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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Donnerstag, 29. Oktober 2009

Am Leipziger Quelle-Versandzentrum wird es keinen direkten Ausverkauf der Lagerbestände geben.

Dem Insolvenzverwalter Thomas Schulz zufolge sollen die verbliebenen Waren über das Internet und die Technikfachgeschäfte verkauft werden. Mit dem Verkauf der Lagerbestände soll ein Teil des staatlichen Kredits zurückgezahlt werden. Ein direkter Lagerverkauf findet dabei aber nicht statt. Nach Angaben des Insolvenzverwalters werden die Beschäftigten des Versandzentrums noch für die Verpackung der Ware benötigt. Wie es danach für sie weiter geht ist noch unklar. Im Juni hatte der Quelle-Mutterkonzern Arcandor Insolvenz angemeldet. Quelle hatte danach einen staatlichen Kredit von 50 Millionen Euro erhalten. Verhandlungen mit potentiellen Käufern des Quelle-Konzerns verliefen aber ergebnislos. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass das Unternehmen nicht mehr zu retten ist. Seitdem läuft die Abwicklung des Konzerns.

Die Gemeinde Großpösna südöstlich von Leipzig hat sich für das Highfield Festival entschieden.

Nach Angaben der Gemeinde wurde die Vertragsvorlage im Gemeinderat einstimmig angenommen. Anfang November soll der Vertrag dann unterschrieben werden. Der Festivalveranstalter wollte sich vor der Vertragsunterzeichnung nicht zu dem Thema äußern. Das Highfield Festival muss wegen Problemen mit Anwohnern seinen früheren Standort am thüringischen Stausee Hohenfelden verlassen. Dieses Jahr besuchten rund 25.000 Menschen das Rock- und Pop-Festival.

Zwei Leipziger sind mit einem französischen Ehrenpreis ausgezeichnet worden.

Wie die Kulturabteilung der Französischen Botschaft mitteilte, erhalten die Leiterin des Theaterfestivals „euro-scene“ Ann-Elisabeth Wolff und der Direktor der Universitätsbibliothek Ulrich Johannes Schneider die Auszeichnung. Sie bekommen die französischen „Insignien eines Ritters für Kunst und Literatur“. Wolff habe französisches Theater und Ballett auf den Spielplan gebracht. Schneider wird für seine Arbeit mit französischen Philosophen in Leipzig geehrt. Der Ehrenpreis wird seit 50 Jahren verliehen. Unter anderem haben ihn bereits der Schauspieler George Clooney und die Sängerin Kylie Minogue bekommen.

Ab Samstag gibt es doppelt so viele Schnellbus-Verbindungen zwischen Leipzig und Dresden.

Wie der Betreiber AutobahnExpress mitteilte, verkehren dann vier Schnellbusse werktags zwischen den Flughäfen beider Städte. An Sonn- und Feiertagen sollen drei Busse fahren. Ab Mitte November will das Unternehmen zusätzlich eine Linie von Leipzig über Halle nach Göttingen und Kassel einrichten.

Im Neuen Rathaus ist eine Architektur-Ausstellung eröffnet worden.

Nach Angaben der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur zeigen je zwölf Architekten und zwölf Architekturstudenten ihre Entwürfe und Bauwerke. Ein Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit dem Leipziger Stadtumbau. Ein weiterer Schwerpunkt sind architektonische Impulse, die von Leipzig ausgehen. Die Ausstellung kann bis Freitag kommender Woche besucht werden.

In der Leipziger Oper werden Nachwuchstalente gesucht.

Nach Angaben der Oper können dabei Laien und Profis Darbietungen aus Oper, Ballett, Operette oder Musical aufführen. Eine Jury bewerte die Leistungen. Der Sieger erhält den Titel „Rising Star“. Das Casting ist Teil der Spielzeiteröffnungsparty. Neben den Laien werden Sänger der Oper und der Musikalischen Komödie das Programm gestalten.

 

Frühnachrichten

Die Leipziger Verkehrsbetriebe sind auch in den kommenden 20 Jahren für den öffentlichen Nahverkehr in der Stadt zuständig.

Wie die Leipziger Verkehrsbetriebe mitteilten, sprach sich der Stadtrat fast einstimmig dafür aus. Das Konzept für die kommenden Jahre sieht vor, dass die Stadt ihren jährlichen Zuschuss um neun Millionen auf 45 Millionen Euro senkt. Finanziert wird der Nahverkehr weiterhin über den so genannten steuerlichen Querverbund finanziert: Die Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft als Mutterunternehmen versorgt die Verkehrsbetriebe weiterhin auch mit dem Geld, das Stadt- und Wasserwerke erwirtschaften konnten. Mit der Vergabe des öffentlichen Nahverkehrs an die Verkehrsbetriebe hat die Stadt ein EU-Gesetz umgangen, das ab Dezember gelten soll: Danach muss künftig vor einer Vergabe eine Ausschreibung stattfinden.

In Leipzig und Umgebung sind im Oktober weniger Menschen arbeitslos gewesen.

Nach Angaben der Arbeitsagentur Leipzig waren mehr als 52.000 Menschen ohne Arbeit. Das sind etwa 2.000 weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Arbeitslosenzahl um knapp 2.200 gesunken.

Im reinen Stadtgebiet sind rund 36.000 Menschen ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote liegt bei 13,2 Prozent. In der Statistik für Oktober sind die Entlassungen bei Quelle noch nicht enthalten.

Nach den Ausschreitungen während eines Fußballspiels in Brandis ermittelt die so genannte „Soko Rex“.

Wie das Sächsische Innenministerium mitteilte, werden die Ermittler der Polizei von der sächsischen Rechtsextremismus-Sonderkommission unterstützt. Laut Landespolizeipräsident Bernd Merbitz sollen so die brutalen Schläger vom Wochenende ermittelt werden. Bei einem Bezirksligaspiel des Vereins Roten Stern Leipzig am Samstag hatten 40 bis 50 Angreifer den Sportplatz gestürmt. Sie gingen mit Eisenstangen und Pflastersteinen auf Spieler und Fans los. Dabei wurden drei Menschen verletzt. Die Polizei ordnet die Angreifer dem rechtsextremen Spektrum zu.

Der Automobilhersteller Volkswagen baut in der Stadt zwei Autohäuser.

Einem Bericht der Leipziger Volkszeitung zufolge sollen die Autohäuser 150 Arbeitsplätze schaffen. Beide Filialen kosten zusammen rund 13 Millionen Euro kosten. Die Geschäftsstelle in der Merseburger Straße würde Mitte kommenden Jahres eröffnet, die Filiale in der der Richard-Lehmann-Straße Anfang 2011.

Die Handballdamen des HC Leipzig haben gegen den FHC Frankfurt/Oder gewonnen.

Die Handballerinnen siegten mit 32 zu 24. Beste HCL-Torschützin war Susann Müller mit acht Treffern. Das Spiel verfolgten gut 2.000 Zuschauer. Damit bleibt der HCL auch im achten Saisonspiel ungeschlagen und steht an der Spitze der Bundesliga-Tabelle.

Von heute an treten in Leipzig Orgelstudenten aus verschiedenen europäischen Ländern gegeneinander an.

Wie die Veranstalter mitteilten, kommen die zehn Orgelstudenten aus Deutschland, Italien, Polen, Frankreich und den Niederlanden. Sie treten bis Sonntag in einem Wettbewerb der Orgelimprovisation an. Gespielt wird im Kammermusiksaal der Hochschule für Musik und Theater und in der Nikolaikirche. Bei der Veranstaltung werden Preisgelder in Höhe von 9.500 Euro vergeben.