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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Montag, 1. Dezember 2008

Der Landkreis Nordsachsen weist die Vertragskündigung des Abfallwirtschaftsverbandes Westsachsen (ZAW) zurück.

Nach Angaben des Landratsamtes Nordsachsen ist eine einseitige Kündigung vertraglich ausgeschlossen. Außerdem bestreitet der Landkreis eine Vertragsverletzung begangen zu haben. Zwischen dem ZAW und dem Landkreis Nordsachsen besteht seit 2002 ein Vertrag über die Beseitigung des Mülls des Landkreises. Dieser sieht vor, dass der Haus- und Gewerbemüll aus Nordsachsen vom ZAW verarbeitet wird. Ein Teil wird in Brennstoff umgewandelt und an den Landkreis zurückgeliefert. Der Vertrag gilt für 20 Jahre. Nun aber ist ein Streit über den Preis entbrannt und der ZAW wirft Nordsachsen Vertragsbruch vor. Der Landkreis habe Teile seines Mülls unrechtmäßig an eine andere Deponie geliefert. Deshalb kündigte der ZAW den Vertrag. Dem Landkreis zufolge ist eine Vertragsauflösung aber nur mit seinem Einverständnis möglich. Die Landesdirektion muss den Fall nun prüfen.

Im vergangenen Jahr mussten mehr Kinder und Jugendliche in staatliche Obhut genommen werden.

Wie das Statistische Landesamt berichtet, standen knapp 800 Minderjährige im Direktionsbezirk Leipzig unter staatlicher Aufsicht. Das waren rund 100 mehr als im Jahr davor. Jugendämter und Initiativen brachten die Kinder und Jugendlichen zeitweise bei Gasteltern oder in Jugendheimen unter. Über 75 Prozent von ihnen konnten nach zwei Wochen wieder in ihre Familien zurückkehren. Ursachen für die in Obhutnahme seien unter anderem Vernachlässigung, Anzeichen für Misshandlungen sowie Schul- und Ausbildungsprobleme.

Der Leipziger Beratungs- und Bildungsverein hat den Medienpädagogikpreis erhalten.

Nach Angaben der sächsischen Landesmedienanstalt und des Kultusministeriums wurde der Verein für seine medienpädagogische Arbeit mit Kindern ausgezeichnet. Der Verein organisiert zahlreiche Projekte, bei denen Kindern bereits im Vorschulalter der richtige Umgang mit Medien beigebracht werden soll. Der medienpädagogische Preis wurde zum 6. Mal verliehen. Er ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert.

Die Fakultät für Veterinärmedizin der Universität Leipzig hat ein neues Lehr- und Bibliotheksgebäude erhalten.

Wie das sächsische Finanzministerium mitteilte, bietet das Gebäude den Studenten drei neue Kursräume und einen Hörsaal mit über 150 Plätzen. Hinzu kommen eine Mensa und eine Bibliothek. Die sind bereits seit Anfang November in Betrieb. Der Neubau war nötig, weil der alte Bau zu klein und zu alt war. Die Kosten in Höhe von sechs Millionen Euro trägt das Land Sachsen.

Die Brikettfabrik in Regis-Breitingen ist versteigert worden.

Nach Angaben der Sächsischen Grundstücksauktionen wurde das Fabrikgebäude bereits am Samstag auf der Winterauktion in Leipzig versteigert. Zu der Fabrik gehört auch ein 24 Hektar großes Gelände. Beide erwarb der neue Eigentümer für den Mindestpreis von 5.000 Euro.

 

Frühnachrichten

Der Initiator des Bürgerentscheids gegen den Verkauf der Stadtwerke, Mike Nagler, kandidiert für den Bundestag.

Der Leipziger Stadtverband der Partei „Die Linke“ hat ihn als Direkt-Kandidat für den Wahlkreis Leipzig-Süd nominiert. Dort wird er voraussichtlich gegen den ehemaligen Oberbürgermeister und Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee antreten. Nagler sagte, der Erfolg des Bürgerentscheids vor zehn Monaten habe ihn ermutigt anzutreten. Er rechne sich auch gegen Tiefensee Chancen aus. Tiefensee stehe für Privatisierung und habe auch an den Hartz-Gesetzen mitgewirkt. Damit stehe er dem Engagement des Bürgerbegehrens entgegen. Im Bundestag wolle Nagler sich für mehr Geld für die Kommunen einsetzen. Als zweite Kandidatin stellte die Linkspartei die Bundestagsabgeordnete Barbara Höll auf.

Der Streit um die nordsächsischen Mülllieferungen an die Deponie Cröbern hat eine neue Stufe erreicht.

Der Deponie-Betreiber ZAW hat nach eigenen Angaben die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Nordsachsen gekündigt. In dem Vertrag hatte sich Nordsachsen verpflichtet, seine Haus- und Gewerbeabfälle 20 Jahre lang nach Cröbern zu liefern. Grund für die Kündigung seien unregelmäßige Lieferungen. Außerdem sei das Geschäft mit Nordsachsen nicht mehr rentabel. Die Landesdirektion muss der Kündigung noch zustimmen. Die Konfliktparteien streiten bereits seit mehreren Monaten. Zuletzt scheiterte der Deponie-Betreiber ZAW mit einer Klage auf Schadenersatz.

Das Centraltheater Leipzig hat eine neue Spielstätte eröffnet.

Im so genannten „Weißen Haus“ soll es in der Vorweihnachtszeit täglich ein Programm für Kinder und Erwachsene geben. So finden auf dem ehemaligen Parkplatz vor dem Centraltheater unter anderem Märchenlesungen und Weihnachtssingen statt. Der Bau im Stil eines norwegischen Holzhauses soll nach der Adventszeit als Begegnungsstätte für Schauspieler dienen. Das „Weiße Haus“ ist neben dem Centraltheater und der Skala die dritte Spielstätte des Leipziger Schauspiels.

Das Grassi-Museum haben im ersten Jahr nach seiner Wiedereröffnung rund 73.000 Menschen besucht.

Nach eigenen Angaben ist das Museum mit dieser Resonanz sehr zufrieden. Das Grassimuseum präsentiert zurzeit rund 2.000 Kunstwerke von der Antike bis zum 19. Jahrhundert. Die Sammlung soll in den kommenden Jahren noch erweitert werden. Das Gebäude war 10 Jahre lang saniert worden. Die Erneuerung des Museums kostete insgesamt 35 Millionen Euro.

Die Bundesliga-Basketballerinnen des BBV Leipzig haben das Heimspiel gegen den Herner TC gewonnen.

Sie schlugen die Gäste am Sonntag mit 90 zu 71. Beste Leipziger Werferin war Annika Danckert mit 30 Punkten. Die Damen des BBV hatten zuletzt drei Spiele verloren. Jetzt stehen sie auf dem 7. Platz der Bundesliga.

Der Eishockey-Oberligist Blue Lions hat sein Heimspiel gegen Herne gewonnen.

Die Leipziger besiegten die Gäste gestern mit 8:5. Das Spiel sahen knapp 900 Zuschauer. Die Blue-Lions liegen weiter auf Platz zwei der Oberliga Gruppe Nord. Sie konnten den Abstand zum Tabellenführer Hannover auf sieben Punkte verkürzen.