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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Montag, 29. Dezember 2008

Die Stadt und die Polizei haben ihr Sicherheits-Konzept für die Silvesternacht vorgestellt.

Damit sollen Ausschreitungen wie im vergangenen Jahr am Connewitzer Kreuz verhindert werden. Der Leipziger Polizeipräsident Horst Wawrzynski sagte, es seien zusätzlich Polizisten angefordert worden. Die Polizei werde beim kleinsten Anlass reagieren, egal ob es sich um Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten handle. Außerdem werde es Kontrollen im Vorfeld geben. Alle rechtlich möglichen Mittel sollen ausgeschöpft werden. Wawrzynski sagte weiter, es werde außerdem Straßensperrungen um das Connwitzer Kreuz geben. Ein weiterer Schwerpunkt sei für die Polizei Lindenau. Dort hatte die NPD im November ein Büro eröffnet. Auch dort wolle die Polizei auf mögliche Ausschreitungen vorbereitet sein.

Einige Mitarbeiter des „Deutschen Roten Kreuzes“ in Borna prüfen eine Klage gegen die Geschäftsführung.

Grund ist, dass das DRK in Borna in der vergangenen Woche Insolvenz angemeldet hatte. Der Anwalt der Mitarbeiter Daniel Frick sagte, noch in diesem Jahr werde eine Strafanzeige gestellt. Es bestehe der Verdacht, dass die Geschäftsführung die Insolvenz verschleppt habe. Die Geschäftsführung sage, seit dem Sommer gebe es eine Deckungslücke von bis zu 90.000 Euro. Aber erst jetzt sei der Insolvenzantrag gestellt worden. Das hätte viel früher passieren müssen. Frick sagte weiter, die Mitarbeiter seien lange im Unklaren gelassen worden. Dafür müsste die Geschäftsführung haften. Die rund 40 Mitarbeiter des DRK in Borna sind derzeit von ihrer Arbeit freigestellt.

Das Leipziger Porsche-Werk erweitert seine Produktpalette

Nach Angaben des Automobilherstellers wird in dem Werk ab sofort auch eine Dieselversion des Porsche-Cayenne gebaut. Sie solle ab Februar in den Handel kommen. Porsche hatte im November einen Absatzeinbruch auf dem nordamerikanischen Markt verzeichnet. Im Stammwerk Zuffenhausen wird die Produktion deswegen bis Ende Januar gedrosselt. Die Absatzkrise soll aber vorerst keine Auswirkungen auf das Leipziger Werk haben.

Die ehemalige Landrätin des Leipziger Landes Petra Köpping arbeitet zukünftig für die Sächsische Aufbaubank.

Nach Medienberichten wird Köpping ab kommendem Jahr als Beraterin für die Bank tätig. Sie solle das Filialnetz ausbauen und Fördermittelprogramme überarbeiten. Die SPD-Frau Köpping hatte ihren Posten als Landrätin im Sommer verloren. Sie unterlag bei der Wahl für den neuen Landkreis Leipzig gegen Gerhard Gey von der CDU.

Das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig will 2009 zwei Jubiläen mit Veranstaltungen und Ausstellungen feiern.

Nach eigenen Angaben soll es Veranstaltungen zum 60. Jubiläum der Gründung der Bundesrepublik geben. Außerdem werde an die Montagsdemonstrationen in der Stadt vor 20 Jahren erinnert. Insgesamt seien zu den Jahrestagen rund 30 Veranstaltungen geplant. Ab April solle es zum Beispiel eine Ausstellung zum Verhältnis der Deutschen zu ihren Nationalsymbolen geben. Ab Herbst werde sich das Museum den Montagsdemonstrationen von 1989 in Leipzig zuwenden. Unter anderem solle es ein Friedensgebet und ein Lichterfest geben.

 

Frühnachrichten

Die Wasserwerke wollen im kommenden Jahr das Trink- und Abwassernetz für 30 Millionen Euro sanieren.

Nach Angaben der Wasserwerke sollen in den kommenden 20 Jahren alle veralteten Anlagen modernisiert werden. Dafür seien Investitionen in Höhe von über 700 Millionen Euro notwendig. Über 800 Kilometer des Wassernetzes seien älter als 100 Jahre. Fast die Hälfte des Netzes stamme aus der Gründerzeit der Leipziger Wasserversorgung im ausgehenden 19. Jahrhundert. Die Anlagen seien zwar teilweise noch gut erhalten. Trotzdem sähen die Wasserwerke Handlungsbedarf. Die Problemstellen soll in den kommenden 20 Jahren saniert werden.

Das Land erhöht im kommenden Jahr die Förderung für das Leipziger Dokfilm-Festival.

Dem Kultusministerium zufolge bekommt das Festival insgesamt 245.000 Euro. Das sind 50.000 Euro mehr als dieses Jahr. Mit dem zusätzlichen Geld solle sein Wert für das sächsische Image gewürdigt werden. Das Festival für Dokumentar- und Animationsfilme findet jährlich im Herbst statt und ist das größte seiner Art in Deutschland.

Der Prozess gegen den Vater des misshandelten Babys Jonas beginnt Ende Januar.

Wie das Landgericht mitteilte, ist der 26-Jährige wegen Kindesmisshandlung und schwerer Körperverletzung angeklagt. Er habe bereits zugegeben seinen wenige Wochen alten Sohn vor einem halben Jahr mehrmals geschlagen zu haben. Die Mutter des Säuglings saß damals wegen Schwarzfahrens im Gefängnis. Dafür wurden die Justizbehörden stark kritisiert. Sie räumten später ein, es sei falsch gewesen die Mutter zwei Wochen nach der Geburt ihres Sohnes zu inhaftieren.

Das Museum in der „Runden Ecke“ will zum 20ten Jahrestag der friedlichen Revolution eine Sonderausstellung zeigen.

Nach Angaben des Stasi-Museums werden Fotos, Flugblätter und Redemanuskripte gezeigt. Außerdem soll es ein Begleitprogramm mit Lesungen und Vorträgen geben. Dabei soll neben den Ereignissen der Wende auch die Geschichte der Leipziger Opposition gegen die DDR nachgezeichnet werden. Die Ausstellung ist ab kommendem April neun Monate im ehemaligen Stasi-Kinosaal zu sehen.

Die Handballerinnen des HC Leipzig haben ihr letztes Spiel in der Hinrunde der Bundesliga verloren.

Sie unterlagen Blomberg-Lippe auswärts mit 29:26. Beste Werferin der Leipziger war Susann Müller mit neun Treffern. Mit der Niederlage verpasste der HCL knapp den Herbstmeistertitel. Der Verein liegt jetzt auf Platz zwei, einen Punkt hinter Bayer Leverkusen.