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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Freitag, 30. Januar 2009

BMW wird nicht an der Leipziger Automobilmesse AMI teilnehmen.

Nach eigenen Angaben will sich der Autohersteller auf die Messen in Frankfurt am Main und Genf konzentrieren. So wolle der Konzern angesichts der Krise in der Autobranche Geld sparen. Der Sprecher der Leipziger Messe Thomas Tenzler sagte, die Entscheidung von BMW sei überraschend gekommen. Er denke, dass es für die Region ein schlechtes Signal sei. BMW würde nicht nur das Werk in Leipzig betreiben, sondern habe sich auch immer auf der AMI engagiert. Dass das Unternehmen in diesen Tagen fehlen würde, sei sicherlich für viele Besucher enttäuschend. Tenzler sagte weiter, es sei aber seit längerem klar, dass die Krise sich auf die Messe auswirke. So werden neben BMW auch Chrysler, Volvo und Saab auf der AMI fehlen.

In der kommenden Woche drohen weitere Streiks im öffentlichen Dienst.

Der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zufolge wird es Mitte der Woche Proteste in den Landeskrankenhäusern und Landesämtern geben. Zuvor hatte bereits die sächsische Lehrergewerkschaft einen Warnstreik für Dienstag angekündigt. Grund dafür seien die stockenden Tarifverhandlungen für die Angestellten der Länder. Die Arbeitgeber hätten bis jetzt noch kein Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaften fordern eine Lohnerhöhung von acht Prozent.

Die Landtagsfraktion der FDP hat den schlechten Zustand der Bundesstraßen in Leipzig kritisiert.

Wie die FDP mitteilte, müssten in der Stadt über 60 Prozent der Bundesstraßen saniert werden. Das geht aus einer Untersuchung des Wirtschaftsministeriums hervor. Der FDP zufolge sind die Straßenschäden eine Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer und erschweren den Transport von Gütern. Deswegen müsste das Land mehr Druck auf die Bundesregierung ausüben. Die solle mehr Geld zur Sanierung der Straßen bereitstellen. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums sind die Ergebnisse der Studie aber nicht überzubewerten. Autofahrern würden die meisten Straßenschäden nicht auffallen.

Die Leipziger Bürger finden das Finanzamt II ab kommender Woche am Nordplatz.

Nach Angaben des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilienmanagment ist der Interimstandort an der Berliner Straße geschlossen. Das Gebäude am Nordplatz sei in den vergangenen zwei Jahren für über sieben Millionen Euro saniert worden. Das neue Gebäude ist auch für Rollstuhlfahrer zugänglich. Außerdem gibt es mehr Parkplätze und Fahrradständer.

Am Wochenende wird das Rom-Panorama im Gasometer zerstört.

Nach Angaben des Betreibers sollen dabei auch die Besucher der Ausstellung mithelfen. Das 100 Meter lange und 30 Meter hohe Bild ist seit über zwei Jahren im ehemaligen Gasometer zusehen. Es zeigt Rom im vierten Jahrhundert nach Christus. In diesem Jahr soll ein neues Bild ausgestellt werden. Es soll an den 150. Todestag des Forschers Alexander von Humboldt erinnern und den Amazonas-Regenwald zeigen.

 

Frühnachrichten

Die Sperrminorität der Kommunen am Leipziger Gasversorgers VNG ist gesichert.

Dafür will die VuB, in der sich die kommunalen Eigner organisieren, die Anteile der Stadtwerke Jena-Pößneck kaufen. Der Geschäftsführer der VuB Andreas Reinhardt sagte, neben Jena solle auch der Stadt Halle ein Angebot für ihre VNG-Anteile vorgelegt werden. Dort hat der Stadtrat einen Verkauf an einen anderen Aktionär abgelehnt. Nur die VuB komme in Frage. Mit den Anteilen aus Halle und Jena ist die Gefahr einer Übernahme durch einen Großkonzern abgewendet, so Reinhardt. Der Einfluss der Kommunen wäre so für die nächsten fünf Jahre gesichert. Damit verbleibe der Firmensitz des größten Leipziger Steuerzahlers in der Messestadt.

Der Karlsruher Energiekonzern EnBW will Anteile beim Leipziger Gasversorger VNG kaufen.

Medienberichten zufolge will das Unternehmen die Anteile des Oldenburger Energieversorgers EWE übernehmen. Die Höhe des Kaufpreises werde mit circa 1,2 Milliarden Euro beziffert. EWE hält derzeit rund 48 Prozent an der VNG. In der Vergangenheit hatte das Oldenburger Unternehmen versucht, die Mehrheit an der VNG zu erwerben. Zuletzt wollte EWE die Anteile der Stadtwerke Jena-Pößneck von rund einem Prozent kaufen. Nachdem der Kaufvertrag Mitte der Woche aufgelöst wurde, sollen die Oldenburger mit der EnBW in Verhandlungen getreten sein. Die EnBW wollte sich heute noch nicht dazu äußern.

Der frühere Leipziger FDP-Chef, Berhard Schebitz, ist wegen Untreue zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

So lautet das Urteil des Leipziger Amtsgerichts. Schebitz soll 70.000 Euro der Pleite gegangenen Firma Lagertechnik veruntreut haben. Sein Verteidiger hatte ein Geständnis verlesen. Schebitz sollte die damals insolvente Lagertechnik als Gesamtvollstrecker verwalten. Da er diese Position missbraucht habe, sei eine Bewährungsstrafe nicht in frage gekommen so, das Amtsgericht. Bernhard Schebitz war von Mitte der 90er Jahre bis 2000 Chef der Leipziger FDP. Außerdem hatte er sich 1998 um das Amt des Oberbürgermeisters beworben.

Die vierzehnte Leipziger Motorradmesse hat begonnen.

Nach Angaben der Veranstalter sind rund 200 Aussteller vertreten. Sie zeigen die neuesten Roller, Motorräder und Quads. Außerdem könnten sich die Besucher über Sicherheitsstandards und Motorradreisen informieren. Im vergangenen Jahr waren rund 66.000 Besucher nach Leipzig gekommen. Die Messe ist nach Dortmund die zweitgrößte Motorradschau Deutschlands.

Die Geschäftsführer des Tochterunternehmens der Stadtwerke „Perdata“ werden vorzeitig entlassen.

Das teilten die Leipziger Stadtwerke mit. Zwischen ihnen und den Geschäftsführern von „Perdata“ habe es Meinungsverschiedenheiten gegeben. Damit verlassen Rainer Falkenhain und Sven Goldhardt vier Monate vor dem Ende ihrer Arbeitsverträge das Unternehmen. Die Firma Perdata ist Dienstleister für Datenverabeitung und eine 100-prozentige Tochter der Stadtwerke Leipzig. Im Jahr 2007 hatte Perdata einen Gewinn von rund 2,1 Millionen Euro erwirtschaftet.