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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Dienstag, 15. Juli 2008

Das Bundesverwaltungsgericht wird voraussichtlich Ende der kommenden Woche das Urteil über ein eingeschränktes Nachtflugverbot am Flughafen Leipzig/Halle verkünden.

Wie das Gericht mitteilte, soll die heutige Verhandlung noch bis zum Abend dauern. Es werden drei Klagen von Anwohnern gegen den Planfeststellungsbeschluss des Regierungspräsidiums verhandelt. Vor Gericht wollen die Anwohner die Einschränkung von nächtlichen Frachtflügen über den Flughafen erreichen. Es sollen nur noch Expressfrachtflüge starten und landen dürfen. In der heutigen Verhandlung wurde vor allem über die Definition von Expressfrachtflügen gestritten. Die Anwohner befürchten, dass neben DHL noch weitere Unternehmen ihre Fracht über Leipzig transportieren werden, wenn es dazu keine klaren Regeln gibt. Außerdem fordern die Anwohner eine kürzere Flugzeit für Passagiermaschinen und das Verbot von Militärflügen. Die von der US-Armee beauftragten Flüge soll am Abend Thema im Verhandlungssaal sein.

Die Stadt Leipzig bekommt im kommenden Jahr mehr Geld von der Landesregierung.

Nach Angaben des Finanzministeriums ist aber noch unklar wie hoch die zusätzliche Investition des Freistaats sein wird. Schätzungen in Höhe von rund 9 Millionen Euro wollte das Ministerium bisher weder bestätigen, noch dementieren. Fest steht: 2009 bekommen die Sächsischen Kommunen insgesamt 60 Millionen Euro zusätzlich aus der Landeskasse. Das geht aus dem heute beschlossenen sächsischen Doppelhaushalt für die kommenden zwei Jahre hervor. Nach der Sommerpause muss der Haushalt noch dem Landtag vorgelegt werden. Im Herbst würden dann die 60 Millionen Euro auf die Städte und Gemeinden aufgeteilt. Das Geld soll für die Sanierung von Schulen und den Straßenausbau verwendet werden.

Mit einem Master-Studiengang an der Universität im Fach Sorbisch soll das Aussterben der Sprache verhindert werden.

Der Leiter des Instituts für Sorabistik, Eduard Werner, sagte, dabei gehe es um das Niedersorbische. Es wird vor allem im brandenburgischen Teil der Lausitz gesprochen. Werner sagte, seit zehn Jahren habe es keinen Nachwuchs gegeben. Der Master-Studiengang sei eine Übergangslösung, um neue Lehrer auszubilden. Er solle zwei oder drei mal angeboten werden. Lehrer die den dreijährigen Lehrgang in diesem Jahr beginnen, stehen dann in drei Jahren zur Verfügung. Werner geht eigenen Angaben zufolge davon aus, dass sich die Situation in fünf bis sechs Jahren entspannen wird. In der Lausitz leben zurzeit 60.000 Sorben, zwei Drittel von ihnen in Sachsen.

In Borna steht an Sonntagen ein Rettungswagen mehr zur Verfügung.

Nach Angaben des Rettungszweckverbandes Leipziger Land sind seit zwei Wochen eine Notarztwagen und zwei Rettungswagen, satt bisher einer im Einsatz. Grund für die Aufstockung sind steigende Einsatzzahlen. In den vergangenen sechs Monaten mussten die Rettungskräfte an den Sonntagen bereits knapp 300 Mal ausrücken. Um den zusätzlichen Rettungswagen bezahlen zu können gibt es von Montag bis Samstag in den ersten vier Stunden nach Mitternacht nur noch einen Rettungswagen, satt bisher zwei. Zur Unterstützung können die Rettungsdienststellen in Zwenkau, Kreutzsch und Frohburg gerufen werden.

Der Volleyball Club Leipzig will morgen sein Team für die kommende Saison komplett machen.

Nach Angaben des Vereins haben bereits neun von zehn Spielern einen Vertrag für die kommende Saison unterschrieben. Dazu gehört Christoph Herbig vom deutschen Meister Friedrichshafen. Morgen will der Vorstand den letzten Spieler berufen. Für die Position des Liberos gilt ein Deutsch-Brasilianer als Favorit. Er soll bereits mehreren VCL-Spielern bekannt sein, den Namen wollte der Verein aber noch nicht verraten.

 

Frühnachrichten

Am Bundesverwaltungsgericht wird heute erneut über die Nachtflüge der Posttochter DHL am Flughafen Leipzig/Halle verhandelt.

Wie das Gericht mitteilte, gibt es drei Klagen von Anwohnern gegen den Planfeststellungsbeschluss des Regierungspräsidiums. Sie wollen ein weitgehendes Nachtflugverbot erreichen. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, haben sich vor dem Bundesverwaltungsgericht 20 Betroffene zu einer Mahnwache eingefunden. Die Menschen wollen protestieren, bis die nächtliche Flugerlaubnis kippt. Das Leipziger Regierungspräsidium hatte nächtliche Frachtflüge der DHL zugelassen. Außerdem wird kritisiert, dass Militärmaschinen den Flughafen nutzen. Die Anwohner beschweren sich deswegen über massive Lärmbelästigungen. Erreichen wollen die Kläger, dass künftig nur noch Expressflieger nachts fliegen dürfen. Diese sind leiser. Eine Entscheidung ist heute nicht zu erwarten. Gegenwärtig starten und landen täglich rund 60 Frachtflugzeuge am Flughafen, die meisten davon in der Nacht.

Der ehemalige Bürgermeister von Machern Ralf Ziermaier muss ab heute ins Gefängnis.

Wie die Leipziger Volkszeitung berichtet, hat er vor wenigen Tagen die Ladung erhalten. Ziermeier muss voraussichtlich für mehr als vier Jahre in Haft. Er wird seine Strafe in der Justizvollzugsanstalt Waldheim verbüßen. Der 50-Jährige war im Februar verurteilt worden, weil er in seiner Zeit als Macherner Bürgermeister Gelder veruntreut hat. Außerdem läuft ein zweites Verfahren gegen ihn. Ein Muldentaler Bauunternehmen fordert 1,8 Millionen Euro Schadenersatz von ihm. Als deren Geschäftsführer soll Ziermaier seine Pflichten verletzt und Gelder veruntreut haben.

Lehrer aus Brandenburg sollen am Herbst an der Leipziger Universität im Fach Sorbisch ausgebildet werden.

Nach Angaben des sächsischen Wissenschaftsministeriums richtet sich der Master-Studiengang an Lehrer, die bereits in zwei Hauptfächern ausgebildet sind. Am Institut für Sorabistik können sie eine Zusatzqualifikation in Sorbisch erhalten. Pro Jahrgang ist Platz für 10 bis 15 Studenten. Teil der Ausbildung ist auch ein einjähriger Intensiv-Sprachkurs in Cottbus. Der neu eingerichtete Studiengang soll den Mangel an Sorbisch-Lehrern ausgleichen. Er ist Teil einer Vereinbarung zwischen den Ländern Brandenburg und Sachsen aus dem Jahr

2002. Insgesamt gibt es in der Lausitz 60tausend Sorben. Zwei Drittel von ihnen leben in Sachsen.

Vor dem Hauptbahnhof kommt es in den kommenden zwei Wochen zu Verkehrsbehinderungen.

Die Stadt erneuert ab heute die vier Fahrspuren der Nordfahrbahn. Diese reichen von der Osthalle des Bahnhofs bis zur Verkehrsinsel an der Wintergartenstraße. Bis Donnerstag werden die Bauarbeiten vorbereitet. Dafür wird zunächst eine Fahrspur gesperrt. Über das Wochenende werden weitere Fahrspuren gesperrt. Autofahrer müssen sich auf Umleitungen einstellen. Der zweite Bauabschnitt beginnt am Freitag nächster Woche. Auch hier werden Umleitungen eingerichtet. Weitere Informationen zu den Bauarbeiten hat die Stadt auf ihrer Internetseite veröffentlicht.

Der FC Sachsen muss einen weiteren Spielerabgang verkraften.

Nach Angaben des Fußball-Regionalligisten wechselt der Verteidiger Matthias Kühne zum Regionalligisten SV Elversberg. Der Wechsel sei nach einem Probetraining sehr kurzfristig zustande gekommen. Zuvor hatten bereits fünf andere Spieler, darunter der Kapitän Karsten Oswald, den Verein verlassen. Der FC Sachsen überlegt jetzt, noch einen jungen Spieler aus der Amateurmannschaft von Arminia Bielefeld zu verpflichten. Das werde Ende der Woche entschieden.