er sechs Jahre lang in Haft.

Leipziger Bürger können sich ab sofort einfacher über den Haushaltplan für 2010 informieren.

Nach Angaben der Stadt, hat das Dezernat Finanzen eine neue Ausgabe der Broschüre „Was macht die Stadt mit Ihrem Geld?“ erstellt. Hier wird der aktuelle Entwurf des Haushaltplans vorgestellt. Die Broschüre ist in allen Bürgerämtern, im Neuen Rathaus und im Stadtbüro in der Katharinenstraße erhältlich. Außerdem kann sie im Internet heruntergeladen werden.

Am Abend wird im Grassi Museum die Ausstellung „Ozeanien – Von Australien bis zur Osterinsel“ eröffnet.

Nach Angaben des Museums ist die Ausstellung der letzte Teil der Dauerausstellung „Rundgänge in einer Welt“. Zu sehen sind Skulpturen, Kleidung und Hausrat aus dem pazifischen Raum. Unter anderem ist ein Haus vom Südsee-Atoll Tuvalu zu besichtigen. Der Baumeister der Insel hat es eigens für das Museum errichtet.

 

Frühnachrichten

Im Leipziger Quelle-Versandzentrum wird vermutlich nur noch wenige Wochen gearbeitet.

Wie der Geschäftsführer des Versandzentrums, Winfried Lunz, mitteilte, können Kunden nur noch bis Montag Waren bestellen. Nach Angaben der Insolvenzverwaltung werden danach die Bestellungen abgearbeitet. Das werde mindestens zwei Wochen dauern. Ursprünglich sollte der Betrieb in dem Versandzentrum bis Ende Februar laufen. Was mit den Mitarbeitern geschieht, bleibt unklar: 150 von 800 wurden bereits entlassen. Für die restlichen 650 würden derzeit Gespräche zwischen Arbeitnehmern, Geschäftsleitung und Insolvenzverwaltung geführt. Ihr Lohn sei gesichert, eine Abfindung gebe es aber nicht. Der Quelle-Mutterkonzern Arcandor hatte im Juni Insolvenz angemeldet. Anfang Oktober war bekannt geworden, dass Quelle nicht mehr zu retten ist.

Etwa 50 Studenten blockieren die Eingänge des Rektorats der Universität Leipzig.

Einem Sprecher der Studierenden zufolge soll so eine Reaktion auf die Forderungen erzwungen werden. Das Rektorat fordert derweil von den Studenten die Räumung des Gebäudes bis morgen Nachmittag. Bereits heute Nachmittag könnten jedoch Gespräche stattfinden, wenn die Mitarbeiter des Rektorats wieder in ihre Räume könnten. Seit Montagmittag besetzen die Studenten das Gebäude. Sie fordern von Rektor Franz Häuser bessere Studienbedingungen für die neuen Studiengänge und Bestandsschutz für die alten.

Der Kommunikations-Dienstleister „HL komm“ baut in der Stadt sein Glasfasernetz aus.

Wie das Unternehmen mitteilte, soll das Netz zunächst für 12.000 Leipziger Haushalte zugänglich gemacht werden. Bis Juni kommenden Jahres sollen Haushalte im Bachviertel, Musikviertel und Teilen der Südvorstadt versorgt werden. Dafür investiert das Unternehmen fünf Millionen Euro. Der Vorteil des Glasfasernetzes sei eine höhere Datenübertragungsrate im Internet. In Leipzig konkurriere die Firma „HL komm“ mit den Anbietern Telekom, Kabel Deutschland und PrimaCom um den Verkauf von Internet-, Fernseh- und Telefonanschlüssen. Bis 2015 soll die komplette Leipziger Innenstadt mit dem Glasfasernetz versorgt werden.

Den diesjährigen Tourismuspreis der Stadt bekommt die Initiative „Tag der Friedlichen Revolution – Leipziger Oktober 1989“.

Der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH zufolge sind durch die Initiative viele Prominente nach Leipzig gekommen. Die Stadt habe deshalb oft im Mittelpunkt überregionaler Medien gestanden. Den zweiten Rang erreichte der Kanupark am Markkleeberger See. Auf den dritten Platz kam der Richard-Wagner-Verband. Der Leipziger Tourismuspreis wird seit sieben Jahren vergeben und ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Auszeichnung soll Privatpersonen und Unternehmen ehren, die den Tourismus in Leipzig vorangebracht haben.

Der Direktor des Leipziger Max-Planck-Instituts, Svante Pääbo, wurde mit der Darwin-Plakette ausgezeichnet.

Nach eigenen Angaben hat die Deutsche Akademie der Wissenschaften, Leopoldina, Pääbo für seine Forschung auf dem Gebiet der Anthropologie und der Evolutionsforschung geehrt. Der Schwede gilt als Begründer der so genannten Paläogenetik. Darin werden genetische Proben unter anderem aus Fossilien untersucht. Der 54 Jahre alte Genforscher arbeitet seit zwölf Jahren am Max-Planck-Institut. Anfang Oktober hatte Pääbo bereits das Bundesverdienstkreuz erhalten. Die Darwin-Plakette wurde zuletzt vor 50 Jahren zum 100. Jubiläum von Darwins Hauptwerk an führende Genetiker und Evolutionsforscher vergeben.

Der Umbau der Straßenbahnhaltestelle „Neues Rathaus“ ist abgeschlossen.

Wie die Leipziger Verkehrsbetriebe mitteilten, wurde die Haltestelle mit Fahrkartenautomaten, Wartebereichen und Informationsanzeigern ausgestattet. Sie sei außerdem behindertengerecht umgebaut worden. Im Rahmen des Umbaus seien auch die Gleise im Haltestellenbereich erneuert worden. Die Leipziger Verkehrsbetriebe bezeichneten den Umbau als große Herausforderung, da er zwischen dem Lichtfest Anfang Oktober und dem Beginn des Weihnachtsmarktes umgesetzt werden musste. Die Kosten des Umbaus beliefen sich auf rund zwei Millionen Euro. Sie werden von der Stadt und den Leipziger Verkehrsbetrieben gemeinsam getragen.

Der Vergnügungspark Belantis darf sich weiter "familienfreundlich" nennen.

Der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen zufolge wurde das Zertifikat „Familienfreundliche touristische Freizeiteinrichtung“ verlängert. Vor drei Jahren hatte der Vergnügungspark das Attribut erstmals bekommen. Um den Status zu behalten, müssen sich Betreiber alle drei Jahre neu bewerben. Belantis ist eine von mehr als 30 familienfreundlichen Freizeiteinrichtungen in Sachsen.