Livestream

Berlinale 2012 - Blog

© Berlinale

Nachrichtenarchiv

Ressortleiter

Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke

Kontakt

Tel.: 0341 / 97 37 954
Fax: 0341 / 97 37 999
news(ät)mephisto976.de

Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Freitag, 16. Oktober 2009

Quelle entlässt in Leipzig 150 Mitarbeiter.

Das bestätigte der Sprecher des Insolvenzverwalters, Thomas Schulz. Bereits in den kommenden Tagen würden in dem Versandzentrum voraussichtlich die 150 Mitarbeiter entlassen. In dem Logistikzentrum in Leipzig arbeiten rund 800 Menschen.

Die Polizei hat sich auf die morgige Demonstration von Rechtsextremen und einer angekündigten Gegendemonstration vorbereitet.

Wie der Polizeipräsident, Horst Wawrzynski, mitteilte, wird zu der Demonstration nicht nur die Leipziger Polizei herangezogen. Insgesamt stünden Polizisten aus ganz Deutschland bereit. Wer die Polizeikräfte angreife, könne nicht damit rechnen, dass die Polizei Rücksicht nehme. Das betreffe nicht die friedlichen Teilnehmer. So werde Wawrzynski auch im Nachhinein keine Klagen akzeptieren, die Polizei hätte zu stark durchgegriffen. Außerdem würden bei der Demonstration keine Beamten als Konfliktlöser eingesetzt. Das sei überflüssig. Wawrzynski zufolge lassen gewaltbereite Demonstranten nicht mit sich reden. Die rechtsextreme Gruppierung „Junge Nationalisten Leipzig“ hat für morgen Mittag eine Demonstration im Leipziger Osten angemeldet. Sie soll am S-Bahnhof Sellerhausen starten. Das „Bündnis 17. Oktober“ hat nach eigenen Angaben eine friedliche Gegenaktion geplant.

Die Stadt warnt vor einer gefälschten Bürgerinformation.

Wie das Ordnungsamt mitteilte, sind seit gestern in den Stadtteilen Reudnitz-Thonberg, Sellerhausen und Anger-Crottendorf gefälschte Flugblätter der Stadt im Umlauf. Diese würden die Anwohner auffordern, morgen Bio-Abfall an den Straßenrand zu stellen. Die gefälschte Bürgerinformation wurde an der geplanten Route für die morgige Demonstration von Rechtsextremen verteilt.

Der Förderverein Völkerschlachtdenkmal sammelt Spenden für die Sanierung des Denkmals.

Dem Verein zufolge wurde heute mit der Spendenaktion „Stifterbrief 2013“ begonnen. Die ersten 19 Stifterbriefe hätten bereits 34.000 Euro eingebracht. Mit dem Geld solle die Haupttreppe des Völkerschlachtdenkmals saniert werden. Dem Verein zufolge werden die Namen der Spender in die neue Treppe eingraviert. Das Außengelände des Völkerschlachtdenkmals soll bis zum Jubiläumsjahr 2013 komplett fertig saniert sein. Dann jährt sich die Völkerschlacht zum 200. Mal.

Das Gewandhausorchester ist zur „Marke des Jahrhunderts“ ernannt worden.

Wie der Sprecher des Gewandhauses mitteilte, ist das Orchester bisher das einzige Kulturunternehmen Deutschlands, das ausgezeichnet wurde. Zur Begründung hieß es, das Gewandhausorchester habe musikalische Standards gesetzt. Die Auszeichnung wird durch einen Beirat von Markenexperten für Produkte verliehen, die sinnbildlich für ganze Produktgruppen stehen. Dazu gehören auch Marken wie Tempo oder Tesa. Sie stehen für Taschentücher und Klebestreifen. Der Sprecher des Gewandhauses gab zu, die sprachliche Umsetzung falle bei dem Orchester schwer.

Zwei Leipzigern wurde die französische Ehrenauszeichnung „Insignien eines Ritters für Kunst und Literatur“ verliehen.

Wie die Kulturabteilung der Französischen Botschaft in Leipzig mitteilte, erhält den Preis die Direktorin des Theaterfestivals „euro-scene“, Ann-Elisabeth Wolff. Außerdem gehe der Preis an den Direktor des Frankreichzentrums, Ulrich Johannes Schneider. Beide hätten sich um die Kultur Frankreichs verdient gemacht. Wolff hatte französische Stücke auf den Spielplan gebracht und Schneider sich mit französischen Philosophen beschäftigt. Der Preis ist undotiert.

Am Wochenende fahren die Züge auf der Strecke von Leipzig über Gößnitz zu geänderten Zeiten.

Der Deutschen Bahn zufolge wird wegen Brückenbauarbeiten Schienenersatzverkehr eingesetzt. Die Änderungen betreffen die Züge von Leipzig nach Zwickau, Hof und Glauchau. Reisende müssen sich auf frühere Abfahrtszeiten und spätere Ankunftszeiten einstellen.

 

Frühnachrichten

In Leipzig sind morgen während der Demonstration von Rechtsextremen verschiedene Gegendemonstrationen geplant.

Nach Angaben der Stadt hat die rechtsextreme Gruppierung „Junge Nationalisten Leipzig“ eine Demonstration im Leipziger Osten angemeldet. Sie wollen morgen Mittag am S-Bahnhof Sellerhausen mit ihrer Demonstration starten. Danach würden sie über die Eisenbahnstraße, die Dresdener Straße und den Augustusplatz zum Hauptbahnhof laufen. Das „Bündnis 17. Oktober“ hat nach eigenen Angaben eine friedliche Gegenaktion geplant. Unter dem Motto „Leipzig nimmt Platz“ werde es Kundgebungen, Straßenfeste und Kulturveranstaltungen geben. Am Samstagvormittag will Oberbürgermeister Burkhard Jung der Stadt zufolge am „Brunch gegen Rechts“ in der Eisenbahnstraße teilnehmen. Die Polizei hatte gestern zu einem friedlichen Verhalten aller Beteiligten aufgerufen. Sie sei dennoch auf Randale und Angriffe auf Polizisten eingestellt.

Am Flughafen Leipzig/Halle sind seit Anfang des Jahres die Passagierzahlen gesunken.

Nach Angaben der Mitteldeutschen Airport Holding ist Zahl der Fluggäste seit Anfang des Jahres auf 1.8 Millionen zurückgegangen. Das sind rund drei Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Im Gegensatz dazu hätte sich der Güterumschlag um rund 17 Prozent gesteigert. Ausschlaggebend seien die Ansiedelung der interkontinentalen Fluglinie AeroLogic sowie des DHL-Frachtdrehkreuzes.

Die Lufthansa Cargo hat am Flughafen Leipzig/Halle die Abfertigung von Hermes-Paketen übernommen.

Nach Angaben der Lufthansa handelt es sich bei der Fracht um Produkte aus dem OTTO-Katalog. Die würden zum überwiegenden Teil in China produziert. Die Pakete sollen von der Lufthansa direkt nach Leipzig gebracht und danach auf die Hermes-Standtorte verteilt werden. Vor allem bei Textilien würde sich die Lieferzeit um die Hälfte reduzieren. Das Hermes-Versandunternehmen importiert derzeit jährlich über 14.000 Tonnen Luftfracht nach Deutschland.

Nach der Panne bei der Einweihungsfeier ist die Demokratieglocke erfolgreich repariert worden.

Der Leipziger Kultur-Stiftung zufolge konnte der technische Fehler am gestrigen Nachmittag behoben werden. Ursprünglich sollte die Glocke schon zum Jubiläum der friedlichen Revolution am vergangenen Freitag erklingen - sie blieb aber stumm. Die Glocke soll am Eingang der Grimmaischen Straße an den Wendeherbst 1989 und die Montagsdemonstrationen erinnern. In Zukunft soll sie jeden Montag 18.35 Uhr zwölf Mal schlagen. Zu diesem Zeitpunkt startete am 9. Oktober 1989 die friedliche Montagsdemonstration um den Innenstadtring. An allen anderen Tagen werden die Glockenschläge per Zufallsgenerator ausgelöst.

Die Hochschule für Grafik und Buchkunst hat ihren Kunstpreis Art Lipsiensis verliehen.

Nach eigenen Angaben wurde der Künstler Roman Wilhelm geehrt. Er erhielt den Preis für seine Kreation der Schriftart „Sung New Roman“. Seine typographische Arbeit strebe eine Harmonie zwischen der lateinischen und chinesischen Schrift an. Der Kunstpreis wird seit 16 Jahren verliehen und ist mit 5.000 Euro dotiert.