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Spätnachrichten vom Freitag, 13. November 2009
- Städtischer Architekturpreis geht an Bibliothek der HTWK
- Thomanerchor singt wieder im Gottesdienst
- Kriminalpolizei ermittelt nach Explosion in Papierfabrik in Trebsen
- Bauarbeiten der KWL an der Prager Straße verzögern sich
- Sachsenpokal-Viertelfinale zwischen RB Leipzig und FSV Zwickau
- Teilweise Sperrung der A 14 am Wochenende
- Zoo setzt sich ein für Schutz des kleinsten Nashorns der Welt
- Nikolaus tauft Giraffenbaby im Leipziger Zoo
Der diesjährige Architekturpreis der Stadt geht an die Bibliothek der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur.
Der Vorsitzende der Jury, Matthias Sauerbruch, sagte, ausschlaggebend seien die Gestalt und die Schönheit des Gebäudes gewesen. Das besonders Schöne und Intelligente an dem Haus sei, dass durch einen geschickten Versatz der Geschosse unterschiedliche Räume entstünden. Es gebe zweigeschossige, schmale Räume und dahinter gestapelte Bereiche in denen die Regale stünden. Das Gebäude sei mit einem sehr geringen Budget geschickt geplant und umgesetzt worden. Die Hochschulbibliothek wurde vor knapp einem Monat eröffnet. Ihr Bau kostete insgesamt 16 Millionen Euro. Neben der Hochschulbibliothek wurde außerdem ein Stadthaus in der Fregestraße ausgezeichnet. Beide Preisträger erhielten eine Plakette für das Objekt und eine Urkunde. Der Architekturpreis zur Förderung der Baukultur wird alle zwei Jahre vergeben. Die Verleihung fand bereits zum sechsten Mal statt.
Beim Gottesdienst in der Thomaskirche singt am Wochenende wieder der Thomanerchor.
In der vergangenen Woche konnte der Chor den Gottesdienst nicht gestalten, da einige Thomaner an Schweinegrippe erkrankt waren. Mittlerweile seien aber wieder genügend Schüler gesund. Insgesamt lernen mehr als 90 Thomaner am Thomasgymnasium.
Nach der Gasexplosion in einer Papierfabrik in Trebsen bei Grimma ermittelt jetzt die Kriminalpolizei.
Wie die Polizeidirektion Westsachsen mitteilte, suchen die Beamten die Ursache für die Explosion. Die Arbeiten würden voraussichtlich mehrere Wochen dauern. Gestern war es in einem Silo der Papierfabrik zu einer Explosion gekommen. Dabei starb ein 62 Jahre alter Mann. Er habe vermutlich auf dem Dach der Fabrik gearbeitet, während dort eine Methangasanlage gewartet wurde. Bei den Bergungsarbeiten waren mehr als 100 Feuerwehrmänner vor Ort.
Die Bauarbeiten der Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) an der Prager Straße verzögern sich.
Wie die KWL mitteilten, verschieben sich die Arbeiten an den Wasserleitungen auf Anfang kommenden Jahres. Ursprünglich sollten sie Ende des Monats beginnen. Grund dafür sei der Einspruch eines Mitbieters, der sich ebenfalls um den Auftrag beworben hatte. Das Vergabeverfahren werde nun auf seine Rechtmäßigkeit hin geprüft.Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Ende kommenden Jahres dauern und fünf Millionen Euro kosten.
Am Abend tritt der Fußball-Oberligist RB Leipzig im Viertelfinale des Sachsenpokals gegen den FSV Zwickau an.
Das Auswärtsspiel beginnt in einer halben Stunde im Westsachsenstadion in Zwickau. RB Leipzig führt momentan die Oberliga-Tabelle an.Am Samstag spielt auch der 1. FC Lokomotive Leipzig im Sachsenpokal. Er tritt im Bruno-Plache-Stadion gegen den FC Erzgebirge Aue an. Lok belegt derzeit den neunten Tabellen-Platz der Oberliga.
Am Wochenende ist die A 14 zwischen den Anschlussstellen Leipzig-Nordost und Messegelände in beiden Richtungen vorübergehend gesperrt.
Wie das Autobahnamt Sachsen mitteilte, wird auf der Strecke das Gerüst für eine Brücke aufgestellt. Die Kosten dafür liegen bei mehr als 1,6 Millionen Euro. Die Autofahrer werden von Samstagabend an umgeleitet. Sonntagmorgen soll die Sperrung wieder aufgehoben werden.
Der Leipziger Zoo setzt sich für den Schutz des kleinsten Nashorns der Welt ein.
Nach eigenen Angaben will der Zoo in Malaysia beim Schutz der Sabah-Nashörner helfen. Dazu solle eine Zuchtstation unterstützt und deren Mitarbeiter geschult werden. Der Zoo wolle dabei auch mit dem Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung zusammenarbeiten. Die Sabah-Nashörner werden nur einen Meter dreißig groß. Weltweit gibt es nur noch 50 von ihnen.
Das Giraffenbaby im Leipziger Zoo soll vom Nikolaus getauft werden.
Nach Angaben des Tierparks findet die Taufe am sechsten Dezember statt. Bis dahin könnten Besucher Namensvorschläge einreichen. Die Vorschläge sollten jedoch passend zur Herkunft der Zoo-Giraffen afrikanisch klingen. Die kleine Giraffe war Anfang vergangener Woche geboren worden.
Frühnachrichten
- Leipziger SPD-Chef für mehr Ostdeutsche in Politik
- Porsche verzeichnet Vortsteuer-Verluste in Milliardenhöhe
- Verfahren gegen ehemaligen LWB-Chefjuristen vorläufig eingestellt
- Vermisster in Trebsen tot aufgefunden
- Erich Loest wird Ehrendoktor an der Universität Gießen
- Bildermeuseum eröffnet Evelyn-Fischer-Archiv
- „Annen-Medaille“ für zwei Leipziger
- Lohnsteuerkarten 2010 verschickt
Der Leipziger SPD-Chef Gernot Borriss fordert Ostdeutsche mehr in die Parteipolitik miteinzubeziehen.
Borriss sagte mephisto 97.6, der Parteitag in Dresden sei ein erstes Symbol dafür. Er hoffe aber, dass es nicht nur dabei bleibe. Ostdeutsche Politiker müssten in die engere Parteispitze aufgenommen werden. Geeignet wäre unter anderen Manuela Schwesig. Auch der ehemalige Leipziger Bürgermeister Wolfgang Tiefensee solle nach dem Willen der Leipziger SPD in den Parteivorstand gewählt werden, denn in der SPD müssten die Hinterzimmerrunden von westdeutschen Männern überwunden werden. Borriss sagte zudem, die SPD müsste sich nach der Wahlniederlage bei der Bundestagswahl vor sieben Wochen neu aufstellen und auch ihre Fehler analysieren. Ein Neuanfang sei unumgänglich. Auf dem Parteitag der SPD wird unter anderem ein neuer Parteivorstand gewählt und es soll ein neuer Kurs festgelegt werden.
Der Automobilhersteller Porsche hat im vergangenen Geschäftsjahr Vorsteuer-Verluste in Milliardenhöhe eingefahren.
Wie das Unternehmen mitteilte, seien die Einbußen durch den gescheiterten Versuch VW zu übernehmen, entstanden. Im operativen Geschäft könne Porsche aber einen Gewinn von rund 8,5 Millionen Euro verzeichnen. Bis Ende des Jahres soll Porsche nun zur Hälfte von VW übernommen werden. Im Leipziger Porsche-Werk sind rund 600 Arbeiter beschäftigt.
Das Verfahren gegen den ehemaligen Chefjuristen der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB), Martin Klockzin, wird vorläufig eingestellt.
Einem Bericht der Leipziger Volkszeitung zufolge, soll Klockzin eine Summe im vierstelligen Bereich zahlen. Damit soll dann das Strafverfahren wegen Urkundenfälschung endgültig eingestellt werden. Dem früheren Chefjuristen der LWB, Martin Klockzin, wurde vorgeworfen von 2002 bis 2004 Bußgeldbescheide mit falschem Namen unterschrieben zu haben. Vor zwei Jahren erfolgte das Urteil wegen Urkundenfälschung in sechs Fällen. Das Oberlandesgericht Dresden hob das Urteil aber wieder auf: Klockzin habe sich nicht der Urkundenfälschung, sondern der falschen Verdächtigung schuldig gemacht. Das Dresdner Gericht hat den Fall dann wieder nach Leipzig zurückgegeben. Im Zuge des Verfahrens wurde Klockzin nach einem mehrjährigen Arbeitsrechtsstreit von der LWB gekündigt.
Der nach einer Gasexplosion in einer Papierfabrik in Trebsen vermisste Mann ist tot aufgefunden worden.
Nach Angaben der Polizei hat sich der 62-jährige Mann zur Zeit der Explosion auf dem Dach eines Silos aufgehalten. Durch die Wucht sei er wahrscheinlich in das Silo gefallen. Neben dem Toten habe sich bei dem Unfall noch ein weiterer Mitarbeiter leicht verletzt. Die genaue Ursache für die Explosion in Trebsen im Landkreis Leipziger Land sei noch unklar. Zur Zeit der Explosion sei eine Methangaslanlage gewartet worden. Es bestand laut Polizei aber keine Gefahr für die Anwohner.
Der Leipziger Autor Erich Loest wird Ehrendoktor der Universität Gießen.
Wie die Universität mitteilte erhält er die Ehrendoktorwürde des Instituts für Germanistik. Erich Loest habe mit seinem Engagement und seiner Zivilcourage die friedliche Revolution von 1989 mit vorbereitet und zur inneren Einheit beigetragen. Der 83-jährige Autor arbeitete zunächst als Journalist. Sein erster Roman „Jungen die übrigblieben“ erschien 1950. Wegen kritischer Äußerungen geriet er mehrere Male mit dem DDR-Regime in Konflikt. So trat er unter anderem aus Protest gegen Zensurmaßnahmen aus dem Schriftstellerverband der DDR aus. In rund zehn Tagen soll er die Ehrendoktorwürde erhalten.
Im Leipziger Bildermuseum ist ein Archiv für die Fotografin Evelyn Richter eröffnet worden.
Wie das Museum mitteilte umfasst die Arbeit Evelyn Richters knapp 750 Fotografien. Diese sollen nun in dem Archiv zusammengefasst werden. Damit würdigt das Museum die Arbeit der Fotografin. Sie zählt zu den Bedeutendsten der DDR. Evelyn Richter dokumentierte über 50 Jahre das Leben der Menschen im SED-Regime. Sie wird im kommenden Jahr 80 Jahre alt.
Zwei Leipziger sind für ihre ehrenamtliche Arbeit mit der „Annen-Medaille“ ausgezeichnet worden.
Wie das sächsische Sozialministerium mitteilte haben ihn unter anderen Frank Teubner und Edith Oelschläger erhalten. Sie werden für ihr Engagement bei der Pflege von behinderten Menschen geehrt. Die Medaille wird jährlich an bis zu 20 Bürger verliehen. Die Auszeichnung ist der Kürfürstin Anna von Sachsen, die im 16. Jahrhundert lebte, gestiftet.
Der Versand der Lohnsteuerkarten für 2010 ist abgeschlossen.
Wie die Stadt mitteilte, sind die Lohnsteuerkarten an alle Bürger mit Hauptwohnsitz in Leipzig verschickt worden. Die Lohnsteuerkarten werden maschinell erstell und sind deshalb auch ohne Siegel und Unterschrift gültig.
Arbeitnehmer, die noch keine Lohnsteuerkarte erhalten haben, können diese noch bis Jahresende im Bürgeramt beantragen.



