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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Freitag, 30. Oktober 2009

Am Abend demonstriert in der Innenstadt der Leipziger Verein „Solidaritätskreis“ gegen die Entlassungen bei Quelle.

Die Veranstalter setzen sich dafür ein, dass das Leipziger Versandzentrum nicht geschlossen wird. Dort beginnt dem Unternehmen zufolge am Sonntagmorgen der Ausverkauf. In den Lagern und Containern sowie auf Schiffen liegen noch 18 Millionen Quelle-Artikel. Sie werden von Sonntagmorgen sechs Uhr an verkauft. Dem Sprecher des Versandzentrums zufolge ist damit auch das Schicksal des hochmodernen Logistikzentrums besiegelt. Im Juni hatte der Quelle-Mutterkonzern Arcandor Insolvenz angemeldet. Vergangene Woche war bekannt geworden, dass das Unternehmen nicht mehr zu retten ist. Seitdem läuft die Abwicklung des Konzerns.

Heute ist das Eingangstor des Bayrischen Bahnhofs, der Portikus, wieder an seinen ursprünglichen Platz geschoben worden.

Vor drei Jahren war der Portikus wegen Bauarbeiten am City-Tunnel verrückt worden. Oberbürgermeister Burkhard Jung sagte, die oberirdischen Bauarbeiten an der betroffenen Stelle seien nicht mehr lange sichtbar. So wie heute Zentimenter für Zentimeter der Portikus bewegt werde, werde unterirdisch Meter für Meter der Citytunnel gebaut. Ein sichtbares Zeichen für die Fertigstellung sei der Rückschub des Gebäudes. Er hoffe, der Portikus werde beim Transport nicht beschädigt. Das Eingangstor wiegt 2.800 Tonnen und musste insgesamt mehr als 30 Meter bewegt werden.

Die Leipziger Filiale der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) soll sich an spekulativen Finanzgeschäften beteiligt haben.

Einem Bericht der Sächsischen Zeitung zufolge ermittelt bereits die Staatsanwaltschaft. Die LBBW soll Geschäfte mit mehreren sächsischen Kommunen abgeschlossen haben. Bei den Geschäften handele es sich um Wetten auf Währungskurs- und Zinsentwicklungen. Im Idealfall könnten die Kommunen damit die Zinszahlungen auf ihre Schulden verringern. Die Staatsanwaltschaft war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Heute erscheint die erste Ausgabe des Stadtmagazins „Weiter“.

Wie die Herausgeber mitteilten, erscheint das Magazin ab sofort jeden Freitag. Der Ausgabenpreis liegt bei einem Euro. An der Zeitschrift würden ehrenamtlich 20 Studenten arbeiten. Nach eigenen Angaben wollen sie die Leipziger Medienlandschaft bunter machen. Themenbereiche seien die städtische Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Zunächst soll das Magazin in einen Umfang von 16 Seiten im A4-Format erscheinen. Die Erstauflage liegt bei 1.000 Stück.

Im kommenden Jahr fällt das Grimmaer Musikfestival „Liederflut“ aus.

Laut Oberbürgermeister Matthias Berger kann das Festival wegen der städtischen Großbaustellen nicht stattfinden. Außerdem stehe nicht genug Geld zur Verfügung. Berger zufolge sind Kulturveranstaltungen stets ein Verlustgeschäft für die Stadt. Das Festival findet seit sechs Jahren zum Gedenken an die sogenannte Jahrhundertflut im Jahr 2002 statt. Grimma war damals besonders stark betroffen.

Die Leipziger Baumesse „BauenLeipzig“ geht am Abend zu Ende.

Den Veranstaltern zufolge besuchten die Fachmesse für Bauen, Sanieren und Modernisieren gut 16.000 Besucher. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stand das effiziente Nutzen und Einsparen von Energie. Neben „BauenLeipzig“ fanden die Elektrofachmesse „efa“ und die Messe für Sanitär, Heizung, Klima und Gebäudeautomation statt. Insgesamt besuchten die drei Messen etwa 30.000 Menschen.

Morgen spielt der 1. FC Lok Leipzig in der Fußball-Oberliga gegen den SV Schott Jena.

Anpfiff des Spiels ist um 15 Uhr im Bruno-Plache-Stadion. Lok Leipzig steht derzeit auf dem zwölften Tabellenplatz. Außerdem tritt am elften Spieltag der FC Sachsen Leipzig gegen Germania Halberstadt an. Rasenballsport Leipzig spielt gegen den VfL Halle.

 

Frühnachrichten

Die sächsische Landesregierung von CDU und FDP hat einen Entwurf zum Versammlungsgesetz vorgelegt.

Ziel des Entwurfes sei es Aufmärsche von rechtsextremen Gruppen und linksextremistische Gegendemonstrationen einzuschränken. Dafür sollen unter anderem rechtsextreme Demonstrationen am Völkerschlachtdenkmal und an der Frauenkirche in Dresden verboten werden. Außerdem dürften, nach dem Entwurf, Behörden Versammlungen verbieten, wenn vergleichbare Demonstrationen in der Vergangenheit zu Gefährdungen oder Störungen geführt hatten. Nach der Föderalismusreform kann die Landesregierung das Gesetz nach eigenen Angaben ändern. Vor rund zwei Wochen kam es in Leipzig zu Ausschreitungen zwischen Rechtsextremen und der Polizei. Etwa 1.300 Rechtsextreme hatten sich zu einem Demonstrationszug durch die Innenstadt versammelt. Die Demonstration wurde nach Angriffen der Rechtsextremen noch vor ihrem Beginn aufgelöst.

Die Post-Tochter DHL hat den Versand von Quelle Produkten eingestellt.

Einem Bericht des mitteldeutschen Rundfunks zufolge geht das aus unbekannten Berichten hervor. Grund für den Stopp seien offene Rechnungen. Am Montag soll der Ausverkauf bei Quelle beginnen. In den Lagern befinden sich rund 18 Millionen Artikel. Das Leipziger Versandzentrum ist das Logistikdrehkreuz von Quelle, von dort aus versendet DHL die Produkte europaweit.

Am Vormittag wird das Richtfest für die Tropenhalle im Zoo, Gondwanaland, gefeiert.

Nach Angaben des Zoos ist die Dachkonstruktion der Halle mit einer Spannweite von 160 Meter soweit fertig. Die Tropenhalle ist bis jetzt das größte Bauprojekt des Zoos. Dort soll ein kleiner Regenwald entstehen, in dem sich Tiere frei bewegen und die Besucher diese aus der Nähe beobachten können. So soll die ökologische Geschichte des Urkontinents Gondwanaland fassbar gemacht werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 60 Millionen Euro. In zwei Jahren soll die Halle fertig sein.

Das Gewandhaus-Orchester und die Leipziger Wirtschaftsdelegation kehren heute von ihrer Asientour zurück.

Sie waren dem Rathaus zufolge rund zehn Tage auf Tour durch China und Japan. Die Delegation mit Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht veranstaltete während der Gewandhauskonzerte unter anderem Empfänge. Beteiligt waren neben der Leipziger Messe auch der Flughafen Leipzig/Halle und die Leipzig Tourismus und Marketing GmbH. Die Vertreter hatten für Leipzig als Wirtschaftsstandort geworben. Unter anderem in den Bereichen der Medizintechnik und des Tourismus.

Das Eingangstor des Bayrischen Bahnhofs, Portikus, wird an seinen ursprünglichen Platz zurückgestellt.

Dem Rathaus zufolge bewegen Arbeiter den Portikus dorthin über eine Gleitoberfläche. Mehr als 30 Meter wird das 2.800 Tonnen schwere Tor überwinden müssen. Der Portikus wurde vor drei Jahren von dort entfernt, um Platz für die Arbeiten des City-Tunnels zu machen.

Der Spielplatz im Schönauer Park wird umgestaltet.

Nach Angaben des Amtes für Stadtgrün und Gewässer beginnen heute die Arbeiten. So soll die Seilbahn demontiert werden, eine Neue werde im kommenden Frühjahr freigegeben. Hinzu kommen auch Spielgeräte wie ein Minikarussell und ein Trampolin. Außerdem sollen neue Parkbänke und Fahrradständer aufgestellt werden. Die Kosten von mehr als 90.000 Euro werden über Fördermittel des Bundes und des Freistaats finanziert.

Der Fußball-Oberligist Rasenballsport Leipzig hat das Spiel gegen VfB Auerbach gewonnen.

Die Leipziger erzielten ein 0 zu 3. Damit bleiben sie weiterhin auf dem ersten Tabellenplatz mit 25 Punkten.