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Spätnachrichten vom Montag, 2. Juni 2008
- Vermisste Studentin gefunden
- Agrarminister fordert Einigung für Milchpreis
- Moritzbastei wird saniert
- Präventionstag gestartet
- Bürgerbriefe klären über Rechtsextremismus auf
- Verkehrsbehinderungen in Innenstadt
- 26-Jähriger wegen Verdacht auf Kindesmisshandlung in Haft
- Leipziger neuer Bahnrad-Bundestrainer
Die im Kongo vermisste Leipziger Studentin ist gefunden worden.
Nach Angaben des Afrika-Experten der Unions-Bundestagsfraktion, Hartwig Fischer, handelt es sich bei der am Wochenende aus dem Dschungel aufgetauchten jungen Frau eindeutig um Esther Carlitz. Fischer berief sich dabei auf persönliche Kontakte zu den im Kongo stationierten Truppen der Vereinten Nationen. Im Gespräch mit mephisto97.6 sagte er, Carlitz gehe es den Umständen entsprechend gut. Sie sei geschwächt, aber unversehrt. Er könne keine Auskünfte über den Aufenthaltsort geben. Jetzt werde versucht, sie auf dem schnellsten Wege aus den unwegsamen Gebieten nach Kinshasa zu bringen. Dort könne sie ihre Schwester treffen, die am Wochenende in den Kongo gereist war. Außerdem solle sie dort in der deutschen Botschaft medizinisch und psychologisch versorgt werden. Fischer sagte weiter, wann Carlitz nach Deutschland kommen werde, sei noch nicht entschieden. Die Leipziger Studentin war vor eineinhalb Wochen im kongolesischen Dschungel verschwunden. Für das Max-Planck-Institut hatte sie dort das Verhalten Zwergschimpansen erforscht.
Der sächsische Agrarminister, Roland Wöller, hat Milchbauern und Molkereien zur Einigung aufgerufen.
Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums äußerte er Verständnis für die protestierenden Bauern. Sie könnten ihre Ware nicht längerfristig unter den Erzeugungskosten verkaufen. Jedoch lehne er das Wegschütten von Milch ab. Im Raum Leipzig boykottieren derzeit acht Milchbauern die Molkereien. Außerdem wollen sie Milcherzeugnisse aus Supermärkten aufkaufen und sie an gemeinnützige Einrichtungen verschenken. Seit vergangener Woche boykottieren Milchbauern bundesweit die Molkereien. Sie fordern einen Preis von 45 Cent pro Liter.
Der Studentenclub Moritzbastei soll saniert werden.
Nach Angaben der Stadt wird die Stiftung Moritzbastei Leipzig in das Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ aufgenommen. Damit kann die Stadt die Stiftung finanziell unterstützen. Sie setzt sich für den Erhalt der Moritzbastei ein. Der Studentenclub weist bauliche Mängel auf und muss möglichst schnell saniert werden. Unter anderem ist das Dach undicht. Die Sanierung soll insgesamt rund 1,4 Millionen Euro kosten. Rund 200.000 Euro übernimmt die Stiftung Moritzbastei selbst. Denn Rest bezahlen die Stadt, die Universität Leipzig und das Land Sachsen.
In der Stadt hat der 13. Deutsche Präventionstag begonnen.
Der sächsische Innenminister Albrecht Buttolo und Oberbürgermeister Burkhard Jung haben den Präventionstag auf der Neuen Messe eröffnet. Nach Angaben der Stadt ist er der größte europäische Kongress, der sich mit dem Vorbeugen von Straftaten beschäftigt. Noch bis morgen diskutieren dabei über 80 Experten, wie bürgerliches Engagement Straftaten verhindern kann. Schwerpunkte sind unter anderem Kindesmissbrauch, Jugendkriminalität und Rechtsextremismus. Begleitet wird der Präventionstag von einer Ausstellung und öffentlichen Diskussionsforen.
In Wurzen sollen 15.000 Bürgerbriefe über Rechtsextremismus aufklären.
Das Netzwerk für Demokratische Kultur will so vor den Kommunalwahlen eine öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema anregen. In dem Brief sollen Personen des öffentlichen Lebens ihre Meinung zu Rechtsextremismus vertreten. Es sind drei Ausgaben geplant. In der ersten Ausgabe äußern sich unter anderem Kandidaten der anstehenden Bürgermeisterwahlen in Wurzen. Außerdem soll über Projekte gegen Rechtsextremismus berichtet werden.
In der Innenstadt ist es am Abend zu Verkehrsbehinderungen gekommen.
Grund war ein Auto-Korso aus Protest gegen die Höhe der Steuerabgaben. Er führte von der Neuen Messe über den Innenstadtring zur Alten Messe. Zu dem Protestzug hatte der Fachverband der Spediteure aufgerufen. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich rund 200 Lastwagen an dem Protest.
Die Leipziger Polizei ermittelt in einem Fall von schwerer Kindesmisshandlung.
Nach Polizeiangaben soll ein 26-Jähriger sein vier Wochen altes Baby in den vergangenen Tagen mehrfach misshandelt haben. Der Mann sitze in Untersuchungshaft. Er habe bereits gestanden. Ihm wird versuchter Mord und Misshandlung Schutzbefohlener vorgeworfen. Laut Polizei hatte der Mann das Baby bereits am Samstag ins Krankenhaus gebracht. Die Ärzte stellten schwere Verletzungen am Kopf des Babies fest. Der Mann sagte zunächst, dass ihm das Baby beim Baden aus den Händen gefallen sei.
Ein Leipziger ist neuer Bundestrainer der Bahnradsport-Nationalmannschaft.
Nach Angaben des Bundes Deutscher Radfahrer wurde Andreas Petermann heute in Frankfurt am Main vorgestellt. Er wird Nachfolger von Uwe Freeze. Petermanns Vertrag läuft bis 2012. Er fuhr für die DDR-Nationalmannschaft und war zweimal Fünfter bei Weltmeisterschaften im Straßenrennen. Der Bund Deutscher Radfahrer besetzt den Trainerposten neu, nachdem sich Teile der Nationalmannschaft nicht für die Olympiade in China qualifizieren konnten.
Frühnachrichten
- Milchbauern im Leipziger Umland liefern weiterhin keine Milch
- Mögliches Lebenszeichen von verschollener Biologiestudentin
- Posaunentag mit Weltrekord beendet
- Protestkorso: Verkehrsbehinderungen erwartet
- Mann von ICE gestreift - Schwer verletzt
- FC spielt um Aufstieg in die Regionalliga
Die Milchbauern im Leipziger Umland liefern weiterhin keine Milch an Molkereien.
Nach Angaben der Firma Frohburger Osterland wird außerdem Milch aus Geschäften aufgekauft und an gemeinnützige Einrichtungen gespendet. Auch die Betriebe Agrar GmbH in Lunzenau und Dittmannsdorfer Milch, sowie mehrere Kleinbauern liefern keine Milch mehr. Über 30.000 Liter Milch werden täglich in die Gülle gekippt. Der Chef der Frohburger Osterland Siegfried Runkwitz sagte, die Bauern würden bisher die Milch mit Verlust verkaufen. Er sagte, die andere Alternative wäre die Kühe abzuschaffen. Das wäre ein viel größerer Verlust. Vernünftig sei darum zu kämpfen die Milchproduktion am Standort zu erhalten.
Die im Kongo verschollene Leipziger Biologiestudentin ist möglicherweise wieder aufgetaucht.
Wie ihr Vater bestätigte, erhielt die Familie vor zwei Tagen eine Nachricht aus dem Kongo. Ein Urwaldpfarrer teilte der Familie mit, dass eine weiße Frau gesehen worden sei. Bisher ist noch unklar, ob es sich um die vermisste Studentin handelt. Die Entfernung von ihrem letzten Aufenthaltsort sei jedoch durchaus realistisch. Vor zehn Tagen war die Leipzigerin im Kongo verschwunden. Dort beobachtet sie im Rahmen eines Forschungsprojektes Bonobo Affen.
Der Evangelische Posaunentag ist mit einem Guinness-Weltrekord zu Ende gegangen.
Zum Abschlussgottesdienst im Zentralstadion versammelten sich rund 16.000 Posaunenbläser. Der damit weltgrößte Posaunenchor spielte Werke von Bach, Mendelssohn Bartholdy sowie eigens komponierte Stücke. Mehr als 14.000 Besucher nahmen am Gottesdienst teil. Zum Evangelischen Posaunentag waren am Wochenende mehr als 20.000 Bläser und 2.000 Chöre nach Leipzig gekommen.
Wegen eines Protest-Korsos ist am Nachmittag mit Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt zu rechnen.
Nach Angaben des Fachverbandes der Spediteure wurden Firmen aus Mitteldeutschland und alle vier Leipziger Taxi-Unternehmen eingeladen. Es wird mit bis zu 180 Lastwagen gerechnet, die die Strecke von der Neuen zur Alten Messe abfahren sollen. Mit dem Korso wollen die Spediteure gegen die hohen Steuern und Abgaben demonstrieren. Die würden dazu führen, dass deutsche Unternehmen keine Mindestlöhne zahlen können.
In Markranstädt ist ein 51-jähriger Mann von einem ICE gestreift und schwer verletzt worden.
Nach Angaben der Polizei wurde er in kritischem Zustand per Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Wie es zu dem Unglück kam, ist noch nicht geklärt. Bei der Kollision mit dem Zug wurde auch der Hund des Mannes verletzt. Das betreffende Gleis wurde für gut eine Stunde gesperrt. Der Bahn zufolge hatten deshalb 14 Züge Verspätung, zwei ICEs wurden umgeleitet und drei Regionalzüge fielen aus.
Der FC Sachsen hat die Relegations-Spiele um den Aufstieg in die Regionalliga erreicht.
Der Verein gewann gestern 1:0 gegen Eilenburg. Erst in der 87. Minute gelang Jens Möckel durch einen Kopfball der Siegtreffer. Durch die drei Punkte bleiben die Leipziger auf dem vierten Platz der Oberliga. Am kommenden Wochenende findet dann das erste Relegationsspiel im Zentralstadion gegen den Greifswalder SV statt. Das Rückspiel ist in zwei Wochen.
Der SSV Markranstädt unterlag dagegen im letzten Spiel der Saison gegen Pößneck mit 0:1. Die Markranstädter beenden die Saison damit auf Platz 10 der Tabelle.




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