Livestream

Geburtstag

Nachrichtenarchiv

MoDiMiDoFrSaSo
12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31

Ressortleiter

Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke

Kontakt

Tel.: 0341 / 97 37 954
Fax: 0341 / 97 37 999
news(ät)mephisto976.de

Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Montag, 31. März 2008

Für den öffentlichen Dienst ist die Streikgefahr abgewendet.

Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di haben Arbeitgeber und Gewerkschaften in Potsdam ihren Tarifstreit beigelegt. Damit wird es auch in Leipzig keine Streiks mehr geben. Die Angestellten von Bund und Kommunen bekommen mehr Geld. Darauf haben sich die Arbeitgeber mit Ver.di und der Tarifunion des Beamtenbundes dbb verständigt. Danach bekommen die Beschäftigten 3,1 Prozent mehr Lohn. Zusätzlich erhalten sie einen Aufschlag auf das Einkommen von 50 Euro pro Monat. Damit liegt die durchschnittliche Lohnerhöhung bei 5,1 Prozent. Die Vereinbarung gilt in Ostdeutschland ab morgen, in den alten Bundesländern rückwirkend ab Anfang des Jahres. Die Arbeitszeit soll dabei in Ostdeutschland weitgehend gleich bleiben, im Westen dagegen steigen. Im kommenden Jahr sollen die Einkommen dann noch einmal um 2,8 Prozent erhöht werden.

Der Pfarrer der Nikolaikirche, Christian Führer, hat zum letzten Mal das Friedensgebet gehalten.

Das Gebet beschäftigte sich mit der katholischen Friedensbewegung Pax Christi. Bereits gestern wurde Führer in einem Gottesdienst feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Er arbeitet seit 1980 an der Leipziger Stadt- und Pfarrkirche. Bekannt wurde er als Mitinitiator der Friedensgebete. Diese waren Ausgangspunkt für die Leipziger Montagsdemonstrationen, die 1989 die Wende in der DDR einleiteten. Neuer Nikolaikirchen-Pfarrer wird der 39-jährige Bernhard Stief aus Weißenborn im Erzgebirge.

Ministerpräsident Georg Milbradt hat erneut die politische Verantwortung für den Zusammenbruch der Sächsischen Landesbank abgelehnt.

Das sagte Milbradt in einer zweieinhalbstündigen Stellungnahme vor dem Banken-Untersuchungsausschuss des Landtages. Er sei danach als Finanzminister und Regierungschef seinen Pflichten vollständig nachgekommen. Als die folgenreiche Entscheidung zu Investitionen auf dem US-Hypothekenmarkt gefallen sei, habe er in keinem Aufsichtsgremium mehr gesessen. Außerdem hätten die Bankvorstände die Aufsichtsgremien nicht hinreichend über die Risiken informiert. Das Engagement auf dem US-Hypothekenmarkt hatte im vergangenen Jahr zur Zahlungsunfähigkeit der Bank geführt. Sie wurde daraufhin an die Landesbank Baden-Württemberg verkauft. Milbradt wird morgen noch einmal vor dem Banken-Untersuchungsausschuss aussagen.

Die Sächsische Landesbank zahlt ihrem früheren Vorstandschef Michael Weiss 310.000 Euro.

Wie das Landgericht Leipzig mitteilte, haben sich Weiss und die Bank auf einen entsprechenden Vergleich geeinigt. Weiss hatte wie andere ehemalige Vorstände eine erfolgsabhängige Vergütung gefordert. Allein für sei letztes Dienstjahr 2005 wollte er über 110.000 Euro haben. Mit dem Vergleich seien nun sämtliche Ansprüche an die Sächsische Landesbank getilgt. Weiss war 2005 wegen Missmanagement und personellen Querelen als Vorstandschef abberufen worden.

Das Land Sachsen sucht nach einem Käufer für die frühere Leipziger Kinderklinik.

Wie der Staatsbetrieb Sächsisches- und Baumanagement mitteilte, soll das Krankenhaus meistbietend verkauft werden. Das Mindestangebot liege bei 1,5 Millionen Euro. Nachdem das Universitätsklinikum im vergangenen Jahr ein neues Frauen- und Kinderzentrum eröffnet hat, steht das Gebäude leer. Neben dem Kinderkrankenhaus soll auch das benachbarte Schwesternwohnheim verkauft werden.

Nach dem Angriff auf einen Dönerimbiss in Colditz im Muldentalkreis will die Polizei ihre Präsenz in der Stadt verstärken.

Nach Angaben der Polizeidirektion Westsachsen ist die Lage in Colditz sehr ernst. Am Freitag hatten Unbekannte die Scheibe des Dönerimbisses eingeworfen. Zuvor war der türkischstämmige Sohn des Imbissbesitzers von mehreren Deutschen beleidigt und bedroht worden. Anschließend hatten sie ihn mit Feuerwerkskörpern beworfen. Die Polizei geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Der Dönerimbiss war seit Anfang des Jahres bereits zwei Mal überfallen worden. Vor einem Monat hatten in der Colditzer Innenstadt rund 100 Rechtsextreme randaliert.

Im Raum Leipzig hat der Anteil der älteren Bevölkerung stark zugenommen.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Kamenz sind mehr als 22 Prozent der Menschen 65 Jahre und älter. Zur Wiedervereinigung 1990 lag der Anteil noch bei rund 15 Prozent. Als Grund nannte das Statistische Landesamt die steigende Lebenserwartung und geringe Geburtenraten. Außerdem kämen zunehmend geburtenstarke Jahrgänge ins Rentenalter. So wird der Anteil der älteren Menschen weiter steigen. 2020 soll er bei knapp 30 Prozent liegen.

Im Zentrum Südost ist die Schwimmhalle Süd wiedereröffnet worden.

Nach Angaben der Sportbäder Leipzig GmbH wurde die sie in den vergangenen acht Monaten modernisiert. So bekam die Schwimmhalle unter anderem eine neue Glasfassade sowie neue Umkleideräume und Sanitäranlagen. Dafür wurden rund eineinhalb Millionen Euro investiert. Knapp die Hälfte des Geldes kam vom Land Sachsen. Ab morgen ist die Schwimmhalle auch für Besucher geöffnet.

 

Frühnachrichten

Die Leipziger bezahlen besonders viel für Strom und Gas.

Einer Studie des Verbraucherportals Verivox zufolge liegen die jährlichen Kosten für Energie rund 300 Euro höher als der bundesweite Durchschnitt. Ein Musterhaushalt in Leipzig gibt fast 2.500 Euro für Energie aus. Die geringsten Kosten entstehen in München: rund 2.000 Euro. Die Stadtwerke haben damit weiterhin die höchsten Energiepreise in Deutschland. Dem Verbraucherportal Verivox zufolge können durch einen Anbieterwechsel über 300 Euro eingespart werden. Die Studie hatte die Strom- und Gaspreise untersucht, die ab morgen gelten. Bundesweit erhöhen rund 60 Stromanbieter ihre Preise, darunter auch die Leipziger Stadtwerke.

Mit einem Gottesdienst ist gestern der Pfarrer der Nikolaikirche, Christian Führer, in den Ruhestand verabschiedet worden.

In seiner Predigt ermunterte Führer dazu, am christlichen Glauben festzuhalten. Nur mit ihm könnten die Probleme dieser Welt gelöst werden. Unter den rund 1.600 Besuchern des Gottesdienstes waren auch Oberbürgermeister Burkhard Jung und sein Vorgänger Wolfgang Tiefensee. Am Abend hält Führer sein letztes Friedensgebet als aktiver Gemeindepfarrer. Seine Montagsgebete waren im Herbst 1989 Ausgangspunkt für die friedlichen Großdemonstrationen gegen das SED-Regime der DDR.

Die Interessengemeinschaft Nachtflugverbot fordert erneut besseren Lärmschutz am Flughafen Leipzig-Halle.

Vorstandsmitglied Thomas Pohl sagte, die Pläne für das Frachtdrehkreuz müssten überarbeitet werden. Zur Begründung zitierte Pohl aktuelle Studien. Die würden belegen, dass Lärm krank mache. Deshalb dürften keine lauten Flugzeuge mehr Nachts am Flughafen starten. Der Vorstand der IG N achtflugverbot, Thomas Pohl. Gestern ist der aktuelle Sommerflugplan des Flughafens in Kraft getreten. Der sieht täglich rund 60 nächtliche Frachtflüge vor.

Zur Stunde wird Ministerpräsident Georg Milbradt zu der Krise der sächsischen Landesbank befragt.

Der Untersuchungsausschuss zur Landesbank will klären, ob Milbradt für die Krise verantwortlich war. Als Finanzminister hatte er unter anderem beschlossen, eine Tochtergesellschaft in Irland zu gründen. Diese hatte durch riskante Spekulationen die Sachsen LB in Schwierigkeiten gebracht. Daraufhin wurde die Landesbank verkauft. Die Landesregierung bürgt mit 2,8 Milliarden Euro für mögliche Verluste.

In Colditz hat es erneut einen ausländerfeindlichen Überfall gegeben.

Wie die Polizei mitteilte, warfen unbekannte die Scheibe eines Dönerimbisses ein. Im Vorfeld des Überfalls war der türkischstämmige Sohn des Imbissbesitzers von mehreren Deutschen beleidigt und bedroht worden. Anschließend hatten sie ihn mit Feuerwerkskörpern beworfen. Der Dönerimbiss war seit Anfang des Jahres bereits zwei Mal überfallen worden. Vor einem Monat hatten in der Colditzer Innenstadt rund 100 Rechtsradikale randaliert.

Die Leipziger Handballerin Ulrike Stange wird bei den Olympischen Spielen im Sommer nicht mitspielen.

Bei dem Qualifikationsspiel gegen Kuba riss sich Stange das Kreuzband im rechten Knie. Ob die Leipziger Nationalspielerin Nora Reiche die Position spielen kann, ist auch unklar. Reiche hatte vor einem Monat ebenfalls einen Kreuzbandriss erlitten. Bei der Olympia-Qualifikation am Wochenende gewann die deutsche Nationalmannschaft jedes Spiel.

Das Sachsenderby zwischen Lok Leipzig und Erzgebirge Aue ist gestern friedlich verlaufen.

Rund 5.500 Zuschauer verfolgten das Spiel, das 0:0 unentschieden endete. Der Polizei zufolge wurde ein Jugendlicher wurde festgenommen weil er einen Blitzknaller zündete. Vor einem Jahr war es nach einem Spiel der beiden Mannschaften zu erheblichen Ausschreitungen gekommen bei denen 42 Menschen verletzt wurden.