Kontakt
Tel.: 0341 / 97 37 954
Fax: 0341 / 97 37 999
news(ät)mephisto976.de
Spätnachrichten vom Dienstag, 6. Oktober 2009
- Land als Bauherr des Paulinums hält außergerichtliche Einigung mit Architekt für sinnvoll
- für den ehemaligen MDR-Sportchef bleibt es bei Bewährungsstrafe
- Innenstadt zum Jubiläum der Friedlichen Revolution abgesperrt
- Sozialamt hat mehr Geld für Bestattungen ausgegeben
Im Baustreit um das Paulinum hält das Sächsische Immobilien- und Baumanagement (SIB) eine außergerichtliche Einigung mit dem Architekten für sinnvoll.
Im Baustreit um das Paulinum hält das Sächsische Immobilien- und Baumanagement (SIB) eine außergerichtliche Einigung mit dem Architekten für sinnvoll. Wie der Sprecher des Finanzministeriums, Stefan Gößl, mitteilte, wollen sich die Landesvertreter bereits Ende Oktober mit dem Architekten Erick van Egeraat zusammensetzen. Ob es tatsächlich zu einer Einigung komme, sei aber nicht sicher. Es gehe nicht nur um Geschmacksfragen, sondern auch um konstruktive Fragen und nicht zuletzt um finanzielle Fragen. Er hoffe, dass das Land und der Architekt jetzt, da eine klare Grenze gesetzt sei, zu einem guten Ergebnis kämen. Bis Ende des Jahres sei Zeit, sich zu einigen. Van Eegerat hatte vor dem Landgericht Leipzig geklagt, weil sich die Landesvertreter für andere Baumaterialien entschieden hatten.
Im Fall des ehemaligen Sportchefs des Mitteldeutschen Rundfunks, Wilfried Mohren, bleibt es bei einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren.
Wie die Staatsanwaltschaft Dresden mitteilte, will sie nach dem Urteil nicht in Revision gehen. Ein Sprecher sagte, das Urteil sei zwar nicht befriedigend, aber die Staatsanwaltschaft könne damit leben. Mohren wurde Betrug, Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Er soll Veranstaltungen und Sponsoren im MDR-Programm gegen Geld platziert haben. Nach Eröffnung des Verfahrens, hatte das Gericht dem 51-Jährigen eine Bewährungsstrafe zugesichert. Vergangene Woche war Mohren vom Landgericht Leipzig zu der Bewährungstrafe verurteilt worden. Hinzu kommt eine Geldstrafe von etwas mehr als 8.000 Euro.
Zu den Feierlichkeiten am Jahrestag der Friedlichen Revolution am Freitag ist ein Großteil der Innenstadt gesperrt.
Nach Angaben der Stadt sind die Straßen entlang des historischen Demonstrationsweges auf dem Innenstadtring nicht befahrbar. Rund um die Veranstaltungsstrecke werden von 16 Uhr an Straßensperrungen aufgebaut sein. Die bleiben bis voraussichtlich Mitternacht stehen. Außerdem gilt auf allen Kurzzeitparkplätzen Halteverbot. Damit sollen die Rettungswege für Fußgänger frei bleiben. Für Besucher gibt es dennoch Parkplätze, unter anderem am Völkerschlachtdenkmal oder am Sportforum. Wer mit der Straßenbahn fährt, kann sich am Freitag nur auf Linie zwei verlassen, alle anderen werden umgeleitet. Die Haltestellen Augustusplatz, Hauptbahnhof, Goerdelering und Thomaskirche werden von keiner Straßenbahn angefahren. Zum Lichterfest erwartet die Stadt mehrere 10.000 Gäste.
Das Sozialamt hat in den vergangenen Jahren mehr Geld für Bestattungen ausgegeben.
Nach Angaben des Vereins "Aeternitas für Bestattungskultur" haben die Beisetzungen im vergangenen Jahr rund 845.000 Euro gekostet. Das seien 70 Prozent mehr als noch vor vier Jahren. Das Sozialamt muss die Bestattungskosten übernehmen, wenn Verstorbene kein Vermögen hinterlassen oder sich die Hinterbliebenen keine Beisetzung leisten können. Der Verein Aeternitas ist Ansprechpartner für die Rechte von Verstorbenen oder Hinterbliebenen.
Frühnachrichten
- Streit um Paulinum muss beigelegt werden
- Landesdirektion Leipzig bleibt erhalten
- Leipziger Universität drei Mal auf der Biotechnica vertreten
- "Komm auf Tour"-Projekt hat begonnen
- Lok gewinnt im Streit um Mittwochsspiele
- Red Bull hat neuen sportlichen Leiter
Das Dresdner Oberlandesgericht hat eine Klärung im Baustreit um das Paulinum gefordert.
Einem Bericht der Leipziger Volkszeitung zufolge sollen sich der Architekt, Erick van Egeraat, und der Bauherr das Sächsische Immobilien- und Baumanagement (SIB) wieder an einen Tisch setzen. Auslöser für den bis heute anhaltenden Streit war eine Bauänderung des SIB. Es wollte aus Kostengründen das Dach des Paulinums nicht mit Sandsteinplatten sondern mit Aluminiumlamellen decken lassen. Daraufhin hatte van Egeraat vor dem Leipziger Landgericht geklagt und für die Umsetzung seiner Pläne Recht bekommen. Das Dresdner Oberlandesgericht hat nun beide Parteien aufgefordert sich außergerichtlich zu einigen. Sollten sie sich in zwei Monaten nicht geeinigt habe, werde es zur Verhandlung kommen. Dies würde einen mehrmonatigen Baustoppnach sich ziehen. Nach Angaben der Leipziger Volkszeitung sind sie dazu auch bereit. Seit Anfang des Jahres wird der Bau des Paulinums von einem neuen Architektenbüro betreut. Denn das ehemalige Büro von van Egeraat musste Insolvenz anmelden.
Trotz der Zusammenlegung der drei sächsischen Landesdirektionen soll der Standort Leipzig erhalten bleiben.
Noch ist laut des Präsidenten der Leipziger Behörde, Walter Christian Steinbach, nicht geklärt, wo der künftige Hauptsitz der Landesdirektionen sein wird. Auch wenn Steinbach und sein Kollege aus Chemnitz im kommenden Jahr in den Ruhenstand gehen. Steinbach sagte in einem Interview mit der Leipziger Volkszeitung, der Behördenstandort in Leipzig sei gesichert. Die drei Häuser würde nur unter einem Dach vereinigt werden. Ob und welche Bereiche dann zusammengelegt werden können, sei noch unklar. Er sehe aber gute Chancen für ein langes Bestehen des Leipziger Standortes, da die Verwaltungsarbeit weiterhin anfalle.
Die Universität Leipzig ist bei der Tagung der europäischen Biotech-Branche „Biotechnica“ in Hannover gleich drei Mal vertreten.
Wie die Universität Leipzig mitteilte, präsentiert das Leipziger Biotechnologisch-Biomedizinische Zentrum seine Grundlagen zur Erforschung von Altersphänomenen. Das Transplantationszentrum für Regenerative Medizin wird ein Verfahren der Knorpeltransplantation zeigen. Der dritte Vertreter ist das Institut für Biochemie, das unter anderem das EU-geförderte Projekt zu krankhafter Fettleibigkeit vorstellt. Die „Biotechnica“ in Hannover ist ein dreitätiger Branchentreff. Auf ihm wird über Innovationen und Forschungsergebnisse aktueller Projekte informiert.
Das Projekt „komm auf Tour“ ist im Felsenkeller gestartet.
Nach Angaben des Veranstalters können sich Kinder und Jugendliche von Förder- und Hauptschulen dabei mit ihrem Lebensweg auseinandersetzen. Unter anderem gibt es einen Erlebnisparcour, bei dem sie ihre Stärken und beruflichen Möglichkeiten kennen lernen sollen. Bis jetzt sind schon rund 370 Schüler angemeldet. Das Projekt dauert noch bis morgen.
Das für kommenden Mittwoch geplante Nachholspiel des 1. FC Lokomotive Leipzig ist verlegt worden.
Nach Angaben des Vereins wird das Spiel gegen die zweite Mannschaft von Dynamo Dresden nun am Buß- und Bettag ausgetragen. Lok hatte eine Verlegung beantragt, da Wochentagsspiele für die Freizeit-Spieler ein Problem seien. Beschlossen ist außerdem, wann das Nachholspiel des Vereins im Landespokal stattfindet. Die Partie gegen den 1. FC Erzgebirge Aue ist für Mittwoch in zwei Wochen angesetzt. Den Termin wird Lok aber akzeptiert.
Der Fussball-Sponsor Red Bull hat einen neuen Sportlichen Leiter.
Wie das Unternehmen mitteilte, ist es der ehemalige Sportdirektor des Hamburger SV, Dietmar Beiersdorfer. Er wird sich künftig um die von Red Bull gesponserten Fußballvereine kümmern. Neben Vereinen in Salzburg und New York unterstützt das Unternehmen auch Rasenballsport Leipzig.



