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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Freitag, 8. Februar 2008

Die Windenergie macht dem Braunkohleabbau im Süden von Leipzig Konkurrenz.

Nach Angaben der Mitteldeutschen Braunkohle Gesellschaft Mibrag sind davon vor allem die Tagebaue in Schleenhain und Profen betroffen. Dort wurden im vergangenen Jahr rund 1,2 Millionen Tonnen Braunkohle weniger abgebaut. Laut Geschäftsführer Heiner Krieg ist das Gesetz für die Einspeisung erneuerbarer Energien in das Stromnetz verantwortlich. Der Braunkohleproduzent trage die Lasten, wenn EEG eingespeist wird und der Braunkohleproduzent dafür nicht entschädigt wird. Es würden Kapazitäten in Form von Technik und Mitarbeitern vorgehalten, die am Ende nichts verdienen. Wenn reguliert werde, dann dürfe niemand benachteiligt werden. Krieg sagte weiter, um die Arbeitsplätze in der Region zu sichern müssten die Bedingungen für die Braunkohleproduzenten erheblich verbessert werden. Bislang gehe er aber noch nicht davon aus Mitarbeiter entlassen zu müssen.

Leipziger Umweltschützer demonstrieren morgen auf dem Augustusplatz gegen fossile Brennstoffe.

Vertreter von Greenpeace und mehreren Bürgerinitiativen wollen gegen die geplanten Kohlekraftwerke und Tagebaue in Sachsen und Sachsen-Anhalt protestieren. Konkret geht es unter anderem um den geplanten Tagebau bei Lützen. Dort will die Mitteldeutsche Braunkohlegesellschaft Mibrag ein neues Abbaugebiet erschließen. Dazu müssten aber Teile der Ortschaften Lützen, Sössen und Röckern der Braunkohle weichen. Die Umweltschützer wollen außerdem auf die Gefahren beim Ausstoß von Kohlendioxid aufmerksam machen. Symbolisch für das unsichtbare CO 2 sollen schwarze Plastiksäcke auf dem Augustusplatz übereinander gestapelt werden.

Morgen beginnt die größte ostdeutsche Verbraucherschau „Haus-Garten-Freizeit“.

Auf dem Gelände der Neuen Messe stellen über 850 Aussteller die Neuheiten für Heim und Garten vor. Messesprecherin Bettina Kaiser sagte, neben Sportarten wie Tauchen und Fahrradfahren stehe der neue Freizeittrend Klettern im Mittelpunkt. In der Glashalle gebe es Freizeitangebote zu dem Thema „Outdoor für Jedermann“. Besucher könnten sich nicht nur über Sportarten informieren, sondern sie auch ausprobieren. Neben Golfen und Klettern könne jeder in einem Tauchturm abtauchen oder Quad Fahren. Kaiser sagte weiter, ein Höhepunkt sei die Sonderschau mit Tieren vom Bauernhof. Neben Eseln und Kaninchen gibt es dort auch Lamas zu sehen. Parallel zur Haus Garten und Freizeit Messe findet auch die Mitteldeutsche Handwerksmesse statt. Für die Messewoche erwarten die Veranstalter bis zum kommenden Wochenende über 170 tausend Besucher.

Die Handballdamen des HC Leipzig treten morgen gegen den Pokalsieger KIF Vejen aus Dänemark an.

Die Leipziger Handballerinnen kämpfen am Nachmittag in der Ernst-Grube-Halle um den Einzug ins Viertelfinale des Europapokals. Sorgen bereitet dem Verein allerdings das Fehlen der Rückraumspielerin Karolina Kudlacz. Sie hatte sich am Fuß verletzt und wird morgen nicht spielen.

 

Frühnachrichten

Die Bürgerinitiative „Gegen die neue Flugroute“ hat einen offenen Brief an Oberbürgermeister Burkhard Jung geschrieben.

Darin geht es nach Angaben der Leipziger Volkszeitung um ein Fernsehinterview Jungs. Dabei soll er die Genehmigungslage der Südabkurvung am Flughafen Leipzig-Halle unkorrekt dargestellt haben. Laut LVZ hat Jung in dem Interview ausgeführt, dass es für Flugzeuge auf der Südabkurvung keine 30-Tonnen-Beschänkung im Planfeststellungsverfahren gibt. Die Initiative hingegen sagt in dem offenen Brief, dass die 30-Tonnen-Beschränkung Grundlage der Planung vom Juli 2003 gewesen sei. Zusätzlich zu dem Brief wurden Jung auch die entsprechenden Dokumente vorgelegt. Gleichzeitig will die Initiative darauf aufmerksam machen, dass durch die Fluglärmbelastung, der Stadt wirtschaftliche Schäden in Millionenhöhe entstehen. Denn seit Inbetriebnahme der Abflugrouten seien in den betroffenen Gebieten nahezu sämtliche Investitionen zum Erliegen gekommen.

Eine Woche nachdem das Nichtrauchergesetz in Kraft getreten ist, zieht das Ordnungsamt eine positive Bilanz.

Wie das Amt mitteilte, sind in der vergangenen Woche zahlreiche Gaststätten und Kneipen kontrolliert worden. Dabei sei festgestellt worden, dass sich die Mehrzahl der Betreiber an das neue Gesetz hält. Lediglich in vier Fällen habe es Verstöße gegeben. Der sächsische Hotel- und Gaststättenverband, Dehoga, sagte unterdessen, im Moment seien zwei Drittel der Rückmeldungen positiv. Lediglich Eckkneipen und Diskotheken seien unzufrieden und hätten einen Besucherrückgang. Die genaue Auswirkung des Nichtrauchergesetzes lässt sich aber erst in den kommenden Monaten feststellen.

Vor dem Amtsgericht beginnt der Prozess gegen den Leiter der Leipziger Branddirektion, Karl-Heinz Schneider.

Nach Angaben des Gerichts soll sich Schneider der Vorteilsnahme in drei Fällen schuldig gemacht haben. Dabei ist es um Eintrittkarten für die José-Carreras-Gala gegangen. Schneider soll die Einladungen ohne die Erlaubnis seinen Vorgesetzen angenommen haben.

In einem Gewerbegebiet im Leipziger Norden hat am Morgen eine Lagerhalle gebrannt.

Nach Angaben der Polizei löscht die Feuerwehr im Moment noch einige Glutnester. In der Lagerhalle in der Maximillian Allee wurden Holzpaletten und Textilien gelagert. Laut Polizei wurde niemand verletzt. Die Brandursache ist noch unklar. Die Brandermittler können erst morgen das Gebäude betreten.