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Spätnachrichten vom Freitag, 18. Juli 2008
- Oberbürgermeister Jung gibt Olympioniken einen Koffer mit auf den Weg
- Reste des Grimmaischen Stadttores gefunden
- Neue Messe eröffnet zwei Verbindungsbrücken
- Internationaler Bachwettbewerb geht zu Ende
- Kongress der Zeugen Jehovas hat begonnen
Oberbürgermeister Burkhard Jung hat am Mittag die Leipziger Olympiateilnehmer verabschiedet.
Neben guten Wünschen gab er jedem auch einen Koffer mit auf den Weg. Damit sollen sie sich in Peking an ihre Heimatstadt erinnern. In dem Koffer sind unter anderem Kleidung, Souvernirs und eine Leipziger Lerche. Insgesamt fahren bis jetzt 14 Leipziger zur Olympiade nach China. Sie beginnt in drei Wochen. An den nachfolgenden Paralympics nehmen drei Leipziger teil.
Nach Grabungen an der Grimmaischen Straße/Ecke Augustusplatz wurden heute die gefundenen Stücke gezeigt.
Acht Mitarbeiter des sächsischen Landesamtes für Archäologie hatten seit Mitte Juni den Standort des ehemaligen Kaffeehauses Felsche untersucht. Bei den Ausgrabungen haben sie hauptsächlich Keramikscherben gefunden. Außerdem wurden Gruften des ehemaligen Paulinerfriedhofs, Reste des Grimmaischen Stadttors sowie wie Reste des Schuldnerturmes entdeckt. Der Schuldnerturm war Teil des Grimmaischen Stadttores. Turm und Tor standen bis 1830 an der Stelle des ehemaligen Kaffeehauses.
Auf dem Neuen Messegelände sind die Messehallen 4 und 5 nun durch zwei weitere Brücken miteinander verbunden.
Mit den neuen Brücken sollen laut Messe die Besucherströme besser gesteuert werden. Der Bau hat knapp ein Jahr gedauert. Gekostet haben die Brücken zwölf Millionen Euro.
Am Abend entscheidet sich das Finale des Internationalen Bachwettbewerbs.
In der Kategorie Gesang treten heute noch Mal drei Teilnehmer an. Die restlichen drei haben bereits gestern gesungen, unter anderem die Leipzigerin Julia Kirchner. Morgen werden dann die Gewinner bekannt gegeben. Der Bach-Wettbewerb wird alle zwei Jahre veranstaltet. Er gehört zu den bedeutendsten Musikwettbewerben Deutschlands.
Im Zentralstadion hat am Morgen der Bezirkskongress der „Zeugen Jehovas“ begonnen.
Nach Angaben der Veranstalter werden dazu rund 17.000 Besucher erwartet. Sie kommen aus den neun Leipziger Gemeinden und aus ganz Mitteldeutschland. Der Kongress dauert bis Sonntag.
Frühnachrichten
- Zahl der Schwarzfahrer sinkt
- Weitere Gaspreiserhöhung möglich
- LVB-Busse aus Verkehr gezogen
- Leipziger Müllentsorgung im Vergleich teurer
- Leipziger Olympioniken verabschiedet
Die Zahl der Schwarzfahrer bei den Leipziger Verkehrsbetrieben - LVB - ist im ersten Halbjahr zurückgegangen.
Nach Angaben des Unternehmens sei die erfasste Quote der Schwarzfahrer auf rund 1,6 Prozent gesunken. Im vergangenen Jahr waren es noch über zwei Prozent. Sprecher Reinhard Bohse sagte, ein Grund dafür seien die häufigen Kontrollen. Es habe sich herumgesprochen, dass in Leipzig rund um die Uhr kontrolliert werde. Es gebe einem Stamm von 50 Kontrolleuren. Die würden jedoch auch in anderen Servicebereichen arbeiten, da ihre Arbeit nicht leicht sei. Bohse sagte weiter, auch die vermehrt eingerichteten Ticketverkaufsstellen und Automaten würden dazu beitragen, dass es weniger Schwarzfahrer gebe. Seit April müssen zudem Fahrgäste in über 20 Busslinien vorne beim Fahrer einsteigen. So könne der die Tickets kontrollieren.
In der Stadt könnte es in diesem Jahr eine weitere Gaspreiserhöhung geben.
Nach eigenen Angaben prüft der Gasanbieter Mitgas noch, ob er seine Preise erhöhen wird. Das würde rund 1.100 Haushalte in Leipzig betreffen. Der Energieversorger EnviaM wird dagegen bis zum Jahresende seine Preise stabil halten. Er ist erst im Mai in den Markt eingestiegen und hat noch unter 100 Kunden. Gestern hatten die Stadtwerke angekündigt, für Gas ab September mehr zu verlangen. Grund für die Preissteigerungen sei unter anderem die Entwicklung an den internationalen Rohstoffmärkten. In Leipzig sind davon rund 33.000 Kunden betroffen.
Die Leipziger Verkehrsbetriebe – LVB - nehmen Linienbusse des Typs Mercedes Silberpfeil vorübergehend aus dem Verkehr.
Wie ein Sprecher mitteilte, sind bei drei Bussen Fehler in der Elektronik gefunden worden. Techniker der LVB sollen die jetzt beheben. Die komplette Baureihe wurde untersucht, nachdem vor zwei Tagen ein Bus zur Hälfte ausgebrannt war. Grund war ein elektronischer Defekt. Bereits im vergangenen Jahr hatte es in Lindenau in einem Bus dieses Typs gebrannt.
Die Müllentsorgung in der Stadt ist teurer als in anderen sächsischen Großstädten.
Nach einer Untersuchung des Verbraucherportals Verivox für „Spiegel Online“ kostet die Leerung einer 60-Liter-Tonne im Jahr knapp 200 Euro. In Dresden ist das knapp 20 Euro, in Chemnitz rund 80 Euro billiger. Auch bei größeren Tonnen ist Leipzig teurer. Deutschlandweit am billigsten ist die Müllentsorgung in Magdeburg. Hier bezahlen die Verbraucher halb so viel wie in Leipzig. In Mönchengladbach ist die Entsorgung dagegen doppelt so teuer.
Im Rathaus werden die Leipziger Teilnehmer der Olympischen Spiele und Paralympics verabschiedet.
Am Mittag werden die Sportler von Oberbürgermeister Burkhard Jung empfangen. Nach derzeitigem Stand treten 14 Leipziger Athleten bei den Olympischen Spielen in Peking an. Diese beginnen in drei Wochen. Die Spiele werden zum ersten Mal in der Volksrepublik China ausgetragen. Bei den Paralympics im September sind drei Leipziger Sportler dabei.



