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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Montag, 30. Juni 2008

Bei den Leipziger Suchtberatungsstellen haben sich mehr Menschen wegen Alkoholsucht beraten lassen als im Vorjahr.

Das geht aus dem Suchtbericht der Stadt für 2007 hervor. Die Zahl der Alkoholabhängigen ist im vergangenen Jahr um 7 Prozent auf über 2.500 gestiegen. Laut Gesundheitsamt ist der Alkoholismus die verbreiteste Sucht in der Stadt. Die sieben Beratungsstellen in Leipzig hatten im vergangenen Jahr einen größeren Zulauf als noch 2006. Vor allem Männer suchen dort Hilfe. Im vergangenen Jahr waren es mehr als 3.000, doppelt so viele wie Frauen. Ein Großteil der Betroffenen bekommt Arbeitslosengeld II. Zu einem geringeren Teil sind aber auch Angestellte und Selbstständige zwischen 40 und 60 Jahren, sowie Rentner betroffen. Im Suchtbericht der Stadt werden seit der Wende alle Suchtkranken erfasst, die sich bei den Leipziger Kliniken, der Polizei und den Beratungsstellen melden.

Der Leipziger IT-Dienstleister PC-Ware hat den höchsten Gewinn seit seiner Gründung erwirtschaftet.

Nach Angaben des Unternehmens stieg der Gewinn vor Steuern auf 12,5 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 8,7 Millionen. Seinen Umsatz steigerte PC-Ware um mehr als 12 Prozent auf knapp 780 Millionen Euro. Vor allem bei der Beratung, Installation und Wartung von Computertechnik habe das Unternehmen mehr Geld verdient als im Vorjahr. PC Ware zufolge soll beim Umsatz in zwei Jahren die Milliardengrenze geknackt werden. Das Unternehmen beschäftigt in Leipzig knapp 400 Mitarbeiter. Sie betreuen unter anderem die Computertechnik für Unternehmen und Behörden. Außerdem verkauft das Unternehmen Lizenzen für Computerprogramme.

Der Leipziger Musikdirektor, Axel Kober, verlässt die Leipziger Oper.

Er wird ab der Spielzeit 2009/2010 Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein. Kober soll dort die Nachfolge des Generalmusikdirektors John Fiore antreten. Dazu wurde Kober heute vom Aufsichtsrat der Oper berufen. Er wird gemeinsam mit Operndirektor Christoph Meyer an den Rhein wechseln. Meyer wurde vor einem Jahr als Generalintendant an die Oper in Düsseldorf berufen. Wie Kober soll auch er seine Stelle im kommenden Jahr antreten. Kober ist seit einem Jahr Musikdirektor und stellvertretender Generalmusikdirektor an der Leipziger Oper. Er ist gemeinsam mit Generalmusikdirektor Riccardo Chailly für die musikalische Leitung der Oper verantwortlich.

Im Streit um den Umzug der Mittelschule in Böhlitz-Ehrenberg nach Leutzsch ist die Stadt nicht kompromissbereit.

Der Schulbürgermeister der Stadt, Thomas Fabian, sagte, für den Umzug gebe es keine Alternative. Der Grund: Die Stadt habe kein Geld um einen Anbau für die Mittelschule zu finanzieren. Den hatte der Ortschaftsrat Böhlitz-Ehrenberg gefordert. Fabian sagte, der Umzug sei die einzig rationale Entscheidung. Wenn eine Schule Kapazitätsengpässe habe und in 2 Kilometer Entfernung ein nicht nur saniertes, sondern auch geeigneteres Gebäude für Mittelschüler vorhanden sei, dann müsse dieses Gebäude auch genutzt werden. Fabian sagte weiter, die Grundschule in Böhlitz-Ehrenberg wird wie geplant in das Gebäude der Mittelschule ziehen. Die Mittelschüler werden künftig in Leutzsch zu Schule gehen. Zurzeit würden schon die Hälfte aller Mittelschüler in Böhlitz-Ehrenberg aus Leutzsch kommen. Außerdem hätte der Umzug auch Vorteile für die Grundschüler. Sie müssten dann nicht mehr in Containern unterrichtet werden.

Nachwuchsfußballer aus Leipzig und Umgebung spielen bei einem Benefiz-Fußballturnier für sozial benachteiligte Kinder.

Wie der Verein Straßenkinder e.V. mitteilte wollen 10 Jugendmannschaften an dem Turnier am Samstag teilnehmen, unter anderem auch die des FC Sachsen und des Leipziger Sport Clubs. Die jungen Fußballer sind zwischen 9 und 11 Jahren alt. Der Erlös des Turniers soll dem Verein Straßenkinder zugute kommen. Mit einem Teil des Geldes will der Verein seinen Zelt- und Freizeitplatz am Kulkwitzer See ausbauen. Der andere Teil soll die Arbeit des „Hauses Tante E.“ in der Rosa Luxemburg Straße unterstützen. Dort werden jeden Tag bis zu 30 Kinder betreut, die aus sozial schwachen Familien kommen oder obdachlos sind.

 

Frühnachrichten

Die Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (LVV) hat einen Teil ihrer Schulden abgebaut.

Das geht aus dem aktuellen Geschäftsbericht hervor. Insgesamt hat die LVV momentan noch rund neun Millionen Euro Schulden. Vor zwei Jahren waren es noch knapp 35 Millionen Euro. Die Schulden hat die LVV größtenteils bei der Stadt. Sie sind entstanden, als das Unternehmen vor fünf Jahren die Anteile an den Stadtwerken zurück gekauft hat. Zusätzlich zum Schuldenabbau konnte die LVV im vergangenen Jahr auch mehr Umsatz erwirtschaften. Insgesamt liegt er bei knapp 2,5 Milliarden Euro. Das sind rund 350 Millionen Euro mehr als 2006. Grund für die Umsatzsteigerung ist, laut Geschäftsführer Detlef Kruse, der Ausbau des Energiegroßhandels bei den Leipziger Stadtwerken. Unter dem Dach der LVV arbeiten die Stadtwerke, die Wasserwerke und die Leipziger Verkehrsbetriebe. Alle drei Unternehmen konnten im vergangenen Jahr ihren Umsatz steigern.

Nach der Niederlage der deutschen Nationalmannschaft im Finale der Fußball-Europameisterschaft ist es in der Stadt ruhig geblieben.

Insgesamt verfolgten beim Public-Viewing in der Gottschedstraße und auf der Karl-Liebknecht-Straße über 5.000 Leipziger Fans das Spiel. Spanien gewann 1:0. Nach dem Spiel blockierten einige Fans den Innenstadtring. Er musste für eine halbe Stunde gesperrt werden. Sonst blieb es ruhig in der Stadt. Die Polizei schritt nur bei einigen kleineren Auseinandersetzungen ein.

Der Streit zwischen der Stadt Delitzsch und dem ehemaligen Chef der Technischen Werke der Stadt ist beendet.

Der Delitzscher Bürgermeister Gerhard Denef sagte, die Stadt habe sich mit dem ehemaligen Chef der Technischen Werke, Lutz Mörtl außergerichtlich geeinigt. Über die Einzelheiten wurde Stillschweigen vereinbart. Denef sagte, das Ergebnis sei sehr gut für die Stadt. Die Vereinbarung soll mehrere Verfahren zwischen Mörtl und seinem ehemaligen Arbeitgeber beenden. Dazu müssen allerdings noch die Aufsichtsräte des Unternehmens zustimmen. Mörtl wurde vor zwei Jahren fristlos entlassen. Er soll unter anderem eigenmächtig einen Dienstwagen gekauft und seiner Freundin zur Verfügung gestellt haben. Mörtl hatte gegen die Kündigung geklagt und fast eine halbe Millionen Euro Entschädigung gefordert.

In der Region um Leipzig gibt es noch 800 freie Ausbildungsplätze.

Nach Angaben der Leipziger Agentur für Arbeit gibt es unter anderem freie Ausbildungsstellen als Kauffrau, Glaser und Fitnesskaufmann. Im Mai waren in der Region noch rund 4.300 Jugendliche ohne Lehrstelle. Die Agentur für Arbeit hofft bis zum Ausbildungsbeginn im September alle 800 freien Lehrstellen besetzen zu können. Interessierte können sich bei der Agentur für Arbeit informieren.

Auf dem Augustusplatz finden am Nachmittag die Weltmeisterschaften im Kopfrechnen statt.

Dabei werden 30 Mathe-Genies aus 14 Ländern erwartet. Favorit ist der britische Kernphysiker Robert Fountain. Er ist bereits zweimal Weltmeister geworden. Die Teilnehmer müssen unter anderem mit achtstelligen Zahlen multiplizieren oder Wurzeln aus sechsstelligen Zahlen ziehen. Ein peruanischer Teilnehmer will auch das Publikum herausfordern. Er wettet Aufgaben schneller im Kopf zu lösen, als das Publikum mit dem Taschenrechner.

Die Leipziger Kanutin Mandy Planert hat den Weltcoup-Sieg im slowenischen Tacen geholt.

Gestern gewann sie im Kajak-Einer den zweiten Weltcoup der Saison. Nach der Vorrunde stand sie noch auf dem 3. Platz. Das Finale gewann sie knapp vor der Chinesin Jingjing Li. Bereits am Vortag siegte die Leipzigerin Tina Dietze im Kajak-Zweier beim dritten Weltcoup im polnischen Posen.