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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Freitag, 18. April 2008

Die Stadt Leipzig erwägt eine Klage gegen die Stadt Jena.

Grund dafür sind die Pläne Jenas, ihre Anteile an der Verbundnetzgas AG zu verkaufen. Sie sollen an den Energieversorger aus Oldenburg, EWE, übertragen werden. Stadtsprecher Steffen Jantz sagte, Oberbürgermeister Burkhard Jung sei sehr verwundert über die Entscheidung aus Jena gewesen. Die Jenaer Stadtspitze habe sich zudem nicht an eine Absprache vom vergangenen November gehalten. Die Stadt Jena hätte zuerst die ostdeutschen Partnerkommunen über die Verkaufspläne informieren müssen. Die Stadt halte das jetzige Vorgehen Jenas für nicht korrekt und prüfe eine Klage sehr intensiv, so Jantz. Der Stadtsprecher betonte zudem, dass der Kauf für Jena sehr verlockend erscheine, aber langfristig die otdeutschen Städte schwächen werde. Neben den Stadtwerken Jena halten noch elf weitere ostdeutsche Städte Anteile an der VNG. Sie wollen verhindern, dass die EWE die Mehrheit an der Leipziger VNG bekommt. Sie fürchten, dass eine mögliche Verlagerung des Firmensitzes nach Oldenburg die Region Mitteldeutschland schwächen könnte.

Das Pilotprojekt für Langzeitarbeitslose der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) wird auf den Landkreis Leipziger Land ausgeweitet.

Wie die LVB mitteilten, werden ab Juni etwa 30 Arbeitslosengeld-II-Empfänger als Service Kräfte in Bussen und Bahnen eingesetzt. Dafür erhalten Sie einen monatlichen Betrag von 150 Euro zusätzlich zur staatlichen Unterstützung. Die Landrätin des Muldentalkreises, Petra Köpping, sagte, der Einsatz des Begleitservices sei vor allem im Schülerverkehr geplant. Das Landratsamt wisse, dass es in den Schulbussen oftmals chaotisch zugehe. Kinder bräuchten Betreuung. Deshalb würden die Begleitpersonen die Kinder auch beaufsichtigen und auf die Einhaltung von Regeln achten, so Landrätin Köpping. Sie erwarte zahlreiche Bewerbungen auf die freien Stellen, weil sie für zwei Jahre besetzt würden. Bereits 2006 startete das Pilotprojekt in Leipzig. 30 Mitarbeitern konnte bereits eine Festanstellung vermittelt werden.

Die Posttochter DHL hat Probleme bei der Inbetriebnahme ihres neuen Drehkreuzes am Flughafen Leipzig/Halle zugegeben.

Wie eine DHL-Sprecherin sagte, gibt es bei einer Verlagerung dieser Größe natürlich Anpassungsbedarf. Die Zeitung die Welt hatte heute gemeldet, dass sich Piloten in Internetforen massiv über Verspätungen beklagen. Ende März hat DHL den Flughafen in Brüssel verlassen und einen Großteil der Flüge nach Leipzig verlegt. Ende Mai soll das Terminal eingeweiht werden.

Derzeit läuft die Mitgliederversammlung des FC Sachsen.

Dabei diskutieren die Mitglieder, ob die erste Mannschaft auf Amateur-Status zurückgestuft werden soll. Außerdem geht es um die finanzielle Zukunft des Vereins. Club-Präsident Winfried Lonzen will die Spielergehälter auslagern. Die Spieler sollen bei privaten Firmen angestellt sein und nur noch halbtags Fußball spielen. Nach Medienangaben hat der FC Sachsen über eine Millionen Euro Schulden.

Die Suche nach dem vermissten Ruderer ist bisher erfolglos geblieben.

Auch am heutigen Tag hat die Polizei am Elsterflutbecken keine Spuren des Zwölfjährigen gefunden. Die Polizei will aber am Wochenende weitersuchen. Gestern hatte die Polizei die Suche eingeschränkt. Der Zwölfjährige wird seit dem Wochenende vermisst. Er war bei einer Ruderregatta zusammen mit vier anderen Kindern von einem Wehr hinabgestürzt.

Zum Jahrestag der Befreiung durch die Alliierten ist ein weiterer Baum in der ehemaligen KZ-Außenstelle Abtnaundorf gepflanzt worden.

Nach Angaben der Stadt haben drei Vereine den Baum gespendet, der an die Opfer der Nazi Diktatur erinnern soll. An dem Mahnmal soll eine Allee entstehen. In Abtnaundorf existierte eine Außenstelle des Konzentrationslagers Buchenwald. Dort wurden kurz vor der Befreiung des Lagers Häftlinge in einer Baracke von den Nazis verbrannt. Dabei wurden fast 90 Menschen getötet.

Das Regierungspräsidium hat der Stadt die Förderung für die Altlastensanierung entzogen.

Nach Angaben des Regierungspräsidiums sollte eine ehemalige chemische Reinigung in der Merseburger Straße saniert werden. Die Stadt hat bis jetzt aber noch nicht mit den Arbeiten begonnen. Deswegen ist laut Regierungspräsidium eine Finanzierung dieses Jahr aus Haushaltsgründen nicht mehr möglich. Die Förderung hätte bei 600.000 Euro gelegen. Das Geld wäre vom Freistaat gekommen. Bei der Sanierung sollte die Luft- und Grundwasserverschmutzung auf dem Gelände beseitigt werden.

Im Zuge der Ermittlungen im so genannten "Disko-Krieg" hat eine Wohnungsdurchsuchung keine Ergebnisse gebracht.

Die Polizei hat heute morgen die Wohnung eines 19-jährigen Irakers erfolglos nach Waffen durchsucht. Die Polizei hatte Hinweise bekommen, dass es in der Wohnung illegale Feuerwaffen und Handgranaten gebe. Dabei waren auch Sprengstoffhunde und Spezialkräfte im Einsatz. Der Beschuldigte sagte, er habe nichts mit den Krawallen zu tun.

 

Frühnachrichten

Die Jenaer Stadtwerke werden ihre Anteile an der Leipziger Verbundnetzgas AG verkaufen.

Das sagte ein Sprecher des Oldenburger Energiekonzerns, EWE, Mephisto 97.6. EWE werde die Anteile kaufen. Es sei bereits ein Vertrag über den Anteilsverkauf im kommenden Jahr unterschrieben worden. Bisher gehören der EWE knapp 48 Prozent des Leipziger Energieunternehmens VNG. Durch den Kauf der Jenaer Anteile würde der EWE fast die Hälfte des Leipziger Energieunternehmens VNG gehören. Neben den Stadtwerken Jena halten noch elf weitere Ostdeutsche Städte Anteile an der VNG. Sie wollen verhindern, dass die EWE die Mehrheit an der Leipziger VNG bekommt. Sie fürchten, dass dadurch die Region geschwächt werden würde.

Der FC Sachsen ist bis zum Ende der Saison auf seinen Hauptsponsor Kölmel angewiesen, um eine Insolvenz zu verhindern.

Der Präsident des Vereins, Wienfried Lonzen, sagte, der Hauptsponsor Michael Kölmel dürfe sein Geld nicht zurück fordern. Kölmel hatte dem FC Sachsen Ende des vergangenen Jahres einen Kredit über 1,2 Millionen Euro gegeben. Lonzen sagte, ohne Kölmel sei der Verein nicht lebensfähig. Der FC Sachsen bräuchte unbedingt noch mehr Geld um das Saisonende erreichen zu können. Herr Kölmel wisse das. Lonzen hoffe, dass Kölmel auch weiterhin zum Verein stehe und ihm das Überleben bis zum Saisonende ermögliche. Lonzen sagte weiter, im Laufe der Saison hätten sich die Schulden weiter erhöht. Genauere Zahlen wolle er erst am Abend auf der Mitgliederversammlung bekannt geben. In der kommenden Saison will der Verein durch die Auslagerung von Spielergehältern Geld sparen. Die Fußballer sollen in Unternehmen angestellt werden.

Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft begrüßt die neue Regelung zur Vollzeitbeschäftigung von Grundschullehrern.

Die Sprecherin der Gewerkschaft Sabine Gerold sagte, ab August könnten die ersten Leipziger Grundschullehrer wieder einen Vollzeitvertrag bekommen. Gerold sagte, das sei längst überfällig. Die Grundschullehrer in Sachsen hätten sich seit 1992 die Arbeitsplätze geteilt, die auf Grund des Schülerrückgangs weniger geworden seien. Dies sei eine große solidarische Leistung gewesen, denn sie hätten damit auf viel Geld und Arbeitszeit verzichtet. Nach 16 Jahren sei es an Zeit das zu verändern. Außerdem hätten sich die Rahmenbedingungen geändert. Gerold sagte weiter, die Grundschullehrer müssten in der Stadt wieder voll arbeiten, weil die Schülerzahlen gestiegen seien. Außerdem hätten die Grundschulen mehr Aufgaben bekommen. Dazu gehören unter anderem die neuen Lehrpläne und der Fremdsprachenunterricht.Gestern hatte sich die Gewerkschaft mit der Landesregierung darauf geeinigt, dass Leipziger Grundschullehrer bis spätestens 2011 wieder eine Vollzeitstelle bekommen.

Die Stadt Grimma hat ihre Klage gegen die Kreisreform eingereicht.

Der Bürgermeister der Stadt Matthias Berger sagte, die Klage sei gestern beim Verfassungsgericht eingegangen. Mit der Klage will Grimma verhindern, dass Borna im neuen Landkreis Leipzig Kreisstadt wird. Berger sagte, die Entscheidung des Landtages sei ungerecht gewesen. Er denke es sei allen klar gewesen, dass es hier eine politische Absprache zugunsten von Borna gab. Dies sei geschehen um die die Landrätin Köpping dort als SPD-Landrätin zu unterstützen. Diese Vermutung sei vor einigen Wochen durch die Aussage von Ministerpräsident Milbradt bestätigt worden. Milbradt sagte, dass eine Absprache zur Kreiszugabe getroffen worden sei. Dies sei der beste Beweis, da es keinen besseren Zeugen gäbe. Berger sagte weiter, das Urteil würde noch vor dem 1. August gefällt werden, denn dann tritt die neue Kreisreform in Kraft. Das Gericht soll in zwei bis drei Monaten über die Klage entscheiden. Sollte Grimma gewinnen, dann müsste der Landtag den Kreissitz im neuen Landkreis Leipzig neu vergeben.

 

Die Polizei hat alle Mittel bei der Suche nach dem verunglückten 12-jährigen Ruderer ausgeschöpft.

Nach Angaben der Polizei wurde die Suche gestern erneut erfolglos abgebrochen, obwohl Spezialeinsatzkräfte eingesetzt wurden. Heute soll daher nur noch mit zwei Booten und einem Hubschrauber weiter nach dem vermissten Jungen gesucht werden. Nach eigenen Angaben rechnet die Polizei nicht mehr damit, ihn noch lebend zu finden. Die Bereitschaftspolizei will den Fluss heute nochmals stromaufwärts absuchen. Am Sonntag war der 12-Jährige zusammen mit vier weiteren Ruderern auf dem Elsterkanal verunglückt. Die anderen Kinder konnten gerettet werden.

Die Stadt bewirbt sich um EU-Fördergelder, um Leipziger Künstler zu unterstützen.

Wie das Kulturamt mitteilte, hat sich die Stadt für ein Förderprojekt der Europäischen Union beworben. Über das Projekt „Creative Cities“ würde Leipzig Fördergelder in Höhe von knapp 800.000 Euro bekommen. Damit sollen unter anderem Architekten, Designer und Computerspielehersteller in der Stadt unterstützt werden. Außerdem soll ein Teil des Geldes direkt Veranstaltungen wie den Designers Open zugute kommen. Des Weiteren will die Stadt ihre Programme für die Kulturförderung verbessern. Dabei gehe es vor allem um den Leipziger Westen. Dort sollen sich mehr Künstler ansiedeln.

Der Leipziger Zoo zeigt seinen neuen Exoten: das Ohrenschuppentier.

Nach Angaben des Zoos lebt das Tier ab heute in einem Bereich des Elefantentempels und ist für die Besucher zu sehen. Bereits im Dezember kam Ohrenschuppentier aus Taiwan nach Leipzig. Bis jetzt musste es aber noch an seine neue Umgebung gewöhnt werden.