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Spätnachrichten vom Freitag, 7. Dezember 2007
- Böhlitz-Ehrenberg droht Stadt mit Klage
- Abriss der Gebäude am Brühl wegen Sturm unterbrochen
- FC Sachsen wählt neues Präsidium
- Bahn investiert in Millionenhöhe in Leipziger Großprojekte
- Mitarbeiter des Uniklinikums bekommen Sonderzahlung
- Sehenswürdigkeiten schalten morgen Abend für fünf Minuten das Licht aus
Der Ortschaftsrat von Böhlitz- Ehrenberg droht der Stadt mit einer Klage
Die Böhlitzer Ortsvorsteherin Karin Teubner sagte, die Stadt würde sich nicht an den Eingemeindungsvertrag halten. Darin ist unter anderem festgelegt, dass Böhlitzer Verwaltungsämter, wie das Bürgeramt, an ihren bisherigen Standorten erhalten bleiben können. Trotzdem habe die Stadt den entsprechenden Mietvertrag gekündigt, so Teubner. Ein Klage wäre am Ende der letzte Weg. Allerdings beinhalte das auch, dass die Stadt den Stand, wie er zur Zeit ist, halten müsse. Demnach sollen die Böhlitzer vorerst im Verwaltungsgebäude verbleiben können. Teubner sagte weiter, bisher sei die Stadt nicht bereit gewesen mit dem Ortschaftsrat eine gemeinsame Lösung zu finden. Im schlimmsten Fall stehe die Böhlitzer Verwaltung im kommenden Jahr auf der Straße. Das Verwaltungsgericht hat vorerst eine einstweilige Verfügung erlassen. Damit können die Bölitzer Ämter noch bis Ende Februar an ihrem Standort am Markt in Böhlitz-Ehrenberg bleiben.
Wegen Sturmböen ist der Abriss der Gebäude am Brühl heute unterbrochen worden.
Die Projektmanagerin des Abbruchs Carolin Tschense sagte, insgesamt seien die Arbeiten schon weit fortgeschritten. Mit dem Abbruch sei man viel schneller voran gekommen als geplant, da die Technik mitgespielt habe. Tschense sagte weiter, der letzte Hausgiebel werde jetzt am Montag abgetragen. Mit neun Baggern und insgesamt dreizehn Mitarbeitern sind die Entsorgungsfirmen vor Ort. Bis zum kommenden Frühjahr soll die Fläche am Brühl komplett vom Bauschutt bereinigt sein.
Am Abend wählen die Mitglieder des Fußball-Oberligisten FC Sachsen ein neues Präsidium.
Zuvor müssen die Mitglieder aber erst noch mehrere neue Aufsichtsräte bestimmen. Nach Medienberichten will der ehemalige Vereinsgeschäftsführer Jens Ellinger in den Aufsichtsrat. Und auch der neue Sponsor, ein Beton-Unternehmer aus Sachsen-Anhalt, kandidiere. Der FC Sachsen befindet sich in einer Finanzkrise. Für die laufende Saison fehlen dem Club immer noch 200.000 Euro. Das neue Präsidium soll den Verein wieder handlungsfähig machen.
Im kommenden Jahr investiert die Deutsche Bahn in zwei Leipziger Großprojekte in Millionenhöhe.
Wie das Unternehmen mitteilte, soll in Leipzig das meiste Geld zum einen in die Fertigstellung des elektronischen Stellwerks Connewitz fließen. Zum anderem stehen die Arbeiten am City- Tunnel im Mittelpunkt. Wie viel Geld genau in jedes Projekt fließt, ist noch unbekannt. Die Bahn will mit insgesamt 290 Millionen Euro das Schienennetz in Sachsen modernisieren. Für ganz Mitteldeutschland sind 750 Millionen Euro vorgesehen.
Die Mitarbeiter des Universitätsklinikum bekommen eine einmalige Sonderzahlung.
Wie das Klinikum mitteilte, werden an jede Vollzeitkraft rund 250 Euro ausgezahlt. Auszubildende bekommen zwischen 50 und 100 Euro. Mit den Sonderzahlungen sollen die Mitarbeiter für Mehrarbeit belohnt werden. Nach Angaben des Klinikums handelt es sich bei dem Geld um eingesparte Personalkosten von insgesamt 1,3 Millionen Euro. Sie würden an 3.000 Mitarbeiter ausgezahlt.
Leipziger Sehenswürdigkeiten schalten morgen Abend für fünf Minuten das Licht aus.
Wie die Stadt mitteilte, beteiligt sie sich damit an der Klimaschutzaktion „Licht aus! Für unser Klima“. Neben dem Neuen und Alten Rathaus werden auch das Völkerschlachtdenkmal und die große Tanne auf dem Weihnachtsmarkt ab 20 Uhr für fünf Minuten nicht beleuchtet sein. Mit der symbolischen Aktion zum Weltklimatag wollen unter anderem Umweltorganisationen für mehr Klimaschutz werben.
Frühnachrichten
- Lantagsfraktionen fordern Regierungserklärung zur Sachsen LB
- City-Gemeinschaft will verkaufsoffene Sonntag neu regeln
- LWB will Schulden schneller abbauen
- Französisches Unternehmen interssiert sich für "Kinowelt"
- Leipziger Informatik-Tage beginnen
- Geflügelschau beginnt
Ministerpräsident Georg Milbradt soll sich zu den Problemen der Sächsischen Landesbank äußern.
Das fordern die Landtagsfraktionen der Grünen und Linken. Sie verlangen eine Regierungserklärung zur aktuellen Situation der Sachsen LB. Opposition und auch SPD wollen über den Stand der Verhandlungen zum Verkauf der Landesbank informiert und stärker einbezogen werden. Grund ist der anhaltende Streit um die möglichen Verluste der Sachsen LB. Die Bank war Ende August an die Landesbank Baden-Württemberg verkauft worden. Der Kaufpreis steht jedoch noch nicht fest. Zunächst muss geklärt werden, wer die möglichen Schulden der Bank übernimmt. Die Landesbank Baden-Württemberg fordert vom Freistaat Sachsen bei möglichen Zahlungsausfällen zu bürgen – und zwar mit einer weiteren Milliarde Euro. Das Land lehnt das aber ab.
Die City-Gemeinschaft Leipzig will im kommenden Jahr alle verkaufsoffenen Sonntage in die Weihnachtszeit legen.
Wie die Händler mitteilten, sollen alle der vier gesetzlich genehmigten Tage auf die Adventssonntage fallen. Dafür müsse jedoch das Ladenschlussgesetz nachgebessert werden. Die City-Gemeinschaft will die Regelung ändern, weil die Geschäfte in der Weihnachtszeit etwa 30 Prozent ihres Jahresumsatzes machen. Anfang kommender Woche wollen Händler und Stadt über den Vorschlag diskutieren. Vergangene Woche hatte die Evangelische Landeskirche in einem Eilverfahren erreicht, dass die Geschäfte in der Innenstadt nur an zwei Adventssonntagen öffnen dürfen.
Die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) will ihre Schulden schneller abbauen.
Nach Angaben der LWB sieht der Wirtschaftsplan für das kommende Jahr eine Sondertilgung von rund 25 Millionen Euro vor. Dieser Betrag soll zusätzlich zu den jährlichen 20 Millionen Euro beglichen werden. Bis Ende kommenden Jahres sollen die Schulden auf knapp 880 Millionen Euro sinken. Die Schulden stammen zum Teil noch aus DDR-Zeiten sowie aus Alt- und Sanierungskrediten.
Ein französisches Unternehmen interessiert sich für die „Kinowelt“.
Medienberichten zufolge will der französische Pay-TV Sender Canal Plus die Leipziger Medienfirma übernehmen. Es gebe bereits Gespräche über eine strategische Partnerschaft. Kinowelt wollte sich dazu nicht äußern. Zuletzt war Kinowelt in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Der Geschäftsführer soll sich beim Handel mit Filmrechten verspekuliert haben. Den größten Umsatz erzielt das Unternehmen mit dem Verkauf von DVDs. In Leipzig werden rund 150 Mitarbeiter beschäftigt.
Im Mediencampus Villa Ida beginnen die Leipziger Informatik-Tage.
Laut Veranstalter soll es bei der internationalen Tagung vor allem um die gesellschaftliche Wirkung von Computerspielen gehen. Dazu werden Experten aus der Spielewissenschaft und der Industrie erwartet. Die Informatik-Tage sollen den Austausch zwischen Informatikern, Psychologen und Pädagogen anregen. Die Tagung ist eine gemeinsame Veranstaltung der HTWK und der Uni Leipzig. Sie findet bereits zum 15. Mal statt und geht noch bis morgen.
Am Nachmittag beginnt auf der Neuen Messe Europas größte Rassegeflügelschau, die LIPSIA.
Bis Sonntag werden rund 36.000 Tiere aus aller Welt gezeigt, darunter Arten wie Antwerpener Bartzwerge oder Lausitzer Elsterpurzler. Außerdem werden auf der Messe auch deutsche Rassetauben vorgestellt. Die LIPSIA findet bereits zum 111. Mal statt.




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