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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Dienstag, 8. Juli 2008

Nach dem Bekanntwerden weiterer Stellenstreichungen bei Siemens wird in den kommenden Wochen entschieden, ob auch die Leipziger Werke betroffen sind.

Am Nachmittag hatten die Siemens-Betriebsräte in München den Sparkurs des Unternehmens bestätigt. Siemens will im Vertrieb und in der Verwaltung 1,2 Millionen Euro einsparen. Das teilte die Sprecherin der Leipziger Siemenswerkes mit. In den kommenden Wochen sollen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter gemeinsam darüber entscheiden, wie das Geld eingespart wird. Das heißt, sie legen fest an welchen Standorten Stellen gestrichen werden. Medienberichten zufolge sollen in Leipzig zwischen 80 und 170 Arbeitsplätze betroffen sein. Das wollte das Unternehmen aber nicht bestätigen. Die Gespräche darüber würden erst beginnen. In der Stadt arbeiten zurzeit über 2000 Mitarbeiter, unter anderem in den Werken Plagwitz und Böhlitz-Ehrenberg.

Leipziger Gastronomen fordern die Stadt zur besseren Zusammenarbeit auf.

Der Betreiber des Lokals Koslik in der Gottschedstraße, Martin Koslik, sagte, die Stadt erschwere den Gastronomen mit Auflagen und Genehmigungsverfahren die Arbeit. Koslik sagte weiter, das bedrohe die Existenz der Gastwirte. Schließlich würde es nicht nur um Arbeitsplätze in den Lokalen gehen, sondern auch um Stellen bei Zulieferern. Er wolle ein faire Partnerschaft mit der Stadt Leipzig. Sie sollte zuerst mit den Gastwirten reden, bevor Bescheide verschickt werden. Koslik sagte weiter, aus diesem Grund wollen 14 Leipziger Gastronomen eine Interessengemeinschaft gründen, um ihre Interessen gegenüber der Stadt besser zu vertreten. Die Stadt kann eigenen Angaben zufolge die Sorgen der Gastronomen nachvollziehen. Sie müsse aber auch andere Anforderungen erfüllen. Dazu gehöre die Sicherheit im Straßenverkehr. Aus diesem Grund werde zurzeit geprüft, ob die Freisitze in der Gottschedstraße vielleicht verboten werden müssten. Die Straßenkreuzungen seine für die Autofahrer zu schlecht einsehbar.

Die 3. Grundschule in der Südvorstadt bekommt ein neues Schulgebäude.

Nach Angaben der Stadt sollen darin wieder vier Grundschulklassen unterrichtet werden. Außerdem sind ein Hort und eine neue Dreifeldersporthalle geplant. Die könnte dann auch von den Schülern des Immanuel-Kant-Gymnasiums genutzt werden. Insgesamt soll der Neubau 16 Millionen Euro kosten und durch Fördermittel finanziert werden. Die müssen aber erst noch beantragt werden. Auch der Stadtrat muss den Plänen noch zustimmen. Das alte Schulgebäude in der Bernhard-Göring-Straße wurde vor fast 40 Jahren erbaut und ist seit dem nicht wieder saniert worden. Die Schüler sollen während der Bauarbeiten weiter im alten Gebäude unterrichtet werden.

Beim diesjährigen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb nehmen sechs Leipziger Sänger teil.

Wie das Bach-Archiv mitteilte, stellen sich insgesamt 120 Künstler dem Wettbewerb. Die Musiker interpretieren ausschließlich Kompositionen von Bach und seinen Zeitgenossen. Am Abend wird die Veranstaltung mit einem Festkonzert im Alten Rathaus eröffnet. Der Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt und gehört zu den bedeutendsten Musikwettbewerben Deutschlands.

Mehr Leipziger Studenten lassen sich von den Psychologen des Studentenwerks beraten.

Nach Angaben der Beratungsstelle hat sich die Zahl in den vergangenen beiden Jahren fast verdoppelt. Im Jahr 2007 suchten knapp 400 Studenten das Gespräch mit Psychologen an der Universität. In den Vorjahren waren es rund 200. Gründ für den Anstieg sind laut Beratungsstelle zum einen bessere Möglichkeiten die Psychologen zu erreichen. Dazu wurde eine zusätzliche Telefonhotline eingerichtet. Zum anderen hätte sich die Einstellung der Studenten zur psychologischen Beratung verändert. Es sei mittlerweile normal geworden sich von einem Psychologen beraten zu lassen. In den Gesprächen geht es am häufigsten um Prüfungsangst und Leistungsdruck.

Das Ballontreffen in Markkleeberg ersetzt in diesem Jahr die Saxonia Ballon Fiesta am Silbersee.

Wie der Veranstalter des Ballontreffens, André Friedrich, sagte, er sehe sich nicht als Konkurrent. Sollte im kommenden Jahr die Ballon Fiesta wieder stattfinden, dann würde er sich einen anderen Termin für das Ballontreffen suchen. Er nutze den freigewordenen Termin in diesem Jahr, weil sich viele Ballonteams das Wochenende der Saxonia freigehalten hätten. Friedrich zufolge haben sich bisher 15 Ballonteams aus der ganzen Bundesrepublik angemeldet. Bei der Ballonfiesta am Silbersee nahmen im vergangenen Jahr rund 100 Teams aus der ganzen Welt teil. Die Fiesta wird in diesem Jahr nicht stattfinden, weil nicht genügend Sponsoren gefunden wurden.

 

Frühnachrichten

Die Mittelschule Böhlitz-Ehrenberg bleibt vorerst im Ort.

Das hat die Stadt Leipzig bestätigt. Für das kommende Schuljahr sei kein Umzug der Schüler ins zwei Kilometer entfernte Leutzsch geplant. Sozialbürgermeister Thomas Fabian sagte, er halte jedoch an seinem ursprünglichen Vorschlag fest. Er sei weiterhin der Auffassung, die Kapazitätsengpässe könnten nur gelöst werden, indem die Böhlitz-Ehrenberger Mittelschule in die ehemalige 57. Mittelschule ziehe. Jedoch habe die Stadt bisher keine konkreten Schritte für den Umzug eingeleitet. Fabian sagte weiter, er sei weiterhin an einer Einigung mit Böhlitz-Ehrenberg interessiert. Dass die Mittelschule vorerst an ihrem derzeitigen Standort bleibt, bewertet der Ortschaftsrat dagegen als Etappensieg. Er hatte zuvor gegen die Stadt geklagt, weil er gegen einen Umzug der Schule ist.

 

Die sächsischen Studenten fordern höhere Zuschüsse für die Studentenwerke.

Die Subventionen müssten nach Angaben der Konferenz Sächsischer Studierendenschaft von 5,5 auf zehn Millionen Euro erhöht werden. Der Geschäftsführer des Leipziger Studentenwerks Frank Kiesling unterstützt die Forderung, sagte jedoch, eine Erhöhung auf acht oder neun Millionen Euro sei realistisch. Im Moment liege das Problem besonders bei der Versorgung der Mensen. Dort habe es eine Lohnsteigerung für die Mitarbeiter gegeben und die Einkaufspreise für Lebensmittel seien gestiegen. Geld werde außerdem gebraucht, weil das Studentenwerk unter anderem die psychologische Beratung ausbauen wolle. Sollten die Zuschüssen nicht steigen, müssten die Studenten künftig die Mehrkosten tragen oder verschiedene Service-Leistungen könnten nicht mehr angeboten werden.

 

Leipziger Schüler arbeiten heute bei Firmen und Privatpersonen für einen gemeinnützigen Zweck.

Wie die Sächsische Jugendstiftung mitteilte, beteiligen sich an der Aktion „genial sozial“ 20 Schulen aus Leipzig. Die Schüler haben die Firmen selber für die Aktion angeworben. Der erwirtschaftete Lohn fließt dann in soziale Projekte. Unter anderem soll der Bau eines Oberschulzentrums in Togo und ein Lehrausbildungsprojekt in Burkina Faso mitfinanziert werden. Mit einem Teil des Geldes können die Schüler auch regionale Projekte unterstützen. An dem sozialen Tag nehmen in diesem Jahr insgesamt über 220 sächsische Schulen teil. Im vergangenen Jahr kamen etwa 250.000 Euro zusammen.

 

Am Vormittag beginnt der 16. Internationale Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb.

Über anderthalb Wochen lang werden junge Musiker aus etwa 30 Ländern ihr musikalisches Können vorstellen. Der Wettbewerb wird in den Fächern Orgel, Gesang und Cello beziehungsweise Barockcello ausgetragen. Offiziell startet der Bach-Wettbewerb am Abend mit einem Eröffnungskonzert im Alten Rathaus. Er findet alle zwei Jahre statt.