Kontakt
Tel.: 0341 / 97 37 954
Fax: 0341 / 97 37 999
news(ät)mephisto976.de
Spätnachrichten vom Dienstag, 13. Oktober 2009
- Linke fordert Aufklärung zu City-Tunnel
- Stadtbuslinie 187 wird eingestellt
- Demokratieglocke soll am Wochenende schlagen
- Mehr Einwohner in Leipzig
- Grünfläche am Thomaskirchhof soll saniert werden
- Universität hat Methode zur Früherkennung von Lungenkrebs entwickelt
- Zwei Spieler bei Lok Leipzig krank
Nachdem sich der Bau des City-Tunnels erneut verzögern könnte, fordert die Landtagsfraktion der Linken Aufschluss über die Vorgänge.
Die Staatsregierung soll nach Angaben der Fraktion alle Karten auf den Tisch legen. Die Schuldigen für die Verzögerungen und Mehrkosten müssten endlich benannt und zur Rechenschaft gezogen werden. Die Fraktion kündigte außerdem an zu dem Thema eine Reihe von Anfragen im Landtag zu stellen. Auch die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses sei denkbar. Einem Bericht der Leipziger Volkszeitung zufolge soll der Tunnel erst im Dezember 2013 befahren werden können. Ein Bieter, der bei der Ausschreibung unterlegen war, hatte Klage eingereicht. Dadurch könne es zu einem Baustopp beim Innenausbau kommen. Sollte sich der Bau jedoch verzögern, würden die Kosten um jährlich 50 Millionen Euro steigen – auf insgesamt rund 940 Millionen Euro bis 2013.
In Taucha wird die Stadtbuslinie 187 ab Dezember eingestellt.
Nach Angaben der Stadt war die Linie in den vergangenen Monaten nicht genügend ausgelastet. Ergeben hatte das eine Analyse der Leipziger Verkehrsbetriebe. Demnach waren pro Fahrt nur sechs Personen mit dem Bus unterwegs. Wenn die Linie eingestellt wird, können die Haltstellen in der Stadt von anderen Linien angefahren werden. Für die Schulkinder soll es einen Ersatzbus am Morgen geben. Am Nachmittag könnten sie die Linien 3 und 13 nutzen. Die Stadtbuslinie durch Taucha wurde im September vor sieben Jahren eingeweiht.
Die Leipziger Demokratieglocke soll am Wochenende zum ersten Mal erklingen.
Nach Angaben der Leipziger Kulturstiftung soll bis dahin der Defekt für die Panne am vergangenen Freitag gefunden sein. Die Demokratieglocke wurde zum 20. Jahrestag der friedlichen Revolution eingeweiht. Geschlagen hatte das eiförmige Gebilde aber nicht. Nach den Plänen der Stiftung soll die Glocke jeden Montag um 18 Uhr 35 schlagen und an die Montagsdemonstrationen erinnern.
In Leipzig gibt es mehr Einwohner.
Wie das Statistische Landesamt in Kamenz mitteilte, lebten im ersten Halbjahr dieses Jahres mehr als 515.000 Menschen in der Stadt. Im Vorjahreszeitraum waren es knapp 5.000 weniger. Damit liegt die Stadt entgegen dem sachsenweiten Trend. Außer in Leipzig und Dresden ist die Bevölkerungszahl in allen Kreisen gesunken. Insgesamt leben im Freistaat rund 4,2 Millionen Menschen.
Die Grünfläche am Thomaskirchhof soll saniert werden.
Wie die Stadt mitteilte, wird die Fläche von den Leipzigern mehr genutzt. Deswegen müssen die Wiesen und Wege erneuert werden. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im kommenden Jahr. Die Kosten dafür liegen bei rund 200.000 Euro und werden von der Stadt getragen. Ob der Vorschlag umgesetzt wird, muss noch die Ratsversammlung entscheiden.
Die Universität Leipzig hat eine Methode zur Früherkennung von Lungenkrebs entwickelt.
Nach Angaben der Universität soll dafür nur noch ein Atemtest nötig sein. Die betroffenen Personen müssen dabei für eine viertel Stunde in ein Gerät atmen. Bis jetzt mussten die Patienten für die Erkennung der Krankheit aufwendig geröntgt werden. Jährlich erkranken rund 40.000 Menschen in Deutschland an Lungenkrebs.
Beim Fußball-Oberligisten 1.FC Lokomotive Leipzig fallen zwei Spieler aus.
Wie der Verein mitteilte, kann Stefan Knoof für mindestens vier Wochen nicht am Training der Mannschaft teilnehmen. Grund dafür sei ein Muskelbündelriss im Oberschenkel. Auch der Lok-Innenverteidiger, Anton Köllner, kann nach einer Operation am Schienbein noch nicht mit der Mannschaft trainieren. Er befinde sich aber auf dem Weg der Besserung. Lok Leipzig spielt am Mittwoch kommender Woche gegen die zweite Mannschaft von Erzgebirge Aue.
Frühnachrichten
- Weitere Verzögerungen beim Bau des City-Tunnels
- Sächsischer Verdienstorden geht an zwei Leipziger
- Freie Fahrt zwischen Cospudener See und Connewitzer Kreuz
- Autorenschule schreibt Literaturpreis aus
- „Theatrium“ bekommt neue Spielstätte
Die Eröffnung des City-Tunnels verschiebt sich möglicherweise um ein weiteres Jahr.
Einem Bericht der Leipziger Volkszeitung zufolge kann der Tunnel erst im Dezember 2013 befahren werden. Ein Bieter, der bei der Ausschreibung unterlegen war, habe Klage eingereicht. Dadurch käme es zu einem Baustopp beim Innenausbau. Das Oberlandesgericht Düsseldorf wollte dies zum jetzigen Zeitpunkt weder bestätigen noch dementieren. Sollte sich der Bau jedoch verzögern, würden die Kosten um jährlich 50 Millionen Euro steigen – auf insgesamt rund 940 Millionen Euro bis 2013. Der sächsische Wirtschaftsminister Sven Morlok hat daher das Planungsunternehmen DEGES aufgefordert diese Woche Alternativen zum Bauplan vorzustellen. Ursprünglich sollte der City-Tunnel im Dezember dieses Jahres eröffnet werden.
Der Sächsische Verdienstorden ist zwei Leipzigern verliehen worden.
Einem Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks zufolge erhielten ihn die ehemalige Leiterin des Stasimuseums Irmtraut Hollitzer und Frank Pörner. Er gehörte unter anderem zu dem Runden Tisch in Leipzig. Beide werden für ihr Engagement zur Aufklärung über das Ministerium der Staatssicherheit und in der Friedlichen Revolution geehrt. Insgesamt wurde der Orden am Vormittag in der Dresdner Frauenkirche an 21 Bürger überreicht.
Ab heute können Ruderer und Kanuten zwischen dem Connewitzer Wehr und dem Cospudener See fahren.
Wie die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) mitteilte, wird heute der Verbindungsgraben im Norden des Sees freigegeben. Im kommenden Jahr soll dann die Schleuse am Connewitzer Wehr eröffnet werden. Die Verbindung ist Teil des städtischen Wassertourismus-Konzepts. Seit 16 Jahren werden ehemalige Braunkohleabbaugebiete geflutet und miteinander verbunden. So sollen im Raum Leipzig Wasserstraßen über rund 200 Kilometer erschlossen werden.
Die Leipziger Autorenschule „Textmanufaktur“ und der Berliner Aufbau-Verlag schreiben einen Literaturpreis aus.
Eigenen Angaben zufolge wird der Werner Bräunig Preis im kommendem Jahr zum ersten Mal vergeben. Dafür werden im März kommenden Jahres sechs der besten Textmanufaktur-Autoren in einem Lesewettbewerb gegeneinander antreten. Der Preis ist mit 5.000 Euro und einem Vorvertrag mit dem Aufbau-Verlag dotiert. Außerdem werde es einen Publikumspreis über 500 Euro geben. Der Preis soll an den DDR-kritischen Schriftsteller Werner Bräunig erinnern.
Das Theaterprojekt „Theatrium“ in Grünau wird eine neue Spielstätte bekommen.
Der Stadt zufolge kann das Projekt in rund einem Jahr in den Wohnkomplex 2 in der Alten Salzstraße einziehen. Dann soll in dem Gebäude Platz für unter anderem ein Foyer und einen Saal mit 100 Sitzplätzen sein. In zwei Monaten beginnen dafür die Umbau- und Erweiterungsarbeiten. Sie kosten knapp eine Million Euro.



