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Julia Schumacher, Sarah Klößer, Olenka Kretschmer & Patrick Eicke
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Was machen die Nachrichten?

Spätnachrichten vom Mittwoch, 2. Januar 2008

In dem Jugendgefängnis in Regis-Breitingen werden künftig alle Pakete für Gefangene durchsucht.

Wegen eines neuen Gesetzes zu Jugendstrafen dürfen die Insassen von sächsischen Jugendgefängnissen keine Nahrungs-, Genuss- und Körperpflegemittel mehr bekommen. Michaela Tiepner von der JVA Regis-Breitingen sagte, die Gefangenen könnten sich auch anders versorgen. So könne man viel in der Anstalt kaufen, sowie über das Internet bestellen. Familienangehörige könnten auch weiterhin Geld für die Gefangenen einzahlen. Laut Tiepner soll mit dem neuen Gesetz der Drogenschmuggel in Gefängnissen bekämpft werden. In den vergangenen Jahren sei die Zahl der drogenabhängigen Gefangenen stark gestiegen. In Regis-Breitingen leben zwei Drittel der jugendlichen Gefangenen in Sachsen.

Nach den Krawallen in der Silvesternacht ist ein Schaden von 25.000 Euro entstanden.

Nach Angaben der Polizei ist diese Summe relativ gering. Unterdessen wird gegen 31 Personen ermittelt. Sie sollen brennende Barrikaden errichtet und die Polizei mit Steinen beworfen haben. In der Silvesternacht standen sich am Connewitzer Kreuz 350 junge Menschen und 300 Polizisten gegenüber. Bei den Ausschreitungen wurden 46 Polizisten leicht verletzt.

Das Leipziger Stadtbad wird voraussichtlich erst in zwei Monaten für Kulturveranstaltungen öffnen.

Der Direktor der Förderstiftung, Dirk Thärichen, sagte, die Stiftung habe das Bad zwar übernommen, könne aber noch keine Veranstaltungen organisieren. Es gebe noch keine juristische Vereinbarung mit der Stadt. Das alles dauere zu lange. Thärichen sagte weiter, die Vereinbarung werde voraussichtlich Ende des Monats ausgehandelt sein. Dann könnten im März die ersten Lesungen und Führungen beginnen. Die Stadt hat der Förderstiftung das Stadtbad für ein Jahr überlassen. Mit den Veranstaltungen will die Förderstiftung Geld sammeln um das Bad zu sanieren.

Für den Kindergarten des Thomanerchors gibt es offenbar großes Interesse.

Nach Angaben des Forum Thomanum gibt es bereits 300 Anmeldungen für den musikalisch-fremdsprachlich orientierten Kindergarten. Der hat aber nur 100 Plätze, 18 davon Krippenplätze. Der Kindergarten wird zusammen mit einem Probenzentrum im Mai eröffnet. Das Campus Forum Thomanum soll zum 800-jährigen Bestehen des Thomanerchors in vier Jahren fertig sein. Zentrum des Komplexes sind der Thomanerchor und die Thomasschule.

Nach einem Streit auf dem Markt ist gestern ein Mann schwer verletzt worden.

Nach Angaben der Polizei hatten sich vor einem Schnellrestaurant zwei Gruppen zunächst beschimpft. Kurze Zeit später griff eine Gruppe die andere mit Messern und Schlagstöcken an. Dabei wurde ein Mann kurzzeitig bewusstlos geschlagen, ein weiterer wurde mit einem Messer schwer verletzt. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Zeugen können Hinweise bei der Polizei in der Innenstadt melden.

 

Frühnachrichten

Nach den Ausschreitungen in der Silvesternacht am Connewitzer Kreuz sind die 35 festgenommenen Personen wieder freigelassen worden.

Wie die Polizei mitteilte, lagen keine zwingenden Haftgründe vor. Zum Jahreswechsel hatten sich etwa 350 Personen am Connewitzer Kreuz versammelt und Barrikaden in Brand gesetzt. Die Polizei war nach eigenen Angaben mit 300 Beamten vor Ort und versuchte die Randalierer abzudrängen, dabei wurden 46 Polizisten verletzt. Der entstandene Sachschaden kann noch nicht beziffert werden, sei aber verhältnismäßig gering, so die Polizei. Die Anwohner waren bereits im Vorfeld der Silvesternacht aufgefordert worden, ihre Autos nicht direkt am Connewitzer Kreuz zu parken. Auch die Leipziger Verkehrsbetriebe hatten Ihre Haltestelleneinrichtungen abgebaut. Am Connewitzer Kreuz gibt es bereits seit mehr als zehn Jahren regelmäßig Ausschreitungen in der Silvesternacht.

Die Reste von Silvester-Knallern sollen bis zur kommenden Woche beseitigt sein.

Petra Jurich von der Stadtreinigung sagte, die Innenstadt sei schon gestern aufgeräumt worden. Dort wurden rund 60 Kubikmeter Abfall eingesammelt. In den kommenden Tagen würden auch die restlichen Stadtgebiete aufgeräumt. Sie sagte, dass auch die Anlieger gefragt seien die Rester der Silvester-Knaller zu beseitigen. Man werde die planmäßige Reinigung im Stadtgebiet fortführen, in einigen Gebieten der Stadt, wie etwa in Connewitz, sei jedoch nur eine manuelle Reinigung möglich. Jurich sagte weiter, Connewitz sei durch die Krawalle am Silvesterabend halb verwüstet worden. Laut Stadtreinigung können Anwohner, die ihre Straßen nicht selbst aufräumen, Bußgelder bekommen.

Die Games Convention wird nach Angaben von Messegeschäftsführer Josef Rahmen auch weiterhin in Leipzig stattfinden.

Rahmen sagte mephisto 97.6, im schlimmsten Fall werde es eine zweite Computerspielmesse geben. Die Games Convention sei eine Leipziger Messe und werde auch weiterhin in Leipzig stattfinden. Er sei überzeugt davon, dass die Games Convention auch 2009 die Computerspielemesse für Europa sein werde. Der kritischste Fall wäre die Unterstützung eines anderen Messeplatzes durch den Verband. Dann gäbe es 2009 zwei Computerspielemessen, was für die Branche sehr schlecht wäre. Rahmen wollte Medienberichte, denen zufolge die Messe Individualverträge mit den wichtigsten Ausstellern geschlossen hat, nicht bestätigen. Ende Januar wird der Bundesverband interaktive Unterhaltungssoftware die Entscheidung zum künftigen Standort treffen.

Neben Leipzig haben auch Frankfurt und Berlin Interesse an der Messe angekündigt.

 

Die Bürgerinitiative gegen die Privatisierung städtischen Eigentums wirbt mit Plakaten für den Bürgerentscheid Ende Januar.

Nach Angaben der Initiative werden am Vormittag die ersten Plakate aufgehängt. Auf ihnen rufen bekannte Leipziger dazu auf, bei dem Bürgerentscheid mit Ja zu stimmen. Ende Januar entscheiden die Leipziger über die Privatisierung kommunalen Eigentums. Damit könnte auch der Teilverkauf der Stadtwerke verhindert werden.

Rogelio Fernandez aus Uruguay hat den Leipziger Neujahrslauf gewonnen.

Wie die Veranstalter mitteilten, gingen mehr als 1.000 Läufer an den Start. Der knapp 1,1 Kilometer lange Rundkurs führte durch die Leipziger Innenstadt.

Auch bekannte Leipziger Sportler liefen mit: Beispielsweise die Kanu-Weltmeister Mandy Planert und Jan Benzien und Bahnrad-Olympiasieger Jens Lehmann.