Spätnachrichten vom Mittwoch, 2. Juli 2008
- FC Sachsen ohne Trainer
- EU-Kommission kürzt Beihilfe für DHL-Luftfrachtdrehkreuz
- Generalkonsul wird verabschiedet
- Gedenkmünze für Universität
- Keine Entscheidung über Sorgerecht für misshandelten Säugling
- Schülerin gewinnt bei Vorlesewettbewerb
- Walbrandgefahr im Landkreis Delitzsch
Martin Polten wird doch nicht neuer Trainer des FC Sachsen Leipzig.
Vereinspräsident Winfried Lonzen sagte, bisher gab es nur eine mündliche Vereinbarung. Voraussetzung für Polten sei jedoch eine berufliche Absicherung gewesen. Polten sei im öffentlichen Dienst beschäftigt und wollte diese Stelle nicht aufgeben. Denn der Beruf des Trainers könnte auch irgendwann zu Ende sein. Deswegen wollt der Verein ihm hier in Leipzig eine alternative Stelle anbieten. Das sei aber nicht gelungen. Lonzen sagte weiter, er sei enttäuscht von der mangelnden Unterstützung durch die Stadt. Jetzt müsse so schnell wie möglich ein anderer Trainer gefunden werden. Entsprechende Gespräche würden bereits geführt.
Die EU-Kommission hat Ausbildungsbeihilfen für das DHL-Luftfrachtdrehkreuz am Flughafen Leipzig/Halle gekürzt.
Die EU-Kommission hat nur 1,6 Millionen Euro, von den rund acht Millionen Euro beantragten Fördermitteln, bewilligt. Der Rest sei unzulässig. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass DHL das Ausbildungsprojekt auch ohne Subventionen angeboten hätte. Im Rahmen des Projekts sollten unter anderem Flugzeugmechaniker und Sicherheitskräfte ausgebildet werden.
Am Flughafen Leipzig/Halle wird der amerikanische Generalkonsul verabschiedet.
Nach Angaben des Konsulats werden rund 800 Gäste erwartet. Wegen der Umbauarbeiten im Konsulat wurde die Feier auf das Flughafengelände verlegt. Der amerikanische Botschafter Mark Scheland war drei Jahre in Leipzig tätig. Er wechselt nach insgesamt 25 Jahren Dienstzeit in Deutschland nach Österreich. Seine Nachfolgerin wird Katherine Brucker. Sie wird voraussichtlich Mitte August in Leipzig anfangen.
Die Universität wird mit einer Gedenkmünze geehrt.
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat die Prägung einer 10-Euro-Gedenkmünze beschlossen. Anlass ist das 600-jährige Jubiläum der Universität. Die Aufschrift „Aus Tradition Grenzen überschreiten“ soll die Entwicklung der Universität widerspiegeln. Mit der Gedenkmünze werden vor allem die Leistungen im Bereich Wissenschaft und Forschung gewürdigt.
Das Amtsgericht berät weiter über das künftige Sorgerecht für einen misshandelten Säugling.
Wie das Gericht mitteilte, wurden heute nur die Beteiligten angehört. Das Gericht muss entscheiden, ob die Eltern das Sorgerecht für den Jungen zurückerhalten. Es war ihnen entzogen worden, weil der Vater das zwei Monate alte Kind misshandelt hatte. Die Mutter saß zu dieser Zeit wegen Schwarzfahrens im Gefängnis. Eine Entscheidung wird in der kommenden Woche erwartet.
Eine Schülerin aus Leipzig hat beim 49. Vorlesewettbewerb gewonnen.
Wie die Veranstalter mitteilten, ist die zwölfjährige Justina Kämpf beste Vorleserin in der Kategorie Hauptschule. Insgesamt haben sich 630.000 Schüler an dem bundesweiten Wettbewerb beteiligt. Die Schüler der 6. Klasse haben aus ihren Lieblingsbüchern vorgelesen.
Für den Landkreis Delitzsch besteht hohe Waldbrandgefahr.
Grund dafür ist nach Angaben des Staatsbetriebes Sachsenforst die anhaltende Trockenheit. Für die Wälder der Region Leipzig wurde die Waldbrandstufe zwei ausgerufen. Für morgen wird mit einer weiteren Steigerung der Waldbrandgefahr gerechnet. Südlich von Leipzig hat am Nachmittag bereits ein 20 Hektar großes Getreidefeld gebrannt. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei habe sich das Getreide beim Abmähen aufgrund der Trockenheit entzündet.
Frühnachrichten
- Fluglärm: Oberbürgermeister Jung will weiter Gespräche mit Bürgern
- Oberbürgermeister zu Gast in Moskau
- Bildungsangebote auf Internetseite der Stadt
- Weniger Leipziger nutzen Service der Bürgerämter
- Sorgerecht für misshandelten Säugling soll bestimmt werden
- Tödlicher Verkehrsunfall bei Grimma
- Basketball: BBV Leipzig Eagles haben zweiten Neuzugang
Im Streit um den Fluglärm am Flughafen Halle/Leipzig will Oberbürgermeister Burkhard Jung mit den Anwohnern im Gespräch bleiben.
Zuvor hatte Jung einem Vermittlungsforum eine Absage erteilt. Das Forum hatten die Grünen initiiert. Es sollte die Anwohner unter anderem mit Vertretern des Flughafens und der Posttochter DHL zusammenbringen. Der Sprecher der Stadt Steffen Jantz sagte, der Oberbürgermeister wolle jedoch keine falschen Erwartungen bei den Bürgern wecken. Natürlich nehme Jung die Probleme der Anwohner ernst. Erste Priorität habe aber das Bekenntnis zum Standort des Flughafens, zu DHL und zu allen anderen Dienstleistern, die sich in der Branche angesiedelt haben und künftig ansiedeln wollen. Jantz sagte weiter, es gebe ein Planfeststellungsverfahren, das Regelungen für den Flughafen beinhalte. Deswegen würde eine Vermittlung zwischen den Parteien nichts bringen. Auf dem Flughafen starten und landen derzeit jede Nacht 60 Maschinen. Auch die Abflugroute Süd ist seit April wieder offen. Die Anwohner klagen deshalb über zu viel Lärm.
Oberbürgermeister Burkhard Jung ist heute in Moskau angekommen.
Wie die Stadt mitteilte, bleibt Jung zwei Tage in Russland. Gemeinsam mit dem Moskauer Oberbürgermeister Juri Michailowitsch Luschkow will er über eine Zusammenarbeit beider Städte sprechen. Außerdem wird Jung eine Sitzung der Stadtregierung begleiten und an der Präsentation der Leipziger Messe vor Wirtschaftsexperten und Unternehmensvertretern teilnehmen
Die Angebote des sächsischen Bildungsmarktes können ab sofort unter dem Internetauftritt der Stadt Leipzig abgerufen werden.
Über das Internetportal können die Bürger unter anderem nach Ausbildungs-, Weiterbildungs- und Freizeitangeboten suchen. Unternehmen können im Gegenzug ihre Angebote auf die Seite stellen. Gefördert wird das Portal mit Mitteln der EU und durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit. Der Bildungsmarkt Sachsen ist mit knapp 4.600 Angeboten die bisher größte Datenbank für Bildungsangebote im Freistaat.
Im vergangenen Jahr haben weniger Leipziger den Service der Bürgerämter in Anspruch genommen.
Das geht aus dem Jahresbericht der Bürgerämter für 2006 und 2007 hervor. Im letzten Jahr besuchten knapp 660.000 Leipziger die Ämter. Das sind rund 40.000 weniger als im Jahr 2006. In den meisten Fällen kamen sie wegen Meldeangelegenheiten, Ausweisen und Lohnsteuerkarten. In einem Viertel der Fälle ging es um Abfall-Probleme.
Am Amtsgericht wird zur Stunde über das Sorgerecht für einen misshandelten Säugling verhandelt.
Nach Angaben des Gerichts soll entschieden werden, ob die Eltern des Jungen das Sorgerecht zurückerhalten oder das Jugendamt weiter für ihn zuständig bleibt. Ob das Gericht schon direkt nach der Anhörung eine Entscheidung treffen könne, sei noch unklar. Das Sorgerecht war den Eltern für ihren zwei Monate alten Sohn entzogen worden, weil der Vater ihn Ende Mai lebensgefährlich am Kopf verletzt hatte. Der Vater sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes und Misshandlung von Schutzbefohlenen. Die Mutter saß zur Tatzeit wegen Schwarzfahrens im Gefängnis. Wegen des Vorfalls wurde sie von Justizminister Geert Mackenroth begnadigt und musste ihre Gefängnisstrafe nicht weiter absitzen. Die Justiz war in Kritik geraten, weil die Mutter nur zwei Wochen nach der Geburt ihres Kindes ihre Haftstrafe antreten musste. Zum Schutz für Mutter und Kind soll künftig eine Frist von mindestens acht Wochen eingehalten werden.
Bei Grimma ist am frühen Abend ein Mann bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben gekommen.
Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Unfall zwischen Greschwitz und Preusen. Der 36 Jahre alte Fahrer geriet in einer Linkskurve auf die Gegenfahrbahn und stieß frontal mit einem Bus zusammen. Er starb noch an der Unfallstelle. Der Fahrer des Busses musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. In dem Bus waren keine Fahrgäste.
Der Basketball-Bundesligist BBV Leipzig Eagles hat für die kommende Saison Caroline Sterner verpflichtet.
Sie ist damit für die nächste Spielzeit der zweite Neuzugang. Die 24-Jährige hat einen Vertrag für ein Jahr unterschrieben und soll auf der Position des Shooting Guards spielen. Sterner ist ehemalige Nationalspielerin und war zuletzt beim Club München Basket, der jetzt abgestiegen ist.




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