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Ressortleiter

Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Fax: 0341 / 97 37 999
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Montag, 23. November 2009

Seit dem Nachmittag haben Studenten das Rektorat der Universität Leipzig besetzt.

Den Organisatoren des bundesweiten Bildungsstreiks zufolge protestieren die Studenten damit unter anderem gegen die seit heute dort tagende Hochschulrektoren-Konferenz. Mehr als 80 Studenten haben das Sitzungsgebäude gestürmt. Während die Hochschulrektoren ihre Konferenz für eine Mittagspause unterbrachen, nutzten die Protestierenden die Pause, um in das Gebäude einzudringen. Dort trugen sie Rektor Franz Häuser ihre Forderungen vor – unter anderem verlangten die Studenten einen eigenen Raum für ihre Vollversammlung. Daraufhin habe Rektor Häuser den Protestierenden einen Raum in der ersten Etage angeboten. Das dort abgehaltene Plenum störte jedoch die Konferenz, weswegen die Rektoren in ein anderes Stockwerk wechselten.

Nach der Besetzung zeigte sich der Rektor der Universität Leipzig, Franz Häuser, von der Aktion überrascht.

Häuser sagte im Interview mit mephisto 97 6, ihn hätten auch die Forderungen, die gestellt werden, erstaunt. Über die Forderungen könne man sich unterhalten. Dafür bedürfe es aber keiner Besetzung und Lahmlegung der Arbeitsfähigkeit des Rektorats. Insgesamt sei es etwas unangenehm, weil Gäste im Haus seien. Die Uni sei froh, die Hochschulrektoren-Konferenz nach Leipzig einladen zu können. Das machten sich jetzt die Studenten zu nutze. Dagegen sei nichts einzuwenden. Häuser appellierte jedoch an die Besetzer, den Dialog zu suchen. Solange die Besetzung anhält, sei der Rektor in seiner Arbeit eingeschränkt.

Das allgemeine Rauchverbot in sächsischen Gaststätten soll gelockert werden.

Der Sozialausschuss des Landtags legte sich auf eine endgültige Regelung fest. Demnach soll das Rauchen künftig in auch in Einraum-Gaststätten oder -Spielhallen erlaubt sein, sofern sie keine Minderjährigen hereinlassen. Zulässig wird außerdem das Rauchen in geschlossenen Gesellschaften und für Volljährige an Berufsschulen. In allen anderen Gaststätten darf aber auch weiterhin in abgetrennten Nebenräumen geraucht werden. Gegen das Anfang 2008 in Kraft getretene Nichtraucherschutzgesetz hatte es unter anderem aus Leipzig vier Klagen gegeben. Das Bundesverfassungsgericht hatte daraufhin die bisherigen Gesetze zum Nichtraucherschutz gekippt und die Länder zu einer Neuregelung verpflichtet. Der Landtag muss noch zustimmen.

Nach dem Brand des historischen Karussells dauern die Ermittlungen weiter an.

Wie die Polizei mitteilte, sind nach wie vor Beamte der Kriminalpolizei vor Ort. Sie suchen nach weiteren Spuren. Der Fall sei sehr komplex, dennoch rechne die Polizei damit, die Ermittlungen heute zu beenden. Mit Ergebnissen könne aber noch nicht gerechnet werden. Unterdessen vermutet der Besitzer des Karussells, Christian Felber, Brandstiftung als Ursache. Im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur sagte der Münchner Unternehmer, wenn sich sein Verdacht erhärte, setze er eine Belohnung im vierstelligen Euro-Bereich aus.

Der Leipziger Thomaskirchen-Verein verschenkt Original-Orgelpfeifen.

Der Verein will dadurch neue Mitglieder werben. Eine Original-Pfeife könne jeder der weltweit 300 Mitglieder erhalten, der einen neuen Spender werbe. Die Orgelpfeifen waren vor vier Jahren bei der Sanierung der Sauer-Orgel ausgebaut worden. Mit den Spenden hofft der Verein, die Sanierung im Inneren des Thomashauses abschließen zu können. Dafür fehlen noch 80.000 Euro.

Die Berliner Choreografin Sasha Waltz erhält den Caroline-Neuber-Preis 2010 der Stadt Leipzig.

Der Stadt zufolge würdigt die Jury ihre Arbeit als international herausragende Vertreterin des zeitgenössischen Tanzes. Waltz habe mit ihren Choreografien Maßstäbe gesetzt. Zugleich biete sie Nachwuchstalenten ein Umfeld um sich weiter zu entwickeln. Der mit 6.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre vergeben. Ausgezeichnet werden weibliche Theaterschaffende im deutschsprachigen Raum. Vor zwei Jahren wurde die Festivaldirektorin der „euro scene“, Ann-Elisabeth Wolff, ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet im Frühjahr im Centraltheater statt.

 

Frühnachrichten

Nach dem Brand des historischen Etagen-Karussells auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt ermittelt die Polizei.

Das Karussell war in der Nacht zu Sonntag vollständig abgebrannt. Dabei sei ein Schaden von 400.000 Euro entstanden. Der Sprecher der Polizei, Uwe Voigt, sagte, die Brandursache sei immer noch unklar. Den ganzen Sonntag seien die Untersuchungen gelaufen. Das Fachkommissariat und die Brandursachenermittler wären sich aber nicht sicher und hätten deshalb für den heutigen Tag einen Gutachter hinzugezogen. Er solle zusammen mit der Kriminalpolizei das Karussell noch einmal begutachten und besichtigen, um eine eindeutige Aussage treffen zu können. Wann ein Ergebnis feststehe, könne noch nicht gesagt werden. Das Karussell gehörte einem Münchner Unternehmen. Es galt als eine der Attraktionen des Leipziger Weihnachtsmarkts. Das Fahrgeschäft war 21 Jahre alt, einige Teile seien sogar 100 Jahre alte gewesen. Der Unternehmer will nun so schnell wie möglich ein kleines Karussell als Ersatz aufstellen.

Leipziger Bürger klagen gegen das neue Müllgebühren – Modell.

Von Januar an werden sich die Müllgebühren erhöhen. Außerdem müssen die Bürger pro Tonne Müll immer die gleiche Pauschale bezahlen, egal wie voll sie sei. Der Rechtsanwalt der Kläger, Jürgen Kasek, sagte, das neue städtische Modell sei rechtswidrig. Im Prinzip gebe es im sächsischen Abfallrecht die Regelung, dass die Müllgebühren so gestaltet sein müssen, dass jeder Verbraucher einen effektiven Anreiz hat, Müll zu vermeiden. Der effektive Anreiz, der in der Rechtssprechung festgelegt wurde, funktioniere nur dann, wenn derjenige der Müll produziert einen finanziellen Erfolg hätte, umso weniger Müll er produziere. Das Prinzip funktioniere aber nicht mit dem Leipziger Gebührenmodell. Derzeit klagt ein Haushalt stellvertretend für mehrere Haushalte gegen die Stadt. Kasek geht von einem positiven Ausgang des Verfahrens für die Kläger aus. Dann sei die Stadt gezwungen, ein überarbeitetes Modell für alle Verbraucher zu entwickeln. Für das seit 2006 geltende Modell wurden vergangenen Donnerstag noch letzte Änderungen beschlossen.

Der russische Energiekonzern Gazprom will seine Anteile an dem Leipziger Gasimporteur VNG vergrößern.

Medienberichten zufolge will Gazprom seinen Anteil von fünf auf zehn Prozent erhöhen. Dazu wolle der Energiekonzern die Beteiligung des französischen Wettbewerbers Gaz De France Suez übernehmen. Nicht nur Gazprom will seine Position bei der VNG stärken. Das Unternehmen Energie Baden-Württemberg, EnBW, strebt eine Mehrheit an. Derzeit hält die EnBW 48 Prozent an der VNG. Das Leipziger Unternehmen ist der drittgrößte Gasversorger Deutschlands.

Im Tarifstreit des Einzelhandels haben die Tarifverhandlungen begonnen.

Wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mitteilte, trifft sie sich dazu in Leipzig mit den Arbeitgebern. Die Mitarbeiter des Einzelhandels in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen warten laut Verdi seit mehr als einem halben Jahr auf eine Einkommenssteigerungen. Die Arbeitgeber wollen den bisherigen Tarifvertrag verlängern. Verdi fordert dafür einen angemessenen Lohnausgleich. Sollte für die 256.000 Mitarbeiter keine Lösung gefunden werden, droht Verdi mit Streiks im Weihnachtsgeschäft.

Nach fünf Tagen ist gestern die Messe „Touristik und Caravaning“ zu Ende gegangen.

Nach Angaben der Veranstalter ist die Messe gut besucht worden. Die genauen Besucherzahlen werden derzeit noch geprüft. Im Vorfeld wurden mehrmals zu hohe Besucherzahlen angegeben, deswegen sollen sie nun von einer externen Gesellschaft ermittelt werden. Insgesamt zeigten sich rund 1.000 Aussteller aus 45 Ländern auf der Messe. Vorgestellt wurden unter anderem Urlaubsregionen und Unterkünfte. Die „Touristik und Caravaning“ ist die größte Reisemesse in Ostdeutschland. Sie fand bereits zum 20. Mal statt.

Am 13. Spieltag in der Fußball-Oberliga Süd ist Rasenballsport Leipzig siegreich gewesen.

Der Tabellen-Erste konnte seine Führung beibehalten und gewann gegen die zweite Mannschaft des FC Erzgebirge Aue 3 zu 2. Am Sonntag verlor außerdem der FC Sachsen Leipzig in Zwickau 1 zu 3 und rutscht damit auf Tabellenplatz acht. Ebenfalls verloren hat der 1. FC Lokomotive Leipzig. Er unterlag gegen den VfB Auerbach mit 0 zu 3. Lok fällt damit auf den zwölften Tabellenplatz.

Die Leipziger Herren-Volleyballmannschaft L.E. Volleys hat gegen den VC Dresden gewonnen.

Die Leipziger siegten 3:0. Die L.E. Volleys spielen in der zweiten Bundesliga und belegen derzeit den vierten Tabellenplatz.