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Ressortleiter

Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Mittwoch, 25. November 2009

Die Stadt will die Sanierung der Peterskirche auch weiterhin unterstützen.

Der Baubürgermeister Martin zur Nedden sagte, der Stadt sei die Bedeutung der Kirche bewusst. Deswegen hätte sie auch schon in den vergangen Jahre viel gefördert. Wenn es der Stadt möglich ist, dann würde sie es auch weiter tun. Vielleicht hätte auch noch die Landeskirche Mittel, die sie zur Verfügung stellen könnte. Welche weiteren Fördermöglichkeiten bestünden, müssten zukünftige Gespräche zeigen. Zur Nedden sagte weiter, es wird überlegt von anderen Städtischen Projekten Gelder abzuziehen. Für das kommende Jahr seien diese aber schon komplett verplant. Deswegen könnte erst 2011 mit Gelder von der Stadt gerechnet werden. Die Sanierung der Kirche wurde unterbrochen, weil Gelder fehlten. Im kommenden Jahr feiert die Kirche ihr 125-jähriges Bestehen.

Nach dem Überfall auf Fußball-Fans in Brandis hat die Polizei fünf Tatverdächtige festgenommen.

Gegen sie wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Der Polizei zufolge kommen die Männer aus der rechtsextremen Szene und sind teils einschlägig vorbestraft. Vor einem Monat hatten bei einem Fußballspiel in Brandis etwa 50 Personen den Platz gestürmt. Ziel des Angriffs waren dabei Fans des Leipziger Fußball-Vereins Roter Stern. Laut Polizei gingen die Angreifer dabei mit Eisenstangen und Holzlatten auf die Anhänger des Vereins los. Bei dem Überfall wurden vier Personen teils schwer verletzt. Von dem Angriff hat die Polizei noch zahlreiche Videoaufnahmen und Fotos. Da bisher noch nicht alles ausgewertet wurde, hoffen die Beamten noch weitere tatverdächtige Personen ermitteln zu können. Bisher wurden 275 Zeugen befragt.

Der Leipziger IT-Dienstleister PC-Ware expandiert nach Nordafrika.

Nach eigenen Angaben des Unternehmens sollen 15 Mitarbeiter künftig vor Ort Kunden aus der Gas- und Ölindustrie betreuen. Außerdem plane der Betrieb öffentliche Informationstechnologie mitzuentwickeln. Im September hatte PC-Ware in Deutschland 170 Mitarbeiter entlassen. Derzeit beschäftigt das Unternehmen weltweit noch rund 1700 Menschen.

Die Zukunft der drei freien Radios in Sachsen bleibt weiter ungewiss.

Wie der Sender Radio Blau mitteilte, konnte beim gestrigen Gespräch mit dem bisherigen Träger keine Einigung erzielt werden. Deswegen werde es in knapp zwei Wochen einen zweiten Versuch geben. Bisher teilten sich die freien Radios in Sachsen eine Sendefrequenz mit ihrem bisherigen Träger, dem Privatsender Apollo. Zum Jahresende läuft seine Finanzierung der Sende- und Leitungskosten jedoch aus und die freien Radios müssten die Leitungskosten von 40.000 Euro selbst tragen. Die Sender fordern, dass die Sächsische Landesmedienanstalt die Kosten übernimmt. Sie verweist jedoch darauf, dass sie zu einer Kostenübernahme landesrechtlich nicht befugt sei.

Der Sächsische Staatspreis für Design geht an drei Studenten der Hochschule für Grafik und Buchkunst.

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums sind die Preisträger Elisabeth Hinrichs, Aileen Ittner und Daniel Rother. Mit ihrem Buch „Die SS-Rune als Sonderzeichen auf Schreibmaschinen“ gewannen sie in der Kategorie Kommunikationsdesign. Als Preisgeld erhalten die Studenten 10.000 Euro. Der Sächsische Designpreis wurde im Rahmen des Deutschen Marken- und Designkongresses verliehen. Von Anfang Dezember an sind alle nominierten und prämierten Arbeiten im Grassi-Museum zu sehen.

Östlich von Leipzig wird die Staatsstraße 43 ausgebaut.

Wie die Landesdirektion Leipzig mitteilte, soll die Ortsdurchfahrt in Waldsteinberg breiter werden. Außerdem werden Gehwege am Rand der Straße errichtet. Auch das Entwässerungssystem müsse erneuert werden.

Der Beginn der Bauarbeiten ist noch unklar. Beantragt wurden die Veränderungen vom Straßenbauamt Chemnitz. Mit ihnen soll die Verkehrssicherheit und der Verkehrsablauf verbessert werden.

In Lindenau ist das Gesundheitszentrum Angerbrücke eröffnet worden.

Wie die Betreiber mitteilten, gibt es darin unter anderem den ersten Höhenraum Leipzigs. Dort werde ein Aufenthalt im Gebirge simuliert. In dem Raum befindet sich Luft mit einem geringen Sauerstoffgehalt. So soll die Leistungs- und Regenerationsfähigkeit von Sportlern verbessert werden. Zusätzlich bietet das Zentrum Physiotherapie- und Fitnesskurse an.

Die Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) zeigt eine Ausstellung zu vierzig Jahren künstlerischer Ausbildung.

Dabei wird die Zeit der HGB in der DDR beleuchtet. Ausgestellt werden Diplomarbeiten, Filme und Zeitzeugeninterviews ausgestellt. Prägend für die Hochschule in den fünfziger Jahren war der versuchte Umbau in eine sozialistische Kunsthochschule. In den beiden folgenden Jahrzehnten richtete sich die Lehre dann auf Malerei und Grafik aus. In den achtziger Jahren rückten experimentellere Formen in den Vordergrund. Die Ausstellung wird bis Anfang Januar gezeigt.

Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) stellen zur Vorweihnachtszeit einen Gepäckbus auf.

Der LVB zufolge können darin Einkaufstaschen und Koffer kostenfrei aufbewahrt werden. Sie werden von Angestellten der LVB bewacht. Die Öffnungszeiten des Busses orientieren sich an denen der Geschäfte. Der Bus steht beim LVB-Infohaus am Hauptbahnhof.

 

Frühnachrichten

Der sächsische Rechnungshof soll die Kostenexplosion beim Bau des City-Tunnels überprüfen.

Nach Angaben des Wirtschafts- und Verkehrsministers Sven Morlok müsse geklärt werden, wie die Kosten um rund 320 Millionen Euro steigen konnten.

Morlok will klären lassen ob technische Ursachen, Planungsfehler oder normale bauliche Entwicklungen zu den gestiegenen Kosten geführt haben. Das Kabinett habe Morloks Vorschlag zur Prüfung bereits zugestimmt. Heute schlägt der Verkehrsminister die Prüfung dem Finanzausschuss vor. Mit dem Bau des City-Tunnels wurde vor fast drei Jahren begonnen. Seitdem kam es, vor allem wegen eintretendem Grundwasser und Rechtsstreitigkeiten bezüglich der Auftragsvergabe, mehrmals zu Verzögerungen und Kostensteigerungen.

Die Benefiz-Gala des Kinderhilfswerks Unicef wird kommenden Sonntag nicht wie geplant in der Arena veranstaltet.

Der Leipziger Unicef-Beauftragten, Sabine Bolte, zufolge wird die Veranstaltung im Congress Center Leipzig auf der Neuen Messe stattfinden. Grund seien zu wenig verkaufte Karten. Bislang wurden von 5.000 Tickets in der Arena nur 350 verkauft. So sei es nicht möglich Spenden zu sammeln, weil die Veranstaltungskosten nicht gedeckt seien. Bis zum Jahresende ist Leipzig Partnerstadt von Unicef. Insgesamt will die Stadt eine halbe Million Euro Spenden sammeln. Sechs Wochen vor Ende der Partnerschaft fehlen dazu noch mehr als 300.000 Euro.

Im Streit um die Bachelor- und Master-Abschlüsse an den Universitäten hat die Hochschulrektorenkonferenz den Ländern Schuld gegeben.

Nach Angaben der Konferenz haben die Länder zu wenig Geld für die Reform bereitgestellt. Außerdem hätten sie die Studiengänge zu stark reguliert, so sei es zu den stofflich überfüllten Lehrplänen gekommen. Die Konferenz ist gestern in Leipzig zu Ende gegangen. Am Rande demonstrierten nach Polizeiangaben 4.000 Studenten. Die Veranstalter gaben rund 9.000 Teilnehmer an. Die Demonstranten kritisierten unter anderem die demokratische Legitimation der Konferenz.

Die Sanierung der Peterskirche in der Südvorstadt wird vorerst unterbrochen.

Wie der Pfarrer der Kirche, Johannes Toaspern, mitteilte, kann ohne Fördermittel nicht weitergebaut werden. Ein entsprechender Antrag wurde von der Stadt abgelehnt. Toaspern sagte, die nicht sanierte Außenfassade sei eine Gefahr. So seien die Turmaufsätze, so genannte Filialen baufällig. Er könne nicht mit Sicherheit ausschließen, dass die beschädigten Teile irgendwann zusammenbrechen. Mit Geldern aus dem so genannten Städtebauförderprogramm könne erst 2011 wieder gerechnet werden. Die Stadt prüfe nun, ob andere Förderungen möglich seien. Eigentlich sollte die Außenfassade zum 125-jährigen Jubiläum im kommenden Jahr fertig gestellt werden.

Dem Leipziger Schriftsteller Erich Loest wurde die Ehrendoktorwürde der Universität Gießen verliehen.

Der Universität zufolge erhält Loest die Auszeichnung, weil er mit seinem Engagement die friedliche Revolution von 1989 mit vorbereitet habe. Außerdem habe er zur inneren Einheit beigetragen. Der erste Roman des heute 83-jährigen Autors, „Jungen die übrig blieben“, erschien 1950. Wegen kritischer Äußerungen geriet er mehrere Male mit dem DDR-Regime in Konflikt. So trat er unter anderem aus Protest gegen Zensurmaßnahmen aus dem Schriftstellerverband der DDR aus.

Dem ehemaligen Universitätsrektor Karl Binding soll die Ehrenbürgerschaft der Stadt entzogen werden.

Nach Angaben der Stadt, ist Binding Mitverfasser einer 1920 erschienenen Schrift. Darin argumentiert Binding juristisch für die Tötung schwer kranker und behinderter Menschen. Der Stadt zufolge wurde Bindings Schrift als Grundlage für die Ermordung behinderter Menschen im Nationalsozialismus genutzt. Der Stadtrat entscheidet voraussichtlich im Januar über die Aberkennung der Ehrenbürgerschaft. Karl Binding lebte von 1841 bis 1920. Die Ehrenbürgerschaft wurde ihm zum 500. Jubiläum der Universität 1909 verliehen.

Die Stadt lehnt Wettkämpfe der Kampfsportart Ultimate Fighting ab.

Wie das Rathaus mitteilte, sollen für Wettkämpfe keine städtischen Räume zur Verfügung gestellt werden. Die Kampfsportart gefährde die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen durch die undeutliche Trennung von Sport und Gewalt. Ultimate Fighting ist eine Mischung aus verschiedenen Kampfsportarten, bei dem der Gegner K.O. geschlagen oder durch Punkte besiegt werden soll. Die Kämpfe finden in der Regel in Maschendrahtkäfigen statt.