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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Freitag, 2. Januar 2009

Rund 100 Menschen haben in der Innenstadt gegen die israelischen Luftangriffe auf den Gaza-Streifen demonstriert.

Nach Angaben der Deutsch-Arabischen Gesellschaft wollten die Demonstranten auf die angespannte humanitäre Situation in Gaza aufmerksam machen. Sie forderten mit Sprechchören und Transparenten ein Ende der israelischen Angriffe. Außerdem solle die israelische Armee die Blockade des Gaza-Streifens beenden. Vom Nikolaikirchhof zogen die Demonstranten durch die Innenstadt zum Marktplatz. Dort fand im Anschluss eine Kundgebung statt. Die israelische Luftwaffe bombardiert seit einer Woche Stellungen der islamistischen Hamas in Gaza. So sollen die Raketenangriffe auf den Süden Israels beendet werden.

Das Sicherheitskonzept von Stadt und Polizei ist in der Silvesternacht aufgegangen.

Nach Ansicht des Polizeisprechers Uwe Voigt haben die Beamten die Situation am Connewitzer Kreuz unter Kontrolle gehabt. Das Konzept habe gegriffen. Aber es müsse auch der große Aufwand beachtete werden, den Stadt und Polizei betrieben hätten. Es sei unklar ob das in den kommenden Jahren wieder möglich sei. Voigt sagte weiter, nun müsse geprüft werden, ob der Aufwand im Verhältnis zum Nutzen stehe. In der Silvesternacht seien fünf Beamte leicht verletzt worden. Vor einem Jahr waren es bei den Ausschreitungen am Connewitzer Kreuz noch 40.

Die Beschäftigten des Deutschen Roten Kreuzes Leipzig-Land demonstrieren gegen ihre Entlassungen.

Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi halten sie seit gestern auf dem Bornaer Marktplatz eine Mahnwache ab. Kurz vor Weihnachten hatte die Rettungsgesellschaft Insolvenz angemeldet. Daraufhin wurde allen 40 Beschäftigten gekündigt. Der Landrat des Kreises Leipzig Gerhard Gey hat sein Hilfe angeboten. In der kommenden Woche soll es ein Krisengespräch geben um die Arbeitsplätze zu retten.

Der Eishockey-Oberligist Blue Lions Leipzig reist mit einem stark reduzierten Kader zu seinem ersten Auswärtsspiel in diesem Jahr.

Dem Verein zufolge fallen am Abend gegen Herne sieben Spieler aus. Die Mehrheit von ihnen ist verletzt. Bereits beim Sieg der Blue Lions gegen Rostock am Anfang der Woche konnten die Leipziger nur mit 12 Spielern antreten. Mehrere Spieler waren gesperrt. Die Blue Lions stehen auf dem zweiten Platz der Oberliga Nord. Ihr heutiger Gegner Herne auf dem fünften Platz.

Der Wintersportzug fährt zum ersten Mal in der Saison von Leipzig nach Schöneck.

Mit dem Zug können Skifahrer bis Ende Februar jedes Wochenende ins Vogtland fahren. Auf der Hinfahrt am Morgen hält der Zug in Werdau und Reichenbach. Endstation ist Schöneck. Dort ist der Sessellift in Betrieb und für Langläufer sind Loipen gespurt. Auf der Rückfahrt am Abend fährt der Wintersportzug über Zwickau und Werdau zurück nach Leipzig.

 

Frühnachrichten

Am Connewitzer Kreuz sind die befürchteten Silvesterausschreitungen weitgehend ausgeblieben.

Wie die Polizei mitteilte wurden im Leipziger Süden über 50 Personen fest genommen. Sie hätten mit Flaschen, Feuerwerkskörpern und einem Molotowcocktail nach Polizeibeamten geworfen. Fünf Beamte seien verletzt worden, größere Sachschäden seien ausgeblieben. Der Polizei zufolge blieb es im Vergleich zur Silvesternacht vor einem Jahr eher ruhig. Damals waren am Kreuz über 40 Beamte bei Ausschreitungen verletzt worden. Daher hatten Stadt und Polizei ein Sicherheitspaket entworfen. Das Connewitzer Kreuz war in der Nacht weiträumig abgesperrt, außerdem galt im Leipziger Süden ein Alkoholverbot.

 

In der Silvesternacht ist es für die Leipziger Feuerwehr ruhig geblieben.

Nach eigenen Angaben musste die Feuerwehr 75 Mal ausrücken. Im Vorjahr waren es rund 60 Einsätze. Das sei aber für die Silvesternacht normal. Der Rettungsdienst wurde zu fast 180 Unfällen gerufen. Feuerwehrsprecher Joachim Petrasch sagte, darunter seien auch rund 60 schwerere Unfälle gewesen. Zum Beispiel habe in Plagwitz ein Mann eine schwere Verletzung an der Hand erlitten. Er habe wahrscheinlich einen Feuerwerkskörper in der Hand behalten. Laut Petrasch habe es keine personellen Engpässe gegeben. Neben den 80 Berufsfeuerwehrleuten seien auch insgesamt 24 Freiwillige Feuerwehren in Bereitschaft gewesen.

Die Leipziger Berufsakademie erhält mehr Geld.

Wie das Wissenschaftsministerium mitteilte, erhalten die sieben sächsischen Akademien in den kommenden zwei Jahren acht Millionen Euro mehr. Damit könnten die Akademien 10 Prozent mehr hauptberufliche Dozenten einstellen. Dies sei nötig, damit die Bachelorstudiengänge akkreditiert werden können. In den kommenden beiden Monaten soll entschieden werden wie viel Geld die einzelnen Akademien bekommen. Derzeit werden knapp 5.000 Studenten an den Akademien und in Unternehmen ausgebildet. Dabei arbeiten sie die Hälfte des Studiums in sächsischen Unternehmen.

Auf der kommenden Buchmesse werden neben China die Balkan-Staaten im Mittelpunkt stehen.

Nach Angaben des Veranstalters sollen beide Regionen mit Lesungen, Präsentationen und Literaturgespräche vorgestellt werden. In den vergangenen beiden Jahren waren bereits Slowenien und Kroatien Länderschwerpunkte. In diesem Jahr soll verstärkt auf die restlichen Länder des ehemaligen Jugoslawiens eingegangen werden. So seien Mazedonien und Bosnien das erste Mal auf der Messe vertreten. Auch China wird erstmals auf der Messe im Vordergrund stehen. Die Buchmesse findet jedes Jahr im Frühjahr statt. Es werden über 2000 Aussteller erwartet. Damit ist sie die zweitgrößte Buchmesse Deutschlands.

Am Leipziger Neujahrslauf in der Innenstadt haben fast 1.500 Menschen teilgenommen.

Nach Angaben der Veranstalter konnten die Teilnehmer die ein Kilometer lange Strecke bis zu dreimal laufen. Teilgenommen haben unter anderem auch Oberbürgermeister Burkhard Jung und die mehrfache Kanu-Olympiasiegerin Annett Schuck. Mit dem Neujahrslauf wird traditionell das Sportjahr in der Stadt eröffnet.